Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #11
(30.07.2018, 23:51)Roswitha schrieb: [hier gekürzt, Unterstreichung von mir]
Und ihr macht hier "mimimi" über eine Formulierung, die nun einmal in dieser Art derzeit noch gemeinhin in den Köpfen der Mehrheit der Bevölkerung drin ist.
Bewirken tut dies nur, dass sich diverse Stockkonservtive in der Trottelpresse dahingehend äußern, dass die Trans* Community samt und sonders eh was an der Waffel hat.
Das sind Nebenschauplätze und Zünden von Nebelgranaten! Wirklich wichtige Themen, wie Erweiterung von notwendigen Therapien und  Leistungen, sind dann lediglich noch weißes Rauschen in einer, so nicht nötigen, Diskussion um Begrifflichkeiten, die letzlich nur für Insider relevant sind.
Ich stimme Roswitha da voll und ganz zu!
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RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #12
(01.08.2018, 22:08)Mike-Tanja schrieb: Ich stimme Roswitha da voll und ganz zu!


Facepalm
Salmei, Dalmei, Adomei!
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RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #13
(30.07.2018, 23:51)Roswitha schrieb: ... Wirklich wichtige Themen, wie Erweiterung von notwendigen Therapien und  Leistungen, sind dann lediglich noch weißes Rauschen in einer, so nicht nötigen, Diskussion um Begrifflichkeiten, die letzlich nur für Insider relevant sind.

Ich kann Rosi nur hier, tw, beipflichten. Natürlich ist den "Köpfen der Mehrheit" dieses ganze "Gender-Gedöns" teilweise zuwieder und die meisten Leute nervt es tatsächlich ("weißes Rauschen"), wenn darüber regelmäßig in den Medien berichtet wird, egal ob nun "politisch" und/oder "biologisch" korrekt - oder dieses eben nicht.

Dennoch müssen die Dinge beim Namen genannt werden. Ein Chihuahua und ein Bernhardiner haben nun mal andere (Lebens-) Bedürfnisse als ein Hüte- und Treiber- aka Schäfer-Hund etc pp. Man kann diese unterschiedlichen Ausprägungen einer (Säuger-) Familie nicht gleich behandeln, sonst bleibt der eine und andere "Ausreißer" auf der Strecke.

Die "Köpfe der Mehrheit" sind nun mal durch die Medien korrekt zu informieren, auch wenn die diesen Auftrag nicht oder nur tw beherzigen. Sei es nun aus Bosheit, Schlagzeilen-Geilheit oder einfach Unverständnis. Das müsste eigentlich den Medien und nicht Userinnen dieses Forums vorgehalten werden...

Kleine Zeitung (Artikel war wohl in der Kärnten-Ausgabe):
https://www.kleinezeitung.at/service/unt...ktadressen
https://www.facebook.com/kleinezeitung/
https://twitter.com/kleinezeitung



Der Angela wünsch ich übrigens alles Gute, wär ja tatsächlich eine Sensation, wenn sie Miss Universe würde Grin2
[Bild: avatar_202.jpg] „NATSUME! NATSUMEe! NATSUMEee!“ — Nyanko-Sensei en.wikipedia.org/wiki/Natsume%27s_Book_of_Friends
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RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #14
Zitat:Bewirken tut dies nur, dass sich diverse Stockkonservtive in der Trottelpresse dahingehend äußern, dass die Trans* Community samt und sonders eh was an der Waffel hat.

Und glaubt ernsthaft wer, dass daran irgendetwas (zB das stillschweigende Akzeptieren falscher Fremdzuschreibungen) etwas ändern könnte? Grin2
Das Leben ist eine Komödie und wir sind die Clowns.
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RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #15
Und da wären wir wieder mal.
 (c  ..)~          Heart          \(._.  D)

E   L   E   F   A   N   T   E   N  L   I   E  B  E

t  ö  t  e  t   F  a   s   c  h   i   s   m   u   s
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RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #16
Wenn sich jemand so tief in eine breite Öffentlichkeit hinauswagt, dann kann si/er gar nicht einmal mehr überblicken, was dort so alles vor sich gehen wird. Und doch gibt es immer wieder Leute, die davon arglos überrascht werden.

Für Cis-Ideenwelten sollte man sich von mir nicht allzu viel Verständnis erwarten. Wieso nicht gleich: "Kuck mal die da, die ist eigentlich ein Mann.", oder: "Die S. ist so 'ne Umoperierte." Rolleyes

Immerhin bin ich in der bequemen Position, Leute, die mich nicht mögen, meinerseits auch nicht mögen zu müssen Big Grin

Abgesehen davon, wenn jemand glaubte, ich müsse mich doch residual wenigstens noch so ein bißchen wie ein Junge/Mann verhalten, dann war ich für solche Kandidaten immer nur ein äußerst bittere Enttäuschung. Selbst dran schuld Tongue

Wie das mit den Körpern und Seelen so ist, sollten wir eigentlich besser wissen können.

Was ich wirklich unverschämt finde, ist wie manche Leute glaubten, über mein Allerheiligstes herumschwadronieren zu dürfen.
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RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #17
(02.08.2018, 06:29)Bonita schrieb: [hier gekürrzt]

Dennoch müssen die Dinge beim Namen genannt werden. [hier auch gekürzt]

Die "Köpfe der Mehrheit" sind nun mal durch die Medien korrekt zu informieren, auch wenn die diesen Auftrag nicht oder nur tw beherzigen. Sei es nun aus Bosheit, Schlagzeilen-Geilheit oder einfach Unverständnis. Das müsste eigentlich den Medien und nicht Userinnen dieses Forums vorgehalten werden...
Die Dinge sollen/dürfen/müssen beim Namen genannt werden.

Das Problem ist aber, dass

  1. schon wir uns oft nicht darüber einig sind, wie der "Name" lautet, und
  2. die Gruppe der Trans-Menschen aus meiner Sicht ein unglaubliches Maß an Energie (und politischem Kapital) dafür verschwendet, sich wegen solcher Fragen zu alterieren und untereinander zu balgen und zu befetzen.

Ich verstehe nur beschränkt, warum. Meine gängigste These ist, dass es Machtspiele sind, bei denen es darum geht, die Kontrolle über die Sprache und damit über "den Diskurs" zu erringen. Nur, wer die richtigen Begriffe nennen kann, darf überhaupt mitreden.

Und was war jetzt eigentlich gleich noch einmal das Thema? Blush
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RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #18
(02.08.2018, 18:07)Mike-Tanja schrieb: Die Dinge sollen/dürfen/müssen beim Namen genannt werden.

Das Problem ist aber, dass

  1. schon wir uns oft nicht darüber einig sind, wie der "Name" lautet, und
  2. die Gruppe der Trans-Menschen aus meiner Sicht ein unglaubliches Maß an Energie (und politischem Kapital) dafür verschwendet, sich wegen solcher Fragen zu alterieren und untereinander zu balgen und zu befetzen.

Ich verstehe nur beschränkt, warum. Meine gängigste These ist, dass es Machtspiele sind, bei denen es darum geht, die Kontrolle über die Sprache und damit über "den Diskurs" zu erringen. Nur, wer die richtigen Begriffe nennen kann, darf überhaupt mitreden.

Und was war jetzt eigentlich gleich noch einmal das Thema? Blush

So, nun mal Schluss mit lustig (und ich habe mich WIRKLICH bemüht, selbiges auf humorvolle Art zu kommentieren).

Ich denke sehr wohl, dass die Betroffenen in dieser Situation ganz genau wissen, als was und wen sie sich bezeichnen. Eine Uneinigkeit wird in allererster Linie durch Beiträge wie die deinen oder auch solche wie den von Roswitha in dieses, ich nenne es ma imaginäres, Schlachtfeld geführt.

Was hier kritisiert wurde ist die Aussage, dass eine Frau als Mann geboren wurde, was einfach sachlich nun mal falsch ist. Das hat nichts mit Kontrolle über Sprache zu tun!!!

Und anderen "Machtspiele" zu unterstellen halte ich für noch absurder, da dies aus einer Richtung kommt, die dieses Verhalten hier so dermaßen offenkundig zelebriert, dass man sich wirklich ernsthaft fragen muss, ob du überhaupt etwas verstanden hast. "Nur wer die richtigen Begriffe kennt, kann überhaupt mitreden."??? Warum schreibst ausgerechnet du (Verzeihung, Ihr, Sire...) denn dann überhaupt zu diesem Thema? Ich könnte mir auch ein Kleid anziehen und behaupten, ich wüsste ganz genau, worum es geht und was eine Frau zu sein hat. Aber das tue ich nicht, ich wäre dann nämlich auch nicht mehr, als ein Kerl im Fummel...

Ach ja, und Thesen sind keine Beweise...
Salmei, Dalmei, Adomei!
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RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #19
(02.08.2018, 19:12)KosmicBlues schrieb: ... "Nur wer die richtigen Begriffe kennt, kann überhaupt mitreden."??? Warum schreibst ausgerechnet du ... denn dann überhaupt zu diesem Thema? ...

KosmicBlues,
auf transgender.at durften bisher schon immer alle Trans* und Angehörige bzw Freunde/Liebende mitmachen und mitreden. Also ein/e TV/CD darf auch zu TS-Themen schreiben, genauso wie ein/e TS zu TV/CD-Themen die Meinung äußern darf - alles halt immer im Rahmen der (Netikette- bzw Foren-) Regeln.

Dass sich dabei immer wieder mal die eine Gruppe über divergierende Meinungen einer anderen aufregt, ist nichts Neues - das ist schon so, seit es auf transgender.at möglich ist, miteinander zu diskutieren (Mailingliste, Chat, Forum).

Tanjas These ist nicht ganz unrichtig, manche Vertreter einer Gruppe sind oft der Meinung, ihre wäre "wahrer (richtiger)" als jede andere; Manchmal stimmt das, manchmal nicht - und die Debatte (ein Streitgespräch) ist gezündet...
[Bild: avatar_202.jpg] „NATSUME! NATSUMEe! NATSUMEee!“ — Nyanko-Sensei en.wikipedia.org/wiki/Natsume%27s_Book_of_Friends
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RE: Artikel über Trans-Frau Angela Ponce in der Kleinen Zeitung
Beitrag #20
(02.08.2018, 18:07)Mike-Tanja schrieb: ... Das Problem ist aber, dass
  1. schon wir uns oft nicht darüber einig sind, wie der "Name" lautet, und
  2. die Gruppe der Trans-Menschen aus meiner Sicht ein unglaubliches Maß an Energie (und politischem Kapital) dafür verschwendet, sich wegen solcher Fragen zu alterieren und untereinander zu balgen und zu befetzen.

Ich verstehe nur beschränkt, warum. Meine gängigste These ist, dass es Machtspiele sind, bei denen es darum geht, die Kontrolle über die Sprache und damit über "den Diskurs" zu erringen. Nur, wer die richtigen Begriffe nennen kann, darf überhaupt mitreden.
Naja, kommt halt auf die jeweilige Trans*-Gruppe an - ein/e TS hat wohl ein dringlicheres Bedürfnis, dass korrekt mit ihr/ihm bzw über sie/ihn als Person gesprochen/geschrieben wird, als ein/e TV/CD;

Um "Machtspiele" gehts da eher weniger, zumindest nicht aus der TS-Ecke, mbMn;

Wenn Du zB im Geschäft als Mike stehst möchtest Du nicht als Tanja angesprochen werden, als Tanja eher nicht als Mike; Es könnte Dir vielleicht sogar egal sein, wie mit Dir bzw über Dich gesprochen wird;

Einer transsexuellen Person ist das idR nicht egal, es ist sogar ein spezifisches Merkmal dieses Zustandes, korrekt angesprochen zu werden, um Leiden zu mindern bzw aufzulösen...


Dass es keine Einigkeit über Begrifflichkeit gibt, ist aber nicht alleine Schuld von Betroffenen, eher im geringeren Maße, btw; Gibt ja alsbald wieder eine neue "internationale" Bezeichnung (die ja auch äh dings ist)...

(02.08.2018, 18:07)Mike-Tanja schrieb:
Und was war jetzt eigentlich gleich noch einmal das Thema? Blush
Erstmals nimmt eine Frau mit transsexuellem Hintergrund an der Miss Universe Wahl teil. Und der Medien-Artikel eines konservativen ö Verlages. Und wie Cis* und Trans* über Trans* reden/schreiben sollten, vor allem außerhalb einem Forum wie diesem hier (ja, eh, war jetzt keine Antwort an Dich, sondern allgemein gedacht  Wink2 )...
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