Mann in Frauenkleidern, Frau im Manne, Transsexuelle, usw usf
RE: Mann in Frauenkleidern, Frau im Manne, Transsexuelle, usw usf
Beitrag #63
Hallo,

Ich muss gestehen ich bin etwas schockiert und perplex über die Intoleranz und diverse "falsch Aussagen" in diesem Thread.
Diese haben mich nun auch nach längerem abwägen doch dazu gebracht mich hier erneut zu registrieren und eine Antwort zu formulieren.

Ich beanspruche keineswegs für mich die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben oder alles zu wissen jedoch finde
ich das man gewisse Formen, Niveau Gebote und auch objektive Fakten respektive die richtige Verwendung derselben erwarten kann.
Dies insbesondere in einem TG Forum.

Jeden Tag finden überall auf der Welt aber auch in Österreich "Grabenkämpfe" für TG-Rechte statt.
Teilweise geführt von Vereinen, Organisationen, Allierten usw.
Sehr viele jedoch werden von Einzelpersonen geführt und tragen zur Verbesserung für alle bei,
auch manch intolerante Personen hier profitieren heute von den jahrelangen Kämpfen der Vergangenheit.

Insofern denke ich ist es geboten sich selber bzw die subjektiven Empfindlichkeiten zurückzunehmen und andere nicht
direkt oder indirekt abzuwerten dies umso mehr als viele der "Erfolge" speziell auch in Österreich von denen "wir",
die Community, heute profitiert diesen Einzelpersonen zu verdanken sind.

Speziell in einer so vielfältigen Bewegung wie TG und/oder LGBT sollte man sich auf eine objektive Basis einigen wie man
Begriffe oder "Schubladen" verwendet. Diese objektive Basis kann und darf aber nie die subjektive persönlich
empfundene Einstellung sein.

Beispielgebend für eine gemeinsame Basis der Sprache zur Förderung einer Diskussion oder Austausch von Meinungen kann objektiv
gesehen der wissenschaftliche Kontext sein. Niemand hier ist gezwungen immer den wissenschaftlichen "Neuerungen" zu glauben oder
gar diese für richtig zu halten. Jedoch um zu vermeiden das man aneinander vorbei diskutiert oder den Apfel zur Birne macht in
jedem 2ten Satz ist es angebracht sich dieser Basis zu bedienen.

Besonders im Umgang mit Öffentlichkeit (Bsp Recht/Gericht, Medien/Interviews, Gesundheit/Krankenkassen) ist dies umso dringender geboten.



1) in Replik zu: Link

Wow!
Also mal ganz direkt:
Toleranz? Fehlanzeige
Wissen? Fehlanzeige
Vorbehalte? Positiv

Nicht böse sein nun das ich hier nun dieses Posting exemplarisch herausnehme.
Leider schreit es nahezu danach:

Transsexuell oder auch [E] transsexual oder auch [E] Gender Dysphoria ist um es vereinfachend auszudrücken eine Person wo
der Geschlechtsidentätsstiftende Bereich des Gehirns im widerspruch zum biologischen (genetischen) Körper steht.
Hier wird aber in keinster Weise eine Wertung abgegeben was "echte TS" usw usw sein soll.
Das ist einfach nur eine Faktenlage mehr nicht.
Genauso wie der Begriff Mann, Frau, etc nichts aussagt ob jemand TS ist oder nicht etc.

Direkter formuliert niemand hier hat die Möglichkeit zu wissen wie jemand anderes empfindet.
Subjektive Einstellungen wer oder was eine TS ist oder "sein darf" sind unangebracht und zeugen von Intoleranz gegenüber,
von der persönlichen subjektiven Einstellung, abweichenden Personen oder Empfindungen.

Transidentität ist ein "Kunstbegriff" der speziell in Deutschland eingeführt und gebraucht wurde um (vermeintlich)
im deutschen Personenstandsrecht gesellschaftliche und rechtliche Fortschritte zu machen.
Weder ist dieser Begriff wirklich notwendig noch hat er sich in irgendwelcher Form wirklich "durchgesetzt".
Ob dieser nun wirklich notwendig ist oder im weiteren Sinne "hilfreich" für die TG Community als ganzes ist darf bezweifelt werden.
Die Nachteile überwiegen die Vorteile meiner Meinung nach um ehrlich zu sein.
Dies sind aber nun subjektive semantische Vorzüge oder "Vorurteile".


2) in Replik zu: Link

Auch hier subjektive Meinungen und Einstellungen die abwertend in sich sind als auch falsch.
TS hat nichts mit Therapien, "dem Weg", etc etc zu tun.
TS ist man schon lange VOR der Patholosierung / Diagnosestellung durch Ärzte, Gessellschaft etc.


3) in Replik zu: Link

Auch hier komplett am Begriff vorbeigelaufen und mit Anlauf nicht durch eine sondern gleich 2 Wände.
TS (siehe Punkt 1) hat mal absolut null mit dem Weg oder sonstigem zu tun.
Auch absolut nichts mit Suizid, "schön" "hässlich", und all den anderen Begrifflichkeiten die hier draufgestülpt werden.
TS per se ist auch keine Krankheit im engeren Sinne.

Jemand der TS ist (objektive Feststellung) erlebt einen gewissen Leidensdruck (subjektive Empfindung) mit dem Zustand.
Dieser Leidensdruck ist subjektiv und von Person zu Person verschieden und objektiv nicht messbar oder feststellbar.
Erst durch diesen Leidensdruck wird der objektive Zustand TS zur Krankheit im engeren Sinne und Wege sind notwendig diesen
Leidensdruck zu mindern oder zu beheben.
TS "heilen" geht sowieso prinzipiell nicht.
Leidensdruck mindern oder gar gänzlich abzuschaffen ist möglich und auch das Ziel der vielfältigen Behandlungen.
Diese sollen, ja müssen, von Person zu Person unterschiedlich sein weil ja auch der Leidensdruck an sich von Person zu Person
anders empfunden oder stärker oder weniger stark empfunden wird.
Auch spielen soziale Komponenten und Umfeld in der Betrachtung des Leidensdrucks eine subjektive Rolle.

Auch wenn man es noch so sehr unterstreicht und fett schreibt oder gar hinausschreien will um sein eigenes subjektives Weltbild zu
rechtfertigen ist es objektiv betrachtet einfach falsch zu behaupten "TS = nicht Mann sein zu können"
TS (objektiver Zustand) und Leidensdruck (subjektives Empfinden) sind 2 verschiedene Dinge.
und JA man kann TS sein und keinen Leidensdruck empfinden, wenngleich selten, und daher (derzeit) keine Interventionen egal welcher Art anzustreben.
In vielen Fällen wo derzeit kein oder ein nicht ausreichender Leidensdruck gegeben ist entsteht der im späteren Verlauf.
Dies heißt aber nicht das es so sein muss.


4) in Replik zu: Link

Hier nähert man sich dann wenngleich auch unbeabsichtigt schon eher der "Wahrheit".

TS (objektiver Zustand) hat nichts mit Leidensdruck (subjektives empfinden) zu tun.
TS (objektiver Zustand) ist auch kein seelisches Problem, Krankheit, etc
TS (objektiver Zustand) inklusive Leidensdruck (subjektives empfinden) ergibt zusammengenommen das "seelische Problem" welches
Linderung, Intervention, Behandlung, "Heilung" notwendig macht.

Wie stark der Leidensdruck ist oder welche Linderungsmöglichkeiten oder Wünsche da sind oder welche Behandlungen Interventionen etc
notwendig sind damit eine TS Person auch mit TS ein erfülltes Leben leben kann sind subjektiv und von Person zu Person verschieden.
Es ist daher auch im weiteren Sinne absolut unangebracht hier anzufangen wertigkeiten einzuführen von wegen "echte TS = das + das + das"
"unechte TS = das" oder bewusst oder unbewusst andere zu beleidigen die eben eine andere Einstellung oder Sichtweise haben bzw deren
subjektives Empfinden vom eigenen Empfinden abweicht.
Anders formuliert genauso wie jede/r einen Orgasmus unterschiedlich und subjektiv für sich selber empfindet ist der Leidensdruck ein
zutiefst persönliches und subjektives empfinden welches absolut keiner Wertung durch andere bedarf oder wo eine Wertung unzulässig ist.


5) in allgemeiner Replik:

Auch wenn es hier vielleicht nun den Eindruck erweckt ich würde zb signo´s Ansichten verteidigen oder teilen dem ist nicht so in vielen Bereichen.
Vielmehr ist es notwendig sich innerhalb der Community gegenseitig zu respektieren und gemeinsam in eine Richtung zu gehen.
Es ist mir durchaus bewusst das dies in einer so inhomogenen Gruppe wie Transgender oft sehr schwer oder gar nicht möglich ist.
Jedoch ist es dann umso dringender und wichtiger das man sich nicht gegenseitig mit subjektiven Schubladen zuschmeisst und sich gegenseitig erschlagen versucht.
Auch Totschlagargumente ala "das und das ist nicht TS" oder " X-G´s sind...." oder "jede MzF (FiM) TS hat mal als DWT angefangen"
sind sowohl in der objektiven Betrachtungsweise falsch als auch subjektiv absolut unangebracht.


Wie einleitend schon festgestellt wenn man Gedanken Austausch oder Diskussion haben möchte ist es notwendig für alle Beteiligten Seiten
sich an objektive Begrifflichkeiten zu halten und diese auch richtig wiederzugeben und nicht subjektive Einstellungen Sichtweisen Empfindungen
mit objektiven Begrifflichkeiten zu vermengen oder gar Wertungen abzugeben.

Vielleicht hilft mein Posting hier bei manchen "festgefahrene" subjektive Denkmuster aufzubrechen und einer objektiven Betrachtung mehr Raum zu geben.
Vielleicht hilft es auch das innerhalb der TG Community mehr Toleranz einkehrt.
Allgemein ist es für mich nach wie vor persönlich erschreckend mit wieviel Intoleranz eine Gruppierung untereinander aufeinander losgeht die
tagtäglich um mehr Rechte Toleranz und Anerkennung kämpft.
Weiters ist es persönlich auch eine Enttäuschung zu sehen wieviel Intoleranz von "nachfolgenden", die von den diversen Vorteilen die von vielen
vor ihnen erkämpft wurden profitieren, gegenüber den "vorgegangenen" bewusst oder unbewusst direkt oder indirekt gelebt wird.
Ja ich kenne viele persönlich die Rechte für die Community erreicht haben die aber unter den hier angeführten "Einstellungen" nicht mal TS sein
sollen oder gar in abwertender Weise als DWT Fetisch TV etc etc "beschimpft" oder tituliert werden.

Also hier beginnt dann der Punkt wo sich mir die Nackenhaare aufstellen und man sich am liebsten "kotzend" abwenden möchte von "der Community".

mfg
Ash
Zitat



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