TransGender.at Forum

Normale Version: Gibt es Frauen und Männer überhaupt?
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Es ist jedenfalls dieses Schwarz-Weiß-denken, dass es nur männliche Männer und weibliche Frauen geben darf. Das funktioniert in der Natur nicht. Jede Abweichung wurde immer für abnormal gehalten. Da braucht es noch viel Aufkärungsarbeit.
Ich denke schon, dass es grundsätzlich Mann und Frau gibt. Abweichungen bestätigen halt die Regel. Obwohl die Abweichungen sicher häufiger vorkommen, als vielfach angenommen.
Trotzdem sind wir eine Minderheit, die um gesellschaftliche Akzeptanz kämpfen muss. In erster Linie müssen wir uns selber untereinander helfen. Daher meine Bitte an die vielen neuen Mitglieder hierConfusedchreibt eure Geschichte, eure Gedanken, eure Ideen zum Thema hier im Forum. So hat der oder die andere nicht das Gefühl, allein zu sein.
"Ausnahmen testen die Regel," sollte es eigentlich heißen. Diese Überprüfung kann ja auch mal weniger überzeugend ausfallen. Und ich denke, das wäre im Sinne dieses Artikels.

Ist schon ein kleines bißchen ironisch, wie bio-essentialistisch Feminismus sein kann. Ich hätte darum lieber einen möglichst großen Bogen geschlagen.

Einen Kampf um Akzeptanz werde ich nicht mehr führen. Ich bin schlechterdings zu alt und krank für sowas. Entweder mich akzeptiert jemand oder er/sie kann gleich wieder gehen.
Vorhin hatte ich einen ähnlichen Beitrag mit meiner Meinung in der Community getippt. Finde dass manche Leute eher nach Worte suchen, um sich oder Personen zu "definieren", weniger umm offener zu sein?

Marketing könnte da sich vlt mit rosa oder blau, Stereotypen, etc. eine passende Trennung finden und Medien berichten deshalb über andersdenkende-Gehirne, Forschungen oder auch ob schon Babys mit Klischee-Outfits bei Testpersonen eher einen Traktor oder eine Puppe bekommen würden?

u.A. bevorzuge ich eher eigene Designs, bei Klamotten und vorerst bei Shirts, denn Shorts-Prototypen wurden bei mir noch nicht perfekt.
(12.01.2020, 17:56)Lightning_Sven schrieb: [ -> ]Finde dass manche Leute eher nach Worte suchen, um sich oder Personen zu "definieren", weniger umm offener zu sein?

Für manche ist es durchaus eine Errungenschaft, wenn sie endlich ein Wort haben, mit dem sie sich und ihre Befindlichkeiten benennen können. Für andere sind das alles nur Schubladen, die zu nichts gut sind als sie auf den Sperrmüll zu entsorgen.

(12.01.2020, 17:56)Lightning_Sven schrieb: [ -> ]Marketing könnte da sich vlt mit rosa oder blau, Stereotypen, etc. eine passende Trennung finden und Medien berichten deshalb über andersdenkende-Gehirne, Forschungen oder auch ob schon Babys mit Klischee-Outfits bei Testpersonen eher einen Traktor oder eine Puppe bekommen würden?

Das ist ja auch schon oft kritisiert worden, daß zum einen Eltern und sonstige Verwandtschaft so viel von diesem "gegenderten" Kram kaufen, zum anderen daß so viel angeboten wird.

Angeblich gibt es auch schon Männer- und Frauenbratwürste Facepalm
(11.01.2020, 23:55)SingingComet schrieb: [ -> ]https://www.zeit.de/kultur/2020-01/gesch...ng-10nach8
Eiaioau...und-irgendwas! Da reisst es mich hin und her, wenn ich so etwas lese! Ich bin zu einem Großteil mit den Argumenten der Zeit-Autorin vertraut, stimme sehr vielen davon auch zu.

Aber ich kann andererseits - gerade wenn die Rede von der Wechselwirkung von Sprache und Gesellschaft ist! - auch nachvollziehen, warum Herr und Frau Normalo sich irgendwie unwohl, ja bedroht fühlen, wenn sie so etwas lesen. Da will ihnen intellektuell wer das Recht bestreiten, in einer, ihrer Welt zu leben, die zu 98,3 Perzent eben aus Menschen besteht, die sich klar einem biologischen Geschlecht zuordnen lassen.

Uns helfen solche intellektuellen Spiegelfechtereien meiner Meinung nach jedenfalls nur bedingt. Sie helfen eher den Feinden der LGBTIQ-Gemeinschaft von rechts der Mitte dabei, uns zu einem Droh- und Zerrbild aufzublasen - wir sind "die", die Buben zu binnenge"i"ten RockträgerInnen und StrumpfhosenfetischistInnen umerziehen möchten, eine GenderistInnen-Sekte mit Weltherrschaftsambitionen gewissermaßen. Zuerst erobern sie die Sprache, dann ziehen sie Männern die Hosen aus, und was dann kommt, darüber kann man nur angst- und wuterfüllt flüstern (ich sage nur: Trinkwasser, Hormone)!

Zurück von der Satire zur Realtität. Die Rowling kann sich mit ihren Harry-Potter-Millionen über jeden Shitstorm hinwegtrösten. Und was hat sie schon getwittert?
Zitat:Dress however you please. Call yourself whatever you like. Sleep with any consenting adult who’ll have you. Live your best life in peace and security. But force women out of their jobs for stating that sex is real?
In der Kontroverse bin ich im Zweifel auf ihrer Seite. Selbst wenn die Frau, die sie verteidigt hat, ein Arschloch sein sollte, das mich nicht als die respektieren würde, die ich (auch) bin.
Es geht ja nicht um die „Meinung“ einer einzelnen Person, sondern um das Urteil, das sie sich über trans Menschen anmaßt, indem sie „Transgender“ nach ihrem „biologischem Geschlecht“ einordnet.

Und dabei nicht einmal weiß, was „biologisches Geschlecht“ überhaupt bedeutet.

Dass das Wissen um das eigene Geschlecht eine zutiefst biologisch determinierte Angelegenheit ist.

Und dass die Merkmale der Geschlechter weiblich / männlich keinesfalls so simpel angelegt sind, wie es manche gerne hätten – weil es so schön in ihre schwarz-weiße Welt passt.

Die (biologische!) Entstehung von „Geschlecht“ läuft wesentlich komplexer ab.

https://www.spektrum.de/news/die-neudefi...U2--VsDhxI


Zur Beantwortung der Eingangsfrage zitiere ich den letzten Absatz des oben genannten Artikels:

„Wenn also per Gesetz verlangt wird, dass eine Person männlich oder weiblich ist, sollte das Geschlecht dann anhand der Anatomie, der Hormone, der Zellen oder der Chromosomen bestimmt werden?
Und was ist zu tun, wenn die verschiedenen Methoden zu widersprüchlichen Ergebnissen führen?
‚Ich glaube, es gibt nicht den einen biologischen Parameter, der alles abdeckt.
Damit wird letztendlich die Geschlechtsidentität des Einzelnen der sinnvollste Parameter sein’, resümiert Vilain.
Mit anderen Worten: Wenn Sie wissen wollen, ob jemand männlich oder weiblich ist, scheint es das Beste zu sein, einfach nachzufragen.“
(15.01.2020, 00:30)Mike-Tanja schrieb: [ -> ]Zurück von der Satire zur Realtität. Die Rowling kann sich mit ihren Harry-Potter-Millionen über jeden Shitstorm hinwegtrösten. Und was hat sie schon getwittert?
Zitat:Dress however you please. Call yourself whatever you like. Sleep with any consenting adult who’ll have you. Live your best life in peace and security. But force women out of their jobs for stating that sex is real?
In der Kontroverse bin ich im Zweifel auf ihrer Seite. Selbst wenn die Frau, die sie verteidigt hat, ein Arschloch sein sollte, das mich nicht als die respektieren würde, die ich (auch) bin.

Die Frau, die Rowling verteidigt wurde gefeuert wegen transphober Kommentare. Rowling schreibt darauf "das geht nicht weil Geschlecht ist nun mal Geschlecht (biologisch).

Warum bist du hier nochmal Moderatorin?
Zur Eingangsfrage...
Ich glaub durchaus, daß es Männer und Frauen gibt. Es ist einfach eine körperliche Sache. Das da ein paar Organe nicht ganz gleich sind ist eigentlich schon klar. Oder glaubt noch wer an den Klapperstorch?

Die genannten 98,3 Prozent der Menschen fühlen sich ja auch meistens ganz wohl mit dieser Einteilung. Ich fühl mich inzwischen auch schon viel wohler damit, ein Geschlecht zu haben, seitdem es wenigstens juristisch und hormonell das für mich richtige ist.

Die restlichen 1,7 Prozent verdienen respektvolle Berücksichtigung ihrer Anliegen!

Die Seele hat kein Geschlecht!