Altersgrenze für Umwandlung
Altersgrenze für Umwandlung
Beitrag #1
Grüß Euch alle,

da ich (männlich) bereits 44 bin und mich noch nicht sehr lange mit dem Gedanken befasse, eine Frau zu werden, stellt sich für mich die Frage, wie lange ich noch Zeit habe mit der Hormonbehandlung zu beginnen. Mein langfristiges Ziel, ist so weiblich wie möglich zu werden, eben auch körperlich mit OP.

Erst vor kurzem wurde mir klar, das ich eine Frau sein möchte, lange dachte ich schwul zu sein, weil ich mich klar dem männlichen Geschlecht hingezogen fühlte, aber ich fühle immer mehr das ich Männer lieber als heterosexuelle Frau erleben möchte, wie ich ganz Frau sein möchte, wie sehr ich mir Brüste wünschen, wie sehr ich schwangere Frauen beneide. Dies war mir lange nie klar, aber jetzt ist es so klar und eindeutig.

Leider bin ich noch ganz am Anfang dieses Weges, es sind sicherlich noch viele Gespräche notwendig und viele Jahre der Hormonbehandlung, evt. mehrere OP´s bis es dann soweit ist.

Meine Frage ist, läuft mir die Zeit davon, kann man in meinem Alter noch beginnen, was sind die Obergrenzen, auch für OP´s, über Eure Antworten würde ich mich sehr freuen.

Grüße von Alexandra
Zitat

RE: Altersgrenze für Umwandlung
Beitrag #2
Hi Alexandra!

Also ich habs grad mit 43 hinter mich gebracht. Und mit mir lag eine im Krankenhaus, die einen Tag nach mir die OP hatte. Mit 61! Ich denke, was in Österreich geht, sollte auch in D möglich sein.
Mut heißt nicht, keine Angst zu haben!
Mut ist, wenn man trotzdem springt!
Und die Angst vergeß ich - die Angst vergeß ich, wenn ich sing!
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RE: Altersgrenze für Umwandlung
Beitrag #3
Ich habe auch mit 43 Jahren begonnen, eine Obergrenze gibt es, meines Wissens nach nicht, man ist nie zu alt, man selbst zu sein Smile

In der Regel wirkt die HRT bei jüngeren Menschen besser und ist risikoärmer aber so lange du gesund bist und nicht zu arge Laster hast, sollte deinem Wunsch nichts im Wege stehen.
Zitat

RE: Altersgrenze für Umwandlung
Beitrag #4
(25.10.2018, 17:28)Alexandra7 schrieb: Grüß Euch alle,

[da ich (männlich) bereits 44 bin und mich noch nicht sehr lange mit dem Gedanken befasse, eine Frau zu werden,
Ich gehe davon aus, dass es hier anders gemeint ist, als der Wortlaut vermuten lässt. Man sollte aber, vor allem im Gespräch mit Psy*-Docs und Therapeut/inn/en, nicht darauf bestehen, im Verlauf der Transition irgendetwas "werden" zu wollen. Ehrlichkeit vor sich selbst (und anderen) ist der beste Plan.
Zitat:stellt sich für mich die Frage, wie lange ich noch Zeit habe mit der Hormonbehandlung zu beginnen. Mein langfristiges Ziel, ist so weiblich wie möglich zu werden, eben auch körperlich mit OP. [hier gekürzt]
Meine Frage ist, läuft mir die Zeit davon, kann man in meinem Alter noch beginnen, was sind die Obergrenzen, auch für OP´s, über Eure Antworten würde ich mich sehr freuen. [hier auch gekürzt]
Da kann ich beruhigen, es gibt meines Wissens weder eine gesetzliche noch eine fachlich akkordierte Obergrenze.
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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RE: Altersgrenze für Umwandlung
Beitrag #5
(26.10.2018, 17:57)Ирина schrieb: Wow, du machst Leuten, die gerade vor einer Therapie stehen ja so richtig Mut [Rest gekürzt]
Moderationshinweis: Phrasen wie die, die exakt nach diesem Zitat kommt, werden hier jedenfalls nicht auf Dauer toleriert. Wir haben keine Freude damit, die Zensurschere auszupacken oder Verwarnungen zu erteilen, aber folgende Sätze aus den Forumsregeln (Unterstreichungen von mir) gelten und werden im Wiederholungsfall auch durchgesetzt werden:
Zitat:8.10.2 Weiters ist es im Forum auch über den Bereich des Strafrechts hinaus verboten, andere zu diffamieren oder gezielt zu kränken, ethnische, religiöse oder sonstige Bevölkerungsgruppen pauschal zu verunglimpfen oder das Diskussionsklima durch fortdauernde Destruktivität zu vergiften. [...] Die Userinnen und User des Forums dürfen sich Respekt gegenüber ihrer Person und ihrer Meinung erwarten, auch wenn letztere von anderen nicht geteilt wird.
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RE: Altersgrenze für Umwandlung
Beitrag #6
Rainbow 
bei mir schrillen sämtliche alarmglocken, wenn ein geschlechtliches selbstverständnis dem körper angepaßt wird anstatt umgekehrt.

MODERATION: teilweise abgetrennt in den Streit-Thread.
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"Gender/Sex Identity" oder auch:
"Die Geschichte vom Regenbogen, der dachte, er wäre ein Halbkreis...."

Inter/Nonbinary?
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RE: Altersgrenze für Umwandlung
Beitrag #7
Es kommt ja bedauerlicherweise hier öfters mal vor, daß "Anfänger" mit der Art, sich auszudrücken, anecken Sad

Ich würde mir auch frecherweise die Erwartungshaltung leisten, daß Psych* sich fragen sollten, was irgendetwas (ob nun verbal oder anderweitig zum Ausdruck gebracht) zu bedeuten hat.

Selbstverständnis ist eine psychische oder geistige (kommt auf die Sichtweise an) Funktion, keine zumindest der meisten hier genannten Körperteile.

Ich mochte es noch nie, wie manchmal irgendwelche meiner körperlichen Features und Funktionen thematisiert wurden. Etwa die Bemerkungen zu Erektionen und "Kinderkörper" sind schon etwas happig für mich. Bin ich jetzt wieder 12-13 Jahre alt? Und das hier Sad

(Nebenbei ist meine persönliche "Anpassungsbereitschaft", auch was medizinische Mittel angeht, recht gering, gar für heutige Maßstäbe.)

(Und ich glaube nicht so recht, daß ich 80 Jahre leben werde. Aber man weiß es nicht. Ich habe früher auch – aus naheliegenden Gründen – geglaubt, ich würde noch in meinen Zwanzigern sterben.)

(Desweiteren fürchte ich, es gibt weitaus weniger als IS als TS, die es für ein gute Idee halten, sich als IS auszugeben. Glauben die allen Ernstes, IS sei weniger stigmatisiert? Und wie viel Selbstverleugnung kann ein Mensch ertragen? Sad)

Wahrscheinlich wurde Iuvenals "orandum est ut sit mens sana in corpore sano" sehr viel häufiger miß- als verstanden. Was leider nur zeigt, daß seine Befürchtung durchaus zutreffend war: bei den meisten Menschen funktionert der Körper besser als der Geist Sad

Ich kann auch gerne ab und zu mal radikaler werden als in Europa üblich: Somatismen sind eine der Hauptursachen für Fehlschlüsse.

(26.10.2018, 22:25)Falling Snow schrieb: bei mir schrillen sämtliche alarmglocken, wenn ein geschlechtliches selbstverständnis dem körper angepaßt wird anstatt umgekehrt.

Zumal ich das eher in der Variante kennenlernen durfte, daß manche Leute gerne mein Selbstverhältnis ihrer Sicht auf meinen Körper angepaßt hätten. Wobei tatsächliche Kenntnis und an Delirien grenzende Phantasievorstellungen (um nicht zu sagen: ganz banale Verlogenheit) in umgekehrt proportionalem Verhältnis zueinander standen.
I’m cool and I know it.
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RE: Altersgrenze für Umwandlung
Beitrag #8
Der Thread ist bis auf weiteres geschlossen (aufgeräumt, wenn überhaupt, wird später).

Provokative bis beleidigende Äußerungen (hier vor allem gegenüber "Neuen" in der "Gemeinschaft") müssen und können auch gar nicht unbedingt mit ebensolchen bzw derben Antworten "ausgemerzt" werden - denn jeweils beides nützt der Threadstarterin nicht.
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
Bonita
(am 30-09-2018)
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RE: Altersgrenze für Umwandlung
Beitrag #9
Moderationshinweis: Das Thema ist geteilt worden; das Gezanke ist in die Streitecke gewandert. Einige Postings, die nicht in der Streitecke gemacht worden sind, könnten noch Konsequenzen haben. Weitere Streit- und Off-Topic-Beiträge in diesem Thema werden nicht toleriert. Wer sich verbal prügeln möchte, der tue dies dort, wo keiner mitlesen muss.
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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RE: Streit aus: "Altersgrenze für Umwandlung"
Beitrag #10
Ich denke, hier geht es grundlegend um zwei sehr gegensätzliche Ansichten:

Zum einen die Meinung, dass es möglich ist durch verschiedenste Wege - seien es OPs, Hormone, MakeUp, Logopädie, etc - einen möglichst hohen Grad an "Passing" zu erreichen. Ja, passt ja - manche, oder sogar durchaus viele bemühen sich darum. Es ist ihnen wichtig nicht aufzufallen. Nicht "erkannt" zu werden. Es ist ihnen wichtig, dass niemand sofort erkennt, dass sie nicht als Frauen geboren wurden, bzw. umgekehrt als Männer.

Zum anderen die Haltung, dass dies nicht oder weniger wichtig sei. Sondern, dass das Selbstverständis wichtiger ist. Dass es wichtig ist, sich einfach sicher zu fühlen in allen Kleidern, in jeder Haut. Egal, ob man für die "anderen" "passt".

Ich hatte schon sehr bald auf meinem Weg die Erkenntnis, die hier auch kund getan wurde und ich war darüber glücklich: Ich werde immer und überall erkannt werden, da mir niemand unter den Rock sehen wird um meine Genitalien zu kontrollieren (na hoffentlich bleibt das auch so in unserer Gesellschaft) und die Einnahme der Hormone wird auch nach Jahren daran wenig ändern. Ich hatte von Kindheit an (lag wohl damals an der eher schroffen Professorin im Violine-Unterricht) Probleme mit meiner Stimme - ich hasste sie. Bis jetzt - ich würde sie nie hergeben wollen, auch wen mich vor allem am Telefon immer wieder Leute fragen, ob denn Frau Patricia zu sprechen wäre LOL. Und meine angeknackste Nase - wie meine Liebste es nannte: "deine Narben sind wie eine Landkarte des Lebens, da sieht man was du alles erfahren hast und das ist wunderschön!"

Ich will nicht "passen" - ich will nicht mit Bravour auffallen um jeden Preis, aber ich tu es manchmal in unserer Spießergesellschaft. Na und? Ich bin ich. Und ihr seid ihr! Seid stark darin! Ich hab euch alle lieb - auch die, die mir das jetzt nicht glauben ;-)
Mut heißt nicht, keine Angst zu haben!
Mut ist, wenn man trotzdem springt!
Und die Angst vergeß ich - die Angst vergeß ich, wenn ich sing!
Zitat



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