GAOP - kleine Lösung - Vulvaplastik - Frage
GAOP - kleine Lösung - Vulvaplastik - Frage
Beitrag #1
Hallo, ich hab da eine Frage zum Thema GAOP und hoffe, daß sich wer auskennt oder gar persönliche Erfahrung damit hat.

Ich bin seit 5 Jahren am Weg der Transformation, vor 4 Jahren war die PÄ und Beginn der HRT. Die GAOP ist aber aus verschiedenen Gründen bis jetzt nicht zustandegekommen

Ich fürchte mich auch vor den medizinischen Risiken und Konsequenzen einer kompletten GAOP mit Neovagina. Im Internet hab ich aus DE einige Forenbeiträge gefunden, wo Transfrauen die OP nur mit sog. "Vulvaplastik" und Neoklitoris machen haben lassen, ohne Neovagina bzw. nur mit einer 2-3 cm tiefen, nicht penetrierbaren NV.

Da dauert dann die OP-Dauer nur mehr halb so lang, das Risiko einer Darmverletzung entfällt. Dehnen/Bougieren entfällt auch, wieder zuwachsen kann es auch nicht, plus einige weitere Vorteile.

Gibt es hier jemand, der sowas bereits gemacht hat? Hat jemand anderer hier auch sowas vor? Weiß wer einen Chirurgen, der das auch vernünftig findet und so eine OP machen würde?

Über Feedback würde ich mich sehr freuen!
"Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das höchste Glück auf Erden."
Carl Spitteler, Schweizer Dichter und Schriftsteller, Nobelpreisträger für Literatur 1919
Zitat

RE: GAOP - kleine Lösung - Vulvaplastik - Frage
Beitrag #2
Hallo
Ich hatte seinerzeit auch den Gedanken gehabt , eine kleine Lösung anzustreben.
Jeder Arzt lehnte das mehr oder wenig ab. Auch zu recht , denn keine weiß , wie sich ihre Sexualität nach der GAOp weiter entwickelt.
Sicher kann man in einem weiteren Schritt die Vagina mit Darmhaut herstellen. Es sollte wohl überlegt sein. Stehen gesundheitliche Probleme dagegen oder wenn das Sexualleben abgeschlossen ist, ist das natürlich ein ganz anderer Aspekt.
Es muss auch nicht unbedingt immer dilatiert werden , falls das der Punkt wäre , die Vagina kann man auch nach vollständiger Heilung selbständig verkleinern, indem das dilatieren langsam eingestellt wird.
Die Op selbst ist ist gar nicht so viel weniger invasiv. Eine gewisse Tiefe braucht jeder Doc um kleine und grosse Schamlippen zu kreiren, den Klitoralbereich.
Die Vagina selbst wird heute meist wenig risikoreich stumpf eröffnet.

Finde die für Dich beste Entscheidung.
Lg Mini
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RE: GAOP - kleine Lösung - Vulvaplastik - Frage
Beitrag #3
Mini, das versteh ich nicht.
Was hat eine gewisse Tiefe der Vagina mit der Kreation kleiner und großer Schamlippen zu tun? Ich dachte immer, die werden aus dem Hodensack gemacht.
Weiters, wozu eine Neovagina zuerst herstellen und dann nach vollständiger Heilung verkleinern, indem man das Dilatieren langsam einstellt (im Klartext: zuwachsen lassen)?
Außerdem, wenn die Penishaut übrig bleibt weil sie nicht für die Neovagina gebraucht wird, dann hätte der Chirurg doch mehr "Baumaterial" für die Vulva...

Sexualleben ist zumindest bzgl. Penetration ganz sicher abgeschlossen bei mir, weil ich 1. mit einer anderen Frau verheiratet bin und 2. nicht mehr die Jüngste bin. Wegen Punkt 2 könnte man - denk ich - durchaus von gesundheitlichen Gründen gegen das "volle Programm" sprechen.

LG, A.
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Carl Spitteler, Schweizer Dichter und Schriftsteller, Nobelpreisträger für Literatur 1919
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RE: GAOP - kleine Lösung - Vulvaplastik - Frage
Beitrag #4
N abend
Ich versuche es mal zu erklären, es ist aber nur meine Sichtweise.
Die Anlage des Geschlechtsorganes sollte ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Dazu gehört zur Vulva auch die Vagina.
Die Ergebnisse einer Schattenvagina hatten mich nicht überzeugt.
Das „ Baumaterial“ für die Vulva ist im Normalfall immer ausreichend.
Für die Tiefe wird meist die Hodensackhaut verwendet, in den verschiedensten Formen, je nach Arzt. Es gibt vereinzelt noch die veraltete klassische penile OP , wo nur der Penishautschlauch auf links gedreht invertiert wird.
Dass die Vagina zuwächst konnte ich bei mir nie feststellen, auch wenn ich mal 3 Monate nicht dilatiert hatte.
Sicher schrumpft die Vagina etwas , man wird enger. Mit etwas Arbeit kann man die Tiefe wieder erreichen. Das gelegentliche dilatieren ist für mich eine besondere Zeit , die nur mir und Körperchen gehört. Es löst auch Verspannungen und ich denke das ganze Gesamtbild und Erleben ist danach stimmiger und angenehm. Es ist ja nicht so dass man nur durch die Klit erregt wird , die Vagina ist wenn auch oft erst nach längerer Post OP Zeit, meist auch erregbar.
Und wie geschrieben , bei anderen Mädels war die sexuelle Orientierung danach nicht mehr wie davor.
Durch die Op können sich sehr viele Gedanken und Gefühle ändern.
Gönne dir Zeit bei deinen Überlegungen.
Liebe Grüße
Mini
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RE: GAOP - kleine Lösung - Vulvaplastik - Frage
Beitrag #5
Liebe Antares, da du aus Österreich bist, wird die OP 1. von der KK übernommen bei entsprechenden Gutachten und mit Hilfe des Krankenhauses wo du die OP durchführen lassen möchtest. Ich empfehle Dir das Gespräch mit Dr. Angel mal zu führen und ihm die vorhandenen Gutachten auch vorzulegen. Vor der OP selbst brauchst du keine Angst zu haben. Sie dauert bei ihm im Schnitt 3,5 Std. Er hat auf diesem Gebiet die meiste Erfahrung. Dein Auftrag ihm gegenüber ist nur die bestmögliche gesundheitlichen Voraussetzungen für ihm zu schaffen. Bei seiner "Methode" gibt es kein zusammenwachsen und auch keine nennenswerte Schrumpfung und was viele auch sehr schätzen nur eine geringe Wartezeit. Auch der Aufenthalt im Spital ist mit max 6-7 Tage sehr angenehm. Auch die Betreuung durch die Schwestern ist vorbildlich wenn gleich Sie nicht immer auf die Weisungen des Dr. Angel hören (grins).
Zitat



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