Identitätskrisen
RE: Identitätskrisen
Beitrag #32
(01.09.2012, 15:22)Bonita schrieb: .
Naja,
was ist schon "typisch" Rolleyes
(...)
- fest steht doch, dass jeder Mensch beide Seiten anteilig in/an sich trägt Wink

Typisch, ist dann eben, wenn man nicht zu stark aus dem normalen Rahmen fällt, nicht mit gesellschaftlichen Konventionen kolidiert. Klar, verstößt jeder in seinem Leben irgendwie dagegen. Es ist natürlich ein fließender Übergang, ob man jetzt relativ typisch ist.

(01.09.2012, 15:23)signo schrieb:
(01.09.2012, 15:11)polum schrieb: Vielleicht gibt es noch gar keine Schublade, die dazu passt.

Brauchst eine?

Wenn man in der Gesellschaft ein passendes Umfeld finden möchte, ist es sicherlich nicht verfehlt, wenn bestimmte Schubladen existieren. Ich geh demnächst mal zu einer TS-Selbsthilfegruppe.

(02.09.2012, 00:46)gertrud_desch schrieb:
(01.09.2012, 10:24)polum schrieb: ... jetzt geht es mir schon etwas besser ...
Ich selbst lieg ja mit meinem Geschlechtserleben ziemlich im Clinch. Ich würde mir nie, niemals für die Wirklichkeit wünschen, was ich so zusammendichte. Phantasie und wirkliches Bedürfnis können da ganz weit auseinanderklaffen. Am liebsten würde ich die Geschlechtlichkeit ganz vergessen - so gesehen sind Sie viel gesünder und konstruktiver als ich. Meine Therapeutin sagt, in der Phantasie ist alles erlaubt, aber sie wird mit mir um ein helles, freundliches Bild von Geschlechtlichkeit arbeiten. Sie kennt mich gut, also ihr Wort in Gottes Ohr.


(01.09.2012, 10:24)polum schrieb: Vielleicht gibt es noch gar keine Schublade, die dazu passt.

Wenn man sich gerade aus einer Schublade befreit, die zu eng geworden ist, und sich selbst neu und vielfältiger erlebt, wärs doch auch schrecklich, sofort in ein neues Kasterl eingesperrt zu werden.

Alles Gute!

Tja, wie gesagt, in einer komplexen Gesellschaft versucht man alles irgendwie zu untergliedern, um den jeweils passenden Umgang damit zu finden. Sicherlich ist jeder ein Individuum. Ein TS fühlt sich vielleicht zu 40% als Mann und zu 60% als Frau, der andere 30% zu 70%. Ab welchem Punkt z.B. der Druck zu groß wird, eine Geschlechtsangleichende OP vorzunehmen, muss jeder dann für dich selbst entscheiden.

(02.09.2012, 01:20)(S)andy schrieb:
[Moderationseingriff: Zitat repariert und Quelle ergänzt; Mike-Tanja, 2.9.2012, 07:48 AM]

(02.09.2012, 00:46)gertrud_desch schrieb: Wenn man sich gerade aus einer Schublade befreit, die zu eng geworden ist, und sich selbst neu und vielfältiger erlebt, wärs doch auch schrecklich, sofort in ein neues Kasterl eingesperrt zu werden.

das ist sehr schön ausgedrückt! ich kann es aber auch sehr gut nachvollziehen, dass man sich wünscht in eine schublade zu passen. einfach nur um endlich zu wissen wer/wie man ist. man fühlt sich dann irgendwie mehr zugehörig und weniger allein auf weiter flur.

Genau, man hat eine Gemeinschaft, die relativ gut zu einem passt... natürlich nie zu 100%, da man immer seine individuellen Eigenheiten behält.

(02.09.2012, 12:38)jasminchen schrieb:
(02.09.2012, 01:20)(S)andy schrieb: ... ich kann es aber auch sehr gut nachvollziehen, dass man sich wünscht in eine schublade zu passen...
Ich habe das Problem einfach so gelöst, dass ich für mich ein neues Laderl erfunden habe Smile

Ich gehöre zwar für die allermeisten ins rosa Schachterl, in dem bin ich aber alles andere als der Norm entsprechend. Somit habe ich für mich definiert, dass ich eben Ich bin und mich nicht weiter verbiegen muss, nur damit der Rest der Gesellschaft es mit mir leichter hat.

Wer mit meiner Art nicht kann, muss ja nicht. Wenn Männer vor mir Angst haben, ist das ihr Problem. Wenn meine Arbeitskollegen ihre Witze machen, die mit unter auch sexistisch sind und dann meinen, es ist eine Frau am Tisch, das können wir nicht sagen, ein anderer dann aber sagt: "Erzähl den Witz, es ist ja die Jasmin.", dann zeigt das eben, dass ich eine Schublade für mich alleine habe, was ich auch gut finde.

Rosa Schachtel. Das könnte man dann wieder als übergeordnete Schublade nehmen, für Homos, Bis und Transen. Wenn es dann aber um eine spezifische Behandlung gehen sollte, muss man auch spezifischer werden... . Für den Alltag ist es aber sicher ok.
Zitat



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