Beziehung als Transfrau
RE: Beziehung als Transfrau
Beitrag #31
(16.10.2017, 20:12)Julia1990 schrieb:
(16.10.2017, 19:25)Mike-Tanja schrieb:
(16.10.2017, 19:11)Julia1990 schrieb: Und wenn es passiert ist, strahle ich mehr Selbstliebe aus, so dass andere Frauen es bemerken. Wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben. Korrekt?
Ich stimme ja zu, besonders dem zweiten Satz, aber was muss "passieren", bitte?

Die Wirkungen der HRT. Die Veränderungen am Körper.

Passieren muss gar nichts, weil weder die Psychologie, noch die Medizin eine exakte Wissenschaft ist. Das sind alles nur "Kann" Optionen, aber emprische Beobachtungen zeigen nunmal, dass mit der HRT, das Körpergefühl und die Wahrnehmung des eigenen Körpers besser wird und man ist eher mit sich selbst zufrieden, weil man sich stimmiger findet.
Aber Selbstzufriedenheit und Selbstliebe sind bei weitem nicht das Gleiche.

Hormone sind keine Wundermittel, die alle Probleme lösen.
Das merke ich gerade selber. Ich bin extrem Wetterfühlig und im Sommer hatte ich dank der HRT keine Probleme mit Wetterumschwüngen. Jetzt im herbstlichen, nass-feuchten Wetterwechsel findet mein Körper das Klima immernoch nicht toll, das merke ich schon. Zum Glück ist es nicht mehr so schlimm wie vor der HRT: Leichte Spannungskopfschmerzen sind immernoch besser als Migräne-Attacken, die mich aus knocken. Schade, ich dachte ich wäre die Probleme los.
Na ja, wer meint, man braucht nur Hormone nehmen und die lassen alle Probleme von alleine verschwinden, macht sich selbst was vor.
Für mich ist das gerade sehr lehrreich, dass mein Körper und mein Kopf mir sagen, die Probleme sind noch da, aber du nimmst sie jetzt anders wahr.
Zu viel Wahrheit wird nicht erkannt; Zu viel Tod am Wegesrand.
Erst auf den zweiten Blick; Erkennst du was dahinter steckt.
WWW
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RE: Beziehung als Transfrau
Beitrag #32
Ok, aber ich habe bisher von niemanden gehört, es ginge nach der HRT schlechter als vorher...
Für das transsexuelle Imperium!
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RE: Beziehung als Transfrau
Beitrag #33
War jemand von euch mal unglücklich verliebt, egal vor oder nach der Geschlecdhtsanpassung?
Ich habe schon sowas zu oft erlebt, bevor ich angefangen habe, eine Frau zu sein.
Aber seitdem ich eine Transfrau bin, habe ich nur noch in mich verliebt.
Es scheint, als ist meine Auseinandersetzung mit meiner Transgender Story eine Art Ablenkung gegen "Liebeskummer", wenn ich intensiv an mir arbeite. Ok, es überschneiden sich zwei Themen und seid schon verwirrt, weil Transsexualität nicht mit Liebeskummer zu tun hat.
Ich habe nur die Vermutung, ich sei "immun" gegen Liebeskummer, weil ich nun selber eine Frau bin...
Für das transsexuelle Imperium!
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RE: Beziehung als Transfrau
Beitrag #34
Hi, Julia,

das mit der Liebe ist so eine Sache... und die hat aus meiner Erfahrung nix mit Geschlecht oder der ewigen Gender-Diskussion zu tun, sondern einzig und allein mit der Person. Hatte viele unglückliche Beziehungen, in denen ich mich teilweise auch "gezwungen" habe, die jeweilige Frau zu lieben... Bis ich im Jahr 2011 endgültig aufgehört habe, an Liebe und Partnerschaft zu glauben, ich habe mich dagegen regelrecht versperrt, mich abgelenkt, indem ich unglaublich viel Musik gemacht habe und auch in Bands gespielt, die eigentlich gar nicht mit meiner Musikrichtung zusammengepasst haben.
Und dann, fünf Jahre später, hat es mich trotzdem erwischt, und dieses Mal RICHTIG. Das ist irgendwie wie mit dem Stein der Weisen (Harry Potter, Band 1): Sowas passiert immer dann, wenn man es gar nicht sucht, habe ich manchmal so das Gefühl. Und dabei ist es egal, dass meine Liebste transsexuell ist oder sonstwas. Ich musste 38 Jahre alt werden, um das zu begreifen. Ich bin jetzt glücklicher, als jemals zuvor. Ich will nur sagen: Lass dir Zeit, ich denke, jede/r bekommt seine Chance, man muss sie nur ergreifen, wenn sie vor einem liegt.
Nur in einer Welt, die verrückt spielt, sind die Irrsinnigen wahrhaft geisteskrank! (Homer Simpson)
Zitat

RE: Beziehung als Transfrau
Beitrag #35
Liebe Julia,

du schreibst zwar ziemlich viele komische Sachen, aber ich versuch trotzdem mal lieb drauf zu antworten.

Nur wer sich selbst lieben kann, kann auch andere lieben.

Also scheinst du ja auf dem richtigen Weg zu sein.
"Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken." Gert Postel


Zitat

RE: Beziehung als Transfrau
Beitrag #36
(07.01.2018, 20:30)Julia1990 schrieb: War jemand von euch mal unglücklich verliebt, egal vor oder nach der Geschlecdhtsanpassung?

Ja, leider sehr oft sogar. Vorher, während, nachher.

Das schlimmste war, am Anfang meiner Transition war ich in einer Beziehung (anfangs noch Fernbeziehung), dachte, ich könnte endlich mal etwas optimistischer sein, zog sogar in eine andere Stadt deswegen. Aber dann schlug nach nur wenigen Wochen die Realität zu: man wollte doch lieber einen (richtigen) Mann statt sowas wie mich (und dergleichen kam in meinem Leben sehr häufig vor), und ich stand alleine da in diesem elenden Provinznest, in dem ich mich gar nicht zurechtfinden konnte.

Zitat:Es scheint, als ist meine Auseinandersetzung mit meiner Transgender Story eine Art Ablenkung gegen "Liebeskummer", wenn ich intensiv an mir arbeite.

Ich habe schon einige Transfrauen getroffen, die während des Transitioning Process kaum offen für Beziehungen waren, darüber auch nicht unglücklich waren. Das muß nicht zwangsläufg Abgelenktheit bedeuten.

(22.09.2017, 09:40)Eva_Tg schrieb: Und gerade bei Beziehungen zwischen Frauen ist es immer so, Frauen sind nur Partnerinnen, sondern auch Konkurenntinen

Huh
என் வழி தனி வழி.
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RE: Beziehung als Transfrau
Beitrag #37
Um das nicht unter den Tisch fallen zu lassen:

(21.09.2017, 19:12)Julia1990 schrieb: Transfrauen kommen mir auch in Frage, aber wir Transmenschen sind doch zu selten, oder?

Nein, es gibt sogar viele solcher Paare.
என் வழி தனி வழி.
Zitat



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