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FFS - OP Antwerpen April 2015 - Druckversion

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RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - Dora92 - 22.10.2015

(22.10.2015, 11:50)Mia schrieb: Da schmunzelt niemand beim ich ppen.
Du kannst ja Chipsi fragen, die kennt meine Stimme. Ich hat weder StimmbandOP noch Stimmtraining und hab trotzdem keine Probleme unter die Leite zu gehen. Wenn sonst einigermaßen alles passt kommt darauf auch nimmer an.
Auch in der Firma in der Abteilung wo ich arbeite weiß keiner was von meiner Vergangenheit. Ok, einer...von 20 aber damit kann ich leben.

Mia ich habe dich auch nicht gemeint nimm nicht Bitte alles Persönlich und ich muss keinen was fragen wo sind wir hier in Kindergarten... Ich habe Allgemein gesprochen schade das ich mich hier Rechtfertigen muss... wenn dir das nicht wichtig ist oky wenn du eine Glocken stimme hast freu dich drauf aber nimm es nicht Persönlich........


RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - Mia - 22.10.2015

Genau, du hast allgemein gesprochen. Dabei gibt es bei TS solche Unterschiede bei den Leuten das man nicht allgemein sprechen kann.


RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - Elisabeth I. - 22.10.2015

Dieser Update-Thread wäre es mMn wert in einen eigenen Thread abgetrennt zu werden, da die Kieferkorrektur nicht nur ein völlig anderes Thema als FFS ist, sondern es auch wert ist, als mE wichtiges Thema, losgelöst von Trans-Themen behandelt zu werden.

Erstmal: Gratuliere dir Chipsi, dass du diesen Schritt der Kiefer-OP gewagt und es gut überstanden hast.

(22.10.2015, 07:40)chipsi schrieb: @oggi: Das klingt so ähnlich wie es bei mir war. Ich hab auch immer gehört "Du hast ja eh so schöne Zähne!" Ja, Zähne schon, aber der Biss! Auch auf Fotos ist es mir schon immer aufgefallen, und ich hab dann versucht den Unterkiefer vorher so hinzubewegen damit es nicht so auffällt, aber das ging auch nur teilweise. Ich hätte dass wirklich schon viel früher machen lassen sollen, lange vor der FFS, aber es ist ja nie zu spät Smile

Die (schönen) Zähne sind eines. Das medizinische(!) Problem der Kieferfehlstellung mitsamt deren Folgen ist ein völlig anderes.

Zitat: Bei mir war der Ablauf so: Ich war zuerst, vor über einem Jahr, bei der Kieferambulanz hier im LKH. Die haben sich das angeschaut und mir eine Liste mit Kieferorthopäden mitgegeben. Bei einen von denen hab ich dann einen Termin ausgemacht. Dort wurde dann ein Kostenvoranschlag und Behandlungsplan erstellt, und ich hab die Behandlung begonnen. Die Behandlung ist für max. 3 Jahre ausgelegt, im 1. Jahr sind es bei mir 2400 Euro, im 2. Jahr ebenso, falls ein 3. Jahr notwendig ist, sind es nochmals 800 Euro. Davon bekommt man aber jeweils noch den KK-Anteil refundiert, dass sind bei mir etwas über 400 Euro.

[... hier gekürzt ...]

Die kompletten Kosten für die OP und den Krankenhausaufenthalt werden von der KK übernommen, ich musste nur zusätzlich pro Krankenhaustag knapp 10 Euro für den Aufenthalt dazuzahlen.

[... hier gekürzt ...]

Da es sich bei Fehlstellungen des Kiefers (Ober- und/oder Unterkiefer) um medizinisch indizierte Korrekturmaßnahmen mit Krankheitswert nach ASVG und nicht um eine Schönheitsoperation handelt, sind die Krankenkassen in der Pflicht der Kostenübernahme.

Leider ist - wie du ja oben darstellst - das Problem, dass satzungsgemäß die Kosten für die Behebung von Zahnfehlstellungen mit Zahnspangen und dergleichen nur zu einem geringen Teil von den Kassen übernommen werden. (Vgl. auch die medial durchgekauten Diskussionen um die Gratiszahnspange für Kinder.)

Die von dir angeführten Summen für die Zahnkorrekturen, die hier eher weniger der Richtigstellung von Fehlstellungen, denn mehr zur Vorbereitung der Operation dienen (z.B. Luft schaffen zwischen benachbarten Zähnen zur späteren Schnittführung bei der OP), sind happig - das muss man/frau sich erstmal leisten können.
Allerdings gibt es im Notfall dafür auch Sondertöpfe der Krankenkassen, die auf Antrag im Nachhinein wenigstens zu einem Teil dafür angezapft werden können (ohne Anspruch auf Bewilligung).

Soweit zum Finanztechnischen und Sozialversicherungsrechtlichen.

Es ist jedenfalls von Vorteil, diese OP nach dem Coming-Out bzw. dem Beginn des Weges zu machen, da damit auch der/die OperateurIn die weiblich erwünschte Physiognomie berücksichtigen kann.

Ich hatte einen derartigen Eingriff ebenfalls, schon vor ein paar Jahrzehnten und als ich noch weit vor dem Coming-out vor. Die (männlich gesichtsdominierte) Kiefer-OP war danach nicht nur insgesamt für meine Physiognomie von Vorteil, sondern hat sich glücklicherweise auf die spätere Verweiblichung durch HRT etc. pp. nicht negativ ausgewirkt.

Meine OP dauerte damals übrigens mehr als 8 Stunden. Für ein kleines Stückerl aus der Rippe, das zur Herabsenkung des Oberkiefers gebraucht wurde, verpasste man mir am rechten Brustkorb eine Schnittöffnung wie mit einem Fleischermesser gemacht, wovon mir ein riesige, unschöne Narbe, unterhalb der Brust - und nicht in der späteren Brustfalte - geblieben ist. :-(

Doppelfazit für betroffene Transfrauen/Transmänner aus meiner Sicht:

* Auch wenn es bei dir, Chipsi, gut ausgegangen ist, wäre es jedenfalls sinnvoll in dem Punkt auf den Rat der Ärzte zu hören und zuerst die Kiefer-OP zu machen und sich erst danach, falls (dann noch) erforderlich, der FFS zu unterziehen.

* Auch wenn es bei mir damals - siehe Beschreibung oberhalb - in Hinblick auf die spätere Gesichtsverweiblichung relativ glimpflich ausgegangen ist, so ist mein Rat dennoch die Kiefer-OP nach Möglichkeit erst machen zu lassen, wenn man/frau offen die (geheimen) Wünsche nach erwünschter Gesichtsformung mit dem/der Operateur/in besprechen und die OP unter diesen Vorgaben gemacht werden kann.


RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - Dora92 - 22.10.2015

(22.10.2015, 12:07)Mia schrieb: Genau, dverallgemeinernalemein gesprochen. Dabei gibt es bei TS solche Unterschiede bei den Leuten das man nicht allgemein sprechen kann.

Mia das ist meine Entscheidung über welchen Themen ich verallgemein sprechen darf wenn du dich nicht angesprochen fühlst ignorieren es einfach......

Und habe keine lust mehr über das weiter zu schreiben...... hab noch was bessers zu tun...


RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - Sunnymoon - 22.10.2015

Für mich klingt das eher so als wollte Mia die Tatsachen hier verdrängen. Algemein betrachtet ist die Stimme sehr wichtig.

Wenn eine Frau eine tiefe brummige Stimme hat, schreck ich auch erstmal hoch ung guck mir die Frau an (kann ja gut sein z.B. wegen Kettenrauchen etc.). Auffällig ist es sehr wohl und man darf nicht unterschätzen, wie genau die Menschen in Punkto Stimme hinhören. Da gehts nichtmal um TS sondern allgemein um Frauen.

Gerade Dates sind ein gutes Beispiel wo dem Herren der dich eingeladen hat sehr wohl wichtig ist, wie die Stimme klingt. Smile

Dora hat also schon recht aber sie hat dir ja nix unterstellt, Mia. Wenn das für dich wurscht ist, dann ist es halt so. Weiß nicht warum du immer alles so aufziehen musst und auf dich persönlich umwälzt? Wie anfangs gesagt, evtl. Verdrängung?


RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - Dora92 - 22.10.2015

Vielen Dank Sunnymoon Gott sei Dank gibt es wie du noch die mich verstehen.....lg Dora


RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - Ann Lie - 23.10.2015

Hallo

Will auch erst 2 Jahre HRT abwarten bis es richtig wirkt, war früher beim ersten Male vor über 20 Jahren wenn ich mich richtig erinnere sogar vorgeschrieben. Erst dann schaue ich weiter. Man soll nicht immer alles am Aussehen festmachen. Bei Biomenschen gibt es bei Frauen ja auch viele die ein markanteres Gesicht haben aber nicht weil sie TS sind sondern einfach sich so entwickeln. Wenn einen stört kann man ja OP machen und wenn es nicht stört lässt mans wies ist. Gleiches gilt für die Körpergröße. Es gibt große und kleine Frauen, bei den Männern das gleiche. Mein Schwiegerpapa, der Herr hab ihn selig, war auch klein aber man hätte dem nicht unbedingt sagen sollen das er vielleicht intersexuell oder TS ist, das hätt dann bestimmt ein kleines bisschen weh getan. Das ists doch was die Menschheit interessant bzw. zum Regenbogen macht, die Unterschiede, das einfach nicht alles gleich ist. Jeder von uns ist ein Unicum, einzigartig. Gemeinsamkeiten gibt's natürlich.

Also ich würd mich natürlich operieren lassen wenn mich das selber stört und ich Leidensdruck hab aber bestimmt nicht für andere. Bei der Stimme will ich schon noch dran arbeiten, mit der Zeit wird's schon werden.

Grüße Ann Lie


RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - Mia - 23.10.2015

Nun gut ich rede auch nicht von einer tiefen brummigen Männerstimme, das fällt natürlich sofort auf. In Graz am Bahnhof arbeitet eine Frau, die hat eine tiefe Männerstimme (ist aber ziemlich sicher Bio-Frau) da muss man fast hingucken wenn die spricht.
Das versteh ich schon.
Ich rede von einer tiefen Frauenstimme, so wie es oft Schauspielerinnen haben, oder 2 Freundinnen von mir. Wobei eine hat jetzt mit der Pille aufgehört, da ist die Stimme höher geworden.


RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - Bonita - 23.10.2015

Nach nun fast einer Seite OT die Erinnerung daran, dass es sich hier um den FFS-Thread von chipsi und nicht um "Allgemeines über TS und Stimme" handelt. Dodgy


RE: FFS - OP Antwerpen April 2015 - chipsi - 23.10.2015

@Bonita: Danke für die Erinnerung!

Also, dass Mia eine schön klingende und eindeutig weibliche Stimme hat, die gut zu ihr passt, kann ich bestätigen Smile Etwas tiefere Frauenstimmen klingen übrigens oft viel besser als so piepsige Tussistimmen, zur Person sollte es halt passen.

@Elisabeth I.: Dankeschön! Es hat aber durchaus einen Grund warum ich diesen Update-Bericht hier angehängt habe, und das ist eben die Auswirkung auf die bereits erfolgte FFS.

Ich hab mir vorher übrigens lang überlegt ob ich überhaupt über die Kiefer-OP schreiben soll, weil es ja kein direktes Transgender-Thema ist. Aber in meinem Fall war es ja die Kombination FFS + Haartrans. + Kiefer-OP, die zum gewünschten Ergebnis geführt hat.

Ich hab die kieferorthopädische Behandlung ursprünglich vor einem Jahr auch noch in meinem "alten" Leben begonnen, und dann zwischenzeitlich die Personenstandsänderung durchgeführt, was zwar kurz mal für leichte Irritationen sorgte, aber kein Problem für die Behandlung darstellte. Als es dann mit der Kiefer-OP so weit war, lebte ich bereits als Frau, auf die OP selber hatte es gar keine grosse Auswirkung, ausser dass ich darauf wert legte, dass der Unterkiefer nach der OP keinesfalls dominanter wirken durfte als vorher, was aber eh nicht geplant war.

Was die Kosten betrifft: Ja, all das kostet Geld. Aber ich sehe es so: Es handelt sich um Ausgaben die man nur einmal im Leben macht. Es ist vielleicht ein blödes Beispiel, aber wenn ich mir heute ein neues Mittelklasseauto kaufen würde, dann kostet das vielleicht 25.000 Euro und in 5 Jahren ist es nur mehr die Hälfte wert. Und was hab ich davon? Ein Fortbewegungsmittel dass laufend Kosten verursacht. Ein (kleines) Auto hab ich schon, aber wie ich aussehe hat für mich eine ganz anderen Stellenwert, und daher war es mir dass auch wert.

Und natürlich braucht nicht jede eine FFS, das ist doch völlig klar. Es gibt TS die sehen allein durch die HRT besser aus als andere die bereits eine FFS hinter sich haben, aber was solls? Weiterhin über die Sinnhaftigkeit einer FFS zu diskutieren ist mühselig, und diejenigen die sich dafür entscheiden, haben meist gute Gründe dafür, und das ist zu respektieren.

Den Ratschlag, generell erst mal 2 Jahre HRT abzuwarten, mag ja für einige richtig sein. Aber bei stark ausgeprägten maskulinen Gesichtszügen wird es dann halt dazu führen, dass man sich nach 2 Jahren HRT zwar als Frau fühlt und einen Busen hat, aber immer noch wie ein Mann in Frauenkleidern aussieht, na da wünsche ich dann viel Spass!

Alles ich bisher darüber geschrieben habe, ist ein persönlicher Erfahrungsbericht. So wie ich die Dinge erlebt habe, und so wie es viele davon im Netz gibt. Es soll keine Anleitung sein und schon gar keine Aufforderung es mir gleich zu tun. Und ich hab auch nicht versucht irgendwas schönzureden oder die Risiken auszuklammern.

Aaaaber: Ich finde es unglaublich faszinierend welche medizinischen Möglichkeiten es heutzutage gibt und was sich dadurch alles verändern lässt, und ich bin anscheinend jemand der diese Möglichkeiten auch eher in Anspruch nimmt, vor allem wenn sich meine Lebensqualität dadurch langfristig verbessern lässt. Bspw. war ich früher kurzsichtig und musste eine Brille od. Kontaktlinsen tragen. Dann hab ich vor 13 Jahren meine Augen in Bratislava lasern lassen, und das Ergebnis ist perfekt und ich werd erst wieder eine Brille benötigen falls die Altersweitsichtigkeit irgendwann zuschlägt.

Ich kann jetzt unbeschwert mein Leben leben, und wenn sich durch die HRT sich noch was zum Positiven verändert, na dann umso besser. Auf meinen Körper hat sich die HRT übrigens eh super ausgewirkt, diesbezüglich hab ich auch gar keine Sonderwünsche mehr Smile

[Rechtschreibfehler auf Wunsch der Verfasserin ausgebessert; Bonita]