Cora Svito
(Frischling)
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Registriert seit: 03.02.2013
Geburtstag: 28.10.1953 (66 Jahre alt)
Ortszeit: 23.10.2020 um 08:38
Status: Offline

Informationen über Cora Svito
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Letzter Besuch: 01.01.2020, 16:59
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Kontaktdetails für Cora Svito
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Zusätzliche Informationen über Cora Svito
Kurzprofil : Nur die Ruhe bringt's!
Dermassen quer kann das Leben wirklich nur die ersten hundert Jahre laufen!
Aber heute bin ich froh, so zu sein wie ich bin. Ich bin mit einem gewissen Stolz Transgender und möchte auf keinen Fall ein ganz normaler 08/15 - Hetero sein!
Beziehung zu Forum/Thema: Transgender
Sternzeichen: Skorpion
Ich mag: Kommunikative und offene Menschen, ernsthafte Diskussionen.
Ich mag nicht: Arrogante, verlogene Menschen! Belangloses, oberflächliches Geschwätz!
mehruebermich: HALLO IHR LIEBEN!

Meine Biografie liest sich, mit einigen Abweichungen, wahrscheinlich wie tausend andere auch.

MEINE JUGEND
Geboren wurde ich als Junge in einem kleinen Dorf in der Zentralschweiz, einem nicht nur damals recht konservativen Teil der Schweiz, was allerdings nicht unbedingt ein Nachteil per se sein muss. Man sollte nur damit umgehen können. Meine Eltern habe ich als sehr gütige und liebe Menschen in Erinnerung. Mir und meinen beiden jüngeren Schwestern wurde sehr viel Aufmerksamkeit, Liebe und Fürsorge geschenkt. Auch heute noch: Herzlichen Dank dafür! Mit meinen Schwestern und den grossmehrheitlich extrem vielen Mädchen in der Nachbarschaft verbrachte ich viel Zeit beim Spielen und Herumtollen. Kontakte zu männlichen Kindern in etwa dem gleichen Alter waren eher eine Seltenheit und rar. So wuchs ich bis zur Einschulung in einem vorwiegend weiblich geprägten Umfeld auf.

SCHULZEIT UND LEHRE
Schon im Kindergarten fühlte ich mich extrem unwohl und hatte Mühe, auf andere zuzugehen und Kontakte zu knüpfen. Ich wurde zu einem Einzelgänger. Vielleicht zeigte sich schon damals meine Andersartigkeit und meine Mitschüler spürten das instinktiv?
In der richtigen Schulzeit lag ich leistungsmässig immer im guten Mittelfeld. Nur im Sport hatte ich meine liebe Mühe. Ich machte wohl mit, aber die grosse Begeisterung dafür konnte und wollte ich nie aufbringen. Beim Fussballspiel landete ich meistens in der Verteidigung und brachte es dort zu einer echten Meisterschaft: Keiner sonst konnte derart geschickt dem Angreifer ein Bein stellen (= nicht geahndete Fouls!). Ein etwas zweifelhafter Ruhm, ich weiss!
In den höheren Klassen (Pubertätsphase) entwickelte auch ich ein gewisses Interesse am "anderen" Geschlecht, aber eine Freundin in dem Sinne fand ich damals leider nicht. Selbstzweifel und Hemmungen blockierten mich und verhinderten einen normalen Kontakt zu Mädchen. Genau in den letzten beiden Schuljahren wurde die Mädchen- bzw. Damenmode revolutioniert: Der Minirock hielt Einzug und hatte natürlich auch seine Auswirkungen auf uns Jungs. Kombiniert wurde er oft und gerne mit den waden- oder kniehohen sogenannten Knautschlackstiefeln, mit 4 cm hohem Blockabsatz und in schwarz, rot oder weiss. Das war der Moment, in dem ich mir nichts sehnlicher wünschte, als auch so gekleidet sein zu dürfen.
In der nun folgenden Lehrzeit in einem handwerklichen Beruf änderte sich mein Verhältnis zu Mädchen nicht. Ausser ein paar Briefreundinnen konnte ich niemanden von meiner Einmaligkeit überzeugen (Achtung: Ironie!). Aber etwas leistete ich mir zu dieser Zeit: In einer abenteuerlichen Aktion erstand ich mir das erste weibliche Kleidungsstück. Was war das wohl? Richtig! Knautschlackstiefel, wie oben beschrieben kniehoch, in schwarz und herrlich glänzend. Hier ist vermutlich auch der Startpunkt für meine bis dato vorherrschende Vorliebe und Faszination für glänzende und schimmernde Kleidungsstücke. Ich trug die Teile damals natürlich nur heimlich. Zwei oder drei Mal machte ich in der stockdunklen Nacht auch kurze Spaziergänge mit den angezogenen Stiefeln. Das war ein seltsames, aber sehr gutes Gefühl das mich dabei erfüllte.

BERUFSZEIT UND EHELEBEN
In der Folge hatte ich in meiner beruflichen Karriere immer das Glück, in Forschungs-, Entwicklungs-, Versuchsabteilungen und im Prototypenbau arbeiten zu können. Hier konnte ich mein Wissen und Können wirklich einbringen. Nur wenige können von sich behaupten, dass von ihnen gefertigte Produkte, auch wenn es nur Details sind, sogar auf dem Mars herumkurvten. Ich kann es! Und auch jetzt im Jahr 2016 arbeite ich an einem weltweit einmaligen Produkt mit. Das Berufsleben hat mir somit viel Anerkennung und Befriedigung beschert. Natürlich gab es auch diverse Rückschläge und Enttäuschungen, aber als positiv denkender Mensch versuche ich daraus Lehren zu ziehen und lasse das Negative zurück. Tempi passati!
In dieser Zeit entwickelte sich der Wunsch, lieber eine Frau zu sein, immer mehr, zumal sich meine Einzelgängerei und meine Hemmungen gegenüber Frauen nicht abgebaut hatten. Ich kaufte mir immer wieder Frauenkleidung und Accessoires, trug die Sachen heimlich, bekam Bedenken und entsorgte die Teile wieder. Kurze Zeit später begann ich mit dem Shopping von Damenmode erneut. Eine gewisse Periode lang war das eine richtige und auch teure "Never ending Story"!
Trotz aller Widrigkeiten lernte ich im Jahr 1982 meine Frau kennen. Nach recht kurzer Zeit heirateten wir dann auch. Meine Neigung bezüglich der Frauenbekleidung verschwieg ich ihr gegenüber. Dies in der Erwartung, dass sich dieses Thema nun mit der Heirat erledigt hat. In diesem Zeitraum befand ich mich auch nicht in einer speziell aktiven TG-Periode. Hinzu kommt, dass ich damals keinen Schimmer hatte, wie ich das Ganze werten oder einordnen sollte. Die einzigen Begriffe die mir damals diesbezüglich geläufig waren lauten Fetischist, Transvestit und Perverser. Was war ich nun? Nur eines schien sicher zu sein: Ich empfand mich als Heterosexueller!
Doch nach und nach stellten sich bei mir wieder die altbekannten Wünsche, Begehren und Verhaltensmuster ein. Ich kaufte Damenkleidung und trug sie heimlich. Nach wie vor hatte ich keine Ahnung, wie ich mein Verhalten einordnen sollte. Das verunsicherte mich zusätzlich, weil ich grundsätzlich ein systematisch und analytisch denkender Mensch bin. Der Charakterzug, der mir im Berufsleben von grossem Vorteil ist, kam mir bei einem persönlichen Problem in die Quere.
So verflossen etliche Jahre bis ich am Samstag, 05.02.2005 in der "Neuen Luzerner Zeitung" ein Interview mit Tamara von der Transgendergruppe GWHF ("Girls wanna have fun") lesen konnte. Ich schlug mir an die Stirn und erkannte: Das ist es! Im Text des Interviews erkannte ich mich weitgehend wieder. Zum ersten Mal las ich Begriffe wie Transgender, Transsexuelle und Crossdresser. Und die für mich neuen Begriffe wurden sogar recht ausführlich erklärt. Nun gab es kein Halten und kein Zurück mehr.
Somit rückte der Moment des Outings gegenüber meiner Frau näher. Ich wartete einen, wie mir schien, günstigen und ruhigen Zeitpunkt ab. Sie nahm das ganze Geständnis zu meiner Überraschung erstaunlich ruhig auf. Gut, erfreut war sie darüber sicher nicht. Für sie war das auch ein Schock und eine Enttäuschung. Nach einer Weile rauften wir uns zusammen und informierten uns im Internet und aus Büchern zum Thema. Sie unterstützte mich in dem Sinne, dass ich mich im privaten Bereich fraulich gekleidet bewegen kann. Auch beim Einkauf von entsprechender Frauenkleidung berät sie mich ab und zu. Natürlich gab und gibt es auch immer wieder Auseinandersetzungen wegen meiner etwas aussergewöhnlichen Veranlagung. Wichtig ist doch aber, dass man gemeinsam am gleichen Strick in die gleiche Richtung zieht. Nur so bewegt man etwas! Und da bin ich meiner Frau gegenüber sehr dankbar!
Dazu kamen anschliessend Psychotherapie-Sitzungen bei einer auf Trans-Themen spezialisierten Therapeutin in Luzern. In deren Verlauf stellte sich mit der Zeit dann der Befund heraus, dass ich eine Transsexuelle MzF bin. Nun hatte ich auch meine längst gesuchte Schublade gefunden. Mit dem Befund in der Hand könnte ich jetzt die Entwicklung bis zur GaOP weitertreiben. Aber das will ich nicht. Wäre ich vierzig Jahre jünger und mit dem heutigen Wissen im Hintergrund, würde dieser Entscheid vermutlich komplett anders ausfallen. Aber ich habe ja heute bedeutend mehr Freiheiten und Bewegungsspielraum als wie früher. Und auch gegenüber meiner Frau habe ich eine Verantwortung, zumal sie derart zu mir steht.
Meine sexuelle Präferenz lebe ich nur im privaten Bereich aus. Wohl hat der Betrieb ein Leitbild, in dem er sich offen und supertolerant gegenüber Allem und Jedem erklärt. Aber austesten möchte ich das nicht mehr in meinem Alter. Die Risiken wären zu gross und der effektive Nutzen zu klein! Auch sind Balli's und Heels in meinem Arbeitsbereich absolut tabu: Da sind Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe vorgeschrieben, Auch mit langen Haaren könnte es Probleme geben, das Thema mit schönen, langen Fingernägeln kann ich bis zur Pensionierung auch gleich vergessen usw.

MEIN NAME
Der weibliche Name ist für jeden Transgender ein sehr wichtiger Bestandteil seiner/ihrer Identität. Meine "Anforderungen" waren: Er muss kurz und prägnant sein sowie irgendwie auch zu meiner Persönlichkeit passen und auch mir selber gefallen. Ebenso sollte er nicht ganz alltäglich sein. Es gibt ja etliche Transgendernamen welche sich nur noch durch Nummerierung voneinander unterscheiden. Das wollte ich eben nicht. Sind wir in unserem Leben nicht schon genug durchnummeriert?
So kam ich nun auf Cora Svito: Etliche Cora's in meinem Bekanntenkreis kamen und kommen mir gegenüber immer sehr gut, positiv und sympathisch an. Alles Frauen mit einem starken und eigenständigen, etwas frechem Charakter. Auf eine gewisse Art sind sie Vorbilder für mich. Also war für mich die CORA schon mal "gebucht"! "SVITO" stellt ganz einfach den Bezug zu meiner geografischen Herkunft dar. Der Legende nach soll ein Alemannenführer namens Svito den Talkessel von Schwyz entdeckt und besiedelt haben. Sein Bruder Gero soll ein paar Kilometer weitergezogen und das heutige Gersau gegründet haben. Ob das alles den Tatsachen entspricht, entzieht sich meinem Wissen. Es ist eben eine Legende, eine Sage! Was soll's, für mich stellte das nun der ideale Name dar!

MEIN WUNSCHPROJEKT - DIE "TRANSGENDERGRUPPE ZENTRALSCHWEIZ"
Etwas vermisse ich doch: Den realen Kontakt zu anderen Transgendern in meiner Region. Es gibt hier zu Lande etliche Vereine für Transgender wie GWHF, Transpersona, Transgendertreff Ostschweiz, TGNS usw. Aber diese Gruppen sind weitgehend in den Ballungsräumen Zürich, Bern und Basel oder sonst wie weit weg stationiert. Es gibt in diesen Gruppen jede Menge an sehr sympathischen Personen und auch die Programme und Veranstaltungen empfinde ich als sehr attraktiv. Aber um wirklich real daran teilhaben zu können, müsste ich einen ziemlichen Aufwand betreiben. Diese Konzentration auf die obgenannten Ballungsräume manifestiert sich zum Beispiel auch hier im Transgender.at Gallerie-Register. Ich bin mir aber sicher, dass es hier in der Zentralschweiz (UR,SZ,OW,NW,LU,ZG) ebenfalls Transgender gibt, welche vielleicht realen, seriösen Kontakt zu Gleichgesinnten suchen. Auf Wunsch hin natürlich im geschützten, diskreten Rahmen. Und so keimt schon seit einiger Zeit der Gedanke in mir, selber so eine Transgender-Gruppe Zentralschweiz, so etwa analog zum Transgendertreff Ostschweiz, zu gründen. Laut Statistik sollte es eine Gruppe von etwa zwei Dutzend Transgendern ergeben!
Wichtig ist die Feststellung, dass ich damit die bestehenden Gruppen nicht konkurenzieren will, ich will sie nur im geografischen Raum ergänzen. Aber wie komme ich an diese Interessentinnen? Diese zukünftige Gruppe sollte aus Leuten bestehen, welche an Treffen, Plaudereien, Erfahrungsaustausch sowie Ausflügen interessiert sind. Ich will keine Sexkontakt- oder Swinger-Gruppe gründen. Auch eine Kampftransen-Kompanie liegt mir fern. Es sollte eine friedliche, lockere und gemütliche Athmosphäre ohne grosses Vereins-Primborium herrschen. Stress in dem Sinne haben wir ja wirklich sonst schon genug! Auch möchte ich den Begriff Transgender recht weit fassen. TS (MzF + FzM), TV, DWT, CD, DragQueens und DragKings, Angehörige usw. sollten bei uns ein Forum finden.
Falls eine der Leserinnen dieses Textes Interesse hat und mitmachen will, Ideen einbringen möchte oder gar Informationen zu einer bestehenden, aber mir unbekannten TG-Gruppe in der Umgebung hat, bin ich über die E-Mail-Adresse im Kopf dieses Profiles jederzeit erreichbar. Ich freue mich auf Deine Kontaktaufnahme und bin für jede Anregung dankbar!

Liebe Grüsse an alle hier!

Cora Svito






Ort: Schwyz
Land: Schweiz
Interessen: Bin sehr vielseitig interessiert! Politik, Naturwissenschaften, Frau sein, TG - Kontakte, Damenmode von frech bis gediegen usw.