Lena @work
Lena @work
Beitrag #1
Hallo zusammen, 

Aah, weil ich gerade aus der Arbeit raus bin, will ich euch gleich davon erzählen. 

Ich war bis dato eigentlich immer "als Mann" in der Arbeit, hatte bis dato auch nie das Verlangen da irgendetwas daran zu ändern. Heute Morgen wars aber irgendwie anders; nach dem duschen wollte ich ganz einfach nicht in meine (männlichen) Skater-Klamotten (Als Software Engineer ist das durchaus okay) schlüpfen, sondern viel lieber meine bequeme Jeggings und dazu ein passendes Shirt tragen. 

Anfangs dachte ich noch, dass das möglicherweise "komisch" enden könnte, da von Lena eigentlich niemand aus der Arbeit weiß - Trotzdem wollte ichs einfach tun und sehen, was passiert. 
Schlussendlich hieß es von unserem Lehrmädchen "Na, heute Waschtag, oder warum die Kleidung deiner Partnerin an?" - Meinte dann nur, dass das meine sei und ich mich darin wohler fühle. 
Hab dann noch ein Kompliment für mein Shirt geerntet und das wars auch schon wieder. 
Niemand war anders als sonst, niemanden hat es gestört - Toll! :Big Grin

Bei uns wird eigentlich schnell aus irgendeiner Kleinigkeit eine große Sache gemacht, aber das war scheinbar wirklich für jeden kein Problem. 
Dazu sollte ich aber noch sagen, dass das Unternehmen in dem ich angestellt bin, ein recht kleines, sehr familiäres ist. Bei gerade Mal 5 Kollegen, inklusive meinem Chef war die Aufregung natürlich nicht so groß - wie Sie z.B. bei einem Unternehmen wie die ÖBB gewesen wäre.

Wie wars bei euch? Ähnlich? Ganz anders? Freu mich auf eure Stories. 

Na gut, das wars jetzt auch schon wieder von mir - Muss meinen Zug erwischen. :Smile

~Lena
Zitat

RE: Lena @work
Beitrag #2
Freut mich für dich. Dann steht doch eigentlich einem kompletten Outing nichts mehr im Weg.

Bei mir wars auf Arbeit so, dass ich irgendwann nur androgyn gekleidet zur Arbeit kam. Also schon Damenbekleidung, aber auch durchaus halbwegs unauffällig, was auch ein Mann bedenkenlos anziehen könnte. Also z.B. skinny Jeans und T-Shirts.

Irgendwann hab ich mich bei einer Kollegin unter vier Augen geoutet. Hab alles erzählt und auch, dass ich schon seit ein paar Monaten(damals) Hormontherapie mache. Da sagt sie zu mir, dass sie es sich schon gedacht hätte und man es eh nicht mehr übersieht Big Grin 

Das hat mir den Mut gegeben, es zwei Wochen später bei der Chefin offiziell zu machen. Überrascht schien sie auch nicht und hat dann, auf meine Bitte hin, alle gebeten, das weibliche Pronomen für mich  zu benutzen und mich mit Lydia anzusprechen. Hat auch soweit ganz gut geklappt. Dass ich dann auch so bekleidet zur Arbeit gehen konnte, wie ich mich am wohlsten fühle, versteht sich von selbst. Wirkliche Probleme hatte niemand, außer der Bruder der Chefin. Naja, da konnte ich drüber stehen, weil ich eh schon meine Meinung zu ihm hatte Angel2
"Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken." Dr. Gert Postel

 Ich bin zwar F12.1 , aber deswegen trotzdem nicht ganz dicht. Daydream 
Zitat



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