Frühere und spätere Transitionen von Jüngeren und Älteren
RE: Wie gefährlich ist Transsexualität?
Beitrag #4
(25.03.2021, 14:52)Maraki schrieb:
…ich muss leider bei eurem Austausch feststellen, daß ich viel zulange mit diesem Thema keine Berührung mehr habe, um mich so *pseudowissenschaftlich damit auseinanderzusetzen.... 
 

 
 
Keine Sorge.
Wir schreiben hier in einfacher Sprache.
Die kann jeder verstehen.
 
(25.03.2021, 14:52)Maraki schrieb:
Allerdings fordere ich hier Achtung und Respekt auch für uns ein, die den Weg  in jungen Jahren gegangen sind. Von "verdienst" zu sprechen, finde ich als starkes Stück.

 
Ich habe mehrfach geschrieben, dass ich die jung Transitionierenden mit aller Kraft unterstütze.
Bitte genau lesen.
 
(25.03.2021, 14:52)Maraki schrieb:
So kann man einfach nicht argumentieren, soll es nur dazu dienen, anderen in ihrem Weg abzuwerten. Haltet davon Abstand. 
 

 
Du hast den spät Transitionierenden abgesprochen, Frauen zu sein.
Das ist abwerten.
Halte davon Abstand.
 
(25.03.2021, 14:52)Maraki schrieb:
Diese Erfahrung, die *Spätberufene gemacht haben, darauf kann ich wirklich verzichten. Diese Erfahrung zu machen, um dann später daraus eine Ideologie zu basteln und zusätzlich noch ein soziales Problem zu haben .. nein das brauch ich nicht.
 

 
Du verunglimpfst die spät Transitionierenden als Spätberufene.
Nimm davon Abstand.
Nur weil jemand in höherem Lebensalter als du transitioniert ist, bedeutet das nicht, dass sie nicht vll schon eher als du wusste, welchen Geschlechts sie ist.
Dein unverdientes Glück war es, dass du eher transitionieren konntest als jene.
 
Und auf die Erfahrung, die Rolle als „Mann“ gespielt zu haben, möchte so manch spät Transitionierende mit Kusshand verzichten.
Niemand bastelt daraus eine Ideologie.
Hast du Jessicas Ausgangstext überhaupt gelesen, um zu verstehen, worum es in diesem Thread geht?
 
(25.03.2021, 14:52)Maraki schrieb:
 
Die Gesellschaft macht dich zum Mann oder zur Frau. Für die Gesellschaft gibt es kein drittes Geschlecht.

 
Um dich auch hier auf den neuesten Stand zu bringen:
Pressemitteilung Nr. 95/2017 vom 8. November 2017
Beschluss vom 10. Oktober 2017
1 BvR 2019/16
Die Regelungen des Personenstandsrechts sind mit den grundgesetzlichen Anforderungen insoweit nicht vereinbar, als § 22 Abs. 3 Personenstandsgesetz (PStG) neben dem Eintrag „weiblich“ oder „männlich“ keine dritte Möglichkeit bietet, ein Geschlecht positiv eintragen zu lassen. Dies hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts mit heute veröffentlichtem Beschluss entschieden.
Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG) schützt auch die geschlechtliche Identität derjenigen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen. Darüber hinaus verstößt das geltende Personenstandsrecht auch gegen das Diskriminierungsverbot (Art. 3 Abs. 3 GG), soweit die Eintragung eines anderen Geschlechts als „männlich“ oder „weiblich“ ausgeschlossen wird.

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/bvg17-095.html
Hier folgt das Verfassungsgericht dem Stand der Wissenschaft, dass die Geschlechter nicht definitiv nur binär zugeordnet werden können.
 
(25.03.2021, 14:52)Maraki schrieb: Man kann die Gesellschaft nicht ändern…
 
Da die heutige Gesellschaft ganz eindeutig eine andere ist als zum Beispiel 1939 oder 1066, ist diese Aussage falsch.
 
 
(25.03.2021, 14:52)Maraki schrieb: ... es gibt gesellschaftlich kein drittes Geschlecht…
 
Zum Glück bestimmt nicht die Gesellschaft, was wissenschaftliche Erkenntnis ist.
Sonst würden wir wohl heute noch verbrannt oder vergast werden.
 
(25.03.2021, 14:52)Maraki schrieb: Und ich behaupte es auch, weil ich selbst nicht zum dritten Geschlecht gehöre..dafür steht meine Identität. Man kann es nur verstehen, wenn man selbst davon betroffen ist. Bin ich aber nicht. Ich bin psychisch und physisch weiblich
 
Nach dieser Argumentation gibt es keine Österreicher (finde den Fehler!):
Und ich behaupte es auch, weil ich selber nicht zu Österreich gehöre…dafür steht meine Identität.
Man kann es nur verstehen, wenn man selber betroffen ist.
Bin ich aber nicht.
Ich bin psychisch und physisch deutsch.
 
(25.03.2021, 15:07)Maraki schrieb: Übrigens ist es etwas vöööllig anderes, und da musste ich ja schon fast schmunzeln... dass man als *Spätberufene schon immer eine Frau mit Penis war..
 
 
Wie schön, dass ich dich fast zum Schmunzeln gebracht habe.
Allerdings hast du da etwas geschrieben, was ich nicht geschrieben habe – wohl deswegen hast du nicht die Zitierfunktion benutzt.
 
Aber du widerlegst dich selber.
Du behauptest:
-          eine spät Transitionierende sei vor ihrer Transition keine Frau gewesen.
-          eine früh Transitionierende – so wie du - sei auch vor ihrer Transition schon immer eine Frau gewesen
-          daraus folgt, das eine frühe Transition rückwirkend aus einem männlichen Kind ein weibliches macht oder
-          eine verhinderte frühe Transition aus einem weiblichen Kind ein männliches macht
 
Wie lässt sich diese Unlogik auflösen?
 
(25.03.2021, 15:07)Maraki schrieb: Man muss schon als Frau in der Gesellschaft leben, die gesamte Breite der Vor UND Nachteile erleben.. Nachteile zB, dass ich als Frau im Gegensatz zu einem Mann bei gleicher Arbeit einfach weniger verdiene... Das gehört alles mit dazu... nicht nur die Psyche, die weiblich ist, sondern auch das "real life", so sagte man es früher :-)
 
Ach.
Muss „man“ das?
Wer sagt das?
Du?
Die du selber geschrieben hast:
(25.03.2021, 14:52)Maraki schrieb:
Diese Erfahrung, die *Spätberufene gemacht haben, darauf kann ich wirklich verzichten. Diese Erfahrung zu machen, um dann später daraus eine Ideologie zu basteln und zusätzlich noch ein soziales Problem zu haben .. nein das brauch ich nicht.
 

Und jetzt verlangst du, dass „man“ die Erfahrungen als früh Transitionierende, die Nachteile, erlebt haben muss?
Was ist das anderes als:
quote='Maraki' pid='92531' dateline='1616676731']
daraus eine Ideologie zu basteln und zusätzlich noch ein soziales Problem zu haben
 [/quote]
?
 
 
Und schließlich stellst du dich mit deiner – sorry – unqualifizierten Meinung gegen wissenschaftliche Erkenntnisse und Höchstrichterliche Urteile, wenn du trans Frauen – ob mit oder ohne Penis - ihr Frausein absprichst.
 
Es ist wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis, dass die Zugehörigkeit eines Menschen zu einem Geschlecht nicht allein nach den äußerlichen Geschlechtsmerkmalen im Zeitpunkt seiner Geburt bestimmt werden kann, sondern sie wesentlich auch von seiner psychischen Konstitution und selbstempfundenen Geschlechtlichkeit abhängt.“
 
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2011/01/rs20110111_1bvr329507.html
Nicht zu hassen - um zu lieben bin ich da (Antigone)
Zitat



Nachrichten in diesem Thema
RE: Wie gefährlich ist Transsexualität? - von Rabenmädchen - 25.03.2021, 16:02
RE: Wie gefährlich ist Transsexualität? - von Sunburst - 26.03.2021, 10:37
RE: Wie gefährlich ist Transsexualität? - von Sunburst - 25.03.2021, 17:32
RE: Wie gefährlich ist Transsexualität? - von Sunburst - 25.03.2021, 18:00
RE: Wie gefährlich ist Transsexualität? - von Sunburst - 25.03.2021, 23:42
RE: Wie gefährlich ist Transsexualität? - von Sunburst - 26.03.2021, 09:50

Gehe zu: