Beitrag #53
18.09.2018, 00:41
(17.09.2018, 13:04)Falling Snow schrieb: dann ist gehirngeschlecht... lediglich ein weiterer versuch, den menschlichen körper in ausgedachte geschlechtsschubladen einzuteilen? (was natürlich auch inter, nonbinary usw. betrifft
Könnte man, glaube ich, so sagen, wenn man denn wollte.
Zitat:ein bißchen verwirrend find ich, das einerseits versucht wird, zu den geschlechtsbegriffen biologische brücken zu bauen, und andererseits...
das geschlecht dann doch nicht an körperlichen merkmalen festzumachen ist.
Ich finde es tatsächlich auch irgendwie so ein klein bißchen inkonsequent.
Aber eine Besessenheit mit dem Körper steckt so tief in vielen Leuten drin. Sprüche wie man wolle nicht auf seinen Körper reduziert werden, sagen sich allzu leicht dahin. Aber was stellen die Leute mit sich selbst an?

(17.09.2018, 13:39)Bonita schrieb: Das liegt daran, dass "die Wissenschaft" sich uneins ist
Wenn man sich in die Wissenschaften begibt, sollte man sich schon ein bißchen mit den entsprechenden Forschungsgegenständen, sich selbst und auch anderen auseinandersetzen können
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Zitat:Transsexuelle versuchen idR keine geisteswissenschaftlichen Brücken zum biologischen Geschlecht zu bauen
Das Problem fängt schon damit an, daß die bei weitem meisten TS keine Geisteswissenschaftler sind. Interdisziplinäres Arbeiten ist dann auch nochmal nicht ganz so einfach. Und dann müßte man natürlich an einem solchen Brückenbau überhaupt ein Interesse haben.
Zitat:Das Geschlecht zwischen den Ohren ist genauso einem Menschen angeboren wie es jenes zwischen den Beinen ist (oder jenen der betroffenen Körper-Zellen); Wenn beides irgendwie nicht zusammen passt, dann spricht man entweder von IS oder TS; Das T* kommt dann halt noch irgendwie dazu, weils kompliziert studien- und arbeitsplatz-schaffender ist als wenn einfach
Biolog(ist)isch betrachtet finge alles mit ein paar Zellen und den darin enthaltenen Chromosomen an (wie auch immer die ihrerseits zustande gekommen wären). Aber wie das dann weiterginge, wäre was ich kompliziert fände...
Eigentlich finde ich das viel netter, mir den Eigensinn geleistet zu haben, aus meinem Leben das zu machen, was ich wollte.
Ein Wort wie "Geschlechtsidentität" habe ich erst relativ spät gelernt und nicht auf mich selbst angewandt. Ich empfand das oft als Immunisierungsstrategie. Was soll man denn auf "Das ist eben die Identität." antworten? Am besten noch, wenn man dabei in ein Gesicht sehen muß, das aussieht, als sei seinem Mund gerade eine höhere Wahrheit entfleucht

Eine Schwierigkeit mit dem Gehirn als "größtem Sexualorgan"

Aber vielleicht habe ich mal wieder gut reden. Ich habe von mir aus nicht viel gesagt und wurde auch nur selten gefragt. Nur manchmal war ich schon so eine kleine Kröte
![[Bild: frog.gif]](https://www.smiliesuche.de/smileys/frosch/frog.gif)

(17.09.2018, 17:54)Katzenmutti Lydia schrieb: Das Selbstverständnis übers eigene Geschlecht ist bei trans- und intersexuellen Menschen gleichwertig zum Selbstverständnis übers eigene Geschlecht bei Menschen, die nicht trans- oder intersexuell sind.
Wahrscheinlich liegt das sowohl an meiner Skepsis wie an unschönen Erfahrungen, daß ich denke, mein Selbstverständnis dürfte eher keine so direkten Entsprechungen bei allen möglichen anderen Leuten haben (ob die nun CS, IS oder auch TS seien). Überprüfen läßt sich das ohnehin nicht.
Und wenn sich welche für was besseres halten, dann können sie das auch ohne mich

Zitat:Person A sagt: Mein Geschlecht ist X.
[...]
Person B sagt: Mein Geschlecht ist X.
Solche Äußerungen könnten in sehr verschiedenen Situationen fallen und mit entsprechend verschiedenen Erwartungen an mich verknüpft sein. Ich kann nicht sagen, was ich da wie werten sollte. Erstmal weiter hören...