Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #191
(11.09.2018, 14:05)Danielle Jan82 schrieb: Solches Verhalten ist aber ganz normal in der heutigen Zeit

Das war 1976, um genau zu sein Blush

Chefs, die sich zu Tobsuchtsanfällen hinreißen lassen, soll es zwar schon lange gegeben haben, allerdings hätte man die damals noch eher in der sog. "freien" Wirtschaft erwartet.

Aber Chefs, die Untergebene vor Kunden zur Schnecke machen, sind nur peinlich. Ich habe das einmal bei einer Zahnärztin erleben müssen – und bin nie wieder zu der gegangen.

(11.09.2018, 14:05)Danielle Jan82 schrieb: auch Sanitäter, Polizisten, Amtsmitarbeiter etc. reden ausgesprochen übel über die Leute und machen auch teils ziemlich unfeine Dinge.

Heutzutage gehört das ja angeblich tatsächlich zur Folklore, jeder möchte am liebsten jeden überall herausmobben – woran sich aber auch zeigt, wie absurd das ganze Unterfangen ist.

(11.09.2018, 15:32)Patricia1975 schrieb: Ich frage mich eher, ob ich dann wirklich am Ende angelangt bin und abschließe mit diesem ganzen Scheiß.

"Scheiß" -? Wieso denn das denn? Sad

Es gibt so viele Lebensbereiche, in denen schön wäre, wenn es endlich mal gut würde Smile Da sind wir bestimmt noch lange nicht am Abschluß bzw. Ende Wink

(11.09.2018, 17:41)Patricia1975 schrieb: Ich hab meiner Ex einmal geschworen, dass in meinem Grab keine Frau und auf meinem Grabstein kein männlicher Name stehen wird. Zumindest etwas im Leben erreicht ;-)

Daß Du Dir damit bloß noch Zeit läßt!
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #192
(11.09.2018, 14:05)Danielle Jan82 schrieb: Solches Verhalten ist aber ganz normal in der heutigen Zeit, auch Sanitäter, Polizisten, Amtsmitarbeiter etc. reden ausgesprochen übel über die Leute und machen auch teils ziemlich unfeine Dinge. Dein Beispiel: Die Hilflosigkeit auf dem OP Tisch finde ich schlimm, du bist denen ausgeliefert und bekommst nicht einmal mit was die da mit dir anstellen.
Ich finde das alles nicht so schockierend. Es ist einfach immer wieder psychologisch notwendig, zu tratschen und dabei Dampf abzulassen, und besser man lästert unter sich über einen abwesenden Menschen, als es baut sich so viel Ärger und Unmut auf, dass der Kragen des formell gebotenen Respekts in einer für alle unangenehmen Situation platzt. Jeder, der bei Gericht oder bei einer Verwaltungsbehörde tätig war, weiß, wie beim Kaffee immer wieder selbst die korrektesten Richter/innen oder Referent/inn/en über Parteien, die ihnen - oft ohne böse Absicht - Ärger oder unnötige Arbeit gemacht haben, oder den einen oder anderen Rechtsanwalt herziehen. Entscheidend ist, dass die Selbstkontrolle ausreicht, so etwas strikt im internen Bereich zu halten. Und das fällt meiner Erfahrung nach sogar leichter, wenn man ab und zu frei von der Leber weg reden kann.

Ich verlangen ja nicht, dass mein Zahnarzt, mein Chirurg oder der Polizist, bei dem ich einen Strafzettel gleich bar bezahle, mich liebt, bewundert und von Herzen respektiert. Es reicht mir, wenn die ihre Sache gut machen und die Regeln der formellen Höflichkeit einhalten. Ob ihnen etwas wie "blöde Transe" rausrutscht, wenn ich nicht in Hörweite bin, ist mir herzlich wurscht. Das möchte ich gar nicht wissen!
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #193
Tratschen kann aber Menschen auch enorm schaden, vor allen Narzissten tun dies sehr gerne. Und es gibt einen Unterschied zwischen Dampf ablassen und ein gemeines Schwein sein. Und es ist nun einmal Fakt das die Leute immer gemeiner werden, ob du dabei bist juckt denen nicht und bist du es nicht wird natürlich erst recht schlecht über einen geredet, so etwas hat mir als Beispiel auch schon fast den Job gekostet, diese Art von Dampf ablassen erlebe ich oft und darauf möchte ich gerne verzichten. Ich habe es auch aufgeben zu versuchen solches Verhalten verstehen zu wollen oder zu entschuldigen.
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #194
Zitat:Daß Du Dir damit bloß noch Zeit läßt!

Zum Glück liegt mein Leben in meiner Hand und nicht der der Gesellschaft oder schlimmer, meiner Ex-Frau - auch wenn sie sich das wünschen würde.

Die Selbstbestimmung über mein Leben und meinen Tod sind mir sehr wichtig. Und mein Tod wird mich nicht betreffen - nur ein paar Zurückbleibende...
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I love it, i love him and i live it... Heart2

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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #195
(11.09.2018, 17:41)Patricia1975 schrieb: Ich hab meiner Ex einmal geschworen, dass in meinem Grab keine Frau und auf meinem Grabstein kein männlicher Name stehen wird.

Soll auch und gerade bei verstorbenen trans- oder intersexuellen Männern öfters vorgekommen sein.
Bei Männern, die sich als Frau identifizieren, ist das aber irgendwie seltsam, finde ich.

(11.09.2018, 21:03)Patricia1975 schrieb: Und mein Tod wird mich nicht betreffen - nur ein paar Zurückbleibende...

Da werden sich die Zurückgebliebenen aber ganz schön wundern, wenn sie dich wieder ausbuddeln sollten.

[Bild: post2.jpg]
"Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken." Dr. Gert Postel

 Ich bin zwar F12.1 , aber deswegen trotzdem nicht ganz dicht. Daydream 
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #196
(11.09.2018, 20:20)Danielle Jan82 schrieb: Tratschen kann aber Menschen auch enorm schaden, vor allen Narzissten tun dies sehr gerne. Und es gibt einen Unterschied zwischen Dampf ablassen und ein gemeines Schwein sein.

Würde ich auch sagen. Wobei ich es etwas putzig finde, wenn Leute erst erzählen, sie hätten einen bestimmten Beruf ergriffen, weil sie "gerne mit Menschen zu tun haben", "es gibt nichts interessanteres als Menschen", blah... (alles Floskeln, die ich schon vor 25 Jahren nicht mehr hören konnte Sad) – und dann verlieren sie doch die Contenance. Die haben nur so lange gerne mit Menschen zu tun, solange die sich so verhalten wie sie es gerne hätten Facepalm Das ist schon ein etwas schräges Menschenbild.

Für intrigante Charakterschlampen habe ich sowieso nichts übrig. Ich habe mich in sowas nie 'reinziehen lassen. Und ich wundere mich auch nur hilflos, wie leicht andere manipulierbar sind. Was nun über mich schon alles behauptet wurde, übersteigt sicherlich meine Vorstellungskraft (und nur gut, daß ich das nie erfahren werde).

Meine Sympathien für Traschtanten halten sich auch in Grenzen. Ich dachte oft, die sind selbst so hohl, denen bleibt gar kein Gesprächsthema zu versuchen als Andere – aber... vergeblich. So versteht man andere nie.

Daß ich Transphobiker, meine (Patchwork-) Familie und Exen, die recht häßlich zu mir waren, nicht mag, sollte nicht verwundern. Allerdings hätte ich gar nicht die Möglichkeit, es denen mit gleicher Münze heimzuzahlen. Am Ende des Tages ist mir ohnehin lieber, ich habe einfach nur nichts mehr mit denen zu tun.

(11.09.2018, 21:03)Patricia1975 schrieb: Die Selbstbestimmung über mein Leben und meinen Tod sind mir sehr wichtig. Und mein Tod wird mich nicht betreffen - nur ein paar Zurückbleibende...

Du bist sehr mutig. Respekt.

Für meine Person ist mir eigentlich schon immer klar gewesen, daß alles seine Grenzen hat, mein Leben, meine Autonomie, aber auch meine Verstricktheiten und vielleicht auch mein Tod. Genauso war mir schon immer klar, ich würde mich nur sinnlos aufreiben, wollte ich mich dagegen aufzulehnen versuchen. In manchen Momenten merke ich, daß ich mich innerhalb von oft nur ein paar Monaten doch merklich weiterentwickelt habe. Das ist schonmal nicht schlecht.

(11.09.2018, 21:35)Katzenmutti Lydia schrieb: Da werden sich die Zurückgebliebenen aber ganz schön wundern, wenn sie dich wieder ausbuddeln sollten.

Kommt drauf an, ob die Kollegen dann Nichtskönner und Sexisten sein werden Sad

(11.09.2018, 21:35)Katzenmutti Lydia schrieb: [Bild: post2.jpg]

Hahaha Rolling Aber ich bliebe dann doch lieber beim Kaffee. Die alten Äygpter waren doch schon ziemlich kritikwürdig. Sowas kann ich leider nicht edel finden Sad
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #197
Ich weiß zwar nicht wer mich "ausbuddeln" sollte und warum man sich wundern sollte - aber es ist mir auch ziemlich egal was ab dem Moment meines Todes hier geschieht. In diesem Punkt bin ich mir beinahe sicher.

Mutig Sun? Ich weiß nicht warum mich Menschen oft als mutig oder stark bezeichnen? Ich finde ich bin der feigste Mensch auf diesem Drecksplaneten. Und das hat mehr als einen Grund.
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #198
(12.09.2018, 08:06)Patricia1975 schrieb: Ich weiß zwar nicht wer mich "ausbuddeln" sollte

Ist halt der Job von Archäologen. Soll heißen, erst einmal müssen die Erhaltungsbedingungen stimmen. Und dann muß es zu dem fraglichen Zeitpunkt in der Zukunft diese Wissenschaften überhaupt noch geben.

Zitat:Mutig Sun?

Zumindest ich hätte sowas nicht schreiben können.
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #199
Was hättest Du nicht schreiben können? Ich lese in all Deinen Beiträgen soviel Tiefsinnigkeit und Zuversicht, Mitgefühl und Liebe heraus, dass ich nicht glaube, dass Du etwas nicht verfassen könntest.

Etwas zu schreiben oder zu sagen braucht doch nicht viel Mut. Dazu zu stehen oder auch nicht, den Worten die ausgesprochenen Taten folgen lassen oder auch nicht - das ist der Mut oder die Feigheit, das sind die Entscheidungen, die in Summe Leben heißen...
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RE: Der ,,Mir-geht-es-scheiße''-thread
Beitrag #200
(12.09.2018, 18:23)Patricia1975 schrieb: Was hättest Du nicht schreiben können? Ich lese in all Deinen Beiträgen soviel Tiefsinnigkeit und Zuversicht, Mitgefühl und Liebe heraus, dass ich nicht glaube, dass Du etwas nicht verfassen könntest.

Danke, denke Smile Mit dem Thema (eigener) Tod kann ich nicht ganz so entspannt umgehen. Ich fürchte, in jüngeren Jahren war ich doch ziemlich naiv. Sicherlich hatte mich auch manches so schwer getroffen, daß mein Lebenswille etwas gelitten hatte.

Was ich – mal wieder – ziemlich schlimm fand, war wie als längst erwachsener Mensch manche weißen Neunmalklugen auf mich einzureden versuchten als sei ich ein kleines dummes Kind. Ich fühlte mich kurz vor der Paranoia: was ist, wenn nun doch bald ein für allemal alles aus ist? Ja genau, nichts ist. Einfach nur nichts.

Ich habe mich dann doch noch darauf besonnen bekommen, wer ich bin, was ich für Erfahrungen gemacht habe, was ich gelernt habe... Irgendwie hatte ich zwar mal Materialismus (Cārvāka, auch Epikur) zur Kenntnis genommen, aber... mehr auch nicht.
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