GA OP Rudolfstiftung Dr Angel
RE: GA OP Rudolfstiftung Dr Angel
Beitrag #51
So nachdem wir in diesem Thread über Dr. Angel reden (sollten) hier die Infos von meinem heutigen Gespräch mit ihm bei ihm in der Praxis:

Also ich habe ihm den Text von Dr. Schaff's Homepage zu lesen gegeben und ihm auch die Einladung für den 25. Mai gezeigt und darauf angesprochen.

Er meinte, dass er wahnsinnig gerne kommen würde, doch leider NICHT in Österreich ist zu dem Termin.

Tja, die Bereitschaft wäre da, genauso wie das Interesse ;-)

Aber super symphatisch der Herr Doktor ^^ Hatte bisher ja nur ein Treffen à 5 Min. mit ihm, welchen überhaupt nicht ausreichte (letztes Jahr).
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RE: GA OP Rudolfstiftung Dr Angel
Beitrag #52
MODERATION: Wie schwer es ist, sich gesittet zu einem Thema mit anderen zu unterhalten, auszutauschen etc pp, merkt man erneut, hier in diesem Thread. Soeben 9 Beiträge voll OT u/o Streit verschoben. Nun ist bald Schluss mit lustig, sogar für eine so "a guade Seel" wie meineeine Angry



MEINE LIEBEN!

Ich bin diejenige unter uns, die Jahrzehnte zurück bereits eine OP in Österreich @ Rudolfsstiftung (Stackl & Angel) hinter sich hat und niemals schlecht darüber schrieb (da ich auch keinen Grund dazu hatte/habe).

Wenn sich andere, noch nicht operierte, über aktuelles bei dieser OP informieren wollen, dann muss man auch womöglich Negatives zulassen - wo wären wir sonst, in einem offenen Forum, in dem manche undemokratisch bzw einseitig unterwegs sein wollen?!

Jede/r ist eingeladen, KONSTRUKTIVE Beiträge zum Thema zu posten. Betonung liegt auf konstruktiv.




Kein OT oder sich über MOD-Eingriffe aufregen etc pp - das hat hier (aber auch in anderen Threads außerhalb der MODfreien Zone!) NICHTS zu suchen! (Erneut 2 Beiträge verschoben) Angry
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
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ANREGUNGEN zu GA OP Rudolfstiftung Dr Angel
Beitrag #53
5 Wochen nach meiner gaOP in der Rudolfstiftung bei Dr. Angel kann ich folgende Wünsche als konstruktive Anregung hier posten:

Vorbereitung-Gespräch
Es wäre sehr hilfreich, wenn vor der Operation noch einmal ein ausführliches Vorbereitungsgespräch mit dem Chirurgen in der Klinik stattfinden würde. Ablauf der OP, geplante operative Maßnahmen, etc.

Aufklärungsbogen
Es wäre sehr hilfreich, wenn die Patientin einen klaren Aufklärungsbogen zum Nachlesen bekommt, analog zum Aufklärungsbogen z.B. über die Anästhesie

Nachgespräch
Es wäre sehr hilfreich, wenn der Chirurg wenige Tage nach der OP mit der Patientin ein Gespräch führt, um den OP-Verlauf und allfällige Besonderheiten in Ruhe zu besprechen, z.B. Einsatz von Blutkonserven, Ergebnisse der OP (Vaginaltiefe, etc.)

Hinweise zur Nachbehandlung
Es wäre sehr hilfreich, wenn der Arzt die Nachbehandlung mit der Patientin bespricht, z.B. Zeitpunkt der Klammer-Entfernung, Zeitpunkt für Kontrolltermin in Rudolfsstiftung oder niedergelassenen Facharzt, Umgang mit Nahtmaterial im Inneren, Entfernung von Cystofix, etc.

Hinweise zur Pflege zu Hause
Es wäre sehr hilfreich, wenn der Arzt von sich aus die Patientin aufklärt, ob Bougieren, Heilsalben, tägliche Vaginal- und Waschcremes, u.v.m. sinnvoll und anzuraten wäre.

Nachfragen zur Psyche
Es wäre sehr hilfreich, wenn das medizinische Personal auch ein wenig auf die Psyche der Patientin acht geben würden, und bei dringenden Bedarf vielleicht eine kurze psychologische Betreuung konsiliar anbieten würden.

Einheitliche Pflege
Es wäre sehr hilfreich, wenn die Art der Pflege, z.B. die Verbandart im Pflegeteam einheitlicher ausgeführt werden würde, da das der Patientin Sicherheit und Eigen-Kompetenz ermöglicht.

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Diese konstruktiven Anregungen kann ich aus dem eigenen Erleben verfassen, da ich diese Dinge während meines Aufenthaltes zu tiefst vermisst habe. Die, in meinem Fall gelebte "Krankenhaus-Routine" erlebte ich sehr belastend, zum Teil traumatisierend. Denn diese Situation war für mich als Patientin so sehr exponiert und natürlich absolutes Neuland, und eben weit entfernt von jeglicher Routine. Es war eine extrem harte Zeit. Ich würde mich rückblickend "ein nächstes mal" mehr nach möglichen alternativen Kliniken/Chirurgen in Österreich erkundigen, denn aus meiner Sicht hat diese maximale Routine schon viele Schattenseiten.


[ANMERKUNG: die Farbe ROT ist "MOD"-Farbe und diesen vorbehalten; Bonita]
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RE: ANREGUNGEN zu GA OP Rudolfstiftung Dr Angel
Beitrag #54
(08.12.2013, 23:50)dieIDA schrieb: Ich würde mich rückblickend "ein nächstes mal" mehr nach möglichen alternativen Kliniken/Chirurgen in Österreich erkundigen, denn aus meiner Sicht hat diese maximale Routine schon viele Schattenseiten.
Ich danke für diesen ehrlichen Bericht zu den Abläufen in dem Krankenhaus, in dem man in Österreich eine halbwegs vernünftige OP bekommt. Sonst gibt es das derzeit nicht in Österreich, leider.

Allerdings wage ich es sehr zu bezweifeln, dass sich etwas verbessern wird, weil es dort schon seit vielen Jahren so zugeht. Es ist tatsächlich so, dass die Betroffenen alles einfordern müssen und er Arzt selbst gar nicht so eine Ahnung von der langfristigen Nachsorge hat. Das wissen betroffene oft besser. Ich kenne sogar eine, bei der ist die OP ganz gut verlaufen, aber sie hat sich danach gerichtet was der Arzt gesagt hat (nämlich nichts) und kann heute keinen Verkehr haben, weil sie innen drinnen ganz verklebt und verwachsen ist. Ist bei ihr zwar Wurst, weil sie lesbisch ist, aber ... .
Ich bin nicht mein Körper.
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.
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RE: GA OP Rudolfstiftung Dr Angel
Beitrag #55
Naja Jasmin, hierbei handelt es sich um konstruktive Kritik an den Abläufen und Hinweisen bzw. Informationsmatierial in der Rudolfstiftung.
Das wir im Krankenhaus immer nur kurze Besuche vom Oberarzt bekommen ist ja schon bekannt. Von daher ist es immer anzuraten, sich Termine bei ihm in der priv. Ordination auszumachen (Vorgespräch, Klammern ziehen, jährliche Kontrolle)

Meine Operation zb. war heute vor 14 Tagen bei Dr. Angel. Und ich bin mit allem soweit zu frieden. Wobei ich sagen muss dass ich sehr viel über diese und andere Operationstechniken weiß und generell lange vorher schon dazu recherchiert habe.

Die OP ist gut verlaufen, das Personal war immer nett und hilfsbereit. Die Visiten waren leider nicht ausreichend, war mir aber nicht so wichtig, da ich ja genau wusste was los ist. Mir war während meines Aufenthalts eigentlich nur wichtig zu erfahren, ob alles gut gelaufen ist, ob der Chirurg mit dem Ergebnis zu frieden ist und was die nächsten Schritte sind (Verband runter, Katheter weg, Cystofix raus, Entlassung).

Gestern war ich dann in der priv. Ordi. von Dr. Angel zur Nachkontrolle, Klammern ziehen und einem ausgiebigen Gespräch zum Ergebnis. Wohl gemerkt über die "Tiefe" haben wir jetzt nicht gesprochen. War aber schon interessant als er auf einmal einen Finger drinnen hatte und meinte, dass er das "Ende" nicht spürt. Was wiederum ein gutes Zeichen ist.

Die Nähte heilen gut, derzeit keine Hämatome und die Schwellungen gehen auch allmählich zurück. Einen wichtigen Pfelgehinweise hat er dann doch gegeben, und zwar meinte er 2-3 Mal pro Woche ein Sitzbad zu nehmen und mit dem Finger auch innen zu reinigen, damit das abgestorbene Gewebe raus kommt und nix schimmeres passiert.

Zum Bougieren meinte er, dass es eigentlich nicht notwendig wäre, da er nur Material verwendet, welches sich nicht mehr zusammenziehen usw., sollte. Was das Verkleben und Verwachsen angeht, siehe Jasmins posting oberhalb, ist es in der Regeln nur wichtig gut und gründlich zu reinigen (damit der "Dreck" rauskommt) und auch ein wenig auf Erkundungstour zu gehen sofern es nicht zu unangenehm ist.

Ich persönlich halte mich jedoch schon eher an die Nachsorge Erfahrungen meiner Leidensgenossinnen, indem ich versuchen werde, sobald es geht und nicht zu schmerzhaft ist, zu dehnen. (Vibrator, jede Menge Gleitgel und Geduld)

Bezüglich Alternativen in Österreich ist mir nur Dr. Schrögendorfer aus dem AKH bekannt. Dieser arbeitet in der Chirurgischen Ambulanz und scheint die Operation auch durchzuführen. Jedoch habe ich von ihm noch nie gehört dass er es tatsächlich bei einer mir bekannten Person gemacht hat.

Zur Operationsstatistik von Dr. Angel kann ich zwei Dinge sagen:
1) Er selbst meint, dass er mittlerweile über 350 solcher Operationen durchgeführt hat
2) Das Krankenhauspersonal behauptet, dass fast jede Woche eine Patientin mit so einer OP auf der Station liegt

Beide Aussagen klingen glaubhaft, da ich selbst ins KH gekommen bin, als so eine Patientin entlassen wurde und ca. eine Woche nach meiner OP kam auch schon die nächste.

Zur OP-Technik selbst möchte ich jetzt nichts genaueres sagen, da es immer wieder ein Streitpunkt unter uns Frauen zu sein scheint, welche Technik nun besser ist und welche mehr bzw. weniger riskant ist. Jeder Operateur führt die Technik durch, die er am besten kann bzw. aus diversen Gründen vorzieht. Dr. Angel meinte, soweit ich das in Erinnerung habe, dass er serwohl Dr. Schaff's Methode operieren könnte, es aber aus diversen Gründen (zB. erhöhtes Risiko) nicht macht.

Die insgesamt neun Tage in der Rudolfstiftung waren zwar nicht angehnehm, lag hauptsächlich an der Bettwäsche in der ich oft schweißgebadet lag (hatte ja schon vier Wochen keine Hormone mehr genommen und Hormonausfallerscheinungen), aber auszuhalten.
Das Essen war übrigends auch ganz gut, hätte mich daran gewöhnen können, wenn ich von Haus aus statt der mickrigen Portion Butter eine größere bekommen hätte *g*

XoXo eure Alex
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RE: GA OP Rudolfstiftung Dr Angel
Beitrag #56
(10.12.2013, 15:14)Eleria schrieb: Von daher ist es immer anzuraten, sich Termine bei ihm in der priv. Ordination auszumachen (Vorgespräch, Klammern ziehen, jährliche Kontrolle)
Genau, der Patient soll andere Patienten Fragen wie das abläuft, weil der Herr Doktor kennst sich nur mit dem Skalpel aus und das auch nicht so recht(siehe).

(10.12.2013, 15:14)Eleria schrieb: Meine Operation zb. war heute vor 14 Tagen bei Dr. Angel. Und ich bin mit allem soweit zu frieden. Wobei ich sagen muss dass ich sehr viel über diese und andere Operationstechniken weiß und generell lange vorher schon dazu recherchiert habe.
Glückwunsch, eine bei der es wahrscheinlich geklappt hat. Ich freue mich schon auf ein Gespräch in 8 Monaten und deine Erfahrungen dann. Ich würde mir wünschen, dass es dann immer noch soweit zufrieden heißt.

(10.12.2013, 15:14)Eleria schrieb: Zum Bougieren meinte er, dass es eigentlich nicht notwendig wäre, da er nur Material verwendet, welches sich nicht mehr zusammenziehen usw., sollte. Was das Verkleben und Verwachsen angeht, siehe Jasmins posting oberhalb, ist es in der Regeln nur wichtig gut und gründlich zu reinigen (damit der "Dreck" rauskommt) und auch ein wenig auf Erkundungstour zu gehen sofern es nicht zu unangenehm ist.
Ich kenne eine Iris, die ist schon 2005 oder so operiert wurde. Sie hat sich an seine Anweisungen, oder besser nicht Anweisungen gehalten. Ergebnis: Die Scheide ist jetzt einen Finger im Durchmesser und sie kann keinen GV haben. Ein Glück das sie Lesbisch ist.

(10.12.2013, 15:14)Eleria schrieb: Ich persönlich halte mich jedoch schon eher an die Nachsorge Erfahrungen meiner Leidensgenossinnen, indem ich versuchen werde, sobald es geht und nicht zu schmerzhaft ist, zu dehnen. (Vibrator, jede Menge Gleitgel und Geduld)
Gute Entscheidung, aber warte nicht zu lange. Bei Dr. Suporn fängt man 8 Tage nach der OP an und das ist ein freies Transplantat wo die Blutgefäße erst einwachsen müssen. Natürlich macht man das sehr vorsichtig, aber bereits mit einem harten 31mm Dildo.

(10.12.2013, 15:14)Eleria schrieb: Dr. Angel meinte, soweit ich das in Erinnerung habe, dass er serwohl Dr. Schaff's Methode operieren könnte, es aber aus diversen Gründen (zB. erhöhtes Risiko) nicht macht.
Ich kann ja auch 100 einhändige Liegestütz machen, aber ich habe Angst den Teppich dabei zu beschädigen, deshalb ist mir das Risiko zu hoch Wink

Danke für deinen Bericht.
Ich bin nicht mein Körper.
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.
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