Beitrag #104
11.04.2013, 09:01
Letztlich glaube ich, dass signo in gewisser Weise Recht hat. Ebenso wie Monika Donner, auch wenn ich ihren, von Angelika zitierten "Sager" von der Kinderzeugung politisch für nicht besonders klug und ziemlich plakativ halte ("fishing for a headline"). Aber wie sie in "Tiger in High Heels" zutreffend über uns Transgender geschrieben hat (Seite 550):
Zitat:“Noch nie habe ich eine uneinigere Randgruppe erlebt. In ihr findet man bei genauerem Hinsehen nicht selten eine typisch männliche Hierarchie vor, bei der Damenwäscheträger ganz unten und Transsexuelle ganz oben auf der transischen Nahrungskette zu stehen scheinen”
Wir reiben uns intern in solchen Debatten, in Abgrenzungs- und Wertigkeitsdiskursen etc., immer wieder auf und frustrieren uns gegenseitig, statt Gemeinsamkeiten zu betonen und gemeinsame Ziele zu definieren. Meiner Meinung nach ist das auch ein Grund, warum z.B. Tivis sich fast nie an solchen Diskussionen beteiligen und auch kaum zu tg-politischer Aktivität zu bewegen sind, obwohl sie innerhalb der TG-Familie eine sehr große Gruppe wären.
Das ist eine große Quelle der Frustration. Und es ist ein Irrweg. Aber es ist, wie es eben ist.

- Sag' Du mir, in welche Schublade ich passe!
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