Umfrage: Könntest du ein Tier töten?
Ja, kein Problem!
Niemals!
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Töten für Fleisch
Töten für Fleisch
Beitrag #1
Unlängst habe ich zufällig dieses Video hier gesehen:



Wer es sich nicht anschauen möchte: Es geht um eine Frau, die zum ersten Mal ein Lamm töten soll, um daraus Wurst zu machen und diese dann zu essen.


Jetzt würde mich mal interessieren: Könntet ihr sowas auch?

Ich für meinen Teil kann diese Frage eindeutig mit "Ja" beantworten und würde es auch tun.
In meiner Kindheit war ich ab und zu am Bauernhof von meiner Tante und hab da auch mal gesehen, wie ein Schwein getötet und geschlachtet wurde, ich selbst hatte aber auch schon mal ein scharfes Messer in der Hand, als mir mein Opa fischen zeigte und ich tatsächlich einen fing, den ich dann selber getötet, aufgeschnitten und ausgeweidet habe.
Aber vielleicht bin ich auch einfach durch meinen exzessiven Horror- und Splatterfilmkonsum schon derart abgestumpft, dass mir sowas überhaupt nix ausmacht, keine Ahnung ...
»Wenn du dich mit den Hormonen einlässt, verändern sich nicht die Hormone. Die Hormone verändern dich!«
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RE: Töten für Fleisch
Beitrag #2
Ich bin nicht umsonst Veganerin!Ich könnte nicht einmal daran denken einem Tier oder Menschen was anzutun!


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RE: Töten für Fleisch
Beitrag #3
Ich glaube nicht, dass das am horror/splater konsum liegt. Ist aber definitiv ein sehr interessantes Thema. Als ich mal mit wem angeln war und meinen Fisch getötet habe, hat es mir auch im nachhinein nichts ausgemacht. Es hat mich eher überrascht, dass es mir so normal vorkam. Damals habe ich noch garkeine Horrorgames/filme konsumiert. Als ich noch im Wald gearbeitet habe, war ich es immer, welche Tieren, denen man anders nichtmehr helfen konnte den Gnadenstoß gegeben hat. Die Jungs haben mich für einen Psychopathen gehalten, da es mir nichts auszumachen schien. Dabei töte ich ja nicht zum spaß. Unterhaltsam finde ich das nicht. Ich gehe weder angeln noch jagen.
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RE: Töten für Fleisch
Beitrag #4
Kürzlich hat ein Kater aus der Nachbarschaft einen Vogel gefangen und schwerst verletzt. Der Trottel hat ihn aber nicht tot bekommen. Hab ich dann ruckzuck erledigt.
Wenigsten hat das kleine Raubtier seine Beute auch hinterher gefressen.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich würde in der Wildnis leben und Fleisch essen wollen(!), würd ich wohl auch töten. Aber so...nö...lass das mal den Metzger machen.
"Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken." Gert Postel


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RE: Töten für Fleisch
Beitrag #5
als erstes
disqualifizieren sich für mich alle, die sich zieren, ein knuddeliges schaf oder eine großäugige, unschuldig dreinschauende kuh zu töten und gleichzeitig ohne weiteres nach einer mücke/fliege/spinne usw. schlagen.
 
zweitens
ist für mich nicht nachvollziehbar, wo der unterschied liegt zwischen dem ach so beschützendswertem tierischem/menschlichem leben und dem pflanzlichen, welches ja im gegensatz zu ersteren beidem ohne weiteres zum eigenen nutzen herzuhalten hat.
 
die fragen, die sich mir stellen und vielleicht/hoffentlich beantwortet werden können...
1. ab wann ist ein leben schützenswert?
2. wer hat das zu entscheiden?
3. was schützt die menschen davor, als minderwertiges bzw. nicht schutzwürdiges leben betrachtet zu werden, falls mal hochentwickelte aliens auf der erde landen, für die wir das gleiche sind wie jetzt insekten/pflanzen für uns?
 
am ende
gibt es kein leben, was lebenswerter ist als ein anderes. egal ob grashalm oder mensch. davon bin ich zutiefst überzeugt.
entscheidend für mich ist der umgang miteinander.
töten um zu überleben? jederzeit.
töten aus sonstigen gründen? niemals.
töten so leidlos wie möglich? sowieso.
 
und ja, ich pups auf pseudo-moralischen ernährungskram. der mensch ist biologisch darauf ausgelegt, tierisches als auch pflanzliches zu benötigen. wer meint, schlauer zu sein glaubt sicher auch daran, haie zu seegrasfresser machen zu können.
ist ja so schön friede-freude-eierkuchen...
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RE: Töten für Fleisch
Beitrag #6
Tja Juna ich acht halt darauf das nichts wegen mir sterben muß.Ich esse nur Früchte und die Produkte daraus(irgendwo las ich mal das einen eigenen Namen haben soll),ich lebe so Umweltbewußt wie möglich und ich liebe und Respektiere jedes Lebewesen!


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RE: Töten für Fleisch
Beitrag #7
Das wäre dann wohl frutarische kost. Alles geht, was keine Schädigung der Pflanze als solche verursacht. Der Sinn der Früchte ist es ja, gegessen zu werden, damit die Kerne in optimal temperiertem Dung aufgehen können.
Bring on the singularity, trancend trancended biology (Dr.Steel)
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RE: Töten für Fleisch
Beitrag #8
Puuuh, schwierig. Ich selbst versuche, nichts zu töten, weiß auch nicht, ob ich es könnte, esse aber ohne weiteres Fleisch. Könnte ich für mein Fleisch selbst töten? Keine Ahnung. Andererseits hab ich mich in den letzten 10 Jahren so exzessiv mit dem Thema Tod, Sinn des Lebens, usw. beschäftigt, dass ich bei dem Thema ohnehin ein wenig abgestumpft und zynisch geworden bin. Ich respektiere das Leben, ja, habe aber mit dem Tod, egal ob Pflanze, Tier oder Mensch - und das gilt auch für mich - vermutlich weniger Probleme als viele andere.
"Hey, Softie, bist du ein Mann oder ein Mädchen?"
"Ich bin ein wunderschöner Schmetterling, der darauf wartet, aus seinem Kokon auszubrechen."
"Was? Soll das ein Witz sein?"
"Nein. Ein Witz ist, dass ich trotz allem mehr Eier in der Hose hab als du." Wink
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RE: Töten für Fleisch
Beitrag #9
(12.07.2017, 01:48)Juna schrieb: die fragen, die sich mir stellen und vielleicht/hoffentlich beantwortet werden können...
1. ab wann ist ein leben schützenswert?
2. wer hat das zu entscheiden?
3. was schützt die menschen davor, als minderwertiges bzw. nicht schutzwürdiges leben betrachtet zu werden, falls mal hochentwickelte aliens auf der erde landen, für die wir das gleiche sind wie jetzt insekten/pflanzen für uns?
Puh, das geht dann schon sehr in Richtung der Fragen, mit denen sich zahlreiche Philosophen quer durch die Geschichte der Menschheit zeitlebens das Hirn zermartert haben, wie etwa:

- Was genau ist das Leben?
- Wo beginnt und wo endet es?
- Wie wertvoll ist ein Leben?
- Ist ein Menschenleben wertvoller als ein anderes?
- Warum ist die Menschheit überhaupt noch am Leben und nicht schon vor langer Zeit ausgestorben?
- Was ist mehr wert, Menschenrechte und Gesetze zu bewahren oder aber ein Leben (siehe Abtreibung, Sterbehilfe, Hinrichtungen, Rache ...)?
- Würde ich Menschen töten, wenn ich andere damit retten könnte? Diese Frage wurde etwa im Oktober 2016 in einem TV-Experiment aufgegriffen.
- Würde ich Menschen töten, wenn ich damit mich selbst retten könnte? Film-Tipp dazu von mir: Kill Theory
- Könnte ich Menschen töten, die mich beinahe zu Tode gefoltert haben? Dazu ebenfalls ein Film-Tipp: I Spit On Your Grave
- Könnte ich Menschen töten, wenn es gesetzlich erlaubt wäre? Siehe dazu den Film The Purge
- Habe ich das Leben überhaupt verdient? Insbesondere die Saw-Filmreihe ist dafür bekannt, dem Zuschauer diese Frage auf sehr drastische Art und Weise vor Augen zu führen.

Letztendlich bringt uns das alles aber wohl oder übel nur zurück zur eigentlichen großen Ausgangsfrage, auf die es wohl niemals eine allumfassende Antwort geben wird, nämlich jener nach dem Sinn des Lebens ...
»Wenn du dich mit den Hormonen einlässt, verändern sich nicht die Hormone. Die Hormone verändern dich!«
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RE: Töten für Fleisch
Beitrag #10
Wow, da sind wir aber schnell vom Töten für Fleisch hingerutscht zum Sinn des Lebens...
Tja, damit hab ich mich, wie gesagt, schon lange beschäftigt.
Da der Ursprung des Lebens und auch, was nach dem Leben kommt, (noch?) nicht beweisbar ist, kann die Frage wohl nur jeder für sich selbst wirklich beantworten.
Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass der Tod den Sinn des Lebens definiert.
Damit meine ich nicht, dass wir uns alle umbringen sollten, oh, nein, gerade aufgrund unseres mangelnden Wissens sollten wir am Leben festhalten.
Was ich meine, ist, dass wir wohl erst nach dem Tod derzeit auf eine objektive Antwort auf den Lebenssinn hoffen dürfen.
Vielleicht gibt es Himmel und Hölle und wir werden beurteilt? Dann könnte der Sinn des Lebens darin liegen, ein "rechtschaffenes" Leben zu führen, auch wenn das bedeutet, dass jemand anderes (Gott oder eine andere höhere Macht) darüber entscheidet, was "rechtschaffend" überhaupt ist.
Vielleicht gibt es ein Paradies für alle? Möglich wäre es hier, dass unsere Seele auf Erden "reifen" soll, damit wir für das Jenseits bereit sind.
Wiedergeburt? Dann geht es vielleicht darum, Karma anzusammeln, um den Kreis von Tod und Wiedergeburt zu durchbrechen um irgendwann ins Nirvana aufzusteigen.
Oder gibt es doch nichts danach? Das würde die Frage wieder offen gestalten. Viele würden wohl sagen, dass man dann das Beste aus seinem Leben machen soll, damit man stolz darauf sein kann. Ich selbst... habe Schwierigkeiten damit, dann überhaupt einen Sinn im Leben zu sehen, weswegen ich mich sehr an meinen Glauben klammere. Für mich bedeutet diese Variante schlicht zu vergessen, wer ich einmal war, alles, was mir wichtig war, verschwindet... das ist beänstigend. Daher bin ich froh, dass dem nicht unbedingt so sein MUSS.
"Hey, Softie, bist du ein Mann oder ein Mädchen?"
"Ich bin ein wunderschöner Schmetterling, der darauf wartet, aus seinem Kokon auszubrechen."
"Was? Soll das ein Witz sein?"
"Nein. Ein Witz ist, dass ich trotz allem mehr Eier in der Hose hab als du." Wink
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