Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #171
Tja, ich weiß das aus eigener Anschauung. Es kann ja auch bei hochintelligenten Menschen mal das Schicksal sehr gnadenlos zuschlagen. Leider war unser Verhältnis, gelinde gesagt, sehr einseitig Sigh
I’m cool and I know it.
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #172
(28.07.2018, 07:49)Danielle Jan82 schrieb: Gestern versucht meinen Bruder (hatte zwei, beide jünger, einer ist 2012 getötet worden) versucht zu erklären was los ist mit mir,das ich Depressiv bin ist ihm trotz geistiger Behinderung ja nicht entgangen, Behinderung heißt ja nicht gleich dumm wie das manche "lieben" Mitbürger denken/meinen. Ich war nur geschockt wie mein eigener Bruder über Menschen wie uns denkt, ich meine das er Homophob ist, das wusste ich aber wie extrem Transphob, das wusste ich nicht, laut ihn sind wie nicht einmal Menschen und sind kranker als er, seine Behandlungsvorschläge waren dann echt unter der Gürtellinie. Da ist mir echt die Spucke weggeblieben und da geht das Outing ja echt gut weiter, habe es ihn dann nicht gesagt das er auch über mich dann so denkt und seine Behandlungen auch mich betreffen würden. Hoffentlich läuft das bei  meinen Stiefvater besser ab...

Ach du liebes Bisschen! Erstmal bedeutet "behindert" nicht "krank", das sollte zunächst mal richtig gestellt werden (um welche Art der Behinderung geht es eigentlich bei deinem Bruder?). Mir drängt sich der Verdacht auf, dass er das alles evtl. bloß nachplappert, von wem auch immer... daraus ergibt sich natürlich die Frage, mit was für Leuten er so umgeben ist, die solch eine Scheiße vorbeten...
Dass Menschen so denken ist leider vielerorts immer noch so, das kriegt man auch nicht so schnell wieder raus. Was für "Behandlungsmethoden" er angesprochen hat, kann ich mir in etwa denken, will es aber eigentlich gar nicht wissen. Ich kenne euer Verhältnis auch nicht, weiß auch nicht, wie ich (als Einzelkind) mich verhalten würde. Und wenn du deinen Stiefvater schon erwähnst, wie schätzt du den denn ein?
Nur in einer Welt, die verrückt spielt, sind die Irrsinnigen wahrhaft geisteskrank! (Homer Simpson)
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #173
Er hat eine geistige Behinderung, er selbst bezeichnet seine Behinderung als "Krank sein", für ihn selbst ist es so einfacher die Leute zu erklären was er hat. Er arbeitet in einer Hephatawerkstatt, ich kann mir aber eigentlich nicht vorstellen das dort Leute sein sollen die ihn so was erzählen(beibringen oder besser gesagt ich will es mir gar nicht vorstellen. Ansonsten hat er engen Kontakt zur AFBJ aber ich kann mir auch da niemanden vorstellen von dem er diese Einstellungen haben könnte.

Ich mag ihn zwar, er mich aber nicht allzu sehr, er ist auch Einzelgänger. Das Verhältnis zu meinen verstorbenen Bruder war immer super, zu ihn aber ist es nicht immer so gut wie ich es mir wünschen würde. Ich denke, wenn er weiß was los ist, dann wird er mich fertig machen und wo immer er kann mich fremd outen, er würde mich auch niemals als Frau akzeptieren etc.

Mein Stiefvater ist ziemlich konservativ erzogen worden, genau wie meine Mutter hatte auch er eine furchtbare Kindheit, Emotionen sind daher eher Mangelware. Er liebt mich zwar sehr, zog mich als seinen Sohn auf, tut viel für mich aber ich bin eben auch immer nur sein Junge gewesen. Und auch er hält von Leuten wie uns nicht gerade viel, er hatte vor Jahren auch mal etwas losgelassen, das hatte richtig Panik in mir ausgelöst, ich weiß aber das mein Bruder seine Einstellung nicht von ihn hat, denn wie gesagt. Über so etwas spricht man bei uns nicht, es gab ja nicht mal die typische Blumen und Bienen Aufklärung.

Ich hänge wirklich sehr an meinen Stiefvater, mehr noch als an meine Mutter und das wissen auch beide, ich weiß nicht wie er reagieren wird, ich weiß nur das ich Angst habe, auch weile r nicht sehr gesund ist und Stress mehr als schädlich für ihn wäre. Ich habe Angst er könnte mich hassen, verstoßen, selbst wenn er nur lachen würde, es würde mich zerreißen und den Boden wegziehen. ich weiß nicht ob ich für so was stark genug wäre aber ich weiß auch das ich es nicht bin weiterhin eine Lüge zu leben und ihn etwas vorzuspielen.

Ich habe echt das Gefühl noch den verstand zu verlieren.

Zu meinen leiblichen Vater habe ich keinen Kontakt, will ich auch nicht, der Mann hat mir mehr als genug angetan und ich habe schon viel verdrängen können, die vielen Narben auf meinen Körper überall sprechen aber immer eine stumme Sprache, und für die Verwandten bin ich eh nur Dreck, darum muss ich mich also zum Glück nicht kümmern.

Habe eben auch noch einen Psychologen bei uns in der Nähe angeschrieben der Erfahrungen mit Leuten wie uns hat und ihn um Hilfe gebeten. Ich kann echt nicht mehr, weiß nicht mehr weiter, weiß nicht vor und zurück. Ich hoffe er meldet sich baldig und kann mir irgendeine Hilfe anbieten und wenn es nur Psychopharmaka ist um mich zumindest zu beruhigen.
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #174
(28.07.2018, 16:22)Danielle Jan82 schrieb: ... und wenn es nur Psychopharmaka ist um mich zumindest zu beruhigen.

Wenn du dich abschießen möchtest, gibt es noch andere Mittel und Stoffe. Zu empfehlen ist das alles aber nicht.
"Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken." Dr. Gert Postel

 Ich bin zwar F12.1 , aber deswegen trotzdem nicht ganz dicht. Daydream 
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #175
(28.07.2018, 22:09)Katzenmutti Lydia schrieb:
(28.07.2018, 16:22)Danielle Jan82 schrieb: ... und wenn es nur Psychopharmaka ist um mich zumindest zu beruhigen.

Wenn du dich abschießen möchtest, gibt es noch andere Mittel und Stoffe. Zu empfehlen ist das alles aber nicht.

Liebste Lydia, es ist nicht so das ich das will, ich will das ganz und gar nicht, und das Thema abschießen, ich habe auch mal gesoffen wie ein Loch, mich mit Schmerzmittel zugedröhnt etc., Medikamente wären auch nur die letzte Lösung, für mein Umfeld allerdings wohl eher die Lösung da ich sonst zu viel zerstöre was so mühsam aufgebaut wurde. Vielleicht könnte es helfen, ich selber glaube aber nicht dran und will das nicht über Jahre schlucken müssen nur um mich besser anzupassen und ruhiger zu werden. Für mich kann das nicht die Lösung sein, zumindest nicht auf Dauer. Gut für die Familie wäre es besser da dann alles beim alten Stand bleiben könnte und so die finanzielle Existenz der Familie nicht gefährdet wird, ich könnte so auch meinen Job halten etc.. Es ist nur der Gedanke einer Notlösung, mehr nicht. Ich versuche einfach eine Lösung zu finden, vielleicht kann es eine sein, vielleicht auch nicht, drüber reden sollte ich aber vielleicht. Müsste ich nicht auch an andere denken, diese Lösung wäre für mich ein absolutes No-Go aber so muss ich es in Betracht ziehen, auch wenn mir der Gedanke daran auf gut Deutsch gesagt, anwidert. Wäre ich ohne Pflichten, ich wäre meinen Weg schon vor vielen Jahren gegangen, so aber habe ich mich schweren Herzens dazu Schweigen entschieden, entscheiden müssen, ich wusste ja auch was dieses Schweigen für mich bedeutet, was ich mir damit selber antue. Ich versuche nun einfach einen Ausweg zu finden, es erträglich zu machen damit ich nicht kaputt gehe. Für mich ist alles besser als so weiter zu leiden, selbst diese "Lösung". Ich weiß das ich nur schwer zu verstehen bin.
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #176
Was heißt hier "aufgebaut"? Deine Familie hat sich auf ein finanzielles Vabanquespiel eingelassen und glaubt, Dir die Verantwortung dafür in die Schuhe schieben zu können.

Unkritisch auf Psychopharmaka zu setzen ist verantwortungslos.
I’m cool and I know it.
Zitat



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