Beitrag #350
14.06.2017, 22:07
(14.06.2017, 19:55)Mike-Tanja schrieb: Was für einen signifikanten, nachweisbaren Vorteil hat denn nun eine höhere Dosis Androcur (CPA) gegenüber einer niedrigen?Nun, ich bin zwar auch (noch) keine Expertin auf diesem Fachgebiet (anderenfalls würde ich wohl schon längst irgendwo den lieben langen Tag im weißen Kittel herumstolzieren^^), aber meines Wissens nach ist es zwar so, dass die Spermienproduktion auch bereits mit geringen Dosen (5-10 mg) erfolgreich unterdrückt werden kann, aber der Zeitrahmen der Testosteron-Reduktion bis zur endgültigen chemischen Kastration ein erheblich längerer ist, als bei hohen Dosen (50, 100 oder in manchen Fällen sogar 200 mg) und damit auch mitunter der Prozess der gesamten HRT erheblich verzögert wird. Ich denke auch, dass das Vorhandensein von gleichzeitig hohen Dosen Östrogen und Testosteron, aber niedrigen Dosen Androcur im Körper über einen längeren Zeitraum hinweg insgesamt mehr Schaden anrichten kann, als das Vorhandensein von gleichzeitig hohen Dosen Östrogen und Androcur, aber niedrigen Dosen Testosteron (auch deshalb, weil der Körper beim Beginn der HRT mitunter nach erstmaliger Östrogenzufuhr fälschlicherweise mit heftiger Steigerung der eigenen Testosteronproduktion reagiert).
Außerdem besteht bei niedrigeren Dosen die Möglichkeit, dass trotz erfolgreicher Unterdrückung der Spermiogenese der männliche Sexualtrieb und die Erektionsfähigkeit vollständig erhalten bleiben. Da diese Dinge jedoch für mich und ich denke mal die meisten anderen Trans-Frauen in höchstem Maße unerwünscht sind, aber sich oftmals nur mit hohen Dosen Androcur bändigen lassen, muss hier zwangsläufig mit 50 mg und mehr behandelt werden.
Dass es vielen dann psychisch schlecht geht, liegt übrigens nicht am Androcur selbst (auch wenn's hier viele glauben), sondern am rapiden Absturz des Testosteronspiegels, sowie dem baldigen Libidoverlust, der durch eine hohe Dosis hervorgerufen wird; außer natürlich, man verträgt es grundsätzlich körperlich nicht, in diesem Fall wäre aber die eigentliche Dosis in der Regel wenig bis gar nicht relevant.
(14.06.2017, 19:55)Mike-Tanja schrieb: Ich meine, wir reden von einem Medikament, das in einigen Staaten der Welt, namentlich in den USA, von den Arzneimittelaufsichtsbehörden wegen möglicher Gefahren für die Gesundheit nicht zugelassen worden ist.Sorry für die folgende uncharmante Antwort, aber ich gebe maximal einen feuchten Furz auf die Meinung eines Landes in Gesundheitsfragen, das seine Bürger mittels permanenter Trinkwasserfluoridierung zwangsverblödet und zwangsvergiftet ...
