Orchiektomie - Erfahrungsbericht
RE: Orchiektomie - Erfahrungsbericht
Beitrag #25
(27.03.2018, 16:05)Ирина schrieb:
(27.03.2018, 01:23)sternschnuppe schrieb: Ich werd jetzt mal nixi mehr lesen und schlafen...
Das erinnert mich grad an das Zitat von Henny Youngman: "Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich sofort das Lesen auf." Big Grin

Das Zitat ist ja ganz gagig Laughing Aber ich glaube nicht, daß das hier zutrifft.

Eine Pause kann durchaus produktiv sein. Sich durch zu viel hindurchzuquälen hat nichts mit Disziplin zu tun, eher im Gegenteil.

Ambivalenzen hinsichtlich der GA-OP kann ich durchaus immer noch nachvollziehen. Ich war damals zunächst jahrelang so drauf, daß ich die unbedingt wollte. Ich habe mir schließlich auch medizinische Fachliteratur besorgt und gelesen. Was ich nebenbei gar nicht so übermäßig schwer fand. (Größere Verständnislücken blieben bei mir dagegen damals noch bei Psycho-Kram.) Auch das fand ich in der Theorie mitnichten abschreckend. Und ich wollte schließlich nach Möglichkeit informiert sein.

Was mich etwas aus dem Gleichgewicht gekippt hat, war als ich dann mitbekam, wie es einige anderen so im Krankenhaus und den Wochen nach der Entlassung ging. Manche waren nach ein paar Tagen schon wieder übermütig. Andere hingen da herum wie das Leiden Jesu Christi. (Mag sein, das hing neben individuellen Voraussetzungen auch mit verschiedenen OP-Methoden zusammen, die sich zudem mit heutigen allesamt nicht messen könnten.)

Und ja, mein Umfeld war auch nur als ******** zu bezeichnen. Das hat zwar mit der OP nix zum tun, aber es drückt auf's Gemüt.

Das dauerte dann so ca. 2-3 Monate, wo ich mich insgeheim fragte, was mute ich mir hier eigentlich alles zu? In der Zeit hätte man mir auch durchaus irgendwelche Kompromisse anbieten können – so es denn damals welche gegeben hätte.

Wie das dann weiterging, hatte für mich eher etwas davon, mich abzufinden, daß ich das halt nun doch machen würde. Man hat mir dann auch überraschenderweise ziemlich schnell die Gutachten in Aussicht gestellt. Die hatten ja die Daten, die sie benötigten, und für die war ich ein total klarer Fall. Nur zum Zusammenschreiben (und Voneinander-Abschreiben Rolleyes) brauchten sie dann doch noch eine Weile.

Bei der Vorstellung beim Chirurgen hatte ich allerdings wieder Angst, fühlte mich sehr unwohl. Selbstredend war ich aber erleichtert, als der mir sagte, er würde mich operieren. Das war schließlich keine Selbstverständlichkeit. Dann war ich erstmal eine Weile krank, vielleicht so eine Art psychosomatischer Streßreaktion. Die Tage bevor ich schließlich ins Krankenhaus einrückte, hatte ich dann wieder Angst, dachte mir aber, da müsse ich nun durch. Und das lief dann auch ok. Das schlimmste war wahrscheinlich, daß ich mich ganz öde langweilte. (Und ich mußte weder leiden, noch bin ich nach ein paar Tagen in die Stadt gegangen Rolleyes)
Zitat



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