Psychologe und erste Schritte (nach Erfahrung Bundesheer)
Psychologe und erste Schritte (nach Erfahrung Bundesheer)
Beitrag #1
Heyhey! Blush

Ich hab mittlerweile seit meiner anmeldung hier mich etwas eingelesen im forum.

Habe aber trotzdem auch fragen an euch und vll könnt ihr mir weiter helfen, wär wirklich ur lieb von euch!
Ich wollt daher wissen wie man zu einem (passenden) psychologen kommt und wie das ganze mit den kosten für so etwas aussieht.

Im September 2011 hatte ich mich endlich getraut mich meinem Arzt an zu vertrauen, wir haben so 20 minuten geplaudert er war ganz aufgeregt und hat viel nach gefragt aber sehr positiv nur hat es ihm voll leid getan das er mir nicht helfen konnte.
Dann dachte ich mir okay ich komme so und so zum heer und am ersten tag muss man eh zum krankenrevier und zetteln ausfüllen, da hab ich alles aufgeschrieben, der arzt dort war sehr feindlich mir gegenüber und sagte mir is soll im aus die augen treten und beschimpfte mich nur. Einem der militärärzte tat ich sehr leid und er wartete vor der station auf mich und sagte mir ich soll keine angst haben und das alles gut wird. 2 Tage danach war ich in wien im hsp, dort war die psychologien leider nur nicht da und ich wurde an einen älteren doktor und einem sehr jungen übergeben denen hab ich alles erzählt und die wollten sofort helfen, haben alles in ihre datenbank eigetragen und mussten mich in eine psychiatrie weiterleiten. Dort hatte ich voll angst, alles war so düster und kalt. Die dame dort meinte was mit mir bitte los ist und ich soll mich nicht so anstellen, ich habe nur angst vorm heer und ich bin keine frau. Das gespräch dauerte nicht mal 5 minuten...

Das war damals mein letzter kontakt zu dem ganzen, es hat mich ziemlich abgeschreckt das die leute einem sagen mädchen wir helfen dir es dann aber nicht tun und die anderen sagen verpiss dich das ist die höhe so eine missgeburt sie lügner. Echt sehr traurig =,(

Aber ich hab wieder mut gefasst und möchte das ganze noch einmal von neuem beginnen nur eben privat. Aber ich kenn mich fast nicht aus und bräuchte daher bitte eure hilfe.

Ich danke euch von herzen!!! Heart

Viele küsse eure
Chachi Heart
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RE: Psychologe und erste Schritte
Beitrag #2
Bitte melde Dich bei mir via E-Mail. Ich möche Dir helfen. Ich bin Transgenderbeauftragte und habe viele gute Kontakte. Du brauchst eine spezielle Unterstützung, und das geht leider nicht hier im öffentlichen Bereich des Forums.

Meine Mailadresse ist angelika.frasl(at)trans-austria.org.
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RE: Psychologe und erste Schritte
Beitrag #3
Liebe Chachi,
es ist sehr schlimm, wenn so etwas noch immer in Österreich passiert! Angry

Angelika kann Dir eine kompetente Ansprechperson sein, die Dir sicherlich helfen kann!

Wir wünschen Dir jedenfalls alles Gute! Heart
[Bild: avatar_202.jpg] „NATSUME! NATSUMEe! NATSUMEee!“ — Nyanko-Sensei en.wikipedia.org/wiki/Natsume%27s_Book_of_Friends
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RE: Psychologe und erste Schritte
Beitrag #4
(16.03.2013, 01:29)Chachi schrieb: Die dame dort meinte was mit mir bitte los ist und ich soll mich nicht so anstellen, ich habe nur angst vorm heer und ich bin keine frau. Das gespräch dauerte nicht mal 5 minuten...
Am besten ist es, wenn du Angelika's HIlfe in Anspruch nimmst oder evtl. hier anrufst.
Wichtig ist, dass du einen Psychoterapeuten bekommst, der sich mit dem Thema TS beschäftigt und auch auskennt. Die können auch dem Bundesheer ein Schreiben zukommen lassen, womit du dann nicht mehr hingehen musst.

Das was dir passiert ist, passiert vielen, die wirklich nicht zum Bundesheer sollten. Den Grund dafür werde ich in Bonita's Antwort verfassen.
Aufjedenfall solltest du dir einen Psychotherapeuten suchen, der sich wirklich auskennt Smile

(16.03.2013, 08:29)Bonita schrieb: Liebe Chachi,
es ist sehr schlimm, wenn so etwas noch immer in Österreich passiert! Angry
Es passiert viel in Österreich, was sehr schlimm ist. Leider sind auch viele Dinge Hausgemacht, wie dieser Vorfall beim Bundesheer. Aus diesem Grunde bin ich von vornherein nicht zum Heeresarzt gegangen.

Ich weiß nicht, wann du bei der Musterung warst oder ob du überhaupt dort warst, aufjedenfall versuchen sich jede Menge junger Männer vom Heer zu drücken. Damit ist wohl klar, dass die Ärzte niemanden mehr glauben. Du weißt gar nicht, mit welchen Tricks gearbeitet wird. Von Gras rauchen bis hin zu "schweren Allergien" und sonstigen Sachen die man sich reinpfeift oder ausdenkt ist wirklich alles dabei.
Wie soll man da also noch genau prüfen, ob der junge Mann tauglich ist oder ob er nur keine Lust hat?

Das rechtfertigt keineswegs das Verhalten, aber ich wollte damit sagen, dass diese Probleme hausgemacht sind. WÜrde die MEnschen weniger betrügen, würden die Ärzte auch mehr Menschen mit Problemen glauben schenken.

Nichts destotrotz hat Chachi genug Möglichkeiten, Hilfe in Anspruch zu nehmen (gottseidank). Dafür ist sie ja auch hier und deshalb werden wir ihr auch helfen

Aber wie gesagt, es passieren sehr viel schlimme Dinge in ÖSterreich (nicht nur in Österreich). Viele Dinge sind aber die Schuld der Bevölkerung, genauso wie der T(euro), die EU, die Rot Grüne Stadtregierung in Wien etc. pp

Hätten nicht so viele voller Hoffnung am 12. Juni 1994 für die EU abgestimmt, würde es heute vielleicht anders aussehen mit der Wirtschaft, Geld, Einwanderern usw.

Das nur am Rande, weil das OT ist und es dafür einen eigenen Thread gibt.
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RE: Psychologe und erste Schritte
Beitrag #5
Naja,
hausgemacht wegen den Betrügern gilt bei mir nicht.

Hausgemacht, weil es Ärzte noch immer nicht schaffen, sich weiterzubilden und so jemanden wie Chachi gleich in die Psychiatrie überstellen - JA! Und das hat nichts mit politischen Coleur zu tun...

Ein verantwortungsvoller (auch Heeres-) Arzt gibt "Delinquenten" eine Schonfrist, bis sie/er nachweisen kann, dass deren Behauptung (transsexuell zu sein) auch stimmt (außer, es gibt entsprechende interne - also doch politische - Anweisungen, dann muss er so handeln). Aber all das hat gar nichts mit EU-Fragen zu tun...
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RE: Psychologe und erste Schritte
Beitrag #6
(16.03.2013, 11:23)Bonita schrieb: Naja,
hausgemacht wegen den Betrügern gilt bei mir nicht.

Hausgemacht, weil es Ärzte noch immer nicht schaffen, sich weiterzubilden und so jemanden wie Chachi gleich in die Psychiatrie überstellen - JA! Und das hat nichts mit politischen Coleur zu tun...
Stur sein und mit rosaroter Brille herumzulaufen gilt bei mri auch nicht - Diskussion [/ENDE]

(16.03.2013, 11:23)Bonita schrieb: Ein verantwortungsvoller (auch Heeres-) Arzt gibt "Delinquenten" eine Schonfrist, bis sie/er nachweisen kann, dass deren Behauptung (transsexuell zu sein) auch stimmt (außer, es gibt entsprechende interne - also doch politische - Anweisungen, dann muss er so handeln). Aber all das hat gar nichts mit EU-Fragen zu tun...
Ja das wäre wohl doch super, wenn das mal einer schaffen würde, da geb ich dir recht
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RE: Psychologe und erste Schritte
Beitrag #7
(16.03.2013, 11:23)Bonita schrieb: Naja,
hausgemacht wegen den Betrügern gilt bei mir nicht.

Hausgemacht, weil es Ärzte noch immer nicht schaffen, sich weiterzubilden und so jemanden wie Chachi gleich in die Psychiatrie überstellen - JA! Und das hat nichts mit politischen Coleur zu tun...

Ein verantwortungsvoller (auch Heeres-) Arzt gibt "Delinquenten" eine Schonfrist, bis sie/er nachweisen kann, dass deren Behauptung (transsexuell zu sein) auch stimmt (außer, es gibt entsprechende interne - also doch politische - Anweisungen, dann muss er so handeln). Aber all das hat gar nichts mit EU-Fragen zu tun...

Also politisch begründete Anweisungen an die Militärärzte so zu verfahren gibt es sicher nicht, da dies wohl kaum möglich erscheint.

Aber ich will nicht bestreiten, dass es womöglich heeresintern entsprechende Weisungen gibt. Auch wenn das nur schwer vorstellbar ist, weil wir ja wissen, dass es auch beim Bundesheer TS gibt, die keine Probleme haben und dort ganz normal arbeiten. Also denke ich eher, dass das was Chachi hier geschildert hat, etwas mit persönlicher Transphobie, oder Unlust sich da irgeneine Form von Arbeit aufzuhalsen, zu tun hat.

Tja, und mit Fragen zur EU, zur Wiener Stadtkoalition oder dergleichen hat es wirklich nichts zu tun.

Hier sollte diesen Dingen nachgegangen werden und diese Leute einer dienstlichen Belehrung und Schulung über den Umgamg mit LGBTI-Menschen zugeführt werden, damit sie in Zukunft anderes reagieren, wenn sie mit so einem Problem konfrontiert werden.

Wenn Chachi möchte, werde ich mich darum kümmern.
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RE: Psychologe und erste Schritte
Beitrag #8
Leute hier hat jemand ein ernsthaftes Problem. Könnt ihr also bitte weingstens hier den politischen Hickhack herauslassen!
Angry

Smile
Am Rand des Abgrund ist die Aussicht sehr gut
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RE: Psychologe und erste Schritte
Beitrag #9
Machts nichts Miriam bezüglich der politikdiskussion, auch ich habe zwar ein problem aber ich finde es auch wichtig das es angesprochen wird da ich hoffe, dass es vielen anderen besser ergehen wird in zukunft als mir. Ich wünsche mir das sowas niemand anderes wiederfährt Sad

Also die geschichte war so bevor etwas missverstanden wird, ich war 18 als ich zu musterung gerufen wurde. Aus stolz wollte ich alles tun um meinen vater glücklich zu machen, ich wollte niemanden enttäuschen und habe mich nicht getraut dort etwas zu sagen. Das ergebnis war daher eindeutig: Tauglich.
Ich hatte geschwiegen und alle betrogen.
Danach habe ich meine schule und meinen abschluss erfolgreich abgeschlossen bis zum september 2011. Ich hab alles verdrängt und mir eingeredet das alles okay sei.
Dann wusste ich das ich bald zum heer muss meinen dienst ableisten Sad
Ich bekam panik und rannte zum hausarzt, wie gesagt konnte der mir nicht helfen. 2 wochen danach musste ich in die kaserne, ich war mit meiner mama alleine zu hause, sie machte mir frühstück und ich wusste in 2 stunden ist deadline. Ich konnte nicht mehr und fing panisch zu weinen an, ich konnte mich nicht mehr halten, ich wusste nicht was mir bevorstehen wird.

Dort angekommen passierte dann die geschichte mit dem arzt, hier möcht ich hinzufügen der arzt, welcher immer vormittags dort, war war kein soldat sondern ein arzt aus der umgebung. Die militärärzte so kams mir vor hatten sendepause, denn er riegiert die station Confused danach folgte die sache mit dem heeresspital und der psychiatrie. Ich kam mit einem brief zurück den ich ihn geben musste wo drin stand ich sei nur überfordert mit der situation. Ich überreagiere nur, ich bin nicht transident. Ich hab den brief selbst heimlich gelesen muss ich dazu sagen Angry und ich war einfach nur wütend auf alles und jeden.
Nachdem ich in den brief gegeben hatte rastete er aus, ich habe gelogen beschimpfte mich und sagte mir sollte ich sowas noch einmal machen ziehen sie meinen vater mit hinein. Ich hatte pure angst wie es weitergeht.

Ich muss aber sagen ich habe dank meiner neuen freunde dort alles überstanden, ich hab sie über alles geliebt das sie so hilfsbereit und lieb waren und dank ihnen hab ich auch schöne erfahrungen machen können. Ich hatte einfach unglaubliches glück.
Überstanden hab ich ja alles aber ein problem wurde nur in die ferne gerückt Undecided

Ich frag mich bis heute warum ich eigentlich in eine psychiatrie musste, gibt es da einen grund? Zu mir sagten sie im heeresspital nur psycho-patient, echt verletzend.
Die psychiaterin fragte mich weil auf dem zettel stand Transident, was das ist schaute in ihrem icd buch mal rein und sagte nur warum? Warum erzählen sie es nicht ihrem vater und warum trage ich keine frauenkleider. Sie fragte mich ob ich auf jungs oder mädchen stehe, was ich ziemlich abstossend fand da so eine frage nichts damit zu tun hat das ich eine frau bin im körper eines mannes.
Damit war ihr alles klar und sie meinte ich bin keine frau, ich bin ein mann und soll auch dazu stehen. Ihr könnt euch vll vorstellen was in mir vorging...

Eines möchte ich auch noch sagen ein bursche in der kaserne war nach 3 tagen entlassen, wir fragten warum durfte er gehn. Die haben gesagt er muss sich selbst finden im leben so wie ein selbstfindungstrip halt und er hat mal ein jahr zeit dafür. Was zur hölle er darf gehen und hat dabei gelacht und ich musste bleiben, herzlichen dank....

So ich habe euch nun genaueres erzählt und ich möchte mich sehr bei euch für eure liebevolle unterstützung bedanken, ich freue mich sehr das ihr mir helft!!! Heart
Ich kann meine dankbarkeit gar nicht in worte fassen Blush
Danke auch Angelika für deine tolle und informative e-mail! Heart Ich werde dir zurückschreiben auf jeden fall!

Viele küsse und i love you for ever end ever and ever Blush

eure Cachi Heart
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RE: Psychologe und erste Schritte (nach Erfahrung Bundesheer)
Beitrag #10
Liebe Chachi,
schön, dass Du die Sache mehr oder weniger ausgestanden hast Smile

Damit andere Deine Geschichte schneller finden (um zB vor einer Musterung schon zu handeln), hab ich mir erlaubt dem Titel noch etwas hinzuzufügen.

Dass nicht nur der Heeres-Arzt indiskutabel gehandelt hat, sondern auch die Psychiatrie-Ärztin verwundert mich ehrlich gesagt aber auch nicht mehr; Denn das setzt sich fort bei Medizinern in Spitälern bis hin zu niedergelassenen, auch "Fach"-Ärzten; Das kann man leider nur mit Inkompetenz oder einfach nur Faulheit "entschuldigen" - Stichwort Weiterbildung - Ausnahmen bestätigen hier aber natürlich die Regel.

Ps: der 3-Tage-Bursche hatte entweder einen "wichtigen" Papa, der es ihm doch noch "richten konnte" - oder er flüsterte einem hohen BH-Tier, er wäre schwul und würde es nicht aushalten und jeden seiner Kollegen der Reihe nach vernaschen müssen - Frechheit siegt ja bekanntlich Wink
[Bild: avatar_202.jpg] „NATSUME! NATSUMEe! NATSUMEee!“ — Nyanko-Sensei en.wikipedia.org/wiki/Natsume%27s_Book_of_Friends
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