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Normale Version: Scheinschwanger als Transfrau ?
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A. L.

Hallo

Ein etwas ungewöhnliches Thema aber kein Faschingsscherz. Seit einiger Zeit fühl ich mich etwas merkwürdig hab oft Lust auf Süsses am besten Eis zusammen mit Salzgebäck oder Käsefondue mit süsser Sahne. Dazu immer wieder Hitzewallungen wo ich kurzärmelig trotz Minusgrade im Freien noch zu warm hab. Wenn ich auch körperlich eine Frau wär würd ich mal einen Schwangerschaftstest machen aber das ich wirklich schwanger bin ist wohl eher unwahrscheinlich denn körperlich bin ich ja noch immer ein Mann. Bei normalen Frauen soll ja sowas bei Schwangerschaften vorkommen. Gibt es so etwas wie Scheinschwangerschaften auch bei Transfrauen. Bei gewöhnlichen Frauen solls ja so etwas geben. Wechsel gibt's ja auch bei der Frau weiß nicht wie es sich bei Männern auswirkt, das Alter hät ich ja dafür. Wie gesagt ne ernstgemeinte Frage und kein Scherz vielleicht kennt ja jemand sowas.

Grüße A. L.
Eine Scheinschwangerschaft ist biologisch einfach nicht möglich.
Das Männer auch so was wie einen Wechsel haben gibt es.

Transfrauen werden übrigens vom Wechsel verschont Smile
Du bist nicht auf Hormontherapie? Falls doch, täte ich die Werte mal überprüfen.

Bestimmter Nährstoffmangel? Heißhunger auf irgendwas kann bedeuten, dass der Körper nicht genug davon hat - lieber mal eine Gesundenuntersuchung zu viel als eine zu wenig machen. Hormone allgemein (Schilddrüse, Sexualhormone usw.) mal anzuschauen kann auch nicht schaden.

Die Psyche spielt da aber auch viel mit; kann mir gut vorstellen, dass die Scheinschwangerschaft bei entsprechendem (unbewusstem) Wunsch auch beim genetischen und hormonellen Mann möglich ist...
Das mit den Wallungen hat ein Freund von mir auch, der hat Probleme mit der Schilddrüse.

A. L.

Hallo

Danke für eure Antworten. Hormontherapie hab ich nicht bin nie in Therapie gegangen deshalb. Durchgecheckt wär ich schon routinemäßig wegen des Umganges mit Gefahrengütern im Job wird das gemacht. Mängel hät ich nicht, Schilddrüse wär in Ordnung. Danke für die Tipps. Auch sonst wär alles o.k. Das einzigste was ich hab dieses brennende Verlangen auch körperlich zur Frau zu werden, der Druck ist einfach stärker geworden im Vergleich zu früher. Ansonsten würd ja alles laufen, zu Hause hat es sich auch wieder beruhigt. Weiß nicht ob es damit zusammenhängt das ich einfach diesen einen Wunsch mit mir herumtrage den nur keiner sieht. Schwangerschaft wär ja eine reine Frauensache. Das Transfrauen vom Wechsel verschont bleiben wusste ich nicht, wieder was dazugelernt.

Grüße A. L.
Hmm. Trans*-Gefühle tendieren dazu, im zeitlichen Verlauf stärker zu werden - vielleicht ist die Schein-SS ein Versuch des Unterbewussten, dir das verdrängte Problem (Trans*) wieder bewusst zu machen? Auf Dauer verdrängen funktioniert nämlich nicht.

Handlungsanweisung kann ich dir leider keine geben - du musst selbst für dich herausfinden, was zu tun ist.

Warum denkst du gerade jetzt an körperliche Angleichung?
Wie geht es dir mit der Vorstellung, den (männlichen) Körper bis ans Lebensende zu behalten/behalten zu müssen?
Kannst du dir ein Leben als Frau vorstellen in einem angeglichenen Körper; in dem Bewusstsein, dass die medizinische Angleichung immer nur eine mehr oder weniger gute Annäherung an das Ziel sein kann? Wie geht es dir mit dieser Vorstellung?
Wie, denkst du, würde deine Familie reagieren? Denkst du, du könntest als Frau Akzeptanz finden? Auf welche Weise?

Wie siehst du deine Zukunft als Mann? Welche Ziele könntest du erreichen, welche nicht?
Was wäre gleich, was wäre anders als Frau?

Fragen über Fragen; nur leider keine Antworten.

A. L.

Hallo

Gedacht hab ich immer wieder dran nur ist der Wunsch und der Gedanke einfach stärker geworden. Nehms auch vielleicht deshalb bewußter war weil ich keine Medikamente mehr nehm schon seit über einem Jahr nicht mehr. Damit hab ich mich mehr oder weniger weggeschossen, dann Entzug jetzt Totalabstinenz. Alkohol auch keinen mehr, viel getrunken hab ich nie aber sicher ist sicher. Frei von illegalen Drogen bin ich schon fast 22 Jahre. Dadurch bin ich nicht substanzmäßig beeinträchtigt. Nehms vielleicht auch deshalb bewußter war, wäre möglich. Der Wunsch ist einfach stärker geworden. Eben Fragen über Fragen die mich beschäftigen. Akzeptanz als Frau bei uns find ich bestimmt keine. Ich mag vielleicht nach der OP wenn ich sie machen würde sogar gut und wie eine richtige Frau aussehen je nach Können des Arztes aber meine Leute die mich kennen und kennen tu ich viele aber eben als Mann werden es nie akzeptieren wenn ich auf einmal als Frau komm. Auch Behörden u.s.w. auch so ein Thema. Was nützt mir ein weiblicher Körper wenn ich dann ganz alleine bin. Meine Mutter hat mir ja klar zu verstehen gegeben dass sie mir die Türe vor der Nase zuschlägt wenn ich eine Frau werde. Es beschätigt mich also hauptsächlich die Frage was das kleinere Übel ist. Als Mann weiterleben und den Status den ich jetzt hab behalten aber dafür immer diesen brennenden Wunsch doch eine Frau sein und als Frau leben zu wollen oder eben die OP machen und dann mit sich Körper und Seele eins zu werden aber dann ganz alleine dastehn und niemanden mehr zu haben. Momentan tendiere ich verstandesmäßig natürlich dazu alles so zu lassen wie es ist. Wenn die Umwandlung rechtlich und vor allem sozial nicht die Konsequenzen hätte würd ich sie sofort machen, wahrscheinlich wär ich schon lange umoperiert. Ja wenn das Wörtchen Wenn nicht wär.

Grüße A. L.
(15.02.2015, 01:30)A. L. schrieb: [ -> ]aber meine Leute die mich kennen und kennen tu ich viele aber eben als Mann werden es nie akzeptieren wenn ich auf einmal als Frau komm. Auch Behörden u.s.w. auch so ein Thema. Was nützt mir ein weiblicher Körper wenn ich dann ganz alleine bin. Meine Mutter hat mir ja klar zu verstehen gegeben dass sie mir die Türe vor der Nase zuschlägt wenn ich eine Frau werde. Es beschätigt mich also hauptsächlich die Frage was das kleinere Übel ist. Als Mann weiterleben und den Status den ich jetzt hab behalten aber dafür immer diesen brennenden Wunsch doch eine Frau sein und als Frau leben zu wollen

ich denke davor fürchtet sich zunächst jeder und ich weiß zwar nicht was andere für erfahrungen dazu haben aber ich bin -zumindest bislang- positiv überrascht, weil es in allen meinen bisherigen zwischenmenschlichen beziehungen keinerlei rolle spielt ob ich als frau oder mann da steh.
allerdings habe ich woanders schon erwähnt dass ich von anfang an den umgang mit dem thema so vorleb dass es weitestgehend für alle die es erfahren nicht spektakulär, sondern langweilig ist.

deiner mutter wirst du vermutlich zeit geben müssen und ihr beweisen dass es dir mit dieser entscheidung gut geht, sie meint es bestimmt nicht so böse wie es derzeit vl ankommt. wahrscheinlich macht sie sich sorgen und versucht mittel zu finden die das verhindern, wovon sie glaubt dass es nicht das beste für dich ist.
und vl ist ihr das im umfeld auch peinlich, da würde ich eher mich 3x bitten lassen dass ich zu hause meine familie besuche, als mich aufdrängen wollen. wenn denn das umfeld so wichtig ist, nicht?

ein bisschen stolz wirst du schon brauchen für diesen weg, woher du den schöpfen sollst, kann ich dir nicht sagen, aber ohne wird es schwierig. wenn du deine würde nicht wahrst, andere können das nicht.

und ganz alleine wirst du nur sein wenn du ganz fest daran glaubst und dich entsprechend verhältst...

Allgäuerin

(15.02.2015, 09:45)newt schrieb: [ -> ]ein bisschen stolz wirst du schon brauchen für diesen weg, woher du den schöpfen sollst, kann ich dir nicht sagen, aber ohne wird es schwierig. wenn du deine würde nicht wahrst, andere können das nicht.

und ganz alleine wirst du nur sein wenn du ganz fest daran glaubst und dich entsprechend verhältst...

Meine Frau sagte neuerlich zu mir : als Mann habe ich Dich geliebt -
Als Frau respektiere ich Dich..........

Unser Weg braucht sehr sehr viel Stolz und Feingefühl.......Härte.......
(15.02.2015, 10:55)Allgäuerin schrieb: [ -> ]Meine Frau sagte neuerlich zu mir : als Mann habe ich Dich geliebt -
Als Frau respektiere ich Dich..........

hm...schwierige aussage, da ich zb innerhalb einer beziehung definitiv beides zugleich bräuchte: liebe und respekt.
und wenn die sexuelle anziehungskraft nachlassen sollte, bedeutet das nicht zwingend verlust der liebe. da es ca unendlich viele formen der liebe gibt.
insofern ist die aussage mehr verkrampft als sinnvoll.

daher ja, gerade wegen solchen unbeholfenen aussagen braucht man stolz, dass man trotzdem ein bewusstsein dafür hat, wo man steht und zweifel der anderen nicht persönlicher nimmt als diese gemeint sein können.
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