Einfluss Schildrüsenunterfunktion auf HRT
Einfluss Schildrüsenunterfunktion auf HRT
Beitrag #1
Als ich bei meinem Endokrinologen das erste mal war, wurde bei mir auch eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert.

Er verschrieb mir daraufhin L Tyhroxin henning 25, und meinte, das eine Unterfunktion die HRT beeinflussen könnte, also deren Erfolg.

Nun meine Frage: Wer hat Erfahrung damit? Wie lange kann es dauern bis schließlich der richtige TSH-Wert erreicht ist (und diese beiden anderen Werte), inwieweit hat es wirklich Einfluss auf die HRT, kann es eine HRT erheblich verzögern?

lg

Johanna Sophie
Zitat

RE: Einfluss Schildrüsenunterfunktion auf HRT
Beitrag #2
Hallo Johanna Sophie!

Eine eindeutige Antwort auf Deine Fragen kann man bzw ich nicht geben; Oral eingenommene Schilddrüsenhormone müssen eingeschlichen werden bis zu der verträglichen bzw wirkenden Dosis; Das kann mehrere Wochen bis sogar Monate dauern; Einige Leute vertragen das aktuelle Präparat nicht und müssen dieses wechseln und wieder von vorne einschleichen...

Es ist richtig, dass so gut wie alle Hormone im Körper in Relation zu einem oder mehreren anderen stehen und jeweils runter oder rauf reguliert (ausgeglichen) werden (vom Körper); Gibt es eine Störung (wodurch auch immer), dann ist meist nicht nur ein einzelnes Hormon betroffen...

In diesem Beitrag hab ich ein bisschen darüber geschrieben - inkl Link in eine großes und sehr gutes (UNABHÄNGIGES!) SHG-Forum - da bekommst Du sicherlich tiefer gehende Antworten!

Viel Glück und Erfolg bei Deiner Therapie Smile
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
Zitat

RE: Einfluss Schildrüsenunterfunktion auf HRT
Beitrag #3
Hallo liebe Johanna Sophie , Smile
die Schilddrüsenhormone werden auf jeden Fall durch eine Östrogen - HRT bei weiblicher TS mit beeinflußt. Das auch, wenn vorher eine normale Schilddrüsenfunktion vorhanden war. Beim Umbau des Leberenzymmusters auf die weibliche Variante wird auch vermehrt SHBG (Sexual-Hormon-Bindendes-Globulin) gebildet. Dieses senkt schnell den freien Testosteronspiegel im Blut, weil es das Testo bindet, und so in der Leber dem Abbau zuführt. Allerdings bindet das SHBG auch noch andere Hormone, unter anderem auch die Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin). Dadurch sinkt der Spiegel im Blut ab, und die Hypophyse versucht, mit der Ausschüttung von TSH (Thyreo-Stimulierendes Hormon) dagegenzusteuern. Das geht natürlich nur solange gut, wie die Schilddrüse dazu in der Lage ist, die fehlenden Hormone nachzuliefern. Oft wird sie aber in ihrer Leistungsfähigkeit überfordert, und es kommt zu einer "Unterfunktion". Das läßt sich aber sehr gut mit Schilddrüsenhormonen (T3 und T4) in Tablettenform behandeln. Bei mir stellte sich damals (1989) sehr schnell ein Schilddrüsenhormonmangel ein. Derzeit nehme ich "L-Thyroxin Henning 100" - 1 Tablette pro Tag. Damit habe ich völlig normale Hormonwerte.
Ich grüße Dich! Wink
Betty
Zitat



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