Intersexualität & Non-Binary: Verfahren zu Anerkennungen eines dritten Geschlechts
RE: Intersexualität: Gerichtsverfahren zur Anerkennungen eines dritten Geschlechts
Beitrag #111
Begriff "inter": Hab bewusst dahinter für alle möglichen Geschlechtsbezeichnungen das "etc pp" gesetzt, zuvor auch eine Auswahl weiterer Begriffe angeführt ("inter, queer, neutral, androgyn, non-binär, x-gender oder wie immer dies zu bezeichnen sei"); Schließlich gehts hier um das "3. Geschlecht" - die Variationen fern von oder zwischen den bisher staatlich erlaubten beiden, eben "weiblich" und "männlich", müssen ja nicht unbedingt mit "inter" bezeichnet werden; Das "D" steht wohl für divers, dann füge ich gerne diese Bezeichnung (zum "etc pp") hinzu;

Sunburst, Du bist - entschuldige bitte, wenn ich mich falsch erinnere - primär inter (oder divers, etc pp) und sekundär TS, bzw wurdest in diese Schublade damals gedrängt - deshalb kann ich Dein Sträuben auch gut verstehen.


Gäbe es entsprechende staatlich verhängte Strafen, wenn ein körperlich-medizinisch zwangsbehandelter inter, divers, etc pp Mensch - eben auf gesetzlichen Grundlagen - sein Recht einklagen könnte/dürfte bzw das auch tatsächlich in dessem Sinne juristisch abgeurteilt würde, dann gäbs wohl keine solche Zwangsbehandlungen mehr - das sollte wohl (ein) Ziel sein; Leider werden unaufgeklärte/uneinsichtige Ärzte bzw Eltern vom herrschenden System nach wie vor gedeckt, keine Frage - und ich hab nicht behauptet, dass es diesbezüglich keine Probleme mehr gäbe;

Vergessen dürfen bei der Frage zum "3. Geschlecht" selbstverständlich nicht jene werden, die nicht bei Geburt offensichtlich bestimmte unbestimmte körperliche Merkmale zeigen, also wo sich dieses "3. Geschlecht" als quasi Sammelbegriff für alles, was zwischen oder weder noch zu den anderen beiden bisher staatlich erlaubten Körper-Geschlechtern gezählt wird, darstellen könnte - neben inter und divers zB queer, neutral, androgyn, non-binär, x-gender oder wie immer dies zu bezeichnen sei - vermutlich würde Falling Snow da "eingeordnet" werden können, so es Falling Snow überhaupt möchte; Eine individuelle Identiät in eine Schublade körperlichen Geschlechts zu zwängen wär vom Prinzip her freilich unrichtig, aber eventuell eine "gefühlt annehmbare" Lösung; Natürlich wären Falling Snow soviele staatlich erlaubte Körper-Geschlechter willkommen, wie es menschliche Identitäten (Personen) gibt - Falling Snow setzt leider auch (körperliches) Geschlecht mit (geschlechtlicher) Identität gleich Wink2

Ein Staat kann aus pragmatischen Gründen kein Interesse haben, Milliarden, Millionen, tausende oder hunderte Körper-Geschlechter seiner Bürger verwalten zu wollen bzw müssen, da werden bestehende wenige (im einstelligen Bereich) eher abgeschafft (Kosten/Nutzen); Eine staatliche Abschaffung von (körperlichen) Geschlechtern muss nicht automatisch ein Verbot von (Geschlechts-) Identitäten in der (privaten) Gesellschaft bedeuten, darum gings ja uaa im ATME-Artikel "Keine Stellungnahme"; Also alles könnte, nichts müsste - eine individuelle menschliche Schneeflocke würde sich mE wohl am Ziel ihrer Träume wähnen...

Dass bestimmte trans* Menschen - hier wohl eindeutig TS - bei rigoroser Abschaffung jedes "staatlichen" Körper-Geschlechts zT erhebliche Nachteile haben würden/könnten, war mein Kritik-Punkt, der im ATME-Artikel nicht so durchkam; Wenn man sich "für" TS ausspricht, darf man selbstverständlich inter (divers, etc pp) nicht ausschließen - aber auch vice versa! Dass man (aktuell) TS nicht als Variante von IS wissenschaftlich eindeutig beweisbar darlegen kann, das auch nicht unbedingt muss, ändert nichts am Umstand, das viele trans* oft keine, sich bewusste IS eher selten, doch TS immer eine körperlich-medizinische Behandlung aufgrund des inneren Leidensdrucks benötigen; Transsexualität hat primär mit körperlichem Geschlecht zu tun, und nur sekundär mit der geschlechtlichen Identiät, auch wenn das "Psycho-Gedöns" noch gegenteiliges behauptet...

Dieser Leidensdruck wird derzeit also noch als psychische Störung angesehen, und sobald wohl nicht abgeschafft werden (im WHO-ICD bleibts zwar ein krankhafter Zustand, aus der Psycho-Ecke kommt er dort aber raus; Leider bleibt dieser Zustand in der Psycho-Bibel DSM, und das bedeutet weiterhin "psychische Störung"); Wenn staatliches Körper-Geschlecht abgeschafft wird, und eh alle "privat" so sein dürfen wie sie sich von ihrer Identität her empfinden, egal was das (derzeit staatlich erlaubte) körperliche Geschlecht darstellt (zB weiblich, männlich, inter/divers/etc pp), dann gibts keinen Grund mehr staatlich dafür zu sorgen, einem Bruchteil dieses "Gender-Gedöns" körperlich-medizinische Behandlungen zukommen zu lassen; Eine staatlich anerkannte Frau weibliche Person darf ja - zumindest in einigen Ländern Europas - jetzt schon biologisch männliche Körperteile besitzen, und wenn ihr das dann trotz Körper-Geschlechts-Abschaffung Leiden verursachen würde, müsste man ihrer Identität ja nur psycho-therapeutisch aufzeigen, dass sie damit wunderbar leben könne; Das "Psycho-Gedöns" wird wohl eher weniger abgeschafft Facepalm

Dass ein äußerer Leidensdruck (gesellschaftliche Akzeptanz respektive das Fehlen dieser) für alle trans* und inter, divers, etc pp auch eine Rolle spielt, muss wohl nicht extra erwähnt werden; Mit manchen Wünschen bis Forderungen aus der "Gender-Ecke" ist "die Gesellschaft" jedenfalls überfordert - was für diese/unsere "multible" Randgruppe schnell nach hinten los gehen kann...
[Bild: avatar_202.jpg] „NATSUME! NATSUMEe! NATSUMEee!“ — Nyanko-Sensei en.wikipedia.org/wiki/Natsume%27s_Book_of_Friends
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RE: Intersexualität: Gerichtsverfahren zur Anerkennungen eines dritten Geschlechts - von Bonita - 27.08.2018, 09:51
(m/w/d) -> "d" schon möglich? - von mike. - 05.04.2019, 21:21

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