Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #31
Mit dem "Wissen darum, daß man Probleme hat" ist das schon schwierig, nicht nur wenn man es mit Frauen zu tun hat (und nicht erst, wenn man die heiratet). Schätzungsweise "verdrängen" das viele, machen sich glauben, das verliere sich schon, wenn sie glücklich verpartnert wären, oder sie haben Angst. Das volle Bewußtsein zu haben ist dagegen eine seelische Grausamkeit, die sich nicht alle zu jeder Zeit leisten können.

Ich habe als Teenager auch schonmal Leute minutenlang angesehen und überlegt, eigentlich velangte es nun von mir die bloße intellektuelle Redlichkeit, mich dem gegenüber zu outen. Das war dann insgesamt ein recht kurzer Weg in ein allgemeines Outing und Transition.
என் வழி தனி வழி.
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #32
(25.03.2018, 16:52)Patricia1975 schrieb: "Schlimm finde ich es wenn Transfrauen zu feig sind um ihren Ehefrauen zu sagen was abgeht, dann ein Kind zeugen, in dem Wissen dass sie Probleme haben und schlussendlich geht alles den Bach runter."

@Chaotistin - bist du nun ne Frau oder transident or whatever?

Das ist wohl der allergrößte Scheiß den ich jemals gelesen habe!

"in dem Wissen, dass sie Probleme haben" - die Probleme habe ich nicht ich per se, sondern werden von der Gesellschaft verursacht oder die Gersellschaft hat sie und ich sträube mich dagegen irgendwelche Vorbehalte dieser hirngefickten religiösen Mehrheitsgesellschaft anzunehmen!

"wenn Transfrauen zu feig sind um ihren Ehefrauen zu sagen was abgeht" - ich möchte gar nicht erst wissen, zu was alles du zu feig bist, du Tasten-Hero! Selbst wenn ich mir wieder mal sage, dass ich mein ganzes Leben feig war, aus Angst es könnte was Schimmes passieren, so waren es alle meine FreundInnen, von denen fast alle meinten, sie bewundern den Mut, wenn jemand ausbricht und das Leben führt, dass sich auch richtig anfühlt!

"dann ein Kind zeugen" - die größte gefi.... Scheiße, die frau hier lesen kann. Dürfen Transmenschen deiner Meinung keine Kinder zeugen???


Könnten wir im Forum endlich mal nen Moral-Messer einführen?

Ich bin leider transident ja, aber primär immer noch eine Frau.

Aber ich muss zugeben dass meine Worte etwas zu hart gewählt waren, ich meinte nämlich wirklich nur jene Transfrauen welche schon wissen dass sie eigendlich keine Männer sind, aber dann trotzem eine Familie gründen ohne ihre Partner etwas davon zu sagen.

Und natürlich sollten wir als Transmenschen Kinder zeugen/gebären dürfen, aber bitte dreh mir nur das Wort im Mund um, darauf steh ich Dodgy
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #33
Das muss halt irgendwie jeder für sich selbst entscheiden. Ich für meinen Teil habe zu mindestens festgestellt, dass ich keine geschlechtsangleichende Operation benötige, um mich 100% weiblich zu fühlen und anerkannt zu werden. Ich muss dazu sagen, dass ich damals auch ohne Hormone als Frau wahrgenommen wurde und der männliche Part nie wirklich bei mir zu tragen kam ( Bartwuch, Muskeln usw. sind praktisch gar nicht vorhanden). Die Hormone haben seit 2010 halt alles noch mehr in die weibliche Richtung verstärkt und ich habe mich damit bis jetzt wohl und glücklich gefühlt. Ich war 7 Jahre lang mit meinem Ex-Freund in Darmstadt zusammen und der hatte nie ein Problem damit, dass ich unten rum noch männlich war. Er hat mich sogar noch vor der Hormonbehandlung kennengelernt und den ganzen Prozess 7 Jahre lang mitverfolgt. Auch mein jetziger Freund aus Graz kann damit umgehen. Bei mir gab es viele Gründe es nicht zu tun, da ich so oder so immer das Gefühl hatte die volle Akzeptanz auf meiner Seite zu haben. Ich habe ne Zeit lang Männer kennengelernt die meinten sie könnten nie was mit einen "Mann" haben, aber bei mir währe das irgendwie was anderes, weil ich ja weiblich aussehen würden, deshalb würde ihnen ein Penis bei mir nicht stören. Außerdem bin ich Bisexuell und hatte sogar schon während der ganzen Zeit im Studium etwas mit meiner besten Freundin bzw. mit Frauen gehabt die daran gefallen gefunden hatten, dass ich irgendwie auch noch männlich da unten war. lol
Ich habe für mich daraufhin entschieden, dass ich sowohl Frauen als auch Männern etwas in einer festen Beziehung bieten kann und als Frau gehe ich so oder so schon durch. Ich kann aber verstehen, dass manche vielleicht ekel vor ihren eigenen Körper oder Geschlecht haben und es unbedingt weg haben wollen, aber mir war es dann irgendwann relativ gleichgültig. Ich hatte immer Spaß beim Sex so oder so. Wink
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #34
Edit: Ich muss dazu sagen, dass dies alles über die Jahre hinweg so entstanden ist. Work in Progess so zu sagen. Man lernt halt mit den Erfahrungen die man mit der Zeit macht. Ganz am Anfang war auch für mich der Wunsch nach einer angleichenden Geschlechtsoperation extrem wichtig. Ich habe erst später bemerkt, dass es nicht mehr so wichtig für mich geworden ist. Die Hormone habe ich aber dennoch bis jetzt weiter genommen, weil ich mich selbst damit schöner, weiblicher und besser fühle und auch damals eine Vornamens- und Personenstandsändung beantragt. Das mit der Geschlechtsangleichung blieb bei mir aus verschiedenen Erfahrungen die ich mit anderen Menschen gemacht haben aus diesen Grund irgendwann aus. Man definiert sich ja nicht nur mit dem Ding unten rum. Wink Wenn es nach mir ginge, würde ich mich sogar als dritten Geschlecht einordnen, allerdings muss man sich halt aus taktischen Gründen in unserer Gesellschaft irgend einer dummen Rolle zuordnen und die war dann bei mir dann einfach weiblich und das ist auch okay so. Ein Björn mit einem weiblichen Körper hätte viele vielleicht verwirrt, also dann halt Julia Wink Big Grin
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #35
Ich bin ein bißchen beeindruckt, weil vieles von dem, was Du schreibst, so ist, wie man das mbMn als wünschenswert sehen könnte.

Darüber, warum sich wer mit wem zusammenfindet, möchte ich schon lange nicht mehr spekulieren. Das kann ich doch als Außenstehende gar nicht einsehen, wie das so zwischen zweien (oder im Falle von Polyamorie auch mehreren) ist. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, daß Interaktionen zwischen denen und mir sich mehr oder weniger anders darstellten.

Das betrifft für mich durchaus auch das Thema "sexuelle Orientierung", was schon eine ziemliche Abstraktion all dessen darstellt. Ich kann mich dafür alleine aus Gründen der intellektuellen Redlichkeit durchaus nicht begeistern. Eigentlich denke ich sogar, ich müßte über diverse Verschubladierungen depressiv werden, wenn nicht auf einen guilt-trip gehen Sad Zugleich konnte ich mit Bi-/Poly-/Pansexualität weder in Theorie, noch in Praxis je etwas anfangen (aber das ist meine Unfähigkeit).

Daß man sich durch eine GA-OP möglicherweise nicht "weiblicher" (was auch immer das für wen zu heißen hat) fühlen kann, scheint mir plausibel, aber das mag individuell unterschiedlich sein. Jedenfalls hätte ich solche "Begründungen" selbst damals in meiner schrecklichen jugendlichen Naivität nicht versucht Shy (Abgesehen davon, daß ich in 3D ohnehin nicht die Geschwätzigste bin, und mich dann immer noch auf viel zu viel von diesem ganzen Blödsinn eingelassen habe...)

Für ein "Drittes" muß man wahrscheinlich schon etwas Pioniergeist aufbringen Blush
என் வழி தனி வழி.
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #36
(26.11.2017, 20:05)Mickey26 schrieb: Kennt jemand von Euch jemanden, der/die sich gegen eine HRT und die weiteren Schritte entschieden hat und trotzdem halbwegs im Leben klar kommt? Ich würde mich über ECHTE Fälle und Schilderungen freuen, da Vermutungen hier einfach nicht weiterhelfen.

Ich bin mittlerweile 26 Jahre alt. Von meiner Transidentität weiß ich eigentlich schon sehr lange, auch wenn ich nicht immer ein so Aussagekräftiges Wort, wie dieses dafür hatte. 

Etwa im Alter von 19 als ich das erste Mal dann wirklich alleine auf beiden Beinen stand, hab ich für mich damals versucht herauszufinden, was der beste Weg für mich ist. 

Ich bin damals zu dem Entschluss gekommen, keine HRT machen zu wollen. Einfach aus dem Grund, weil ich irgendwie "Angst" davor hatte. Ich wollte nicht mein Leben lang irgendwelche Hormone / Blocker oder was auch immer zu mir nehmen (Ich mag schon keine Kopfschmerztabletten). Die letzten Jahre hatte das soweit auch ganz gut funktioniert, bin jetzt aber irgendwie reifer und vor allem weiß ich mittlerweile wirklich was ich will; und hab mich jetzt doch noch umentscheiden. 
Vermutlich ist mit ein Grund dafür, dass sonst irgendwie alles so läuft, wie ichs mir Vorstelle; aber ich denke auf jeden Fall schon, dass man ohne Probleme und vor allem Glücklich "im falschen Körper" weiterleben könnte.


Viola
Zitat

RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #37
@Sunburst Ich sollte vielleicht hier noch erwähnen, dass es vielleicht einen sehr großen Unterschied macht wie man von der "Gesellschaft" wahrgenommen wird. Ich sagen mir zwar immer, dass mir die Gesellschaft total egal sein kann, aber ich denke, dass sich da auch viele ein bisschen selbst belügen. Mir ist die Gesellschaft zwar egal, aber in meinem Fall muss ich dazu sagen, dass ich in der Hinsicht vielleicht auch einfach leicht reden habe, da ich nie negative Erfahrungen bisher machen durfte, ganz im Gegenteil. Die Erfahrung haben mich eher noch mehr dazu bestärkt, einfach ich selbst zu bleiben und nicht die Operation zu machen. Man tut das alles natürlich in erster Linie für sich ( Hormone, GaOp), dennoch tut man es indirekt auch um es der Gesellschaft recht zu machen, andernfalls könnte man das ganze auch sein lassen und als Mann durch die Gegend gehen mit den Namen Martina von mir aus. Ich bin auch nicht 100% davon gefeit, sonst würde ich nicht die Hormone nehmen, den ich denke ich würde mich auch ohne ganz wohl fühlen, allerdings gefallen ich mir in meinen Körper so wie ich bin und wenn es meinen Mitmenschen auch gefällt ist das auch okay. Es ist schön "Frau" zu sein und ich fühle mich wohl damit, allerdings wenn es irgendwann die Gesellschaft schaffen würde nicht mehr in Rollenbildern zu denken, könnte ich mir auch sonst irgendwas vorstellen. Das wird aber wohl noch Generationen dauern. Big Grin Glaub mir es ist eigentlich total egal wer oder was du bist, so lange du einfach Mensch bist. Smile
Zitat

RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #38
(17.04.2018, 17:22)Reva schrieb: Ich sollte vielleicht hier noch erwähnen, dass es vielleicht einen sehr großen Unterschied macht wie man von der "Gesellschaft" wahrgenommen wird.

... und wie man damit umgeht...

Zitat:Ich sagen mir zwar immer, dass mir die Gesellschaft total egal sein kann, aber ich denke, dass sich da auch viele ein bisschen selbst belügen.

Ein realistischeres Bild davon, wie jemand zur Gesellschaft so allgemeinhin steht, kann man wahrscheinlich nur dann gewinnen, wenn man auch Einblicke in ein paar andere Lebensbereiche hat, wie es dort so darum bestellt ist.

Zitat:Mir ist die Gesellschaft zwar egal, aber in meinem Fall muss ich dazu sagen, dass ich in der Hinsicht vielleicht auch einfach leicht reden habe, da ich nie negative Erfahrungen bisher machen durfte, ganz im Gegenteil.

Gut für Dich! Smile

Eigenartigerweise bin ich auf genau gegenteiligem Wege dahin gelangt. Ich wäre so oder so ausgegrenzt gewesen, hätte in der Hinsicht nichts zu gewinnen gehabt (und auch nichts zu verlieren).

Hätte ich mich anzupassen versucht (wie auch immer, was ja auch noch so eine Frage gewesen wäre...), hätte ich mich doch nicht plötzlich besser mit irgendwelchen Leuten verstanden. Ganz im Gegenteil wäre Selbstverleugnung doch die endgültige Festschreibung der Tatsache gewesen, daß wir nie je eine Chance gehabt hatten, uns zu verstehen.

Zudem sollte eine Gesellschaft, die es nicht sehr gut mit mir gemeint hat, sich nicht einzubilden, daß ich ihr dafür auch noch hinterherliefe  Angry  Aber vielleicht war ich nur umso verzweifelter.

Zitat:Die Erfahrung haben mich eher noch mehr dazu bestärkt, einfach ich selbst zu bleiben und nicht die Operation zu machen. Man tut das alles natürlich in erster Linie für sich (Hormone, GaOp), dennoch tut man es indirekt auch um es der Gesellschaft recht zu machen, andernfalls könnte man das ganze auch sein lassen und als Mann durch die Gegend gehen mit den Namen Martina von mir aus. Ich bin auch nicht 100% davon gefeit, sonst würde ich nicht die Hormone nehmen, den ich denke ich würde mich auch ohne ganz wohl fühlen, allerdings gefallen ich mir in meinen Körper so wie ich bin und wenn es meinen Mitmenschen auch gefällt ist das auch okay. Es ist schön "Frau" zu sein und ich fühle mich wohl damit

Klar, letzteres ist bei mir dasselbe Smile

Was die GA-OP anging, war das bei mir aber noch nicht so ganz alles. Ich hatte da schon so meine Wünsche, wie mein Liebesleben aussehen sollte Shy Ich hätte nur verrückt sein müssen, meine sexuellen Phantasien mit allen möglichen Leutchen zu diskutieren (und Psychos schon gleich gar nicht... Die waren aber auch nicht allzu neugierig. Wahrscheinlich gehörten die zu den vielen Leuten, die mir einfacherweise irgendetwas unterstellten...). Ich gehörte nun auch nicht zu den Transmenschen, die sich selbst nicht anfassen konnten, geschweige sich anfassen zu lassen. Asexualität war für mich nie eine Option. Und ich bin auch nicht gerne alleine (nur wenn es gerade mal wieder heftigen Ärger gab, mag das zeitweise als das kleinere Übel erscheinen).

Natürlich wußte ich vor der GA-OP sehr wohl, daß ich nicht wissen konnte, wie sich das hinterher anfühlen würde, aber zurückhalten konnte mich das dennoch nicht. Mag sein, ich hatte zum einen Glück, zum anderen mögen auch bestimmte Einstellungen eine Rolle spielen, daß es sich besser anfühlte, und auch der Sex besser war.

In der Rückschau sieht das leicht so aus, als sei alles geradezu zwangsläufig bei mir darauf hinausgelaufen. Aber ich hätte durchaus ganz schrecklich scheitern können. Wenn ich gewußt hätte, wie ich mir das hätte ersparen können, hätte ich nichts dagegen gehabt, wenigsten einmal ernstlich darüber nachzudenken... Ich wäre zudem oft lieber meiner eigenen Wege gegangen, anstatt mir etwas aufschwatzen lassen zu sollen, was für mich dann doch ganz schnell anders darstellte. Geschweige mich in meiner jugendlichen Verunsicherung auch noch einschüchtern lassen zu sollen.

(Nur der Name "Martina" hätte zu mir echt nicht gepaßt).

Zitat:allerdings wenn es irgendwann die Gesellschaft schaffen würde nicht mehr in Rollenbildern zu denken, könnte ich mir auch sonst irgendwas vorstellen. Das wird aber wohl noch Generationen dauern. :Big Grin:

Meine Vorstellungsgabe ist leider nicht so ausgeprägt Shy

Ich habe mich irgendwie daran gewöhnt, daß viele Leute so denken, bzw. früher war das noch viel extremer. Da dachten manche, würde "die Gesellschaft" mehr Variation tolerieren, würde sich etwas wie Transsexualität erübrigen. Nur der praktische Nutzen solcher Utopien hät sich dann doch in Grenzen. Außerdem, wenn schon Toleranz, warum sollte ich die als Transsexuelle nicht auch genießen dürfen?

Wäre ich unter anderen Umständen aufgewachsen, hätte ich schon gesehen, was ich daraus hätte machen können.

Ich finde es schon schwer genug, mir vorzustellen, wie das wäre, wäre ich 40 Jahre jünger. Aber auch auf dieses Problem dürfte die Lösung sein, daß dann mein Leben in viel umfassender veränderten Kontexten stattgefunden hätte. Das ist viel zu viel, um das überhaupt erfassen zu können.

Zitat:Glaub mir es ist eigentlich total egal wer oder was du bist, so lange du einfach Mensch bist. :Smile:

Ja... vielleicht... wäre zumindest schön... Smile

Unbefangen zu sein fällt mir dennoch sehr schwer, nachdem mir zu viele Leute erzählt haben, Psychos hätten sie einzuseifen versucht, ob sie denn nicht auch vorstellen könnten, "einfach nur als Mensch leben". Natürlich war da "Mensch" gleich "Mann" zu lesen. Bei mir haben sie solche Touren aber nicht versucht. Wahrscheinlich war ich ein viel zu hoffnungsloser Fall Rolleyes

Umgekehrt hat vieles an Homo- und Transphobie tatsächlich sehr unmenschliche Züge. Und leider heilt Zeit doch keine Wunden.



(17.04.2018, 13:43)Viola_ schrieb: Ich bin mittlerweile 26 Jahre alt. Von meiner Transidentität weiß ich eigentlich schon sehr lange, auch wenn ich nicht immer ein so Aussagekräftiges Wort, wie dieses dafür hatte.

Oh, wirklich? .... Da bin ich 34 Jahre älter als Du (und damit gewißlich keine Digital Native), und ich kannte schon in meiner Kindheit und Jugend eine ganze Menge Wörter Shy Nur wie aussagekräftig die waren, mag man tatsächlich kritisch sehen.

Offengestanden habe ich bis heute keine Theorie, die zu meiner Praxis paßte. Aber das ist nicht schlimm Shy

Zitat:Etwa im Alter von 19 als ich das erste Mal dann wirklich alleine auf beiden Beinen stand, hab ich für mich damals versucht herauszufinden, was der beste Weg für mich ist.
Ich bin damals zu dem Entschluss gekommen, keine HRT machen zu wollen. Einfach aus dem Grund, weil ich irgendwie "Angst" davor hatte. Ich wollte nicht mein Leben lang irgendwelche Hormone / Blocker oder was auch immer zu mir nehmen (Ich mag schon keine Kopfschmerztabletten).

Es kommen v.a. merkliche körperliche (und auch psychische) Veränderungen auf einem zu, selbst wenn man sich die gewünscht hat. Da kann schon gut Raum für Ambivalenzen sein.

Zitat:Die letzten Jahre hatte das soweit auch ganz gut funktioniert, bin jetzt aber irgendwie reifer und vor allem weiß ich mittlerweile wirklich was ich will; und hab mich jetzt doch noch umentscheiden.
Vermutlich ist mit ein Grund dafür, dass sonst irgendwie alles so läuft, wie ichs mir Vorstelle

Da magst Du recht haben. Mit 26 steht man in den meisten Fällen doch schon ein bißchen gefestigter im Leben als noch mit 19.

Zitat:aber ich denke auf jeden Fall schon, dass man ohne Probleme und vor allem Glücklich "im falschen Körper" weiterleben könnte.

Hmm... vielleicht nicht gerade, wenn man das als "falsch" empfindet. Da war die Ausgangsfrage des Threads wohl ein bißchen unglücklich verpackt.
என் வழி தனி வழி.
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