15 Monate HRT MtF
15 Monate HRT MtF
Beitrag #1
Hallo Mitmenschen,

dies ist hier mein erster öffentlicher Beitrag und benötige evt. eure Meinungen bzw. eure Hilfe.

Ich bin umd die 40 Jahre alt, jetzt im 15. Monat HRT Mtf und bin am Verzweifeln.
Es ändert sich einfach kaum etwas an meinem Körper.
Ich nehme Estrofem 2x2mg und 1 Androcur 50mg /tägl.
Laut Endo sollte die Dosis passen und sie wollen diese mich nicht auch versuchsweise erhöhen zu lassen.

Im Gesicht änderte sich in diesem Zeitraum gar nichts.
Brustumfang ist um stolze 2cm in 15 Monaten gewachsen.
Bart bekommt der Hautarzt nicht mal richtig in dem Griff mit dem Laser. Es wachsen nach der 10. Sitzung immer noch reichlich ungebetene schwarze Haare nach.
Hüftumfang ist auch um 2cm größer geworden.
Libido ist weg.
Gelegentliche Spannungsgefühle in den Brüsten.

Fazit: Fotovergleich vor 15 Monaten und jetzt ist zu 95% ident.
Es rührt sich einfach nichts.
Und ich bin schon mehr als am Verzweifeln!
Auch deshalb, weil mir die Endo keine Möglichkeit auf eine Therapieänderung gibt.

Achja der Östradiolwert liegt bei 71. Und laut Endo perfekt.

Vielleicht kann mir jemand Erfahrungen schreiben oder mir Tipps geben, wie ich endlich zu weiblicher Veränderung komme.
Die "mögliche Körperveränderung" dauert nicht ewig! Und das zermürbt mich.
Wäre ich nicht täglich mit MakeUp vollgeschmiert, würde ich nicht als Frau erkannt werden. Und dies ist mehr als Schmerzhaft. Wo einem doch schon nach ein paar Monaten HRT versprochen wurde, dass ich mich selbst nicht mehr erkennen werde.

Ich bitte um Hilfe bzw. auch um PN.

Danke Angelina
Zitat

RE: 15 Monate HRT MtF
Beitrag #2
(10.12.2019, 17:38)Angelina Juliane schrieb: Achja der Östradiolwert liegt bei 71. Und laut Endo perfekt.

Das is nicht perfekt sondern ziemlich niedrig (wenn pg/ml). Selbst konservative Endos sollten auf mind. 100-150 abzielen.
oida.
Zitat

RE: 15 Monate HRT MtF
Beitrag #3
Hallo,

 Laser ist bei dunklen haaren zwar noch am effektivsten, ist aber im normalfall keine permanente haarentfernung, sondern eine "dauerhafte". Heißt die haare werden nachwachsen. Nadelepilation ist permanent- würde mir vielleicht überlegen damit weiter zu machen. 

Östradiolwert von 71 pg/ml ist dann perfekt, wenn einem das reicht. Das ist aber eher eine low-dose hrt und da würde ich selbst nicht allzuviel verweiblichung erwarten. 
Werte um die 180-200pg/ml sind noch im therapeutischen bereich, da geht meist auch deutlich mehr voran. Da einige für hohe werte recht viel estrofem benötigen wär ein umstieg auf das gel bzw pflaster eventuell auch ne überlegung wert, wenn du dich höher einstellen lässt.
Ich will mich nicht verbiegen für dein Bild von Geschlecht und deshalb bin ich einfach die, die dein Frauenbild zerfetzt!
WWW
Zitat

RE: 15 Monate HRT MtF
Beitrag #4
Das habe ich mir auch gedacht bezüglich des Wertes.
Aber die Endo in Graz lässt sich nicht mit sich reden.
Ist ja auch nicht deren Leben, das den Bach runter geht...
Ich habe keine Ahnung was ich machen soll
Zitat

RE: 15 Monate HRT MtF
Beitrag #5
(10.12.2019, 19:51)mrs.moustache schrieb: Hallo,



Östradiolwert von 71 pg/ml ist dann perfekt, wenn einem das reicht. Das ist aber eher eine low-dose hrt und da würde ich selbst nicht allzuviel verweiblichung erwarten. 
Werte um die 180-200pg/ml sind noch im therapeutischen bereich, da geht meist auch deutlich mehr voran. Da einige für hohe werte recht viel estrofem benötigen wär ein umstieg auf das gel bzw pflaster eventuell auch ne überlegung wert, wenn du dich höher einstellen lässt.

Dass 71 pg/ml zu wenig wären, sagte ich auch der Ärztin auf der Endo. Sie besteht darauf, die Dosis nicht zu erhöhen. Ich verzweifle!

Estrogel hatte ich für ein halbes Jahr umgestellt.
Da wurde alles nur noch schlimmer.
Ich hatte eine Östradiolwert von 41 und schwere Depressionen. Mein Körper nimmt anscheinend nichts über die Haut auf.
Zitat

RE: 15 Monate HRT MtF
Beitrag #6
Würde mir dann ehrlich überlegen den endokrinologen zu wechseln. 
Wenn es nicht medizinische gründe gibt die gegen eine höhere dosierung sprechen (k.a wann das der fall wär, eventuell wenn die leberwerte grenzwertig sind...) gibt es keinen grund dich nicht höher einzustellen- 71pg/ml ist halt eher wenig.
Ich will mich nicht verbiegen für dein Bild von Geschlecht und deshalb bin ich einfach die, die dein Frauenbild zerfetzt!
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RE: 15 Monate HRT MtF
Beitrag #7
Hab jetzt nach monatelangem Betteln auf der Endo die Dosis auf 3x 2mg Estrofem erhöhen dürfen. Hoffentlich reicht diese Dosis aus....
Zitat

RE: 15 Monate HRT MtF
Beitrag #8
Hat jemand Erfahrung mit sublingualer Anwendung von Estrofem Tabletten?
Ist die Wirkung dadurch höher und Magen- bzw. Leberschonender?
Zitat

RE: 15 Monate HRT MtF
Beitrag #9
das beste Ergebnis wird bei Aufnahme über die Haut erreicht orale Einnahmen gehen ins Blut und damit über die Leber die diese stärker belasten und auch ein Teil der Inhaltsstoffe werden dadurch rausgefiltert sodaß nur noch ein kleiner Prozentsatz dann tatsächlich ans Ziel gelangt
Zitat

RE: 15 Monate HRT MtF
Beitrag #10
Manche Menschen können über die Haut (und über die dann auch direkt ins Blut) leider nicht optimale oder sogar gar keine guten Ergebnisse erzielen, da können im Einzelfall Tabletten schon Sinn machen.

Sublingual bedeutet nicht oral, also hinunter schlucken - dabei wird das Medikament bzw die Tablette unter der Zunge (sehr lange Zeit) behalten, wo der Wirkstoff über die Schleimhaut direkt ins Blut gehen kann, Reste werden freilich dann schon auch geschluckt; Somit wird dabei die Leber - ähnlich wie beim Gel, Spray oder Pflaster, nicht so sehr belastet, als wenn man das Medikament sofort hinunterschluckt.

Erfahrungen damit habe ich selbst keine, als ich noch Tabletten nahm war das kein Thema; Jedenfalls gibt es bei der sublinualen Methode einen sehr hohen Peak, den womöglich auch nicht jede/r brauchen kann oder haben mag...
[Bild: avatar_202.jpg] „NATSUME! NATSUMEe! NATSUMEee!“ — Nyanko-Sensei en.wikipedia.org/wiki/Natsume%27s_Book_of_Friends
Zitat



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