Personenstandsänderung ohne GaOP?
RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #21
Ich denke, dass ich absolut klar gestellt habe, dass ich sehr wohl gegen Zwangs-OP`s bin. Denn nur darum geht es doch im Prnzip. Der Gesetzgeber hat nicht das Recht jemanden zu zwingen sich für die Gewährung passender Dokumente auf einen OP-Tisch zu legen. Das ist sowohl die Aussage des VwGH in Wien als auch des BVerfG in Karlsruhe.

Aber nur weil man eben berechtigterweise gegen einen OP-Zwang ist, darf man die GA-OP noch lange nicht als Verstümmelung bezeichnen. Oder wollen Non-OP-TS, TV´s, etc. mit dieser Aussage erreichen, dass sich die KK aus der Plicht nehmen können und mit dem Hinweis, dass man gemäß der gesetzlichen Bestimmungen keine Verstümmelungs-OP´s bezahlen muss, die Kostenübernahmen für die GA-OP´s einstellen?

Was als ist nun tatsächlich der Hintergrund für dieses Beharren auf der Aussage von Verstümmelung im Zusammenhang mit der GA-OP? Ist es wirklich Absicht, was ich mir nicht vorstellen kann, oder ist es schlichtweg nur Unwissenheit oder Dummheit?
Zitat

RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #22
(01.12.2012, 09:06)Angelika schrieb: [hier gekürzt] Aber nur weil man eben berechtigterweise gegen einen OP-Zwang ist, darf man die GA-OP noch lange nicht als Verstümmelung bezeichnen. Oder wollen Non-OP-TS, TV´s, etc. mit dieser Aussage erreichen, dass sich die KK aus der Plicht nehmen können und mit dem Hinweis, dass man gemäß der gesetzlichen Bestimmungen keine Verstümmelungs-OP´s bezahlen muss, die Kostenübernahmen für die GA-OP´s einstellen? [hier gekürzt]

Kein Krankenversicherungsträger der Welt würde auf Beiträge in einem Webforum zurückgreifen, wenn er Argumente für eine Verweigerung der Kostenübernahme für gaOPs suchen würde.
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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Zitat

RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #23
(01.12.2012, 10:14)Mike-Tanja schrieb:
(01.12.2012, 09:06)Angelika schrieb: [hier gekürzt] Aber nur weil man eben berechtigterweise gegen einen OP-Zwang ist, darf man die GA-OP noch lange nicht als Verstümmelung bezeichnen. Oder wollen Non-OP-TS, TV´s, etc. mit dieser Aussage erreichen, dass sich die KK aus der Plicht nehmen können und mit dem Hinweis, dass man gemäß der gesetzlichen Bestimmungen keine Verstümmelungs-OP´s bezahlen muss, die Kostenübernahmen für die GA-OP´s einstellen? [hier gekürzt]

Kein Krankenversicherungsträger der Welt würde auf Beiträge in einem Webforum zurückgreifen, wenn er Argumente für eine Verweigerung der Kostenübernahme für gaOPs suchen würde.
Liebe Tanja,
ich würde den Mund da nicht zu voll nehmen. Immerhin arbeiten die nicht am Bauernhof. Wenn es genügend Gründe gegen eine Bazahlung finden lassen, dann ists wurscht ob Internet oder Papier.
In einem Forum für klassische Musik wirds wohl niemanden interessieren, wenn 2-3 von Verstümmelung reden.
Aber wenn ein halbes Transgender Forum davon redet, kann das auch im Internet böse Folgen haben. Daher geb ich hier Angelika recht
Zitat

RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #24
(01.12.2012, 09:06)Angelika schrieb: Was als ist nun tatsächlich der Hintergrund für dieses Beharren auf der Aussage von Verstümmelung im Zusammenhang mit der GA-OP? Ist es wirklich Absicht, was ich mir nicht vorstellen kann, oder ist es schlichtweg nur Unwissenheit oder Dummheit?

Klar, Bösartigkeit oder Dummheit reichen als Erklärungsmodel völlig aus, daß es Menschen gibt, die es einfach nur als grausam empfinden, wenn sie sich operieren lassen müßten, nur um als Frau anerkannt zu werden, daß scheint man dir offebar nicht begreiflich machen zu können.
Aber gut, rede du nur weiter von deiner möglichen geplanten Streichung der Kostenübernahme, ich werde weiterhin sagen was ich denke und empfinde.
Zu viel Wahrheit wird nicht erkannt; Zu viel Tod am Wegesrand.
Erst auf den zweiten Blick; Erkennst du was dahinter steckt.
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RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #25
(01.12.2012, 10:14)Mike-Tanja schrieb:
Kein Krankenversicherungsträger der Welt würde auf Beiträge in einem Webforum zurückgreifen, wenn er Argumente für eine Verweigerung der Kostenübernahme für gaOPs suchen würde.

Bist Du Dir da so sicher? Wieviel Erfahrung hast Du mit diversen Kostenübernahmediskussionen mit KK?

Und diese Aussage kommt ja nicht nur in Internetforen, sondern darf ich Dich daran erinnern, dass es solche Aussagen von einer Betroffenen sogar schon im Fernsehen gegeben hat.
Zitat

RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #26
(01.12.2012, 12:01)Eva_Tg schrieb: Klar, Bösartigkeit oder Dummheit reichen als Erklärungsmodel völlig aus, daß es Menschen gibt, die es einfach nur als grausam empfinden, wenn sie sich operieren lassen müßten, nur um als Frau anerkannt zu werden, daß scheint man dir offebar nicht begreiflich machen zu können.
Aber gut, rede du nur weiter von deiner möglichen geplanten Streichung der Kostenübernahme, ich werde weiterhin sagen was ich denke und empfinde.

Kannst Du es nicht verstehen, oder willst Du es nicht verstehen?

Ich habe immer wieder gesagt, dass ich einen OP-Zwang ablehne. Er sich nicht operieren lassen will, der darf dazu auch nicht gezwungen werden.

Nur warum wird gerade aus dieser Richtung immer mit dem begriff "Verstümmelung" argumentiert, die abzulehnen ist. Würde es nicht reichen mit der Aussage einer kategorischen Abllehnung eines OP-Zwanges zu argumentieren?

Da würden nämlich sicher auch viele Prä- und Post-OP-TS mitkönnen, was bei der Aussage von "Verstümmelungs-OP´s" nicht der Fall ist.

Was also bringt es daher auf diesem Begriff so vehement zu bestehen?
Zitat

RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #27
Zitat:Was also bringt es daher auf diesem Begriff so vehement zu bestehen?

Ich bestehe nicht auf dem Begriff, sondern auf meine Gefühle. Wenn ein körperlicher Eingriff an mir durchgewerden sollte, den ich als grausam erachte, wie soll ich es deiner Meinung nach dann bezeichnen? Vielleicht Folter oder Bestrafung?
Mach dir endlich mal bewußt, daß es TS gibt, die eine Höllenangst vor einer OP haben und diese Ängste nur in Worte packen wollen.
Zu viel Wahrheit wird nicht erkannt; Zu viel Tod am Wegesrand.
Erst auf den zweiten Blick; Erkennst du was dahinter steckt.
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RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #28
(01.12.2012, 12:50)Eva_Tg schrieb:
Zitat:Was also bringt es daher auf diesem Begriff so vehement zu bestehen?

Ich bestehe nicht auf dem Begriff, sondern auf meine Gefühle. Wenn ein körperlicher Eingriff an mir durchgewerden sollte, den ich als grausam erachte, wie soll ich es deiner Meinung nach dann bezeichnen? Vielleicht Folter oder Bestrafung?
Mach dir endlich mal bewußt, daß es TS gibt, die eine Höllenangst vor einer OP haben und diese Ängste nur in Worte packen wollen.
Angst vor einer OP und Verstümmelung sind aber zwei paar Schuhe. Dodgy
Zitat

RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #29
Zitat:Angst vor einer OP und Verstümmelung sind aber zwei paar Schuhe. Dodgy

Vollkommen richtig!

Ich möchte noch einen Aspekt hinzufügen - dabei geht es nicht um Verstümmelung oder Angst vor der OP.

Sondern: Menschen, welche sich danach sehnen, aber aus medizinischen Gründen oder erhöhtem Risiko nicht zum ersehnten Ziel kommen können. Man sollte einmal auch über diesen Leidensdruck sprechen, weil da gibt es nämlich kein Licht am Horizont.
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Zitat

RE: Personenstandsänderung ohne GaOP?
Beitrag #30
(01.12.2012, 12:04)Angelika schrieb:
(01.12.2012, 10:14)Mike-Tanja schrieb:
Kein Krankenversicherungsträger der Welt würde auf Beiträge in einem Webforum zurückgreifen, wenn er Argumente für eine Verweigerung der Kostenübernahme für gaOPs suchen würde.

Bist Du Dir da so sicher? Wieviel Erfahrung hast Du mit diversen Kostenübernahmediskussionen mit KK? [hier gekürzt]

Keine aus der Praxis, wie man weiß. Ich komme gerne mal zu einer mit, falls meine Unterstützung gebraucht wird.

Aber Kostenübernahmen sind bei ASVG-Pflichtleistungen wie Krankenbehandlungen im Grund keine kollektive Verhandlungssache. Sie sind individuell einklagbar.

Und ich weiß ein bisserl was über Leistungsstreitverfahren nach dem Arbeits- und Sozialgerichtsgesetz (nicht nur aus der Theorie sondern aus fünf Monaten am Arbeits- und Sozialgericht Wien während meiner Gerichtspraxis). Jede/r Vorsitzende dort wird die/den Vertreter/in der Krankenkasse mit dem nassen Fetzen aus dem Gerichtssaal jagen (bevor der Senat der Klage stattgibt), wenn sie/er als Beweis für die fehlende Notwendigkeit einer gaOP zur Besserung des Gesundheitszustands einer Transfrau den Ausdruck eines Postings mit der Meinung eines/einer gewissen Mike-Tanja (Selbstbezeichnung: Transvestit) im Forum community.transgender.at vorlegt. Wink

Und auch bei irgendwelchen politischen Verhandlungen über die Frage wäre das nichts anderes als ein peinliches Zeichen für Argumentationsnotstand. Da würde ich mich an Angelikas Stelle gelassen zurücklehnen und mein Gegenüber anlächeln. Soll ich noch eine passende Erwiderung formulieren?
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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