TransGender.at Forum

Normale Version: Gedanken bezüglich Selbstwahrnehmung
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Sophie*Vbg

Auch wenn dieses Thema nun wirklich alles andere als "schön" ist und es eher etwas ist was unangenehm sich anfühlt so finde ich es doch wichtig das es mal angesprochen wird. Ich möchte das sich niemand angesprochen fühlen soll oder sich gleich brüskiert über das was ich schreibe. Es soll auch keine Provokation sein was oftmals besonders im Chat sofort vermutet wird wenn ich etwas "Problematisches" für manche (scheinbar?) anspreche und damit einen Wunden Punkt treffe (das merke ich oft an den Reaktionen).

Ok, also zum Thema.

Mir ist aufgefallen das sich viele Transgender merkwürdig geben, und sich selbst auch nicht wohl fühlen. Ich habe selber nichts gegen merkwürdige Leute solange sie mir nicht schaden und selbst glücklich mit ihrer andersartigkeit sind. Und ja, Vielfalt ist sehr wichtig. Und ein par schräge Vögel, das ist ja alles ganz lustig. Allerdings muss ich sagen das speziell im Gebiet Transsexualität sich Abgründe auftun, und zwar hinsichtlich einer einzigen sehr sehr wichtigen Eigenschaft: Selbstkritik, welche durch enorme Kritikresistenz oder aber dem krassen gegenteil Brüskiertheit Einfluss auf den jeweiligen Gesprächspartner findet.

Die Selbstkritik bezieht sich dabei besonders auf Themen wie Weiblichkeit, Äußeres, Verantwortung im Leben, Bezug zum Ich, und vor allem eins: unendlicher Egoismus und zwar in der Form des "sich-selbst-in-den-Mittelpunkt-stellen"... und damit mehr zu erwarten, zu hoffe, zu klammern (z.B. an den Weg der Transition) als der Gesellschaft, der Familie, und seinen Freunden, Arbeitskollegen sowie alltäglichen personen die man trifft, etwas zu GEBEN. Dieses Geben scheint sehr in den Hintergrund zu geraten, und man ist so auf sich selbst fixiert und auf seine Puzzleteile die man versucht zusammenzuflücken um irgendwie normal zu sein, das man daraufhin vergisst was Leben wirklich bedeutet und was es ausmacht, wie Menschen wo wann und wodurch etwas voneinander haben. Menschen da draußen wollen euer Leid nicht, sie reagieren, auf euer Geben, das ist alles. Und man kann immer geben, egal wieviel man gelitten hat.

Und naja, jedenfalls ist das ja alles gar nicht so dramatisch wenn man sich dieser dinge mal annehmen würde. Aber viele tun es nicht. Ich würde über die Hälfte der Transgender (und ich kenne sehr viele, auch einige persönlich, und dutzende über den Chat) mit diesem Problem in verbindung bringen ca. Und ich würde dieses thema nicht erstellen wenn es nur eine Minderheit wäre, es betrifft natürlich nicht nur Transgender, leider sehe ich diese tendenz auch im übrigen rest der Bevölkerung, da stellt sich natürlich die Frage... Hat es überhaupt etwas mit TS zu tun? Hat es vllt damit zu tun das man gar nicht TS ist, den falschen Weg geht? oder gar sogar TS sein möchte, um so dieses problemthema zu verarbeiten, bewältigen? Ja nun, das kann niemand allgemein beantworten, und ob es etwas mit TS zu tun hat oder nicht weiß ich nicht so genau. Fakt ist das problem betrifft auch transgender! und da ich hier bezug habe stell ich meine gedanken hier öffentlich und nicht in einem X beliebigen forum wo mich niemand ernst nimmt.

Es ist mir nämlich wichtig das man das ernst nimmt. Ich finde einfach man sollte darüber nachdenken. Es sind Gefühle, Eindrücke von mir, und die täuschen mich genauso wenig wie die anderen menschen da draußen. Und das merkt ihr selber an den reaktionen.

Anhand dieser reaktionen könnt ihr euch die frage stellen woher Abneigung kommt, weil man TS ist oder doch wegen etwas ganz anderem? Jeder muss diese frage für sich selbst genauso beantworten wie CIS Menschen.

Und eben weil sich viele von den Transgendern nicht wohl fühlen gerade wegen der fehlenden Akzeptanz oder den fehlenden oder anders erwarteten reaktionen der Gesellschaft fühlen sie sich nicht gut. Und deswegen habe ich dieses Thema erstellt. Na klar. ich kenne die meisten nicht, und es ist mir selbst nicht so wichtig ob es euch gut geht oder nicht. da ist jeder einfach auch selbst verantwortlich für, falls man nicht gut befreundet ist miteinander. Aber mir geht es auch einfach darum... Das es eben mit dem sich schlecht fühlen nicht getan ist, da ist noch mehr... etwas was stört. Viele Transgender fühlen sich eben nicht nur einsam und schlecht, sondern das hat auch einfluss auf Andere Transgender... familie... freunde... Arbeitskollegen. Die darunter leiden wenn einige von den TG's und natürlich auch CIS menschen ihre probleme mit sich selbst im Chat oder Gespräch an anderen auslassen, oder zu wenig ACHT geben. Es wird zu wenig aufeinander ACHT gegeben. Und prompt (ich bin sehr emotional) wird man in eine hitzige debatte imvolviert die eigentlich gar nicht angedacht war. man wird überumpelt von merkwürdigen Verhaltensweisen die vielen TG's glaube ich gar nicht so bewusst sind.

Das ist schließlich auch ein grund warum ich persönlich NICHT mehr in den chat gehe, zumindest für lange zeit. Ich sehe mich ständig mit den Auswrikungen der Probleme anderer Konfrontiert welche diese auch nicht mal zugeben wollen (siehe oben Selbstkritik) also wie soll man dann helfen?

Wenn man weder diskutieren kann normal (denn menschen haben unterschiedliche meinungen) noch einander helfen, was bleibt dann übrig? Angenehm reden , fröhlich gut gelaunt? nein, auch das ist nur schein, das merkt man daran das es oftmals aufgesetzt wirkt. Oft wird so getan als sei alles gut, ja nicht seine probleme zeigen. man möchte nichts verlieren. Aber im Endeffekt verliert man viel mehr, wenn man nicht loslässt. Und wenn man nicht loslassen kann so wirken die "fröhlichen" gespräche auch langweilig, steif... erfunden...

Das künstliche und unechte ist besonders unter den Transgendern dadurch sehr auffällig. Es bleibt also nur stille, vor allem im Chat. Und eine Rege Diskussion im Forum wo jeder etwas schreibt. aber viele schreiben gegen die Wand anstatt wirkliche Kommunikation zu betreiben. Denn jeder will recht haben. Nichts verlieren, sich beweisen. Ich habe schon sehr sehr viel gelesen hier, ich schreibe sehr wenig selbst, aber lesen tu ich viel von vielen hier.

Ich sehe viele Egomanen hier, und auch leider da draußen

Ich bin Postbotin und treffe jeden tag viele leute, rede mit einigen dutzend. und ich lese hier mit, und bin im chat. In beiden Welten gibt es viel Egozentrik. Doch hier ist wirklich ein Höhepunkt zu sehen, und es macht mich traurig.

LG SOPHIE
Hallo!

Ich stimme dir schon zu was Selbstkritik usw. betrifft, dass das wichtig ist ... ich glaube aber, dass das von dir Geschriebene nicht nur uns trans* betrifft,
sondern die gesamte Gesellschaft. Bei Transgender treffen solche Dinge halt z.T. mehr zu, durch diesen Wandel.

Das was du zum Teil über Leid usw. schreibst: Das hier ist halt ein Forum um Hilfe zu suchen, zu fragen, und sich auszutauschen.

(27.02.2015, 20:21)Sophie*Vbg schrieb: [ -> ]Ich bin Postbotin und treffe jeden tag viele leute, rede mit einigen dutzend. und ich lese hier mit, und bin im chat. In beiden Welten gibt es viel Egozentrik. Doch hier ist wirklich ein Höhepunkt zu sehen, und es macht mich traurig.

Ich glaube auch nicht, dass das nur hier im Forum schlimmer als jetzt draußen auf der Straße ist, sondern das generell das Internet betrifft.
Online wähnen sich die Menschen halt in gewisser Anonymität und da trauen sich anscheinend viele ungehemmter und böser zu schreiben bzw. zu chatten.

Schönes Wochenende euch allen Big Grin

lg, Sarah

Homura

Vielleicht liegt es wirklich an der Anonymität des Internets, dass sich unter anderem auch hier so viele arme Würstchen verstecken. Wobei ich eine so deutliche Konzentration schon außergewöhnlich finde.

Leider musste ich auch feststellen, dass auf sogenannten Transgender Treffen wo man sich noch persönlich in die Augen sehen kann es nicht unbedingt besser ist und ich mich langsam frage warum ich da überhaupt noch hingehe wenn jedesmal dieselben Typen dort sind die da überhaupt nicht hingehören und keiner tut was dagegen.

Desweiteren liegt es mir fern Zeit mit Menschen zu verbringen die im Kopf so einfach und plump gestrickt sind, dass eine Unterhaltung nach wenigen Augenblicken extrem anstrengend wird und man sich vor lauter geistiger Leere nur noch ins Bett sehnt.
@Sophie
Interesand zu lesen Deine Eindrücke.
Habe mich vom Schreiben auch schon lange zurückgezogen,im Chat bin ich nicht mehr anzutreffen.
Einerseits gibt mir ein perönliches Gespräch mit Menschen mehr anderseits
Bbin ich glücklich und dass bin ich können es viele nicht verstehen,
Habe es mir abgewöhnt wenn Menschen Probleme haben zu versuchen,zu helfen.
Es hat nur einen Erfolg,dass ich meine Energie verschwende,zum Schluß vieleicht noch selbst hinuntergezogen werde,
da ich meine Energie ja verschwendet habe.
Vieleicht sind gewisse Dinge bei Ts ausgeprägter ?
Doch es ist Allgemein Menschen neigen dazu von einem Extrem ins andere zu gehen.
Die Natürlichkeit bleibt auf der Strecke.
Ich vermisse auch bei vielen,die den Weg gegangen sind das Fröhliche die Frische das Strahlen im Gesicht.
Sicher,ich musste auch Trennung und Verluste hinnehmen,hatte auch meine Zeit woh es mir nicht so gut ging
doch ich habs aufgearbeitet.
Habe auch schon meine Rezepte preisgegeben,hier wo ich schrieb wie ich es gemacht habe
die Reaktion,wurde gleich mit wilden Sekten in verbindung gebracht.
War auch ein Lernprozes für mich,einfach still zu sein,mein Leben zu geniesen.
Habe mich aus der sogenannten Szene schon lange zurückgezogen.
Ja gewisse Dinge haben mir nicht gefallen,machte früher den Fehler habe mich hineingesteigert.
Der Erfolg----Streit und Zank.
Bis mir bewust wurde meine Energie anders für mich zu nutzen,nicht in blöden Diskusionen zu verschwenden.
Es war und ist von Nutzen,
bin agieler und Unternehmungslustiger.
Kann auch sagen,habe den Mut ganz normal als Frau zu leben,wie viele Andere Frauen auch.
Habe den Mut mein Gesicht auch ungeschminkt zu Zeigen.
Hätte auch keinen Sinn mich lange zu Schminken dann geh ich Laufen,eine Stunde und auch länger bis mir
auch bei Minusgraden der Schweiß von der Stirn tropft.
Wie würde ich da aussehen mit Schminke ?
Gespräche von Angesicht zu Angesicht verlaufen sicherlich zvilisierter,doch viele schrecken davor zurück.
Habe schon öfter den Versuch unternommen,zu schreiben ich Bin an Diesem Tag um diese Zeit Dort oder Da.
Doch ich habs aufgegeben .
Ist es Desinteresse oder sonst was,denke nicht mehr darüber nach.
So ist natürlich die Freundesliste Auserhalb von TS viel länger und ich fühle mich wohl dabei.
Nun mach ich Schluß sonst wirds ein Roman.
Finde Sportlertreffen viel interasnter als Tg Treffen.
Mein Leben ist Bewegung
(27.02.2015, 20:21)Sophie*Vbg schrieb: [ -> ]Allerdings muss ich sagen das speziell im Gebiet Transsexualität sich Abgründe auftun, und zwar hinsichtlich einer einzigen sehr sehr wichtigen Eigenschaft: Selbstkritik, welche durch enorme Kritikresistenz oder aber dem krassen gegenteil Brüskiertheit Einfluss auf den jeweiligen Gesprächspartner findet.
...
Ein sehr schöner Beitrag, zumal ich diese Erkenntnis schon seit vielen Jahren habe und sie auch da und dort im Forum schon gepostet habe. Ich habe es aber aufgegeben mein Zeit beim viel Schreiben zu verbringen, zu Wertvoll ist meine Lebenszeit geworden. Umso mehr freut es mich, dass junge Menschen aufstehen und es den anderen vor Augen führen. Danke dafür, auch wenn es kaum etwas bringen wird weil die meisten eben keine Selbstkritik zulassen.

(27.02.2015, 21:39)Homura schrieb: [ -> ]Leider musste ich auch feststellen, dass auf sogenannten Transgender Treffen wo man sich noch persönlich in die Augen sehen kann es nicht unbedingt besser ist ...
Mach's wie ich und geh' einfach nur noch 1..2x im Jahr hin. Das ist dann ganz lustig und ab und zu trifft man dann doch sehr interessante Menschen, weil die "zufällig" an diesem Tag dann auch da sind. Ich durfte so einen sehr netten Transmann kennen lernen, der mir einen Einblick über die Gefühle der andere Seite gab.

(27.02.2015, 21:39)Homura schrieb: [ -> ]Desweiteren liegt es mir fern Zeit mit Menschen zu verbringen die im Kopf so einfach und plump gestrickt sind, dass eine Unterhaltung nach wenigen Augenblicken extrem anstrengend wird und man sich vor lauter geistiger Leere nur noch ins Bett sehnt.
Ja, das kenne ich auch. Ist aber nicht unbedingt ein TS Phänomen, sondern ein allgemeines Problem. Unter anderem ein Grund warum ich kaum weg gehe und mein Leben lieber mit Arbeit, interessanten Projekten, selbst Erforschung, bewusstseinserweiternden Kursen und in der Natur verbringe.

Ich habe kaum Freunde, aber die die ich habe sind überwiegend TS. Ich habe sie mir sehr genau ausgesucht und einige von ihnen auf früheren TransX Treffen kennen gelernt und diese sind alles andere als plump gestrickt. Es ist eine Freude sich mit diesen Menschen zu unterhalten, auszutauschen und vor allem über vieles zu reden, aber kaum über TS Themen. Ich hatte das Glück hier wertvolle Menschen zu treffen, die ich heute als meine Freunde bezeichnen darf.
(27.02.2015, 21:39)Homura schrieb: [ -> ]Vielleicht liegt es wirklich an der Anonymität des Internets, dass sich unter anderem auch hier so viele arme Würstchen verstecken. Wobei ich eine so deutliche Konzentration schon außergewöhnlich finde.

Leider musste ich auch feststellen, dass auf sogenannten Transgender Treffen wo man sich noch persönlich in die Augen sehen kann es nicht unbedingt besser ist und ich mich langsam frage warum ich da überhaupt noch hingehe wenn jedesmal dieselben Typen dort sind die da überhaupt nicht hingehören und keiner tut was dagegen.
[hier gekürzt]

Ich weiß zwar nicht, wen meine Vor-Schreiberin da so meint. Offenbar hat sie ja einen bestimmten Menschen oder Menschenschlag vor Augen. "Armes Würstchen" und "jedesmal dieselben Tpen" ist aber eine etwas dürftige Beschreibung. Rolleyes

Ich gebe aber zu bedenken, dass jede Aussage dieser Art mit einer Selbsterhöhung ("Ich bin ja nicht so!") verbunden ist und doch von Frust zeugt, der die Selbsterhöhung ("He, ich bin nicht so, ich bin okay!") gleich wieder konterkariert oder doch zumindest relativiert.

Auch das ist eine Frage der Selbstwahrnehmung.
Also ich finde daß es hier im Forum nicht schlimmer zugeht als im realen Leben oder auch in anderen Foren. Das viele sehr mit sich selbst beschäftigt sind liegt wohl in der Natur der Sache, da sich bei vielen ja vieles dramatisch verändert, angefangen von körperlichen Dingen über die Psyche und dann vielfach noch das soziale Umfeld. Die meisten Transgender Personen die ich im Real-Life kennengelernt habe würde ich als durchaus normal bezeichnen, manche sind schon etwas komisch und wirken auf mich mit ihren Aussagen oft nicht authentisch und glaubhaft. Viele sind aber auch total nett und hilfsbereit.

Manche empfinden sich selbst und ihre Situation vermutlich auch als etwas ganz besonderes (was ja vielfach durchaus zutrifft) und sind dann der Meinung daß alle anderen auch grosses Interesse an elendslangen Erzählungen und Anekdoten aus ihrem Leben haben. Das kann dann auch sehr nervig sein, nur gibts solche Personen eigentlich überall in der Gesellschaft.

Ich vermute mal daß manche Transgender möglicherweise nach vielen negativen Reaktionen, schlechten Erfahrungen und Verletzungen die sie erlitten haben, irgendwann einen Schutzschirm aus Sarkasmus, Intoleranz gegenüber anderen Meinungen und/oder ein übersteigertes Selbstbild aufbauen.

Vielleicht liegt es auch daran das man sich als Transgender erstmal gegen die gesellschaftliche Norm des üblichen Mann-Frau Schemas durchsetzen muss, und wenn man das erfolgreich geschafft hat möglicherweise übers Ziel hinausschießt indem man sich in weiterer Folge auch über andere Meinungen hinwegsetzt und sich selbst überhöht und in den Mittelpunkt stellt um sich besser zu fühlen .

In der begleitenden Therapie wurde mir oft bewußt gemacht nicht nur immer Erwartungen an andere zu stellen und etwas einzufordern, sondern auch zu versuchen anderen etwas zurückzugeben, darauf vergisst man glaub ich sehr leicht wenn man überwiegend mit den eigenen Problemen beschäftigt ist.

Im übrigen finde ich wäre mehr gegenseitige Toleranz für alle sehr hilfreich.

Bei den Transgender-Treffen die ich besucht habe ist oft die komplette Bandbreite an Personen vertreten von CD's bis zu perfekten Frauen und natürlich auch Transmänner. Es bilden sich bei den Treffen dann schnell Untergruppen, diejenigen die schon lange dabei sind kennen sich schon gut und sind dann lieber unter sich. Neulinge haben es oft schwer Anschluß zu finden, und möglicherweise drehen sich die Themen falls mal mehr Transmänner anwesend sind, überhaupt um Dinge die für mich als Transfrau überhaupt nicht von Interesse sind. Mich wundert es dann nicht daß viele nur selten zu diesen Treffen gehen und darüber schimpfen.

Und was die Selbstwahrnehmung betrifft finde ich das es vermutlich für manche (und da schliesse ich mich auch mit ein) wirklich nicht einfach ist mit dem eigenen Erscheinungsbild zurechtzukommen. Durch die Therapie wird man ja meistens ermutigt sich mehr zu trauen und daß es absolut ok ist wie man aussieht. Und man selbst kann irgendwann sein eigenes Erscheinungsbild ohnehin nicht mehr wirklich objektiv beurteilen. Die Personen die einen nahestehen haben sich dann auch oft schon an das Aussehen gewöhnt und finden es ok. Und andere Transgender schauen einen vielleicht komisch an aber möchten aus Höflichkeit nichts sagen. So, und dann wundert man sich wenn die betreffende Person vielleicht eh alles an sich ok findet und alle anderen wundern sich nur mehr wie die herumläuft Smile

Eines meiner Schlüsselerlebnisse hatte ich als einmal ein Betrunkener (!) in einem Lokal mit mir ein Gespräch begann und mir ohne Umschweife sagte was er an mir gut fand und was einfach nicht passte. Und er hatte Recht damit und ich wusste was ich verändern muss wenn ich mal als Frau durchgehen will.

Ich find ja daß es ein echtes Problem jemanden zu finden der einen objektiv beurteilt (sofern man das halt überhaupt will) und nicht nur Schminktipps gibt sondern wirklich sagt was nicht passt. Das ist eigentlich eine richtige Marktlücke Smile
was wir tg machen ist extrem.von aussen betrachtet jedenfalls.
grosser stress.jede menge gelegenheit,neurosen (oder mehr?) zu kriegen.alles also ganz 'normal'.wenn mehr von uns ein wenig extrem oder exzentrisch sind.btw:egozentrisch kommt wohl am häufigsten vor.
Liebe Sophie,

Ich kann Dich sehr gut nach verfolgen und bin teilweise eine ähnliche Meinung. Ich wollte so was Endliches im Forum schreiben. Ich bekomme ständig ein Gefühl, dass der Zweck eine Diskussion in diesem Forum und auch in der Öffentlichkeit nicht wirklich verstanden ist.

Eine Diskussion ist eigentlich ein Meinungsaustausch, wo beide Seiten einen anderen Blick auf einen Thema bekommen. Man nimmt Rücksicht auf den Gegenüber und lernt was Neues dazu. Beide Seiten hat dann ein Gewinn gemacht.

Ich beobachte hier, auch im ORF, wie Diskussionen oft ablaufen. Mit dem Motto „Macht den anderen Mundtot“ dann habe ICH gewonnen. In Wirklichkeit hat niemand gewonnen und alles bleibt demselben. Status Quo ist kein guten Zustand und auch nicht ein gutes Band.

Nicht jeder Transgender Person ist tatsächlich TS, obwohl manche fest überzeugt sind. Vielleicht sollen wir diese Personen Helfen, in das wir versuchen zu erklären, was es bedeutet TS zu sein.

Können wir nicht einfach von einander lernen und einander unterstutzen?

Liebe Grüße

Pia
Zum thema selbstwahrnehmung und selbstkritisch:
Das ist jeder irgendwo. Manche mal mehr,manche weniger.
Vorallem frauen haben das.

Genderdysphorie bedeutet ein unwohlsein im geburtsgeschlecht. Ich für meinen teil weiß seit dem kindergarten,dass ich weiblich bin bzw hab nicht verstanden warum ich kein kleid tragen "durfte" bzw einfach keine bekommen hab( erstkommunionskleid meiner schwester-ich war verdammt neidisch!)
Buben mocht ich im kindergarten nicht so,mädchen wollten aber auch nur teilweise mit mir spielen...

Dass sich viele transgender komisch "geben" liegt vll an ihrer unsicherheit?! Wir haben/werden alle mal komisch auf unsere umwelt wirken/gewirkt haben.

Und: stellen wir uns nicht alle gern in den mittelpunkt? Warum gibts denn fb...
Und eine unterhaltung läuft meist nach schema x ab
-smalltalk
-geschlossene/offene fragen
-sich preisgeben "in den mittelpunkt stellen" (seine meinung,empfinden und sicht der welt äußern)
-ev offene/geschlossene fragen vom andrem
-der andre gibt sich preis
-ev. Offene/geschlossene fragen.

Ich für meinen teil gebe und nehme. Und wie gesagt mit der richtigen selbsbewussten art, Verständnis und mitgefühl hat man selten probleme. Also ich schon lang nicht mehr außer mit einer lokalbesitzerin die psychosen vom alk schiebt und mir was von mafia erzählt und so.

Und: jeder muss für sich selbst wissen/rausfinden ob er transsexuell ist oder nicht..
Nicht jeder transgender ist transsexuell-eh kloa aber hat das nicht jeder selbst zu definieren was er ist?
"Denen helfen die glauben ts zu sein aber es nicht sind" das kann ein dritter riechen? Oder macht man das am aussehen oder sonst was fest?

Was bedeutet es denn ts zu sein?
Für mich nichts andres als punk zu sein. Man fühlt was/kriegt was mitgegeben und lebt dann danach. Man sucht gleichgesinnte,vorbilder,manche verändern sich äußerlich weil es ihr wunsch ist(warum auch immer) manche nicht( zb aus angst... kenn transsexuelle die einfach furcht vor der gesellschaftlichen reaktion haben. Was für mich den wunsch verdeutlicht)
Auch ich hab mit 19 nein zu hormonen gesagt aus angst wie mich die gesellschaft wahrnimmt/partnersuche usw.

Und für dich/andere?


Und das mundtot machen... aporie ist manchmal nicht schlecht. Ein guter diskutant weiß damit umzugehen. Gewonnen hat der,der den andren zum verzweifeln bringt(stimmlage/sprechart und körperhaltung! ) und somit aus der reserve lockt.

und pia jane.
no offense aber bin ich für dich transsexuell?
Egal ob ja oder nein hätt ich gern eine erklärung. (Hormone zählen nicht,ich kann einfach gut lügen) oder kannst du das nur wenn du jemanden siehst/triffst?
Denn momentan werd ich als transvestit wahrgenommen wenn ich was hübscheres anhab Wink

Ich find das ganze "der ist das und der ist nicht das,weil ich das so sage" ziemlich... kindisch,verletzend für andre und zeugt von nicht viel toleranz.


@chipsi hab grad deinen beitrag gelesen.
Sums it up n.n hätt ich garnicht schreiben brauchen :p
Und: echte freunde sind ehrlich, vorallem wenn sie sich mit dem thema auskennen.
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