Geschlechtsneutrales Fürwort: "hen" im Deutschen?
RE: Geschlechtsneutrales Fürwort: "hen" im Deutschen?
Beitrag #12
"Es" mag ich auch nicht, da es eben nur für Sachen und abwertend verwendet wird. Sogar bei einem Baby oder Kind (wo gemäß grammatikalischem Geschlecht "es" stimmen würde), sagt man meistens nicht "Es hat Hunger", sondern erkundigt sich vorher brav, ob ein Penis vorhanden ist, damit man "er" oder "sie" sagen kann Wink Zumindest kenn ich das so.

Ich verwende meistens er*sie, sie*er und ähnliche Konstrukte. Meistens versuche ich diese Fürwörter überhaupt zu vermeiden (also wenn sie keinen Sinn machen). Wenn jemand "Mann ist" und als "er" angesprochen werden will, klar, wieso nicht – aber wenn ich zB eine mir unbekannte Person meine, deren Geschlechtsidentität ich nicht kenne und auch gar nicht kennen will, sage ich halt nicht mehr "DER hat das sicher so und so gemacht", sondern "Die Person hat das sicher so und so gemacht" oder sowas. Ist aber mühsam und klingt manchmal komisch … aber immer noch besser als das "generische Maskulinum", das spätestens bei Hebammen aufhört Wink

Xier und si_er kannte ich noch nicht, danke, muss ich mal wirken lassen.

"Von selbst entstehen" … ich hoffe hiermit dazu beizutragen. Sprache prägt Denken, aber man kann umgekehrt auch Sprache bewusst einsetzen und (mit)prägen.

Auf die Staats-Vorschreibe-Diskussion geh ich nicht weiter ein (hat sich eh erübrigt), halte aber fest, dass der Staat derzeit vorschreibt, dass es zumindest im Amts- und Schuldeutschen nur "er" und "sie" gibt. Ganz böse Sprachpolizei! Smile Genau wie diejenigen Leute, die meinen, sie müssen Anti-Binnen-I-Polizei spielen, von denen kenn ich auch ein paar. Da schreib ich dann ganz besonders gern "*innen" Smile
Das Leben ist eine Komödie und wir sind die Clowns.
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RE: Geschlechtsneutrales Fürwort: "hen" im Deutschen? - von j-unique - 01.04.2016, 19:32

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