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outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - Druckversion

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RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - Angelika - 04.07.2012

(04.07.2012, 13:06)Mike-Tanja schrieb:
(03.07.2012, 19:20)versuchsanordnung schrieb: danke Wink
genau diese apekte fehlen in den diskussionen hier leider oft.
vor allem der teil mit introvertiert /extravertiert stimmt bei mir 100%ig.

Ja, den im Eingangsposting zitierten Text könnte zu 99 Perzent auch ich geschrieben haben.

Warum wir über solche Lebenskonzepte kaum diskutieren? Aus meiner Sicht,
  1. weil sie dem "Erlösungskonzept" vieler Trans*menschen ("Alles wird gut, wenn ich erst ganz ein/e Frau/Mann bin!") zuwider laufen und
  2. weil jetzt wahrscheinlich gleich jemand "Psssst!" rufen wird, "mit solchen Diskussionen bringt ihr nur die Krankenkassen auf dumme Gedanken!"
Und das war's dann.....oft, meistens?

Aus meiner Sicht gibt es kein "Erlösungskonzept für Trans*menschen", was immer Du auch darunter zu verstehen meinst.

Für transsexuelle Menschen ist die weitgehend, auch chirurgische Anpassung ihres Körpers überlebenswichtig. Aber das können Menschen, die sich in ihrem Körper zu Hause fühlen udn kein Problem mit der Ausbildung ihrer Geschelchtsorgane haben, wohl nie verstehen.

Tja, und was, wenn die Krankenkassen in ihrem Sparbestreben doch auf "dumme Gedanken kommen", wie Du es ausdrückst?
Wer sind denn dann die Leidtragenden einer solchen Entwicklung? Die Transvestiten wohl nicht, die OP-willigen Transsexuellen aber sehr wohl.

Daher muss man bei derartigen Diskussionen extrem vorsichtig agieren. Denn ein einmal eingetretener Schaden ist wohl nicht mehr gut zu machen.


RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - Stella Nutella - 04.07.2012

@angelika und mike-tanja:

Nicht alle TGs, die mit ihrem Körper im reinen sind, sind Transvestiten. Bei allem Respekt zu allen Gruppen, die unter den Begriff Transgender fallen, dies bitte zu beachten. Darum gehts hier auch.
Und für Leute, die sich aus welchen Gründen auch immer, operieren lassen müssen oder wollen gibt es wohl bereits genug Liebe und Respekt in diesem Forum. Bin sicher da schließt sich keiner aus.
Wir wollen halt auch mal Smile Aber natürlich nur ohne dabei auf andere Gruppen zu schielen. Hier hab ich was zum lesen für alle, die hier was posten wollen: http://de.wikipedia.org/wiki/Solidarit%C3%A4t


RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - LisaSunny - 04.07.2012

Zitat von Alina:
Und für Leute, die sich aus welchen Gründen auch immer, operieren lassen müssen oder wollen gibt es wohl bereits genug Liebe und Respekt in diesem Forum. Bin sicher da schließt sich keiner aus.
Wir wollen halt auch mal Smile



Das hast du schön gesagt!


RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - Mike-Tanja - 04.07.2012


Freundschaft & Solidarität! Smile



RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - Eva_Tg - 05.07.2012

Nun ja, ich ziehe es vor als Frau angesprochen und wahrgenommen zu werden, von daher kann ich diese Gleichgültigkeit des Eingangsposts nicht nachvollziehen.


RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - Stella Nutella - 05.07.2012

(05.07.2012, 13:26)Eva_Tg schrieb: Nun ja, ich ziehe es vor als Frau angesprochen und wahrgenommen zu werden, von daher kann ich diese Gleichgültigkeit des Eingangsposts nicht nachvollziehen.

ich kann mich auch nicht mit allem im eingangspost identifizieren, aber gerade die von dir angesprochene gleichgültigkeit gefällt mir.
weil ich es nicht mehr von der wahrnehmung anderer abhängig machen will wie ich mich fühle. und auch nicht davon ob nun ein paar haare an meinen beinen nachgewachsen sind oder ob ich nun ne boxershort oder ein seidenhöschen trage.


RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - jennybabe - 05.07.2012

OT

@Chiara09

es tut mir leid, aber ich versteh den zusammenhang deines beitrages und meines nicht

mit "wir" meinte ich diejengen frauen, die nicht damit zurecht kommen, mit z.b. männliche geschlechtsmerkmale zu leben und denen es auch sehr wichtig ist, wie sie wahrgenommen und behandelt werden

davon, wie da jetzt wer genau fühlt und wie wer darunter leidet, ob er es nach außen hin zeigt, ob er sich ablenkt, es verdrängt oder sonst was, war eigentlich nicht die rede, und nur weil ich es nicht angesprochen habe, dass leute unterschiedlich sind, bedeutet nicht, dass ich glaube, dass wir alle gleich sind, oder sollte ich ein 500 seiten e-book schreiben und einen link dazu in meine signatur geben, wo man genau nachlesen kann, wie ich über alle einzelheiten denke? sorry ist nicht böse gemeint

es ging mir lediglich darum, worauf mir z.b. mike-tanja geantwortet hat

♥ jenny


RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - Eva_Tg - 05.07.2012

Zitat:ich kann mich auch nicht mit allem im eingangspost identifizieren, aber gerade die von dir angesprochene gleichgültigkeit gefällt mir.
weil ich es nicht mehr von der wahrnehmung anderer abhängig machen will wie ich mich fühle. und auch nicht davon ob nun ein paar haare an meinen beinen nachgewachsen sind oder ob ich nun ne boxershort oder ein seidenhöschen trage.

Ich habe es noch nie von der Wahrnehmung anderer abhängig gemacht, wie ich mich fühle. Aber ich finde es nun mal nicht toll wenn man mich als Mann wahrnimmt.


RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - Stella Nutella - 05.07.2012

ich mag kein ping pong. möchte nur sagen daß ich dir nix unterstellt habe, sondern einfach von mir erzählt habe. ^^ In keinster Weise wollt ich dein Posting abwerten oder sonst was. Ich verstehe ganz gut was du meinst.


RE: outside the gender binary - Genderqueer, bigender (englisch) - Roswitha - 05.07.2012

Echt schön geschrieben. Ein toller Beitrag gegen die Schubladisierung von Transgender Menschen.
Ich bin mit meinem Körper auch im Reinen und er gefällt mir wie er ist, was jetzt nicht heissen soll, dass ich nicht verstehe wie sehr Leute leiden, die im falschen Körper sind.
So viele Facetten die es gibt! Ist das denn nicht etwas Wunderbares?
So viele Gefühle, die gefühlt sein wollen. Du hast das sehr schön ausgedrückt alina.

Rosi

Noch ein Wort zu den so oft kritisierten Krankenkassen: Es sind nicht die Krankenkassen, die auf dumme Gedanken kommen, sondern die (von uns?) gewählten Politiker. Die Krankenkassen setzen nur Gesetzesvorlagen um, weil sie das müssen.