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Normale Version: Trans, schwul oder was?
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Schwule Männer wirken manchmal oder oft weiblich,  die Frau Wurst trug Frauenkleidung  und bezeichnete sich als schwul.
Schwule Männer stehen ja auf Männer. Daher kann ich mir schlecht vorstellen,  dass sie auf weibliche Männer in Frauenklamotten stehen. Irgendwie verwirrend das ganze...
Im Falle von C. Wurst ist es einfach, das ist eine Kunstfigur. Welche Motivation T. Neuwirth einmal gehabt haben könnte, sich auf diesem Feld zu betätigen, weiß ich nicht.

Aber was "ist" ein weiblicher Mann?

Und was geht in schwulen Männern (oder auch anderen Männern, womöglich auch Frauen) vor?

Begrifflich läßt sich schön zwischen allem möglichen unterscheiden, aber was denkt und empfindet wer denn nun wirklich?
In meiner Region (Wien) begründen manche die Stereotypen zB Frauen hätten eine lange Frisur, Männer hingegen kurze. Röcke wären wie auch Kleider und Handtaschen nur an Frauen passend, alternativ bei "Männer" könnte es nur "Crossdressing" oder ein "Drag"-Outfit sein.

Immerhin, wurden nun auch Handgelenkstaschen für Männer designed, auch Schottenröcke sodass auch "maskuline" Personen sich nicht "feminin" fühlen würden, oder eben bloss um mehr zu kategorisieren und zu verkaufen?

Wie auch bei make-up gibt es meist Formen und Farben, selten rosa oder pink bei Männer, blau seltener bei Frauen.

Neuestens argumentieren manche meine längeren (2-2,5cm) Echtnägel entweder als künstlich oder auch mit Feile manipuliert falls doch echt, und sie wirken feminin. Spannend hingegen: Männer und Frauen im Umfeld hätten exakt kürzere Nägel oder sie wären künstlich. Wie "unmännlich" wäre demnach das Klischee der Nägel?

Ich denke, ähnlich könnte es bei der Orientierung sein. Manche Leute fragen vlt weniger ob single/vergeben, eher welches Geschlecht die Person wäre, um selbst sicher zu sein, nur "hetero" zu sein.

"Drag"-Outfits (jedoch ohne make-up oder dem Design, wie manche Berichte in Medien diese Leute an Bilder oder bei Videos zeigen), könnte ich an mir okay finden, würde jedoch dennoch die Pronomen er/ihn passend finden. Selbst designe ich jedoch individuellere Kleidung, die ich super fände und manches durchaus von einem zB Frauenshirt mit Ausschnitt an beiden Schultern, zu small-Kragen als Männer-Design.
(12.01.2020, 17:31)Sunburst schrieb: [ -> ]Im Falle von C. Wurst ist es einfach, das ist eine Kunstfigur. Welche Motivation T. Neuwirth einmal gehabt haben könnte, sich auf diesem Feld zu betätigen, weiß ich nicht.

Aber was "ist" ein weiblicher Mann?

Und was geht in schwulen Männern (oder auch anderen Männern, womöglich auch Frauen) vor?

Begrifflich läßt sich schön zwischen allem möglichen unterscheiden, aber was denkt und empfindet wer denn nun wirklich?
Es gibt zwar unter den schwulen Paaren, die ich kennengelernt habe, eine gewisse, oft sehr dezente, fein abgestufte Reihung, wer von beiden der "männlichere" ist, aber ich kenne keinen schwulen Mann, der z.B. auf Transvestiten steht. Letzteres mag ein altes Klischee aus der Zeit der sozialen und rechtlichen Schwulenverfolgung sein, als Crossdressing einen gewissen Schutzschirm geliefert hat, weil "Mann küsst Crossdresser" akzeptabler war als "Mann küsst Mann".

Fazit: das mit "schwule Männer halten nach femininen Partnern (---> Conchita) Ausschau" ist Blödsinn. Ein schwuler Mann findet sexuelle Attribute der Männlichkeit attraktiv, z.B. athletische Typen. Wie überall, gibt's natürlich auch hier Ausnahmen.
(12.01.2020, 17:52)Lightning_Sven schrieb: [ -> ]Immerhin, wurden nun auch Handgelenkstaschen für Männer designed, auch Schottenröcke sodass auch "maskuline" Personen sich nicht "feminin" fühlen würden, oder eben bloss um mehr zu kategorisieren und zu verkaufen?

Es dürfte keinen allzugroßen Unterschied machen, ob sie einen Schottenrock oder einen Blümchenrock, eine Damen- oder Herrenhandtasche etc. verkaufen.

Nur das Zielpublikum ist eben ein anderes. Ein stock-cis Mann hat meist anerzogene Hemmungen, "weibliche" Kleidungsstücke anzuziehen. Wobei, was heißt da "weiblich"? Der Stoff ist tote Materie, das macht für den keinen Unterschied Tongue

(12.01.2020, 17:52)Lightning_Sven schrieb: [ -> ]Ich denke, ähnlich könnte es bei der Orientierung sein. Manche Leute fragen vlt weniger ob single/vergeben, eher welches Geschlecht die Person wäre, um selbst sicher zu sein, nur "hetero" zu sein.

Orientierung ist eben noch lange keine Beziehung Sad
Es gibt Schwule die nur auf Schwule stehen, es gibt Schwule die auch manchmal auf Frauen oder Transsexuelle stehen, es gibt Schwule die nur auf Transsexuelle stehen, es gibt verkappte Schwule die aus sexueller Not auf Männer stehen, es gibt alles. Tom Neuwirth ist glaub ich und nach eigener Aussage nur schwul, aber er hat mal aufgezeigt, wie sich ein halbwegs attraktiver Mann mit Disziplin und Schminke zur Diva entwickeln kann. Ohne Bart wäre er auch für viele Hetero-Männer sicher aufregend gewesen. Auch der vor kurzem in der Zeitung operationssüchtige US-Amerikaner Ken wurde in 3 Monaten was ich mich so erinnern kann zur äußerlich perfekt aussehenden Frau operiert. Die meisten von uns Frauen wie Männer unterliegen dem mit viel Geld und Operationen aufgezogenen Beauty-Blödsinn der Medien und würden für Attraktivität oder Sexy-Sein ihre Oma verkaufen. Und selbst Heidi Klum sieht ungeschminkt auf manchen Fotos wie ein Transvestit aus und viele Topmodels und Schauspieler ohne Makeup eher männlich, blas und völlig unscheinbar, also völlig mittelmäßige Durchschnittsfrauen oder -männer wie wir alle auch. Das entspannt auch manchmal.
(13.01.2020, 11:19)winni schrieb: [ -> ]es gibt Schwule die auch manchmal auf Frauen oder Transsexuelle stehen, es gibt Schwule die nur auf Transsexuelle stehen,  [...], es gibt alles.

Und das (und noch viel mehr) faßt man oft alles unter Pansexualität zusammen.

(13.01.2020, 11:19)winni schrieb: [ -> ]Auch der vor kurzem in der Zeitung operationssüchtige US-Amerikaner Ken wurde in 3 Monaten was ich mich so erinnern kann zur äußerlich perfekt aussehenden Frau operiert.

Perfekt würde ich nun nicht sagen, das wirkt doch sehr künstlich.

(13.01.2020, 11:19)winni schrieb: [ -> ]und viele Topmodels und Schauspieler ohne Makeup eher männlich, blas und völlig unscheinbar, also völlig mittelmäßige Durchschnittsfrauen oder -männer wie wir alle auch. Das entspannt auch manchmal.

Eine entspannte Grundhaltung sollte man sich tatsächlich angewöhnen.
Das es Schwule gibt, die auf Transfrauen stehen, hab ich nicht gewusst. Es macht sicher vieles einfacher...
(13.01.2020, 14:03)lari schrieb: [ -> ]Das es Schwule gibt, die auf Transfrauen stehen, hab ich nicht gewusst...

Eh tun die das, aber nur für Freundschaft/en aka zum Pferdestehlen, aber sexuelle Beziehung sicher nicht Wink2
Ich würde das schon schwul bezeichnen, wenn jemand und das ist häufig so nur auf Transfrauen unbedingt mit Penis steht, auch wenn sich diese als Frau sieht.
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