TG, TS, TI, Körper, Gehirn und Seele
RE: TG, TS, TI, Körper, Gehirn und Seele
Beitrag #68
Rainbow 
(09.10.2018, 06:35)Patricia1975 schrieb:
Im Grunde diskutieren wir auch noch deswegen rum, weil wir noch immer ein Fünkchen Heteronormativität in uns tragen. Wir müssten auch dieses noch auflösen und alles was wir denken völlig neu definieren.

ist mit "auflösen" die definiton von hetero gemeint oder der punkt, es als normativ zu betrachten? (daraus dann resulierend, das alles andere unnormal/minderwertig zu sein hat.)
wenn denn die normativität gemeint ist, die wir (unterstellterweise) noch immer in uns tragen... es muß ja nicht einmal ablehnend begründet sein. es reicht ja schon aus, wenn homo-paare als auffälliger wahrgenommen werden wie hetero-paare, egal, ob aus (offener/versteckter) ablehnung heraus oder auch aus freude darüber, das sie ihre zuneigung genauso zeigen wie alle anderen auch. der punkt ist... solange es mir nicht genauso gleichgültig ist wie die hetero's auch, solange ist in meinem kopf noch eine differenzierung aufgrund von sexualisierten vorstellungen drin. egal, ob ab-oder aufwertend begründet, was nichts an der diskriminierenden differenzierung ansich ändert.
 
wenn denn hetero ansich gemeint ist...
es wäre irgendwie seltsam, wenn eines nachts eine regenbogenfee auf einem einhorn durch die nacht reitet und die welt mit feen-staub eindeckt. wodrauf hin am näxten morgen die menschheit pansexuell ist. nicht, das ich was dagegen hätte.  Tongue
 
jedem seine vorlieben/abneigungen, seltsam wird es für mich nur, wenn allein aufgrund des geschlechts sexuelle/erotische erfahrungen von vornherein ausgeschlossen werden. mir fällt grad kein wort dafür ein... hmm, vielleicht dogmatisch? und ich behaupte einfach mal, ganz ketzerisch, das sexuelle/erotische erfahrungen mit jedem (geschlechtlich un/kategorisierten) körper möglich sind, meinetwegen auch mittels spielzeugen. ob man aber gewillt/in der dazu lage ist, sich darauf einzulassen... das ist dann die zweite frage. die berühmten mauern im kopf.
(09.10.2018, 06:35)Patricia1975 schrieb:
Ich habe mich von dieser patriachalen Schwanz-Fixierung gelöst und aus. Eine weitere Body-Modification ;-)

ich finde es gruselig, wenn eine ablehnung gegen irgendwas auf symbole projiziert wird und diese dann zu verdammen. es ändert nix am problem ansich, was hier wohl den namen "männer" trägt. wobei... auch das wieder nur ein pauschalisierender sammelbegriff ist. im grunde geht es nicht um männer, sondern um verhaltensweisen, die mehrheitlich von ebenjenen zur schau getragen werden. wenn man von männern spricht, dann spricht man von fast der hälfte der menschheit und all denen ein arschloch-verhalten zu unterstellen ist doch arg verallgemeinernd. nixdestotrotz... wird es schwer, zu relativieren, das ca. 95% der registrierten gewaltverbrechen von männern ausgeübt werden. weltweit. bei ca. 50% bevölkerungsanteil... und das mit irgendwelchen biologischen faktoren, genen oder was auch immer zu begründen, würde bedeuten, das all diese typen ja nichts für ihr verhalten können. vielleicht sollte man noch mitleid haben? Devilish bleibt noch der faktor "sozialisation", welcher... menschengemacht ist.
(09.10.2018, 01:28)Bonita schrieb:
Das alles ist zumindest zur Hälfte genetisch {voller Artikel hier} angelegt; Dann käme noch der intrauterine Einfluss (zB hormoneller Natur) auf körperliche Anlagen zum Tragen, also zB Genitalien werden noch vor dem Gehirn (unserem eigentlichen bzw größten Sexualorgan) gebildet, tatsächlich beides unabhängig voneinander - weil zu unterschiedlichen Zeiten; Manchmal durch "entgegengesetzte" Hormone, so dass das Gehirn "anders tickt" als der restliche Körper (wo wir dann wohl von is/ts, nb/gf etc pp sprechen);

hach, da ist er wieder, der versuch, die biologie des menschen für ausgedachte geschlechtsbegriffe zu vereinnahmen. das es keine zwei menschen gibt, die identisch sind oder vom verlauf ihrer entwicklung her waren, wen interessierts...
all diese versuche müssen neu definiert werden mit jeder geschlechtsschublade, die dazu kommt oder wegfällt. wenn es irgendwann mal 99 sein sollten, spätestens DANN sollte bemerkt werden, das geschlecht sich biologisch nicht definieren läßt, ohne andere mit der jeweils aktuellen definition auszuschließen. was das wesen einer definition ist. es läßt sich schon definieren, nur würden es die meisten menschen wohl nicht gerne hören. aber z. b. die kath. kirche macht schon recht deutlich, was es mit m/w auf sich hat. das inter dabei die existenz abgesprochen wird... kollateralschäden... ^^
und was den zeit-online artikel betrifft... ich kann ihn leider nicht aufrufen, aber wenn ich raten müßte... er disqualifiert sich selbst als fake-artikel, da er davon ausgeht, das es nur zwei geschlechter gibt?
irgendwelche menschlichen veranlagungen bzw. charakterliche eigenschaften oder die biologie geschlechtlich zu kategorisieren oder von ihr herleitungen zu führen... naja, ich mag es mir nicht anmaßen. und kontrollieren/durchsetzen schon gar nicht. Angel2
 
und was das wesen/charakter eines menschen betrifft... es ist das gleiche spielchen wie mit der biologie. DEN einen mann, DIE eine frau, DIE eine inter(person) gibt es einfach nicht. aber gut, es steht jedem frei, nach normierten idealen zu suchen. für manche reichen dafür schon blaue augen und blonde haare aus.  Tongue
 
aber sei es drum, wie wurde vor kurzem in einem thread geschrieben? leben und leben lassen.  Wink
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"Gender/Sex Identity" oder auch:
"Die Geschichte vom Regenbogen, der dachte, er wäre ein Halbkreis...."

Inter/Nonbinary?
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