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Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - Druckversion

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RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - rieke - 08.11.2012

samstags abends auf der kölner domplatte: die züge haben massen von erlebnishungrigen menschen ausgespuckt, häufig in gruppen. die ziehen in die brauhäuser, suchen action, das "andere". die stimmung ist ausgelassen, mehr oder weniger alkoholisiert und sehr instabil. das kann schnell und unverhofft umschlagen. mein sicherstes mittel entspricht trionas rat: solche orte zu solchen zeiten meiden...

gruß, rieke


RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - Inselmaus - 08.11.2012

Es gibt aber auch in Köln "einfach nur normale Kneipen wo "Frau" auch hingehen kann........Benenne mal das Gebiet um den "Eigelstein" in der Innenstadt........und wenn das Outfit okaaay ist.....dann ist es okaaaaay. Köln ist sehr tolerant in der Innenstadt! (Köln - Kalk oder - Chorweiler hier natürlich nicht empfehle)


RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - Yuna - 08.11.2012

(08.11.2012, 20:58)Ulli schrieb: Und Frau alleine um 2 Uhr nachts hat auf der Strasse eh nix verloren.

Traurig aber wahr, wie die Gesellschaft verkommt ... Sad

Kein Wunder, heutzutage gehts nur noch darum auszusehen wie ein Supermodel und um Sex(apell) soweit es geht.

Dann noch die zu laschen Strafen, im Erstfall sogar nur eine Anzeige auf freiem FUß ... nunja ... mehr gibts dazu nicht zu sagen.


RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - Carina_in_Graz - 08.11.2012

(08.11.2012, 20:58)Ulli schrieb: Am besten ist, man meidet solche Gegenden und das dazugehörige Umfeld, dann gibt es auch keine wie immer gearteten Probleme. Und Frau alleine um 2 Uhr nachts hat auf der Strasse eh nix verloren. Wer"s dennoch provoziert ist selber schuld!

Bin ich (außer denen, die im Rahmen von "slut walks" dagegen demonstrieren) die einzige, die derartige Zustände bzw. eine derartige Geisteshaltung bzw. Resignation für inakzeptabel hält?

Daß sich Personen beider Geschlechter zu ausnahmslos jeder Tages- und Nachtzeit auch alleine in der Öffentlichkeit gefahrlos bewegen können, ist doch wohl eine Mindestleistung der Zivilisation. Auch daß eine hübsch oder gar sexy gekleidete Frau ebenso viel Recht auf persönliche Sicherheit hat wie jeder andere Mensch auch, sollte ebenfalls als Grund- und Mindesterrungenschaft der Emanzipationsbewegung heute selbstverständlich sein.


RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - wildehilde - 08.11.2012

@Carina_in _graz
Na es ist ja egal wo und in welcher Stadt,ist auch oft am Tag problematisch,hat nichts mit Ts zu tun,
einfach die Kriminellen Ostbanden.
Frauen wird am Helichten Tag die Halskette vom Hals gerissen.
Na am Abend,da möchte ich bei Dunkelheit,nicht alleine in Graz unterwegs sein.
Wenn es geht,nach unseren Treffen gehen wir in Gruppen zu den Autos,Parkt eine weiter weg,so wird Sie mitgenommen.
Es sind unhaltbare Zustände,die Polizei ist nicht Präsent.Sitzen in der Wachstube,müssen Berichte schreiben,dafür
gäbe es günstigere Schreibkräfte.
Für gewisse Gruppen,sind Frauen in Europa Freiwild,zu hause,kann sein,vergreift sich,wird Ermordet.
Da haben Sie nichts zu befürchten


RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - Triona - 08.11.2012

(08.11.2012, 20:58)Ulli schrieb: Am besten ist, man meidet solche Gegenden und das dazugehörige Umfeld, dann gibt es auch keine wie immer gearteten Probleme. Und Frau alleine um 2 Uhr nachts hat auf der Strasse eh nix verloren. Wer"s dennoch provoziert ist selber schuld!


Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, es ist häufig das Klügste, gewisse Orte zu gewisse Zeiten zu meiden. Aber deine Schlußfolgerung, daß man dann an einem Übergriff oder Verbrechen selber schuld ist, geht entschieden zu weit. Nach dieser Logik sind dann auch Frauen, die z.B. einen Minirock tragen o.ä. wohl selber schuld, wenn sie vergewaltigt werden.

Daß dies für die Verbrecher in vielen Gerichtsprozessen - so es denn überhaupt zu einem kommen sollte - dann auch noch häufig als strafmindernd angesehen wird, ist immer noch ein weit verbreiteter Skandal. Die Ansicht, die du hier zum Ausdruck gebracht hast, halte ich für zutiefst reaktionär. Es werden da Verhaltensweisen "entschuldigt", die nicht entschuldbar sind. Da werden Opfer zu (Mit-)Tätern gemacht und im Umkehrschluß Täter zu Opfern.Was muß frau deren testosterongeschwängerte Gewaltbereitschaft auch noch "herausfordern". Das geht entschieden zu weit. Wenn man solchen Ansichten nicht entschieden entgegentritt, hört sowas nie auf.


liebe grüße
triona


RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - Alexandra - 08.11.2012

In "meiner" Gegend fühl ich mich sicher. Für den Rest hab ich nen großen Beschützer auf 4 Pfoten.
Allein durch seine Anwesenheit gab es - seit ich in hab - keine Form von Übergriff.
Selbst Polizisten halten 3 m Mindestabstand. Smile


RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - rieke - 09.11.2012

das ist es, was mir so sehr auf den senkel geht: dass ich nicht gehen kann, wann und wohin ich will, dass ich nicht gehen kann, wie und in welchem outfit auch immer, dass ich beständig abschätzen muss, wie groß das risiko ist. ich träume immer noch von einer gesellschaft, in der ich an jedem ort so sein kann, wie ich bin und wie ich mich fühle. ich will mir keine schuldgefühle einreden lassen, dass ich um 2 uhr nachts draußen nichts zu suchen habe oder dass mein schlechtes passing provozieren könnte.

gruß, rieke


RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - jasminchen - 09.11.2012

(09.11.2012, 00:39)rieke schrieb: ... ich träume immer noch von einer gesellschaft, in der ich an jedem ort so sein kann, wie ich bin und wie ich mich fühle ...
Ich beobachte eine Verrohung der Gesellschaft, wie sie in anderen Ländern, insbesondere der USA, seit vielen Jahren an der Tagesordnung steht.

Einerseits ist es das Gefälle von arm und Mittelstand, weil reich, wie es gerne geschrieben sind heute nur noch wenige, andererseits ist es der Einfluss anderer Kulturen, der es für Frauen schwieriger werden lässt. Hier mein ich jetzt nicht nur die Kulturen des nahen und mittleren Ostens, sondern auch China, Japan und viel Asiatische Kulturkreise. Die Frau hat in diesen Gesellschaften sehr oft einen niedrigeren Status, als der Mann. Ist ja auch bei uns so, allerdings bei weitem nicht so ausgeprägt.

Dann kommt noch die "gewaltlose Erziehung" unserer Kinder hinzu. Diese führt zu einer Respektlosigkeit der Kinder gegenüber den Eltern und somit auch anderen Menschen gegenüber. Gerade dieser Mangel an Respekt ist die Ursache vieler Übergriffe denke ich, weil die Hemmschwelle niedriger liegt, wenn man voreinander keinen Respekt mehr hat.
Hier wiederum haben die anderen Kulturen die Nase vorne, was zumindest den Respekt der Kinder vor dem Vater, also Männern betrifft.

Am Ende sind es aber wir Frauen, die immer mehr unter Druck geraten und wir sind dann womöglich noch "selbst Schuld", weil wir keinen Kartoffelsack anziehen, der unsere Reize verdeckt, damit Mann gar nicht erregt wird und das Animalische in den Männern nicht erwacht. Der logische und einfachste Umkehrschluss, die Männer sollen sich gefälligst beherrschen, wenn sie eine hübsche Frau sehen, wird hier immer mehr vergessen. Wir Frauen werden dann als die "Verursacher" dargestellt.

Früher, in den 70ern war das nicht der Fall. Frauen waren sehr freizügig, die Männer und generell die Menschen hatten Respekt voreinander und deshalb waren die Übergriffe auf Frauen und Überfälle generell weniger.

Fazit:
Die antiautoritäre Erziehung sollte nur begrenzt Anwendung finden, zumindest ein großes Augenmerk auf den Respekt vor den Eltern und auch umgekehrt der Eltern vor dem Kinde gelegt werden. Was man vorlebt, wird von unseren Kindern übernommen und wird zu deren Verhalten.
Bez. fremder Kulturen, haben wir nur wenig Möglichkeiten diese zu ändern. Ein Umdenken in den Herkunftsländern, halte ich in den nächsten 200 Jahren nicht für möglich.


RE: Gewalt gegen TG/TG als Verbrechensopfer - Mike-Tanja - 09.11.2012

(08.11.2012, 22:32)Carina_in_Graz schrieb:
(08.11.2012, 20:58)Ulli schrieb: Am besten ist, man meidet solche Gegenden und das dazugehörige Umfeld, dann gibt es auch keine wie immer gearteten Probleme. Und Frau alleine um 2 Uhr nachts hat auf der Strasse eh nix verloren. Wer"s dennoch provoziert ist selber schuld!

Bin ich (außer denen, die im Rahmen von "slut walks" dagegen demonstrieren) die einzige, die derartige Zustände bzw. eine derartige Geisteshaltung bzw. Resignation für inakzeptabel hält?

Daß sich Personen beider Geschlechter zu ausnahmslos jeder Tages- und Nachtzeit auch alleine in der Öffentlichkeit gefahrlos bewegen können, ist doch wohl eine Mindestleistung der Zivilisation. Auch daß eine hübsch oder gar sexy gekleidete Frau ebenso viel Recht auf persönliche Sicherheit hat wie jeder andere Mensch auch, sollte ebenfalls als Grund- und Mindesterrungenschaft der Emanzipationsbewegung heute selbstverständlich sein.

Nein, da bist du nicht die einzige! Exclamation

Ich versuche einfach seit Stunden mehr oder weniger verzweifelt, meinen Ironiedetektor auf den Gehalt von Ullis Aussage einzustellen! Rolleyes