Look of the Week
RE: Look of the Week
Beitrag #41
(15.09.2017, 10:26)AlexNonBinary schrieb: Sonja, meine Visagistin, die schon für ServusTV, PowderPuff und zahlreiche Filmproduktionen gearbeitet hat, hat sich daraufhin die Social Media Profile der Kritiker hier angesehen und will sich Stil- und MakeUp-technisch, um keinen beleidigen zu müssen, lieber nicht dazu äußern Wink  
*augenverdreh* ... wozu seht ihr euch unsere Seiten denn überhaupt an, wo wir doch eh alle von vorn herein in Sachen Styling, Outfit und Makeup eurer Meinung nach die letzten Versager sind? Richtig, damit man das hier extra mal erwähnen kann ... Clap

Nachdem ihr allerdings nur von ein paar wenigen Leuten hier die Social Media Sites kennt, weiß ich eh, dass neben vielleicht 2-3 anderen hauptsächlich ich gemeint bin, also hättest du dir dieses kindische Versteckspiel auch sparen und gleich Klartext reden können Kissing

Du vergisst dabei halt nur eines, nämlich dass ich mich nicht nach Lust und Laune schminke, sondern mich jeden Tag erstmal gründlich rasieren und danach mein halbes Gesicht sowie den Hals mit Camouflage zukleistern muss, damit ich überhaupt als Frau durchgehe. Mein Ziel ist es daher, duch dezentes Makeup möglichst natürlich auszusehen und nicht wie ein Pfau, der grad in den Farbtopf gefallen ist, was für mein Passing nicht förderlich wäre, denn wenn ich kunterbunt zugebemselt herumlaufen würde, würde ich zwangsläufig auffallen und die Wahrscheinlichkeit, dass mich Leute anstarren oder gar etwas merken, wäre gleich um ein Vielfaches höher.

Es geht also bei mir (sowie den meisten Trans-Frauen!) darum, mit meinem Styling den Alltag zu bestehen und nicht den Anspruch zu erheben, damit auf die Titelseite der Vogue zu kommen.

Aber von mir aus lachts mich amateurhafte Stümperin halt aus wenns euch so taugt, seids euch dabei aber dessen bewusst, dass ich mir weder eingebildet, noch jemals behauptet habe, perfekt zu sein. Whistling
Zitat

RE: Look of the Week
Beitrag #42
(15.09.2017, 10:26)AlexNonBinary schrieb: [hier gekürzt]

Sonja, meine Visagistin, die schon für ServusTV, PowderPuff und zahlreiche Filmproduktionen gearbeitet hat, hat sich daraufhin die Social Media Profile der Kritiker hier angesehen und will sich Stil- und MakeUp-technisch, um keinen beleidigen zu müssen, lieber nicht dazu äußern Wink
Ich breche eine selbst aufgestellte Regel und erlaube mir einen kurzen Kommentar "ad hominem" bzw. "ad feminam": Überheblichkeit gegenüber Amateur/inn/en wirkt bei einem Profi weder witzig (--> Wink) noch besonders professionell. Dodgy
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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Zitat

RE: Look of the Week
Beitrag #43
Ich schau wieder mal ins Forum und es ist schon wieder Popcorn Time Smile

Gelungene Fotos @Monaa +@AlexNonBinary ... Das breitbeinige ist eher Geschmackssache als genderfrage würd ich sagen... Was ich nicht so schön finde ist - kann mich aber auch täuschen nach einem Tag in den Bildschirm starren - dass man auf einigen schon sehr den Bart durch sieht. Wie gesagt viell. hab ich ja auch nur was an den Augen.... Beitrag #11 sieht aber Spitze aus! Smile
- So bin ich halt, ich kann nichts dafür -
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RE: Look of the Week
Beitrag #44
Sarah.Das schlimmste an Alex Make up ist,das die Foundation nicht passt.Ich sage nur sieh dir mal Gesicht und Hals an.Den das das Make up natürloch gehalten wird ist Positiv,da kann schon mal ein bisschen Bartschatten zu sehen sein.Aber ist halt nur mein denken.
Für immer Böhse. 

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RE: Look of the Week
Beitrag #45
Chiara. Lass es einfach. Und zieht mich nicht in so ne Zickerei. Ich kenn mich mit Makeup eh nicht aus und benutz es auch nur sehr selten. Ausserdem muss ich meinen Bartsager berichtigen. Bei non-binary find ich eine Diskussion über Passing eh fragwürdig weil ich nicht genau weiss wie alex das ganze sieht.
- So bin ich halt, ich kann nichts dafür -
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RE: Look of the Week
Beitrag #46
S4R4H.Das hat nichts mit zickerein zu tun.Es geht nur darum,das man wenn man sich schminkt auch eine Foundation benutzen soll,die zu einem passt.Und genau das ist hier nicht der Fall.Denn wenn Gesichtspartie dunkler ist als die Halspartie passt das nicht.Egal ob Trans,Cis oder Non Binary.
Für immer Böhse. 

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RE: Look of the Week
Beitrag #47
(19.09.2017, 19:06)Mike-Tanja schrieb:
(15.09.2017, 10:26)AlexNonBinary schrieb: [hier gekürzt]

Sonja, meine Visagistin, die schon für ServusTV, PowderPuff und zahlreiche Filmproduktionen gearbeitet hat, hat sich daraufhin die Social Media Profile der Kritiker hier angesehen und will sich Stil- und MakeUp-technisch, um keinen beleidigen zu müssen, lieber nicht dazu äußern Wink
Ich breche eine selbst aufgestellte Regel und erlaube mir einen kurzen Kommentar "ad hominem" bzw. "ad feminam": Überheblichkeit gegenüber Amateur/inn/en wirkt bei einem Profi weder witzig (--> Wink) noch besonders professionell. Dodgy

Also ich habe manchmal das Vergnügen, dass mich sehr gute Fotografen auf Veranstaltungen ansprechen. Die sind alle immer sehr nett und so ein spontanes Shooting macht immer Spaß. Ob die mit ihrem Können nun auch ihren Lebensunterhalt bestreiten, weiß ich nicht, aber vielleicht kann man sich solche Überheblichkeit ja nur leisten sobald man im Medienbereich arbeitet.

Und hier nun mein Lieblingsportait, wir haben eine halbe Stunde rumprobiert bis wir das richtige Licht und den richtigen Hintergrund hatten. Ich finde der Aufwand hat sich aber gelohnt.
[Bild: qp337jue.jpg]
Zu viel Wahrheit wird nicht erkannt; Zu viel Tod am Wegesrand.
Erst auf den zweiten Blick; Erkennst du was dahinter steckt.
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RE: Look of the Week
Beitrag #48
(19.09.2017, 19:06)Mike-Tanja schrieb: Ich breche eine selbst aufgestellte Regel und erlaube mir einen kurzen Kommentar "ad hominem" bzw. "ad feminam": Überheblichkeit gegenüber Amateur/inn/en wirkt bei einem Profi weder witzig (--> Wink) noch besonders professionell. Dodgy
"idem ius omnibus" bzw. "idem per idem"

Langsam verstehe ich, was mir einige Mitglieder hier per PN bzw. E-Mail verdeutlichen wollten (siehe Attachments). Aufgestellte Regeln gelten anscheinend nicht für jeden. Es scheint, zumindest subjektiv betrachtet, von Admin-Seite etwas einseitig danach gerichtet, gehandelt bzw. zurechtgewiesen zu werden. "Amateur/inn/en", wie du schreibst, haben also das Recht, auf jemanden loszugehen, ohne überheblich zu wirken. Wenn aber eine professionelle Visagistin, die jeglicher Kritik nachgeht, und sich, um keinen beleidigen zu müssen, ihrer Meinung enthält, wäre die Überheblichkeit so groß, dass sogar ihre Einstellung und Profession in Frage gestellt wird. 

Seitdem ich hier bin, werde ich aufgrund meines Lebensweges, meiner Sichtweise, meines selbstbewussten Auftretens und beruflichen Erfolgs persönlich und unter der Gürtellinie angefeindet. Da werden Fotos und Posen schlecht- und lächerlich gemacht, Botschaft und Sinn meiner Genderqueer-Fotokampagne angezweifelt, mir wird erklärt, wie Modezeitschriften angeblich funktionieren, dass man derartige Projekte nicht mit Werbepartner verwirklicht, dass ich mich nicht ordentlich schminken könne, breite Schultern (Oberbekleidung 48 Herren / 42 Damen (!!) und Damen-Hosen 44 / Jeans 33-34, bei knapp 1,80m) sowie O-Beine hätte, nur Maxiröcke tragen solle und keine Ahnung von der Materie habe. Mir wurde meine Kenntnis als Medienproduzent abgesprochen, ich würde die LGBT+ Szene und Trans-Menschen nicht kennen und (m)ein 80B Busen wäre, gegen jegliche ärztliche Meinung, für jede MzF einfach zu erreichen. Und nach all dem soll bzw. darf ich nicht zurückrudern? Wo sind denn hier die Relationen? 

Ist es Neid, weil ich, anders als viele, kein geheimes Doppelleben und keine Fake-Identität im Internet benötige, ich keinen Hehl um meinen realen Namen mache, kein Outing brauche, zwischen den Geschlechtern lebe und mich nicht für eines entscheiden muss, um gesellschaftlich und privat akzeptiert zu werden, aber trotzdem jederzeit, wenn ich will, als weibliches Wesen durchgehe, ohne diskriminiert, oder angegriffen zu werden? Oder weil ich auch "meinen Mann" stehen kann, drei Kinder zeugen konnte und seit 16 Jahren Inhaber einer Filmproduktionsfirma bin? Oder ist es nur Hass auf die Welt, der Frust mit dem eigenen Körper, das unzufriedene Passing bzw. die Unfähigkeit, über Gender-Stereotypen hinauszudenken? Wer weiß?

Btw, auch die unnötige Verwendung der lateinischen Sprache kann, wie fast alles, wenn man nur will, als Überheblichkeit ausgelegt werden. Es kommt einzig auf die Interpretation an Wink

(08.09.2017, 21:19)Katzenmutti Lydia schrieb: Schmale Schultern sehen schon anders aus, mein Kleiner Razz
(11.09.2017, 16:44)Chiara D. schrieb: Ok Alex.Ich hatte etliche nicht ganz so tolle und unfreundliche Antworten auf Lager.Aber ich sage nur 2 Sachen.Make Up solltest du noch mal überlegen ob es dir wirklich steht,so wie du es aufträgst und 2tens würde ich nur wenn Röcke dann Maxi tragen.Und nicht so breitbeinig wie in denn ersten Bildern,oder bist du während des Fotografierens in einen Sturm geraten?
(05.09.2017, 18:40)Ирина schrieb: Das Leben in der realen Welt auf jenes im Netz 1:1 übertragen zu wollen bzw. im konkreten Fall deinen Umgang mit Menschen in deinem persönlichen Umfeld und ihre Ansichten auf ein Forum für vorwiegend aus dem LGBTIQ-Bereich stammende Mitglieder "herunterzubrechen" erscheint mir doch als ein ziemlich naives Unterfangen, insbesondere für jemanden, der als Medienproduzent doch zumindest über ein gewisses Maß an Kenntnissen verfügen müsste, wie sich das Leben in diesem Bereich abspielt. Hast du schon mal daran gedacht, dass dich die meisten Leute, die du kennst, einfach deshalb ob deiner Andersartigkeit in Ruhe lassen, weil sie es schlicht und einfach nicht wissen wollen? Du hast ja schließlich selber geschrieben, dass du dich nie wirklich geoutet hast bzw. outen musstest ...

Ich bezweifle übrigens stark, dass du viele LGBTIQ-Menschen und deren Alltag kennst oder was es wirklich bedeutet trans zu sein und einen langwierigen Weg der geschlechtsangleichenden Therapie auf sich nehmen zu müssen um endlich leben zu können, ja, ich trau mich jetzt sogar fast mit dir zu wetten, dass ich allein dadurch, dass ich regelmäßig zum Transgender-Treffen in Graz gehe, bereits mehr solche Leute und ihre Schicksale kenne als du insgesamt.
(03.09.2017, 22:28)Sparkle schrieb: Mit der Form Deiner Sprache muss jeder für sich selbst klar kommen und entscheiden, ob es einem gefällt oder nicht. Manipulation am Beginn und am Ende Deiner Vorstellung."Danke für die Aufnahme." ist Dein erster Satz. Damit haben wir schon gar nicht mehr die Wahl, Dich nicht aufzunehmen, oder?
(04.09.2017, 01:52)Ирина schrieb: Ähm, ich will ja nix sagen, aber findest du es nicht etwas - sachte ausgedrückt -  "unvorteilhaft" dauernd derart breitbeinig im Rock dazustehen (auch wenn's hier bloß um's Posieren für die Kamera geht)? Ermm Wie ich zum Vergleich im kurzen Rock dasteh kannst du dir übrigens gerne mal auf meiner Instagram-Seite anschauen ... Whistling

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RE: Look of the Week
Beitrag #49
Also Größe 42 zählt für einige Kleidungshersteller schon zu den großen Größen. Da von schmalen Schultern zu sprechen ist schon gewagt.
Nicht mal ich mit Größe 36/38 würde darauf bestehen, dass ich schmale Schultern habe, auch wenn ich durch die HRT Muskelmasse verloren habe und es jetzt besser aussieht.
Zu viel Wahrheit wird nicht erkannt; Zu viel Tod am Wegesrand.
Erst auf den zweiten Blick; Erkennst du was dahinter steckt.
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RE: Look of the Week
Beitrag #50
(20.09.2017, 13:12)Chiara D. schrieb: S4R4H.Das hat nichts mit zickerein zu tun.Es geht nur darum,das man wenn man sich schminkt auch eine Foundation benutzen soll,die zu einem passt.Und genau das ist hier nicht der Fall.Denn wenn Gesichtspartie dunkler ist als die Halspartie passt das nicht.Egal ob Trans,Cis oder Non Binary.


Liebe Chiara, 

sag mal, was soll denn dieser unnötige Angriff? Welches Foto meinst du denn konkret? Ich glaube, hier steht ein Missverständnis im Raum. Alex verwendet kein Camou-Make-Up, wenn überhaupt ab und zu eine BB-Cream. Lediglich für CloseUps in unseren Fotoshoots wird ab und an mit Airbrush gearbeitet. Alex fühlt sich nicht als Trans-Frau, sondern als eine Person, die männliche und weibliche Attribute in sich vereint, offen auslebt und trägt, was zu seinem Körper, seiner Körperform passt. Das sind sowohl "männliche" als auch "weibliche" Kleidungsstücke, je nachdem, worauf er Lust hat. Manchmal schminkt er sich, manchmal nicht. Manchmal trägt er Bart, manchmal rasiert er sich. Manchmal trägt er Hosen, manchmal Röcke, mal Sandalen, mal Sneaker. Er zieht an, was er mag und lässt sich nicht von gesellschaftlichen Konventionen vorschreiben, was er zu tun oder zu lassen hat.

Nochmal: Alex ist zufrieden mit dem, was er ist: Er selbst. Ich glaube, dass jeder Mensch Weibliches und Männliches in sich hat. Die meisten werden halt so erzogen, dass sie in ihr geborenes Geschlecht reinwachsen und die Opposite-Einschaften verdrängen oder verleugnen. Alex steht zu seinen weiblichen Anteilen und hat keine Lust, seinen Busen und seine Hüfte zu verstecken. Wenn man ihn, was oft passiert, für eine Frau hält, dann findet er das nicht schlimm, sondern als Kompliment, aber er legt es nicht darauf an -> deswegen bezeichnet er sich auch als Non-Binary. 

Ich stelle mal eine ganz grundsätzliche Frage in den Raum: Was bedeutet denn für euch Frau-sein? Wenn man sich das Gesicht zukleistert? Verschämt dasteht? Maxi-Röcke trägt? Sich von einem Mann die Tür aufhalten lässt? Wenn "man" nicht einparken kann und oft Gefühlsausbrüche hat und weinen kann? Und was soll das mit den breiten Schultern? Ihr wisst schon, dass das bei Frauen in Relation zur Hüfte gesehen wird? Alex hat nie behauptet, dass er für eine Frau schale Schultern hat. Aber für einen geborenen Mann seiner Größe sehr wohl. Und nein, bei Frauen zählt Größe 42 nicht zu den großen Größen, nichtmal bei H&M. Ich muss es wissen, trage ich doch selbst 40-42, wobei ich bei 1,74 m alles andere als breite Schulten habe, dafür einen ausgeprägten Popo.

Ich, als Mami eines kleinen Buben, versuche ihm zu vermitteln, dass jeder ok ist, genauso, wie er/sie/es ist. Hauptsache, die Person ist glücklich. Mein Kleiner trägt Leggings, blaue und pinke Sachen, spielt mit Autos, wie mit Puppen, spielt Kochen etc. Was sagt das über ihn und seine Identität aus? In einer Gruppe wie hier habe eigentlich schon erwartet, dass man einander mit Freundlichkeit begegnet, weil die Welt da draußen "für Randgruppen" immer wieder schwierig ist. Aber anscheinend dissen sich hier auch alle nur. Schade. Unnötig, wie ich finde. 

Ihr müsst schon eines bedenken: Nur weil jemand hier 600 Wörter reinschreibt, heisst das nicht, dass ihr sein/ihr Leben kennt und darüber urteilen könnt. Ich verstehe, dass sich hier einige persönlich angegriffen fühlen bzw. getriggert werden, wenn Kritik zum Passing kommt, weil sie vielleicht selbst nicht ganz zufrieden sind. Bitte bleibt aber bei euch und eurer Geschichte und projiziert das nicht auf andere.  Heart

Peace, Monaa  Wave Heart2
Zitat



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