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Depathologisierung - Ohne mich - Druckversion

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Depathologisierung - Ohne mich - Tanja-123 - 25.09.2012

Aufgrund einer Beschreibung die ich gestern auf einer österreichischen Transgender- Informationswebseite gelesen habe, möchte ich meine Gedanken über die Anstrebungen zur Depathologisierung von F64.0 eröffnen.

Was mich dazu bewegt: Absolute Ablehnung gegen diesen Vorschlag sowie innerliche Unruhe bei dem Gedanken daran, dass dies einmal passieren könnte. Auch wenn es mich persönlich nicht betrifft, da ich von der KK nicht mehr verlangt hatte als die anteilige Bezahlung der Psychotherapie (20 Euro pro Stunde).

Ich möchte damit Unterstützern/innen, Initianten/innen etc auch zeigen, dass nicht jede/r Betroffene/r damit einverstanden ist.

Alles hier ist lediglich meine Meinung. Niemand muss sich verletzt oder persönlich angegriffen fühlen. Anderseits bin ich um konstruktive Diskussionen und Anhörung anderer - auch gegenteiliger - Meinungen natürlich sehr interessiert.

1. Transsexualität - Falsches Wort

Anstelle F64.0 zu streichen, würde ich es besser empfinden, den Ausdruck zu korrigieren. Das Wort verleitet dazu, in Transgender lediglich eine sexuelle Ausrichtung zu sehen. Die Synonyme zu "Sexualität" sind gemäß Duden: Erotik, Geschlechtlichkeit, Geschlechtsleben, Sexualleben; (gehoben) Fleischeslust (Quelle: http://www.duden.de)

Wie wir jedoch mittlerweile hoffentlich alle gemerkt haben, sind die Sexualität (oder sexuelle Ausrichtung), unser Geschlecht sowie unser effektives Geschlechtsempfinden drei komplett unterschiedliche Dinge die sich gegenseitig nicht beeinflussen müssen.

Transsexualität klingt für mich aufgrund des falschen Ausdruckes "...sexualität" nach einer Gleichsetzung mit Homosexualität, Heterosexualität oder Bisexualität. Aber um diese Themen geht es doch gar nicht.

Daher schlage ich vor, den Ausdruck Transsexualität in Transgender, Transgenerismus, Transgeschlechtlichkeit oder Ähnliches zu ändern.


2. Transidentität - Falsches Wort

Warum ich insofern "Transidentität" nicht als möglichen Ausdruck aufgezählt habe, liegt daran, dass auch der Wortteil "...identität" hier komplett falsch gesetzt ist. Die Identität eines Menschen besteht NICHT ausschliesslich aus dessen Geschlecht oder Geschlechtsempfinden!!! Da kommen weitere Dinge hinzu, wie: Religion, psychosoziales Verhalten, Nationalität oder nationales Empfinden, uvw. Man kann insofern Transidentität als Überbegriff verstehen, sollte in einem dieser Bereiche ein Problem auftreten. Die, wie sie heute noch offiziell genannt wird, "Transsexualität" ist lediglich EIN Teil der Transidentität.


3. Es ist eine Krankheit

Warum ich gegen die Streichung von F64.0 bin erkläre ich noch. Erst mal möchte ich sagen, dass ich es ganz klar als Krankheit empfinde. Aber man muss schon mal auf die Idee kommen, seinen Geist und sein Verständnis etwas zu erweitern. Die "Transsexualität" ist eine Sache, die durch Therapien und medizinische Eingriffe behandelt wird. Daher kann man von einer Krankheit ausgehen. Würde - so wie von der Kampagne gefordert - keine Psychotherapie mehr stattfinden, so wäre eine Operation in dieser Hinsicht ganz klar gleichzusetzen mit einer Schönheits-OP! Zudem wisst ihr alle, wie viele Leute dann irrtümlich operiert werden würden, wenn keine Therapie mehr notwendig wäre. Es gibt doch sogar einen Beitrag auf dem Forum darüber. Wie kann man so verantwortungslos sein, so etwas zu fordern?

Ein Grund, warum ich Transsexualität als Krankheit empfinde, ist weil sie alleine weitere psychische und alltägliche Probleme mit sich führt. Sie ist somit Ursache von psychischen Krankheiten oder Zuständen, die durch eine Therapie behandelt werden müssen. Und es geht hierbei nicht nur um Probleme, die in direktem Zusammenhang mit der konservativen Gesellschaft stehen, sondern ein ganz einfaches Beispiel ist, dass Medikamente zur Herabsenkung von Testosteron Depressionen hervorrufen können. Somit wird eine medikamentöse Depression durch die Therapierung einer Transsexualität hervorgerufen. Somit ist diese Ursache einer (weiteren) psychischen Krankheit und muss deshalb im ICD festgehalten bleiben.


4. Andere Klassifizierung

Vielmehr als eine Streichung des F64.0 sollte man verlangen, dass diese Krankheit NEU klassifiziert wird. Da bis heute nicht bewiesen ist, ob sie durch psychische oder somatische Ursachen entsteht. Und deshalb ist es tatsächlich nicht unbedingt gerechtfertigt, sie unter der "F" Gruppe zu klassifizieren.

Als Gegenvorschlag werfe ich "Q" in die Runde: Angebohrene Fehlbildungen, Deformalitäten und Chromosomenanomalien. Ist lediglich ein Gedanke und hat damit zu tun, dass ich persönlich "Transsexualität" immer als angeborene Fehlbildung empfand. Ich hatte nie und habe nicht das Gefühl, "im falschen Körper" geboren zu sein. Ich mag es nicht, wenn in einer Dokumentation dieser Satz fällt! Ich liebe meinen Körper, er ist selten krank, keine Allergien, Schwächen oder sonst was. Zudem ist er den Umständen entsprechend weiblich gewachsen. Ich würde meinen Körper nicht hergeben und zum Glück kann ich das auch nicht. Aber mein Körper hat definitiv die falschen Geschlechtsmerkmale entwickelt. Da kann aber mein Körper nichts dafür, sondern dies wird ihm von den Chromosomen vorgegeben. Also passen schlussendlich lediglich meine Chromosomen nicht mit meinem seelischen oder empfundenen Geschlecht zusammen. Achtung, es geht mir hierbei NICHT um eine Chromosomenanomalie wie man sie bisher verstehen würde, sondern um eine Form, in der bei der Entstehung des Menschenlebens die falsche Geninformation weitergegeben wurde.

Eine Klassifizierung innerhalb der somatischen Krankheiten kann man durchaus rechtfertigen. Denn von dieser Krankheit wird man grösstenteils durch medizinisch-plastische Eingriffe "geheilt" und nur begleitend durch Psychotherapie. Die Therapie alleine würde die "Heilung" wohl in den meisten F64.0 Fällen nicht erzielen. Dass eine Psychotherapie nach wie vor begleitend geführt wird ist auch noch gerechtfertigt, wenn es als somatische Krankheit klassifiziert wird, denn jede schwerwiegendere somatische Krankheit wird durch Psychotherapie begleitet.


5. Depathologisierung schürt Hass

Eines der Ziele der Kampagne ist es, durch die Depathologisierung mehr Verständnis in der Gesellschaft für uns zu schaffen. Ich frage mich wirklich, wer solch verschobene Gedanken entwickelt!
Das Einzige, womit man Menschen begreiflich machen kann, dass eine "transsexuelle Person" nicht für ihr Empfinden selber verantwortlich ist, ist doch gerade der Fakt, dass es eine Krankheit ist!!! Wenn es keine Krankheit ist, was ist es dann? Eine Szene? Eine Phase? Haben die Eltern dieser Kampagnenleute schon so viel auf sie eingeredet, dass sie jetzt den gleichen Mist nachplappern? Ich sehe mich nicht als Teil einer Szene oder Community, wenn es auch wohl wichtig ist, zu sehen dass es andere gibt, denen es genauso geht. Aber das verhält sich ja bei Menschen mit anderen Krankheiten nicht anders. Eine Person mit Krebs sucht auch oft nach anderen Leuten mit Krebs. Sind diese Leute deshalb jetzt eine Szene und ihre Krankheit wird aus ICD gestrichen? NEIN!

Eine Gesellschaft hat sehr viel mehr Verständnis für eine "Transsexualität" als Krankheit als für eine "Transsexualität" als freier Gedanke ohne medizinischen Hintergründe.


6. Forschung

Eine Streichung von F64.0 könnte die Streichung von Geldern in der Forschung bezüglich dieses Punktes nach sich ziehen


7. Mediengeilheit

Eine Zeit lange ging die Aufmerksamkeit der Medien über uns in die richtige Richtung, nämlich Aufklärung, Verständnis schaffen. Mittlerweile sind viele jedoch zur Show geworden, die Medien finden Menschen in unseren Situationen super, weil sie Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wenn der Fakt, dass "Transsexualität" eine Krankheit ist, wegfällt, dann werden wir von den Medien noch einmal mehr zu einer Szene verschachtelt, als zu einer Gruppe von Menschen, deren Probleme ernsthaft behandelt werden müssen.


8. Gleichsetzung durch LGBT

Ein weiterer Punkt, der nicht in direktem Zusammenhang mit der Kampfange steht. Hinter der Aktion LGBT steht wohl ein guter Gedanke. Doch wie zu Beginn von mir deklariert, ist F64.0 NICHT zu vergleichen mit Homo- oder Bisexualität und steht in KEINEM Verhältnis dazu. Ob ich auf Frauen, Männer oder beides stehe wird nicht dadurch definiert, ob ich Trans bin oder nicht.
Bei der Aktion LGBT entsteht meiner Meinung nach ein internes und ein externes Problem.

Intern: Nicht jede Person die Trans ist, hat Verständnis für Homo. Und umgekehrt, ich glaube in der Hinsicht habe ich hier auf dem Forum sogar schon einmal etwas gelesen. Niemand kann also verlangen, dass eine Transperson sich mit einer Homoperson gerne in der gleichen Schublade sieht. Ich beispielsweise fühle mich dabei überfordert weil ich auch nicht viel mehr bin als eine konservative Person. Die Annahme, dass ich für solche Dinge mehr Verständnis habe als nicht-transidente Personen, ist komplett aus der Luft gegriffen. Nur weil ich Trans bin, identifiziere ich mich noch lange nicht mit Homo-Personen.

Extern: Es existiert Hass gegen Homosexuelle. Die Bilder sieht man jedes Jahr bei Gegendemos zu Pride Parades. Belgrad allen vor. So, jetzt werden wir in die gleiche Gruppe gedrängt und somit zur gleichen Zielscheibe für Leute, die sich bisher womöglich gar nicht für uns interessierten. Durch die Gleichsetzung in LGBT wird "Transsexualität" auf eine sexuelle Ausrichtung geändert (was es eben nicht ist) und Gegner fühlen sich dadurch in ihrer Meinung gerechtfertigt. Nimmt man uns jetzt auch noch das Argument / den Fakt weg, dass es eben eine offizielle Krankheit ist, so kann man auf gar keine Einsicht mehr hoffen!


9. In die andere Richtung arbeiten

Mein Gegenvorschlag zur Kampagne ist also

- Stärkung der Position und Bezeichnung als Krankheit im ICD
- Überbearbeitung des Ausdrucks "TransSEXUALITÄT"
- Verschiebung in ein anderes ICD Kapitel
- Loslösung von LGBT
- Verstärkte Argumentation gegenüber Transphoben mit dem Fakt, dass es eine Krankheit ist


10. Die Rückrechnung

Mathematisch lassen sich auf Rechnung immer Rückrechnungen erstellen zur Kontrolle des Resultates. So etwas möchte ich hier ebenfalls tun.

Das Wort "Wunschgeschlecht" empfinde ich ebenfalls als komplett falscher Ausdruck. Ich habe nicht primär den Wunsch, mein wirkliches Geschlecht zu sein, sondern die Notwendigkeit. Ich empfinde es nicht so, als könnte ich mir einfach aussuchen, was ich sein will. Sondern ich bin Frau und umso fester ich mich dagegen wehre, umso grösser werden die Probleme.

Ich empfinde es nicht so, als hätte ich eine Wahl. Alleine deshalb empfinde ich es als Krankheit, man muss sich nur bewusst werden und vor Augen halten, dass es sich hierbei wohl NICHT um eine psychische Krankheit handeln muss.


RE: Depathologisierung - Ohne mich - Danielle - 25.09.2012

Liebe Tanja,da bin ich nicht in allem deiner Meinung.
Transgender,Transsexualität, Transgenerismus, Transgeschlechtlichkeit oder Ähnliches hat sich schon seit längerem auf "Transidentität" eingependelt.Noch ein neuer Begriff würde nur verwirren,und ein Besserer, der klar ausdückt was Sache ist und der verständlich ist,wird nicht zu finden sein.

Auch Homosexualität galt lange Zeit als Krankheit,die Therapie(falls gewünscht) wurde auch bezahlt.Trotzdem wirst du heute keinen Homosexuellen finden,der sich alte Zeiten zurückwünschen würde,und sich als Krankhaft sehen will,sich behandeln lassen würde.
Lesben übrigends auch nicht.Heart

Nach meiner vollzogenen Transition habe ich keinesfalls das Gefühl auch nur irgendwie krank zu sein.Bin Heil und Glücklich,brauche keine Therapie und ähnliches.Rauche und Trinke nicht mehr,lebe selbstverantwortlich möglichst gesund.

Vor einer Transition ist der Zustand natürlich mit gehörigem Änderungswunsch verbunden.Ja, ihrer Notwendigkeit dazu.Das muß berichtigt und berücksichtigt werden.Da könnte es natürlich schon pathologisch werden,wenn das nicht gelöst wird.Da sollte auch weiterhin die Krankenkassen diesen ungesunden Zustand bereinigen und die OP und die Hormone, die ja dann auch als gesundheitliche Notwendigkeit med.indiziert sind,auch bezahlen.
Schon um eine Verschlimmerung abzuwenden.Ein Zuckerkranker braucht auch lebenslänglich Insulin,da könnte man sagen daß falsche und ungesunde Lebensweise wie Fettleibigkeit oft der Auslöser sind.Für Transidentität kann niemand was dafür,für Raucher-bedingten Lungenkrebs schon!
.
Sollte jedoch der pathologischen Zuordnung endlich ein Ende gesetzt werden,dann werden sehr viele Dinge für uns leichter,damit gesünder,und damit billiger für die KK und auch die Allgemeinheit.
Sollte Ts als normal und natürlich vorkommende Variante der Geschlechtlichkeit endlich gesehen werden, dann würden viele Ängste,Suizidgedanken,Depressionen,Zwang und Verbiegen,notwendige Betreuung,Psychotherapien usw. schon mal wegfallen.(Sarah Michelle möge mir verzeihen)Kein Homosexueller,ehemals als krank Betrachteter braucht das heute,zumindes nicht aus diesen Gründen.Und es sind ja bei Weitem nicht alle,die die OP als notwendig erachten,für alle Anderen wäre es eine netto Erleichterung.
Arbeitslosigkeit wegen Ächtung,gesellschaftliche Stigmatisierung,Krankenstände und Selbstmorde würden zurückgehen.
Und vorallem,und das scheint mir das Wichtigste,das Allerwichtigste, würde es den Betroffenen endlich ein normales angstfreies Leben in Akzeptanz und Normalität (so es diese denn gibt) ermöglichen.Dafür hätte ich meine OP auch zur Not selber bezahlt,ein Auto kostet auch soviel,bringt mich aber nur von A nach B,und nicht vom Mann zur Frau.Diese zusätzliche Hürde würde vielleich auch einige " Irrtümliche" vermeiden!!Gebt es zu,keine von Euch möchte eigentlich als Krank gesehen werden,einzig aus Kostengründen wird dies in Kauf genommen!!!!!Desshalb auch die immer gleichen Storys bei den Therapeuten,die kriegen dann genau das zu hören,was wir glauben,daß sie eben hören wollen(müssen)Und schon ist alles auf Schiene.Welche Geldverschwendung!
Bis in die 70er und 80er Jahre wurde die "phatologische" Transsexualität noch Zwangstherapiert,medikamentös und mit Elektroschocks,du weisst ja garnicht was du da zurückbeschwörst!!!AngryDu fällst da allen Vorkämpferinnen für einen normalen Umgang mit dem Thema in den Rücken,das Erreichte wurde niemandem geschenkt,sondern wurde hart erkämpft.So wie die PÄ ohne OP,auch erst seit Kurzem,Dank einer einzelnen Vorkämpferin!(Monika Donner)
Ich will bei bestem Verständnis für die,welche es schwer haben,und für die ich weiterhin für eine Möglichkeit zur Hilfe eintrete,immerhin wird ja auch jedem Imigranten eine Wohnung, oder ein neues Gebiss bezahlt,nicht die Notwendigkeit absprechen.
Da muß es aber andere Wege zur Finanzierung geben als ein Leben lang als Krank und Gestört zu gelten,weil das kommt auch nicht billiger weg!Sad

Ich habe bei allem Verständnis nicht den geringesten Bock,mich gegenüber Untoleranten und Nichtwissenden Transphoben,als Gestörte oder Kranke zu bezeichnen,das wäre ja der Gipfel,kranke Ansichten zu rechtfertigen,indem wir unsere Natürlichkeit als krank bezeichnen,uns wie ein Hund auf den Rücken legenund signalisieren ,tu mir nichts zuleide,ich bin ja entschuldigt!!!!CoolCoolCool


ZITAT:5. Depathologisierung schürt Hass

Eines der Ziele der Kampagne ist es, durch die Depathologisierung mehr Verständnis in der Gesellschaft für uns zu schaffen. Ich frage mich wirklich, wer solch verschobene Gedanken entwickelt!
Das Einzige, womit man Menschen begreiflich machen kann, dass eine "transsexuelle Person" nicht für ihr Empfinden selber verantwortlich ist, ist doch gerade der Fakt, dass es eine Krankheit ist!!! Wenn es keine Krankheit ist, was ist es dann? Eine Szene? Eine Phase? Haben die Eltern dieser Kampagnenleute schon so viel auf sie eingeredet, dass sie jetzt den gleichen Mist nachplappern? Ich sehe mich nicht als Teil einer Szene oder Community, wenn es auch wohl wichtig ist, zu sehen dass es andere gibt, denen es genauso geht. Aber das verhält sich ja bei Menschen mit anderen Krankheiten nicht anders. Eine Person mit Krebs sucht auch oft nach anderen Leuten mit Krebs. Sind diese Leute deshalb jetzt eine Szene und ihre Krankheit wird aus ICD gestrichen? NEIN!

ANTWORT:Es ist eben keine Krankheit,auch Behinderte sind nicht krank,sie haben nur ein Handikap und ganz sicher wird Krankheit nie gesellschaftlich akzeptiert,als eben ungesund gemieden und niemand will da anstreifen,Du wirst nicht als gestört pathologisierte Kranke mehr Verständnis finden, in dieser Gesellschaft,sondern erst wenn diese unsere TI, als naturgegebene Schöpfungsvariante der Geschlechtlichkeit verstanden wird. Es gibt eben nicht nur Schwarz oder Weiss,desshalb sind die Grautöne aber noch lange nicht unnatürlich oder krankhaft.Je schneller wir von diesem suggerierten Selbstbild wegkommen umso eher werden wir uns selber als normale Variante sehen.
Etwas was beiden Geschlechtern entsprungen ist,wird immer von beiden Geschlechtern etwas beinhalten,der eine mehr von dem der andere mehr von jenem:Shy!!(Magnus Hirschfeld)
Das ist natürlich und nicht krank,und wird es durch dauerndes Wiederholen auch nicht werden!Exclamation


RE: Depathologisierung - Ohne mich - Neira - 25.09.2012

Entdlich ordentliche anständige Diskussionen im Forum das Thema in seiner Natur aber auch Natürlichkeit betreffend, Danielle danke für Deine Worte,

Ansonsten man muss Wechselerscheinungen nicht als Krankheit definieren und doch dadurch das diese Natürlichen Wechselerscheinungen derzeit oftmals durch Medizinische Massnahmen in der Vorgeschichte eines Menschen gegen den Geschlechterwechsel auch gegen den Willen des betreffenden oder uninformierten Menschen und Patienten behandelt wurden oder werden ist doch der Staat aber vor allen Dingen sind auch nicht die Krankenkassen aus der Haftung zu entlassen, sondern diese in die Pflicht viel mehr zu nehmen um die Rehabilitaton der Trans oder multigeschlechtlichen Menschen, der im Wechsel befindlichen Menschen zu gewährleisten,
der Staat aber auch die Krankenkassen sind nicht aus der Haftung zu entlassen für durch von Medizinische Massnahmen betroffene Personen um für diese Rehabilitation aber auch so notwendig auch die Medizinische Unversehrtheit und die Ursprüngliche Natur des Individiums dessen Natürlichkeit betreffend wieder herzustellen, jedoch der Staat aber auch die Kranken kassen auch durch volle Kostenübernahme zu gewährleisten aber auch die Unversehrtheit des Individiums in und zu dessen Natur und Natürlichkeit zu garantieren haben in vollem Umfang,
zu diesem Zwecke sind Staat aber auch Krankenkassen in die Pflicht zu nehmen aber auch in der LeistungsPflicht aber auch ärztlichen Hilfeleistung zu halten solange bis in den Geburtskliniken ja sogar auch bei den Mutter Kind Untersuchungen ein Umdenken eingesetzt hat um eine Trans oder Multigeschlechtlichkeit aber auch eine Geschlechterwechselmöglichkeit nicht weiterhin Medizinisch am Embryo am Neugeborenen dem ein bis zweijährigen oder gar dem Puppertierenden oder auch Erwachsenem im Wechsel sich befindlichen zu bekämpfen dadurch das gegen diese Wechselmöglichkeiten oder die sich im GeschlechterWechsel befindlichen Personen Zwangsbehandlungen Sterilisationen Kastration oder anderes auch Chemisch Chirurgisch angewendet wird um die Menschen innerhalb einer Norm halten aber auch in die und eine Religiöse derzeit gesetzlich geregelte Norm gegen alle Natur zwingen zu wollen mittels der Gesetze derzeit dieses die Medizin auch gesetzlich geregelt kann, möglicherweise sogar muss, da wie Ich vermute viele Ausnahmen aber auch Abweichungen von der Norm auch meldepflichtig,


al

NeIra

S. A.


RE: Depathologisierung - Ohne mich - Danielle - 25.09.2012

Ja ,das ist ja nicht allein meine Ansicht,sondern mitlerweile auch die vieler Fachleute,meines Psychiaters ,meiner Psychologin,Endokrinologin(gerade sie sagte mir bei meinem letzten Besuch,daß wir alle Beides in uns tragen,das wäre keine Krankheit),Hausarzt,Freunden,und vielen anderen,auch Betroffenen.Ich frage mich wirklich aus welchen Gründen noch an dieser überholten(Gottseidank) Ansicht,daß Transidentität eine Krankheit sei, noch festgehalten werden soll.(Außer vielleicht daß manche an unserer Pathologisierung ganz gut verdienen.)Was erwarten wir uns aus dieser Rückwärtsgewandheit?.Nicht umsonst sind ja auf allen Ebenen der WHO und EU Bestrebungen zur Entpathologisierung erkennbar.Von Fachleuten!

Ausgerechnet wir,die wir uns immer über belastetende Einstufungen unserer Mitmenschen beklagen,stellen uns nun dagegen oder wie?Klar muß da schon zwischen Transidentität und anderen Lebensproblemen unterscheiden werden,und eben auch den finanziellen Gründen..Dodgy


RE: Depathologisierung - Ohne mich - Bonita - 25.09.2012

.
Liegt ein Mißverständnis hier untereinander denn nicht auch darin, dass sowohl T*Menschen mit als auch ohne OP-Wunsch-
Notwendigkeit existieren?! Wink

Über Begriffe lässt sich freilich vortrefflich sinnieren, philosophieren, diskutieren - bis hin zu streiten; Einiges hier nun gelesenes gefällt mir gar nicht mal so schlecht...

Allerdings - ist man denn laut diesen/gewissen med Richlinien, Codes, etc als "transsexueller" Mensch nur solange "krank", bis eine Psycho- und Hormon-Therapie sowie GAOP durchgeführt wurde?!

Oder führt das "Gesundheitswesen" uns (also auch mich, nach fast 17 Jahren OP) noch immer als "(kranke?!) Transsexuelle"?! Zumindest scheint in so manchen (meiner) med Befunden "Transsexualität" oder "Transsexualismus" als Diagnose noch immer auf... Rolleyes

Somit kann ich nachvollziehen, dass ein T*Mensch ohne OP-Wunsch-Notwendigkeit genauso wenig als "krank" (analog zu Homosexualität damals) eingestuft, klassifiziert, etc werden will, wie es dies ein OP-T*Mensch (wzB meineeine) auch noch nach mehr als eineinhalb Jahrzehnten ebenso wenig will.

Dass es von KraKas bezahlte med Therapien bei T*Menschen - zB nur Hormone, oder inkl OP - auch weiterhin geben soll, gar muss, versteht sich wohl von selbst.

Doch, ist dieses "Krankheits-Mal" (derzeit noch) der/unser Preis für diese bezahlt zu bekommenden Therapien - auch wenn wir uns selbstverständlich "nicht krank fühlen" respektive "nicht krank sind"?!

Vertreter von KraKas haben dies wohl bereits durchblicken lassen... Dodgy


RE: Depathologisierung - Ohne mich - Danielle - 25.09.2012

Hallo Bonita,ich würde sagen, daß TI die sich nicht erfüllen kann,ob mit oder ohne OP,die nicht normal gelebt werden kann,und Menschen Angst davor haben sie einzugestehen,weil sie so eben stigmatisiert ist,geächtet und dadurch Angst macht,als "Unnormal zu gelten,das Problem bildet.Das bedingt so große Angst vor dem Outing,und Angst macht natürlich krank.
Aber nicht seine weibliche Seite leben zu wollen,mit allen damit verbundenen Freuden,da ist man schon unterwegs zur "Heilung".Das eigentlich krankmachende Element , diese innerlich gefühlte,aber noch unerfüllte Notwendigkeit zum Wechsel, muß einer Angleichung zugeführt werden,um nicht auf längere Zeit wirkliche Probleme hervorzurufen.Nach Erreichen des Angekommenseins wird keine TS mehr eine Krankheit in ihrem Leben sehen.Im Bestmöglichen Fall,unter Ausschluß anderer psych.Gründe.
Es ist schon sehr vermessen,bei Transidentität von einer Krankheit zu sprechen,ohne überhaupt noch ihre Ursachen zu kennen,keine Behandlung und Heilung dagegen zu haben,und die Lösung einzig im Anerkennen ihres Daseins liegt,und ihr nachzugeben.Das ist medizinisch äußerst dürftig,und die Idee stammt einzig und allein aus der Ansicht,daß alles was von der "Norm" abweicht eben krank sein muß,wie vormals auch bei der Homosexualität.

.Doch die Norm ist nur ein Querschnitt,und eben nicht das Maß für alle.[Dodgy
Seien wir doch ehrlich,was kann eine Psych.Therapie denn anderest tun, als uns diese Angst zu nehmen,zu sagen, daß das alles ganz normal sein kann,fürchte dich nicht,es geht vielen so,du bist damit nicht allein usw.Wenn du dies verinnerlichst bist du geheilt,wenn du die Umwandlung machst,am Ziel.Smile


RE: Depathologisierung - Ohne mich - Neira - 25.09.2012

(25.09.2012, 20:18)Danielle schrieb: Aber nicht seine weibliche Seite leben zu wollen,mit allen damit verbundenen Freuden.TongueDas ist das eigentlich krankmachende Element ,

In diesem Fall wie Ich Deinen Satz interpretiere Danielle sind dieses eigentlich die Gesellschaft aber auch andere wirklich Transsexuelle Menschen krank machende Elemente,
in diesem sinne Ewig gestrige Menschen welche versuchen an Normen festhaltend die eigene Natur zu leugnen um die Natur aber auch natürlichkeit anderer Gesunder Transgender nicht zulassen zu müssen, aber auch um Gründe zu finden natürliche Transgender Bekämpfen oder auch Medizinsich aber auch Gesetzlich ausschliessen zu können von Ihrem eigenstem natürlichem Geburtsrecht,

Es lebe die Technokratie diese Kröte welche alle natürliche Schönheit verstümmelnd zur Kröte machen möchte um damit ordentlich Kohle machen zu können,

(25.09.2012, 20:18)Danielle schrieb: diese innerlich gefühlte Notwendigkeit muß einer Angleichung zugeführt werden,um nicht auf längere Zeit wirkliche Probleme hervorzurufen.Nach Erreichen des Angekommenseins wird keine TS mehr eine Krankheit in ihrem Leben sehen.Im Bestmöglichen Fall,unter Ausschluß anderer psych.Gründe.



Nun Ich kenne diese anderen Psychischen ausschliessungsgründe, und Otto normalverbraucher möchte es wohl kaum glauben die Ärzteschaft wird es kaum zugeben oder zumindest versuchen dieses zu leugnen welches Ich in der Folge versuchen werde kkp zu erklären,
erstens diese Ausschliessungsgründe betreffen vermutlich in sehr hoher Zahl Körperlich in der Körperanlage ganz natürliche, natürlich normale Transgender mit natürlichen Geschlechter Wechselmöglichkeiten oder Transidente Menschen mit auch Mehrgeschlechtlicher natürlicher Anlage, oder andere Menschen dieser aber auch solcher Art,
Die Auswahlkrioterien erfolgten oder folgen der Gesellschaftschicht zuordenbar, eine niedere Gesellschafts oder soziale Schicht der natürlichen Tranidenten ist beinahe zur gänze von einem Leben Ihrer Natur und der eigenen Natürlichkeit entsprechend ausgeschlossen,
Dieses bedingt jedoch mittels Gesetzlich Gesellschaftlichen rechtfertigungsversuchen seitens der Ärzteschaft vorsätzlich oftmals Medizinisch eingeleitet die Ausschliessung aber sauch die Ausschliessungsgründe der natürlichen Transidenten aus niederen Gesellschaftrsschichten einzuleiten während Urologischer Untersuchungen bei einem Urologen, oder gar auch während einer Urologioschen Untersuchung bei einem Hausarzt,
Wo auch mittels entsprechender Medikamente welche aufgrund einer vorgeschobene HWI Diagnose mittels Psychoblocker in Form von Antibiotika verabreicht werden, diese Psychoblocker zusätzlich zu den Schleimhäuten und anderes Gewebe schädigenden Medikamenten welche durchaus auch während einer Prostatauntersuchung als Zäpfchen eingebracht werden zu unterstützen

Dieses um möglicherweise eine Vorhandene Scheide und andere Webliche Geschechtsteile so mancher Männer welche Transident geboren wurden jedoch nach der Geburt oder im Kleinkindalter die Scheide an den Dickdarrm oder sonstig zur Gewebeversorgung angenäht und der Beckenboden verschlossen wurden,

Im Hohen alter also im Wechselallter oder beim sich zeigen von Wechselerscheinungen ´bei Männern mittels der Psychoblocker in Form von Antibiotika zum einen versucht wird zu verhindern das durch die eingeleitete Behandlung absterbendes oder auch nur entzündetes teilweise verödentes Material schwere Entzündungen verursachen könnte,

zum anderen diese Psychoblocker in Form von Antibiotilka schwere Psychosen auslösen können vermutlich ganz besonders bei natürlichen Transgendern mit Sicherheit auslösen werden da der Körper im besonderen das Endokrine System aufgrund zder zusätzlichen verabreichung von Hormondepots plötzlich verrückt zu spielen beginnt,

Die meisten natürlichen Transgender gehen nach spätestens drei Wochen nach einer derart erfolgten Behandlung vermutlich regelmmässig nach einer solcherart erfolgten Behandlung so alle ein bis Vier Jahre zumindest einmal zwangsweise in die Psychiatrie, dieses so diese Menschen nicht um die Mechanismen wissen aufgrund derrer Ihr Körper plötzlich verrückt spielt sich innere Stimmen aus mir bekannten Gründen sich einstellen, um zwangsweise geführt durch die Stimmen in die Psychiatrie zu wandern,

Somit ist der Ausschliessungsgrund Gesetzlich geregelt durch die Ärzteschaft verursacht auch gegeben Natürlichen Transgenern Ihr Natürliches Geburtsrecht zu verweigern,

dieses ist der erste Skandal dieser Weltverschwörung von welcher Ich in einem anderem Beitrag sprach, wem diese Ärzte aber auch Gestze Dienen schrieb Ich auch in einem anderem Beitrag, das diese bekämpft aber auch vor Gericht gestellt werden müssen um das Leben aber auch die Gesundheit vieler unschuldiger Menschen Weltweit wieder herzustellen ist die Logische Konsequenz aber auch Folge um für eine natürliche Normalität innerhalb der Menschheit sorge zu tragen aber solch eine Natürliche Normalität innerhalb der Menschheit auch zu ermöglichen,

al


NeIra

Burger Manuellé


RE: Depathologisierung - Ohne mich - Danielle - 25.09.2012

Das eigentlich krankmachende Element , diese innerlich gefühlte,aber noch unerfüllte Notwendigkeit zum Wechsel, muß einer Angleichung zugeführt werden,um nicht auf längere Zeit wirkliche Probleme hervorzurufen.
Du hast den Satz an der falschen Stelle unterbrochen

Das einzige problem ist daß wir nur eine Minderheit sind,wären wir zigtausende,dann wären wir auch Normal.Normalität oder deren Negieren stellt ja nur eine Abweichung von der Mehrheit dar.So einfach ist das.

Früher waren Scheidungen auch unnormal,oder uneheliche Kinder,und heute.......????


RE: Depathologisierung - Ohne mich - Neira - 25.09.2012

(25.09.2012, 20:53)Danielle schrieb: Das eigentlich krankmachende Element , diese innerlich gefühlte,aber noch unerfüllte Notwendigkeit zum Wechsel, muß einer Angleichung zugeführt werden,um nicht auf längere Zeit wirkliche Probleme hervorzurufen.
Du hast den Satz an der falschen Stelle unterbrochen

Nun wenn die Notwendigkeit aber auch die relativ betrachtet Natürlich vorhandene Möglichkeit des Wechsels wie in meinem Falle durch einen Urologen vorerst unterbrochen ist,

Hätte es keinen Sinn im Moment mich in dieses hineinzusteigern oder diesbezüglich im Moment etwas zu unternehmen oder gar daran weiter zu arbeiten, dieses da die Hormone und der natürliche Hormonstatus ganz etwas anderes im Moment sagen und es nicht indiziert ist im Moment mich mit einer möglichen Verweiblichung meines Körpers zu befassen, den der Frust aber auch der Suizid wäre mein Lohn so Ich mich jetzt in etwas hineinsteigern würde,

So gilt es für mich im Moment nur zuzuwarten aber auch meine Anklageschriften vorzubereiten

Deshalb gebe Ich Dir Danielle zur Antwort das Ich Deinen Satz in meinem Vorpost an der richtigen Stelle unterbrochen habe,
Um dir auch Deine Aussage darunter sehr umfangreich beantworten zu können,

(25.09.2012, 20:53)Danielle schrieb: Das einzige problem ist daß wir nur eine Minderheit sind,wären wir zigtausende,dann wären wir auch Normal.Normalität oder deren Negieren stellt ja nur eine Abweichung von der Mehrheit dar.So einfach ist das.

In Österreich gibt es zirka acht Millionen Menscxhen, wenn Du davon ausgehst das relativ betrachtet bezogen auf Medizinische Massnahmen nach der Geburt oder auch während der Schwangerschaft das zumindest einer von Tausend eine natürliche Transidentität mitsamt Wechselmöglichkeit aufweist ergibt das in Österreich eine Anzahl von achttausend Natürlichen Transgendern, so du weiter in erwägung ziehst das durch Massnahmen während der Schwanerschaft darunter auch die einleitung von Frühgeburten aber auch Massnahmen nach einer Normalen Geburt diese Zahl verzehnfacht werden kann ist das einer von Hundert und somit auf Österreich eine Anzahl von achzigtausend möglichen ganz natürlich möglichen Transgendern, wohl auch eine Minderheit noch aber doch ein Erfolg und ein Neubeginn für eine neue Zeit aber auch die Einleitung eines neuen Zeitalters bis alle Menschen welche geboren werden diese Möglichkeit haben könnten, dieses ist aber irgendwie ein Wunschdenken möglicherweise auch eine Vision meinerseits den Ich bin ein Mensch welcher sagt allen Menschen die selben Möglichkeiten aber auch niemanden benachteiligen aufgrund von Herkunft Abstammung Rasse oder sonstigem, die einzigen Ausschlisessungsgründe lägen im und an einem möglicherweise Krimenellem Charakter,
(25.09.2012, 20:53)Danielle schrieb: Früher waren Scheidungen auch unnormal,oder uneheliche Kinder,und heute.......????

Heute ist es etwas unmoralisches Anständig Aufrichtig Ehrlich und rechtschaffen zu sein, daran kann man erkennen wie tief die Menschheit gesunken ist,

al

NeIra

S. A. Burger Manuellé


RE: Depathologisierung - Ohne mich - Angelika - 25.09.2012

Liebe Tanja!

(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 1. Transsexualität - Falsches Wort

Anstelle F64.0 zu streichen, würde ich es besser empfinden, den Ausdruck zu korrigieren. Das Wort verleitet dazu, in Transgender lediglich eine sexuelle Ausrichtung zu sehen. Die Synonyme zu "Sexualität" sind gemäß Duden: Erotik, Geschlechtlichkeit, Geschlechtsleben, Sexualleben; (gehoben) Fleischeslust (Quelle: http://www.duden.de)

Wie wir jedoch mittlerweile hoffentlich alle gemerkt haben, sind die Sexualität (oder sexuelle Ausrichtung), unser Geschlecht sowie unser effektives Geschlechtsempfinden drei komplett unterschiedliche Dinge die sich gegenseitig nicht beeinflussen müssen.

Transsexualität klingt für mich aufgrund des falschen Ausdruckes "...sexualität" nach einer Gleichsetzung mit Homosexualität, Heterosexualität oder Bisexualität. Aber um diese Themen geht es doch gar nicht.

Daher schlage ich vor, den Ausdruck Transsexualität in Transgender, Transgenerismus, Transgeschlechtlichkeit oder Ähnliches zu ändern.

Auch aus meinr Sicht ist der Begriff transsexualität nicht gut gewählt. Es handelt sich dabei um die wörtliche Übersetzugn des englischen Begriffs "transsexualism", ohne das berücksichtigt worden ist, dass das Wort "sex" im Englischen die Bedeutung von Geschlecht hat, aber nicht so wie im Deutschen mit Geschlechtsverkehr gleichgesetzt wird.
UNd da TS nun mal kein sexuelles Problem ist, wie Du ja richtig angemerkt hast, sondern ein Identitätsproblem, bin ich dafür anstelle des BegriffsTranssexualität den Begriff Transidentität zu benutzen.

Vor Allem im Hinblick darauf, dass der Begriff Transgender bereits als Überbegriff über alle Formen bei denen Geschlechtergrenzen überschritten werden, in Verwendung steht, und somit auch TV´s darunter subsummiert werden.


(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 2. Transidentität - Falsches Wort

Warum ich insofern "Transidentität" nicht als möglichen Ausdruck aufgezählt habe, liegt daran, dass auch der Wortteil "...identität" hier komplett falsch gesetzt ist. Die Identität eines Menschen besteht NICHT ausschliesslich aus dessen Geschlecht oder Geschlechtsempfinden!!! Da kommen weitere Dinge hinzu, wie: Religion, psychosoziales Verhalten, Nationalität oder nationales Empfinden, uvw. Man kann insofern Transidentität als Überbegriff verstehen, sollte in einem dieser Bereiche ein Problem auftreten. Die, wie sie heute noch offiziell genannt wird, "Transsexualität" ist lediglich EIN Teil der Transidentität.

Es stimmt, dass die menschliche Identität mehr ausmacht, als seine Geschlechtsidentität, aber da wir hier ja von Geschlechtsidentitätsproblemen sprechen, kann der Begriff Transidentität durchaus als passend angesehen werden.


(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 3. Es ist eine Krankheit

Warum ich gegen die Streichung von F64.0 bin erkläre ich noch. Erst mal möchte ich sagen, dass ich es ganz klar als Krankheit empfinde. Aber man muss schon mal auf die Idee kommen, seinen Geist und sein Verständnis etwas zu erweitern. Die "Transsexualität" ist eine Sache, die durch Therapien und medizinische Eingriffe behandelt wird. Daher kann man von einer Krankheit ausgehen. Würde - so wie von der Kampagne gefordert - keine Psychotherapie mehr stattfinden, so wäre eine Operation in dieser Hinsicht ganz klar gleichzusetzen mit einer Schönheits-OP! Zudem wisst ihr alle, wie viele Leute dann irrtümlich operiert werden würden, wenn keine Therapie mehr notwendig wäre. Es gibt doch sogar einen Beitrag auf dem Forum darüber. Wie kann man so verantwortungslos sein, so etwas zu fordern?


Ein Grund, warum ich Transsexualität als Krankheit empfinde, ist weil sie alleine weitere psychische und alltägliche Probleme mit sich führt. Sie ist somit Ursache von psychischen Krankheiten oder Zuständen, die durch eine Therapie behandelt werden müssen. Und es geht hierbei nicht nur um Probleme, die in direktem Zusammenhang mit der konservativen Gesellschaft stehen, sondern ein ganz einfaches Beispiel ist, dass Medikamente zur Herabsenkung von Testosteron Depressionen hervorrufen können. Somit wird eine medikamentöse Depression durch die Therapierung einer Transsexualität hervorgerufen. Somit ist diese Ursache einer (weiteren) psychischen Krankheit und muss deshalb im ICD festgehalten bleiben.

Nun, diese Sache mit der Krankheit ist mehrschichtig. Ich würde es als Krankheitswertig, aber nicht direkt als Krankheit bezeichnen. Unbehandelte TS erzeugt nämlich durchaus psychische Erkrankungen wie Depressionen, etc., die man mit konventionellen psychiatrischen Mitteln eben nicht lindern oder gar heilen kann. Daher ist es entscheidend wichtig, dass es eben eine Dignose TS im ICD gibt, damit die ÄrztInnen die Möglichkeit haben das Ausbrechen der Folgeerkrankungen vion TS durch geeignete Maßnahmen der Geschlechtsangpassung zu verhindern. Möglichkeiten, die sie nicht hätten, wenn es tatsächlich zur ersatzlosen Streichung der F 64.x-Reihe, also auch der Begriffe F 64.0, und in gewisser Weise auch F 64.2 kommen würde.


(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 4. Andere Klassifizierung

Vielmehr als eine Streichung des F64.0 sollte man verlangen, dass diese Krankheit NEU klassifiziert wird. Da bis heute nicht bewiesen ist, ob sie durch psychische oder somatische Ursachen entsteht. Und deshalb ist es tatsächlich nicht unbedingt gerechtfertigt, sie unter der "F" Gruppe zu klassifizieren.

Als Gegenvorschlag werfe ich "Q" in die Runde: Angebohrene Fehlbildungen, Deformalitäten und Chromosomenanomalien. Ist lediglich ein Gedanke und hat damit zu tun, dass ich persönlich "Transsexualität" immer als angeborene Fehlbildung empfand. Ich hatte nie und habe nicht das Gefühl, "im falschen Körper" geboren zu sein. Ich mag es nicht, wenn in einer Dokumentation dieser Satz fällt! Ich liebe meinen Körper, er ist selten krank, keine Allergien, Schwächen oder sonst was. Zudem ist er den Umständen entsprechend weiblich gewachsen. Ich würde meinen Körper nicht hergeben und zum Glück kann ich das auch nicht. Aber mein Körper hat definitiv die falschen Geschlechtsmerkmale entwickelt. Da kann aber mein Körper nichts dafür, sondern dies wird ihm von den Chromosomen vorgegeben. Also passen schlussendlich lediglich meine Chromosomen nicht mit meinem seelischen oder empfundenen Geschlecht zusammen. Achtung, es geht mir hierbei NICHT um eine Chromosomenanomalie wie man sie bisher verstehen würde, sondern um eine Form, in der bei der Entstehung des Menschenlebens die falsche Geninformation weitergegeben wurde.

Eine Klassifizierung innerhalb der somatischen Krankheiten kann man durchaus rechtfertigen. Denn von dieser Krankheit wird man grösstenteils durch medizinisch-plastische Eingriffe "geheilt" und nur begleitend durch Psychotherapie. Die Therapie alleine würde die "Heilung" wohl in den meisten F64.0 Fällen nicht erzielen. Dass eine Psychotherapie nach wie vor begleitend geführt wird ist auch noch gerechtfertigt, wenn es als somatische Krankheit klassifiziert wird, denn jede schwerwiegendere somatische Krankheit wird durch Psychotherapie begleitet.

Die Idee der anderen Klassifizierung von TS ist nicht neu, aber da gibt es definitiv mehrere Probleme. Erstens gibt es bis heute keinerlei Möglichkeit das Bestehen von TS durch physische Untersuichungsmethoden nachzuweisen, und ich weiß auch gar nicht ob dies so wünschenswert wäre, und zweitens wäre für eine Umklassifizierung immer noch die WHO zuständig, für die unsere hiesigen Probleme von Ksotenübernahmen oder keine Kostenübernahmen nicht wirklich relevant sind, weil es diese Kostenübernahmen duchr die KK in den meisten Ländern weltweit ohnehin nicht gibt.

Uns so verstehe ich durchaus z. B. die amerikanischen und asiatischen Trans*-Verbände, wenn sie die Depathologisierung fordern. Denn wenn man eh alles selbsr bezahlen muss, dann wäre es in diesen Ländern wohl tatsächlich besser wenn TS nicht als Krankheit gelten würde.

Was ich nciht verstehe ist das Verhalten von europäischen, und hier vor allem von detuschen und österreichischen Betroffenen, die das ebenfalls fordern, obwohl sie wissen müssen, was das für die Betroffenen hierzulande bedeuten würde.

Die Einstufung unter Q mag auf den ersten Blick logisch erscheinen, sieht man sich die Q-Rehe aber genauer an, dann merkt man sehr schnell dass das nicht gehen würde. Alle Diiagnosen unter Q können durch physische Untersuchungsmethoden nachgewiesen werden. Bei TS ist das eben nicht der Fall. Hier gibt es lediglich die psychiatrische Ausschlussdignose, nmach den Motto: "Wenn es alle anderen bekannten psychiatrischen Störungen nicht sind, dann muss es eben TS sein." Die Q-Reihe scheidet damit dann wohl als Ziel der Umklassifizierung aus.

Weiters ist eine Linderung von TS (von Heilung kann ja wohl solange nicht gesprochenw erden, solnage es medizinisch nicht möglich ist den Chromosomensatz zu verändern, sowie gegengeschlechtliche Keimdrüsen, im Fall von MzF-TS also Eierstöcken und einer Gebärmutter, zu schaffen) durch somatische Behandlungen noch lange kein Grund TS auch als somatische Erkrankung zu sehen.

Auch ich bin davon überzeugt, dass primäre TS angeboren ist. Von sekundärer TS, wo die Probleme vermutlich noch wesentlich vielschichtiger sind, will ich jetzt erst einmal gar nicht sprechen. Trotzdem aber ist es bis heute nicht möglich TS in egal welcher Form somatisch nachzuweisen.

Es belibt also nur eine psychische Reihe oder irgendeine unbestimmte andere Reihe im ICD, wobei ich aber nicht beurteilen kann, wie die KK darauf dannreagieren würden.

(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 5. Depathologisierung schürt Hass

Eines der Ziele der Kampagne ist es, durch die Depathologisierung mehr Verständnis in der Gesellschaft für uns zu schaffen. Ich frage mich wirklich, wer solch verschobene Gedanken entwickelt!
Das Einzige, womit man Menschen begreiflich machen kann, dass eine "transsexuelle Person" nicht für ihr Empfinden selber verantwortlich ist, ist doch gerade der Fakt, dass es eine Krankheit ist!!! Wenn es keine Krankheit ist, was ist es dann? Eine Szene? Eine Phase? Haben die Eltern dieser Kampagnenleute schon so viel auf sie eingeredet, dass sie jetzt den gleichen Mist nachplappern? Ich sehe mich nicht als Teil einer Szene oder Community, wenn es auch wohl wichtig ist, zu sehen dass es andere gibt, denen es genauso geht. Aber das verhält sich ja bei Menschen mit anderen Krankheiten nicht anders. Eine Person mit Krebs sucht auch oft nach anderen Leuten mit Krebs. Sind diese Leute deshalb jetzt eine Szene und ihre Krankheit wird aus ICD gestrichen? NEIN!

Auch ich glaube nicht, dass eine Steichung von F 64.x aus dem ICD irgendwas anderes bewirken würde, als die YStreichung der Kostenübernahmen der Anpassungen durch die KK.

Wenn man das Verhalten der Gesellschaft Betroffenen gegenüber ändern möchte, wenn man mehr Verständnis auch für TV´s haben möchte, dann muss man das wohl sdurch Aufklärung und Sichtbarwerdung erreichen, aber jedenfalls nicht durch eine Depathologisierungskampagne zur Streichung des Krankheitsbegriffes aus dem ICD.

Ich fühle mich den TV´s ebenso verbunden wie den TS, und ich verstehe, dass es für TV´s die ja mit ihrer angeborenen Geschelchtsrollen weitgehend durchaus klar kommen, udn daher keine Anpassungen anstreben, tatsächlich wünschenswert wäre, wenn sie nicht mehr als krank qualifiziert würden. Und daher unterstütze ich auch alle Forderungen nach Streichung von F 64.1, F 65.1, F 64.8, F 64.9, etc.. Diese Diagnosen sind unn ötig, und kein Mensch braucht sie. Ebenso wie niemand die frühere Diagnose Homosexualität benötigt hat. Aber f 64.= und im Fall von TS-Kindern und -Jugendlichen F 64.2, sind aus heutiger Sicht unverzichtbar. Und daher fordere ich hier auch die Solidarität der TV´s mit den TS ein. Denn für TS sind diese beiden Diagnosemöglichkeit überlebenswichtig.

(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: Eine Gesellschaft hat sehr viel mehr Verständnis für eine "Transsexualität" als Krankheit als für eine "Transsexualität" als freier Gedanke ohne medizinischen Hintergründe.

Das sehe ich nicht so. Das Verständnis der Gesellschaft und die Akzeptanz von Trans*-irgendwas erreicht man nur durch Aufklärung und Information, nicht aber durch eine Krankheitsdiagnose.

Diese ist einzig und alleine nur wichtig, damit die KK gemäß § 117 ASVG in die Pflicht zur Kostenübernahme genommen werden können.


(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 6. Forschung

Eine Streichung von F64.0 könnte die Streichung von Geldern in der Forschung bezüglich dieses Punktes nach sich ziehen

Das stimmt, udn dazu gibt es auch schon klare Aussagen von Vorständen einiger KK.

Sobald TS aus dem ICD rausfällt, werden sie werder HRT noch GA-OP mehr bezahlen.

(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 7. Mediengeilheit

Eine Zeit lange ging die Aufmerksamkeit der Medien über uns in die richtige Richtung, nämlich Aufklärung, Verständnis schaffen. Mittlerweile sind viele jedoch zur Show geworden, die Medien finden Menschen in unseren Situationen super, weil sie Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wenn der Fakt, dass "Transsexualität" eine Krankheit ist, wegfällt, dann werden wir von den Medien noch einmal mehr zu einer Szene verschachtelt, als zu einer Gruppe von Menschen, deren Probleme ernsthaft behandelt werden müssen.

Das ist Unsin. Die Medien machen das was sie denken, dass ihre ZuseherInnen, ZuhörerInnen oder LeserInnen wollen.

Für die ist es gelinde gesagt sch...egal ob TS als Krankheit gilt oder nicht.

(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 8. Gleichsetzung durch LGBT

Ein weiterer Punkt, der nicht in direktem Zusammenhang mit der Kampfange steht. Hinter der Aktion LGBT steht wohl ein guter Gedanke. Doch wie zu Beginn von mir deklariert, ist F64.0 NICHT zu vergleichen mit Homo- oder Bisexualität und steht in KEINEM Verhältnis dazu. Ob ich auf Frauen, Männer oder beides stehe wird nicht dadurch definiert, ob ich Trans bin oder nicht.
Bei der Aktion LGBT entsteht meiner Meinung nach ein internes und ein externes Problem.

Intern: Nicht jede Person die Trans ist, hat Verständnis für Homo. Und umgekehrt, ich glaube in der Hinsicht habe ich hier auf dem Forum sogar schon einmal etwas gelesen. Niemand kann also verlangen, dass eine Transperson sich mit einer Homoperson gerne in der gleichen Schublade sieht. Ich beispielsweise fühle mich dabei überfordert weil ich auch nicht viel mehr bin als eine konservative Person. Die Annahme, dass ich für solche Dinge mehr Verständnis habe als nicht-transidente Personen, ist komplett aus der Luft gegriffen. Nur weil ich Trans bin, identifiziere ich mich noch lange nicht mit Homo-Personen.

Extern: Es existiert Hass gegen Homosexuelle. Die Bilder sieht man jedes Jahr bei Gegendemos zu Pride Parades. Belgrad allen vor. So, jetzt werden wir in die gleiche Gruppe gedrängt und somit zur gleichen Zielscheibe für Leute, die sich bisher womöglich gar nicht für uns interessierten. Durch die Gleichsetzung in LGBT wird "Transsexualität" auf eine sexuelle Ausrichtung geändert (was es eben nicht ist) und Gegner fühlen sich dadurch in ihrer Meinung gerechtfertigt. Nimmt man uns jetzt auch noch das Argument / den Fakt weg, dass es eben eine offizielle Krankheit ist, so kann man auf gar keine Einsicht mehr hoffen!

Die Solidarität und die Zugehörigkeit von Trans* zur LGBTI-Community steht für mich außer Diskussion. Trotz aller Unterschiede sind wir alle zusammen Randgruppen der Gesellschaft und dieser Zusammenschluss, bereits zu einer Zeit als sich die Trans*-Community noch nicht einmal als solche gefestigt hatte, hat es erst ermöglicht, dass wir heute dort sind wo wir heute schon stehen. Es waren die Homosexuellen, die auch für uns gekämpft haben. Sich jetzt von Ihnen zu distanzieren zu versuchen lehne ich entschioeden ab.

(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 9. In die andere Richtung arbeiten

Mein Gegenvorschlag zur Kampagne ist also

- Stärkung der Position und Bezeichnung als Krankheit im ICD
- Überbearbeitung des Ausdrucks "TransSEXUALITÄT"
- Verschiebung in ein anderes ICD Kapitel
- Loslösung von LGBT
- Verstärkte Argumentation gegenüber Transphoben mit dem Fakt, dass es eine Krankheit ist

Zu Punkt 1:
Halte ich nicht für nötig. Es genügt im Prinzip derzeit die Bebehaltung des Status Quo.

Zu Punkt 2:
Da bin ich bei Dir. Er sollte aus meiner Sicht durch den Ausdruck Transientität ersetzt werden.

Zu Punkt 3:
Das wird aus den oben erwähnten Gründen wohl nicht machbar sein.

Zu Punkt 4:
Ein klares NEIN von mir. Die Solidarität der LGBTI-Community steht nicht zur Disposition.

Zu Punkt 5:
Auch hier ein klares NEIN von mir. Um Verständnis kann man nicht unter Hinweis auf eine Krankheit werben, denn sonst würden Behinderte schon lange nicht mehr diskriminiert, sondern nur durch Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung.

(25.09.2012, 13:52)Tanja-123 schrieb: 10. Die Rückrechnung

Mathematisch lassen sich auf Rechnung immer Rückrechnungen erstellen zur Kontrolle des Resultates. So etwas möchte ich hier ebenfalls tun.

Das Wort "Wunschgeschlecht" empfinde ich ebenfalls als komplett falscher Ausdruck. Ich habe nicht primär den Wunsch, mein wirkliches Geschlecht zu sein, sondern die Notwendigkeit. Ich empfinde es nicht so, als könnte ich mir einfach aussuchen, was ich sein will. Sondern ich bin Frau und umso fester ich mich dagegen wehre, umso grösser werden die Probleme.

Ich empfinde es nicht so, als hätte ich eine Wahl. Alleine deshalb empfinde ich es als Krankheit, man muss sich nur bewusst werden und vor Augen halten, dass es sich hierbei wohl NICHT um eine psychische Krankheit handeln muss.

Ich würde auch den Begriff "Zielgeschelcht" für passender ansehen.

Zu den anderen Punkten habe ich schon oben ausführlich meine Standpunkte dargelegt.

Trans-Austria sammelt übrigens Unterschriften für die Sicherstellung der Übernahme der Behandlungskosten für transidente Personen.

Näheres siehe hier: http://www.trans-austria.org/trans-austria/index.php?option=com_content&view=article&id=143:behandlungskosten-fuer-transidente-personen&catid=1:allgemein


(25.09.2012, 14:34)Danielle schrieb: So wie die PÄ ohne OP,auch erst seit Kurzem,Dank einer einzelnen Vorkämpferin!(Monika Donner)

Nur zur Richtigstellung:

Der OP-Zwang wurde nicht von Monika Donner zu Fall gebracht, sondern von Michaela P.

Das geht klar und deutlich aus den Erkenntnissen des VwGH hervor.

Das Verdienst von Monika Donner ist jenes,d ass heute die Behörden den wahren Sachverhalt wermitteln müssen, so dieser nicht klar gegeben ist (§ 57 AVG), und nicht von den AntragstellerInnen verlangen dürfen ein Gutachten anch den Anderen beizubringen. UNd die Tatsache der Abqualifizierung des sogenantnen Platter-Erlasses vom Jänner 2007 von einer Rechtsvorschrift zur reinen Meinungsäußerung des BMI durch den VfGH ist das Verdienst von Monika Donner.

Nachzulesen in der Rubrik Rechtliches auf der Homepage von Trans-Austria