Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #41
(08.07.2018, 13:17)Sunburst schrieb: Bei Wörtern wie "Bestückung" möchte ich nur noch weglaufen Sad

Es tut mir leid, daß es hier offensichtlich zu Mißverständnissen gekommen ist. Ich habe kein Problem mit egal ob Trans- oder Cis-Jungs/Männern und deren Körpern, sondern mit Redensarten, die ich als abschätzig empfinde. Egal ob die andere als "normal" erachten.

Und es gibt leider eine ganze Menge recht häßlicher Wörter, um Jungs durch den Kakao zu ziehen. Immerhin geht es da um recht sensible Körperteile.

Nebenbei war ich als Teenie nicht "gut bestückt", und ich fand es total ätzend, was ich mir deswegen alles anhören sollte. Dabei gab es mit dem Sex gar keine Probleme. Ok, also jedenfalls mit dem Sex, den ich haben wollte Blush
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #42
Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?

Ich kann nur für mich selbst sprechen.
Ja eine Zeitlang mag das klappen aber das Wissen in einem Gefängnis zu stecken, falsch zu sein, es ändern zu wollen, der wird nie weggehen, man kann es eine Zeitlang unterdrücken aber es wird immer durchbrechen und meist ein schlimmeres Erleben mit sich bringen als davor. Ich bin jetzt 36, merkte als Kleinkind schon das was nicht mit mir stimmte, mit 9 war es mir klar was es ist, mit 12 wollte ich schon kein Junge mehr sein und habe alles an mir gehasst was auch nur im Ansatz männlich ist, mit 16 warf mich die Pubertät in tiefste Depressionen und brachte den ersten Suizidversuch mit sich, die Qualen wurden über die Jahre immer extremer und dennoch habe ich geschwiegen, gegen mich selbst gekämpft, das gipfelte in mehreren Selbstmordversuchen, Selbstverletzungen und sogar den Versuch mich unten herum selbst zu verstümmeln, nur die Angst davor das es meine Eltern zu sehr schmerzen würde mich so vorzufinden hat den letzten Versuch in diesen Bereich gerade noch verhindert. Ich habe versucht als Mann zu leben, ich schaffe es aber nicht mehr, ich halte es nicht mehr aus und will nicht mehr denn es macht mich krank und bringt mich auf Raten um, daher werde ich nun alles versuchen um endlich der Mensch zu werden der ich immer war auch wenn ich richtig Angst vor meinen Umfeld, Jobverlust, Verlust des Eigenheims, Verstoßung durch die Familie etc. habe. Geoutet bei meiner Mutter bin ich erst 6 Wochen, ich habe dieses Jahr zu oft versucht mir was anzutun, also zwang ich mich nun endlich dazu es ihr zu sagen. Ich finde die Antwort lautet, wer man wirklich ist wird man niemals dauerhaft unterdrücken können, ich konnte es jedenfalls nicht. Es hätte mich fast umgebracht.
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #43
In erster Hinsicht finde ich das die Frage recht leicht beantwortet werden kann wenn man das richtige Mindset anwendet. Vergebt mir falls ich also ein paar References aus Naruto anwenden muss xD
Mir fällt selbst immer wieder auf wie leicht das leben eigentlich sein kann wenn man das schätzt was man hat. Jeden Abend mache ich seit 3 Wochen eine Stolzheitsübung, das ich mir selbst vorsage worauf ich stolz bin was ich am Tag erreicht habe und auf das was ich bin. Würdest du dir zbs. selbst vorsagen das der Körper den du hast etwas gutes ist. Nicht in das mindset abdriftest zu denken " Das ist doch nur Schönrederei und Unterdrückung " sondern du dich WIRKLICH so angenehm fühlst wie du bist kann auf einmal der " falsche " Körper der richtige sein. Naruto hat zum beispiel auch seinen Inneren Demon nicht vernichtet, sondern sich mit ihm angefreundet und herausgefunden das es GUT ist ihn in sich zu tragen, weil er eine gigantische mentale Kraftquelle sein kann.

Es ist jetzt nicht der fall das ich dir eine OP abreden will, wollte dich nur darauf aufmerksam machen das das sozusagen nicht " der einzige Weg " sein muss =)
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #44
(14.08.2018, 21:23)Emir schrieb: Vergebt mir falls ich also ein paar References aus Naruto anwenden muss xD

Dieser Naruto -?

Zitat:Mir fällt selbst immer wieder auf wie leicht das leben eigentlich sein kann wenn man das schätzt was man hat.

Du magst Dich glücklich schätzen, wenn dem so ist.

Etwa mir persönlich würde das nichts nützen. Ich habe eher ein Problem damit, was ich einmal in meinem Leben hatte, aber dann verloren habe, dafür dann mit Dingen konfrontiert war, die zu wollen ich schon komplett wahnsinnig hätte sein müssen.

Gut, ich könnte auf einer Metaebene sagen, was ich habe (und was mich gerettet hat), ist die Fähigkeit, radikal kompromißlos meinen eigenen Weg zu gehen. (Von meiner Psyche her hätte ich auch Einsiedlerin werden können.)

Aber das ist hart an der Grenze zum Zynismus. Und viele Leute werden das nicht gerne hören.

Wobei ich selbstredend die erste wäre, die anzuerkennen bereit wäre, daß "spirituelle" Erfahrungen sehr hart ausfallen können. Man sehe mir nach, wenn ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen denken muß, die meisten Europäer können mit sowas nicht wirklich umgehen.

Zitat:Würdest du dir zbs. selbst vorsagen das der Körper den du hast etwas gutes ist. Nicht in das mindset abdriftest zu denken " Das ist doch nur Schönrederei und Unterdrückung " sondern du dich WIRKLICH so angenehm fühlst wie du bist kann auf einmal der " falsche " Körper der richtige sein.

Ich hatte schonmal durchblicken lassen, daß ich dualistische Denkformen wie richtig/falsch, gut/böse etc. als nicht sehr glücklich erachte.

Und zwar egal ob in den Händen von TS oder Psychos.

Zitat:Es ist jetzt nicht der fall das ich dir eine OP abreden will, wollte dich nur darauf aufmerksam machen das das sozusagen nicht " der einzige Weg " sein muss =)

Eigentlich ist es ja schon etwas eigenartig, daß in diesem Falle anscheinend keiner außer meiner unbedeutenden Nichtigkeit so viel Sinn für Dialektik aufbringt Blush Auf meiner Seite steht schon für den Anfang mal, daß es schlichtweg nicht meine Art war, meinen OP-Wunsch allzu nachdrücklich vorzutragen. Ich mache auch sonst nicht viele Worte. Wenn man nicht versteht, daß mir etwas dennoch absoluter Ernst sein kann, dann kommt man bei mir nicht weit.

Warum selbst nachträglich so viele Leute in Frage stellen wollen, ob das denn sein "mußte", verstehe ich nicht. Die OP war doch nichts, woran ich hätte leiden müssen Facepalm Aber ich wünschte, auch nur irgendjemand hätte sich stattdessen mal Gedanken darüber gemacht, welchen homo- und transphoben Anfeindungen ich ausgesetzt war.

Aber ich fürchte, es gilt als "sozial akzeptabel", Leute bis zum totalen Terror unter Druck zu setzen.

Das kam nur bei mir völlig anders an. Ich hätte mir nie und nimmer eingebildet, wenn ich mich zu Selbstverleugnung manipulieren ließe, würden diese Gender-Nazis urplötzlich meine Freunde. Im Gegenteil, wir waren fertig miteinander.

Abgesehen davon hätten die immer noch viel zu viele "Gründe" gehabt, mich nicht zu mögen. Von meiner Art zu denken über meine Art, mit allem möglichen umzugehen, bis zu Hautfarbe (und sonstigem Aussehen). Das war eine absolute Inkompatibilität, da "paßte" rein gar nichts zusammen.
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #45
Emir, das was du sagst habe ich mehr als drei Jahrzehnte geradezu verzweifelt versucht aber ich habe mich damit mehr geschadet und selbst kaputt gemacht als alles andere. Das alles ist gut, alles wird gut, ich mag mich selber, ich muss mich selber mögen, ich muss mich so akzeptieren wie ich bin, mein Körper ist gut so wie er ist, es ist richtig wie ich bin, ich muss ein Mann sein, ich bin ein Mann etc. hat bei mir jedenfalls meine Seelenqualen nur immer weiter vertieft aber nicht lindern können.
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #46
Da kann man sich so "schön" im Kreis drehen: "Ich hab's doch schon versucht." – "Jaahaaa, aber hast du es denn auch richtig versucht?"

Da komme ich mir vor wie so ein dummes kleines Kind. Fehlt nur noch: "Du hättest dir doch nur ein kleines bißchen mehr Mühe geben müssen!"

Kein Wunder, wenn ich irgendwann gar nichts mehr sage Shy
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RE: Kann man mit dem falschen Körper weiterleben?
Beitrag #47
Ja das sind dann die Antworten die man erhält.
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