Tja, meine Lieben,
Tja, meine Lieben,
Beitrag #1
Heart 
sagte einst Lilo Wanders und nun möchte ich mich auch gerne mal vorstellen, als neues Mitglied in diesem schönen Forum unter so vielen lieben Menschen! Heart   
 
Ich selbst hatte schon seit meiner Kindheit immer wieder das Bedürfnis, aus meiner angeborenen, männlichen Geschlechterrolle auszubrechen. Als Kind wollte ich nicht „nur“ ein Bub, sondern manchmal auch ein Mädchen sein. Denn die Welt der Mädchen war bunt, sie durften (wenn sie wollten) mit jedem Spielzeug spielen (auch damals schon mit Autos oder der Eisenbahn) und sämtliche Kleidungsstücke tragen. Daher spielte ich heimlich auch mit Puppen oder zog mir Mädchenkleider an. Dabei hatte ich jedoch weniger Angst vor meinen Eltern, sondern viel mehr Angst, dass mich meine Freunde erwischen.   Blush Sad
 
Später, als ich mich das erste Mal verliebte, erkannte ich, dass ich nicht nur meine damalige Freundin liebte, sondern mich auch für ihre Kleidung, ihren Schmuck, ihr Make-Up, ihre Frisur … interessierte. Gleichzeitig fand ich auch an dem „innere Mädchen“ Gefallen und es herrschte lange Zeit Unsicherheit. Immer wieder musste ich aus dem “Geschlechtergefängnis” auszubrechen, auch wenn ich Gewissensbisse hatte. Lange Zeit konnte ich mich deswegen selbst nicht akzeptieren bzw. verstehen, jetzt, zwar sehr spät, aber doch, liebe ich meine “zweite Rolle” in meinem Leben, denn das “Frau Sein” ist so wunderschön. Rolleyes Smile Eine GAOP kommt für mich aber trotzdem nicht in Frage, aus mehreren Gründen, diese möchte ich hier aber nicht anführen.  
 
Dass das Leben einer Frau oft sehr hart ist, das wissen nicht nur Bio- bzw. Cis-Frauen. Die Gleichstellung von Frau und Mann ist noch immer nicht abgeschlossen und in der Arbeitswelt gibt es noch immer Unterschiede bei den Gehältern. Und Frauen werden in erster Linie oft nur über ihr Äußeres definiert, d.h. über ihre Schönheit, innere Werte oder Kompetenz im Beruf spielen oft nur eine untergeordnete Rolle.  Cry 
 
Und hier wären wir schon wieder beim Thema, dann “frau” muss eben gut aussehen. Daher habe ich noch viel zu lernen, bevor ich en femme das Haus verlasse. Vor allem muss ich das Schminken lernen, denn ich möchte nicht als „Horrorclown“ in Erscheinung treten. Außerdem habe ich starken Bartwuchs und muss mich daher vorher gründlich rasieren, obwohl dank Conchita auch Frauen schon Bärte tragen dürfen. Big Grin Vielleicht besuche ich deshalb auch ein spezielles “Seminar” für Crossdresser. 
 
Meine Lieben, ich hoffe, dass es Euch gut geht und dass Ihr Spaß in diesem wunderbaren Forum habt. Ich freue mich schon auf Eure Mails! Ich werde Euch gerne antworten, aber bitte Geduld, wenn es etwas länger dauert.  Smile  
 
Liebe Grüße   Heart2
 
Eure Caroline 
 
"Wahre Freundinnen sind die beste Therapie!" Favorite
"Wahre Freundinnen sind die beste Therapie!"   Heart2
Zitat

RE: Tja, meine Lieben,
Beitrag #2
Freut mich, dass du da bist. Wir haben sicher vieles gemeinsam. Würde mich auch freuen, mit dir zu chatten. Komme aber immer erst sehr spät am Abend dazu.

Lg Larissa
Ich bin eine Schülerin des Lebens, auf der Suche nach mir selbst.
Zitat

RE: Tja, meine Lieben,
Beitrag #3
Wahre Freundinnen sind die beste Therapie!"  Diesen Spruch finde ich besonders schön. Danke, dass auch ich deine Freundin sein darf
Ich bin eine Schülerin des Lebens, auf der Suche nach mir selbst.
Zitat

RE: Tja, meine Lieben,
Beitrag #4
Hi und herzlich Willkommen Smile

Vieles was Du sagst, dürften Vielen bekannt vorkommen, aber ein paar Anmerkungen wären vielleicht dennoch angebracht Blush

(16.11.2018, 15:57)Caroline B schrieb: Ich selbst hatte schon seit meiner Kindheit immer wieder das Bedürfnis, aus meiner angeborenen, männlichen Geschlechterrolle auszubrechen.

Eine Rolle, was auch immer sie ist, ist aber zumindest nicht angeboren. (Auch wenn es sich unter bestimmten Umständen so anfühlen mag, weil man in bestimmte Lebensumstände hineingeboren wird, die mehr oder weniger deterministisch wirken können.)

(Falls man sich nicht ohnehin dazu durchringen sollte, lieber mit einem Konzept wie Habitus zu arbeiten.)

Zitat:Denn die Welt der Mädchen war bunt, sie durften (wenn sie wollten) mit jedem Spielzeug spielen (auch damals schon mit Autos oder der Eisenbahn) und sämtliche Kleidungsstücke tragen.

Das ist ein eigenartiger Effekt, der aber nicht besagt, daß Mädchen im Allgemeinen in anderen Lebensbereichen größere Freiheiten in der individuellen Ausgestaltung ihrer Lebensvorstellungen (um das nicht nur zu beschränken auf: "ihrer Geschlechtsrolle") hätten. (Worauf Du ja auch weiter unten zurückkommst.)

Für mich persönlich war das nicht so das Problem. Ich konnte ziemlich viel machen, aber ich hatte es nicht so mit Spielzeug. Ich bin zwar bis heute sehr verspielt, lebe das aber lieber durch kreativen Umgang mit Alltäglichkeiten aus.

Zitat:das “Frau Sein” ist so wunderschön. Rolleyes Smile

Irgendwie hast Du da ja eigentlich schon recht Blush Wink

Zitat:Dass das Leben einer Frau oft sehr hart ist, das wissen nicht nur Bio- bzw. Cis-Frauen. Die Gleichstellung von Frau und Mann ist noch immer nicht abgeschlossen und in der Arbeitswelt gibt es noch immer Unterschiede bei den Gehältern. Und Frauen werden in erster Linie oft nur über ihr Äußeres definiert, d.h. über ihre Schönheit, innere Werte oder Kompetenz im Beruf spielen oft nur eine untergeordnete Rolle. Cry

Das dürfte für viele bittere Realität sein. Entsprechende Beschwerden habe ich immer mal wieder zu Ohren bekommen.

Auch in der Hinsicht bin ich wohl hoffnungslos überprivilegiert. Es ist in meinen Kreisen nicht üblich, Frauen als minderbemittelt zu behandeln, egal ob im Beruf oder im Privatleben.
I’m cool and I know it.
Zitat

RE: Tja, meine Lieben,
Beitrag #5
Hallöchen und Willkommen
Mut heißt nicht, keine Angst zu haben!
Mut ist, wenn man trotzdem springt!
Und die Angst vergeß ich - die Angst vergeß ich, wenn ich sing!
Zitat

RE: Tja, meine Lieben,
Beitrag #6
Hallo Caroline!
Zitat

RE: Tja, meine Lieben,
Beitrag #7
Hallo Caroline,
Spät aber doch auch ein herzliches Willkommen von meiner einer  Smile

GLG
Martina

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