TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #61
(05.04.2013, 19:42)Miriam schrieb:
(05.04.2013, 13:45)Yuna schrieb: … dann sehe ich in einem Monat nicht einen TV. Und sag bitte nicht, die sind alle sooo super geschminkt, dass man das nicht merken würde.
Gegencheck: Wie viele TS siehst du im selben Zeitraum? Und sag bitte nicht, die sind alle sooo super umgebaut, dass man das nicht merken würde.

Smile
Ebenso wenige, weshalb sonst ist so wenig Akzeptanz vorhanden? TS ist nunmal kein "häufiges" Phänomen.

Würde es genug Akzeptanz geben, dann würden wir hier wohl nicht darüber diskutieren Smile
Zitat

RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #62
(05.04.2013, 18:40)rieke schrieb: yuna schrieb: "Aber Hauptsache jede TV, CD will ein Stück vom Mitleidenskuchen der TS, aber auf der anderen Seite herrscht kaum Verständis für TS seitens TV, CD."

ich will gar kein mitleid. ich bin so, wie ich bin, und es ist gut so. ich verstehe mich als eine von hunderten, nein, tausenden von transgender-formen. was soll ich da mit mitleid anfangen? mich interessiert in diesem diskussionsfaden, wie ihr anderen fühlt und euer leben einrichtet. dass jede/r seine ganz speziellen probleme (und nebenbei, auch seine ganz speziellen freuden) hat, ist doch selbstverständlich. mich interessieren eure lebenssichten. daraus eine rangliste abzuleiten von "richtigen", "halben" oder falschen transgender-formen finde ich ziemlich daneben.

beschreibung der unterschiedlichen lebensformen als transgender - ja.
"hitliste des leidens" - nö.

rieke

Nun, es gibt vielleicht keine Hitliste, aber es gibt unterschiedliche Probleme und unterschiedliche Leiden. Und wenn man darüber sprechen möchte, dann kommt man nicht um hin auch eine Aussage darüber zu treffen welche Probleme schwer wiegen. Das hat etwas mit Mitleid, Mitgefühl und der viel beschriebenen Solidarität und dem geforderten Verständniss zu tun. Man könnte es auch Anteilnahme nennen.
Wer aber sämtliche Probleme negiert oder reflexartig mit "Ich leide aber auch!" reagiert zeigt nicht gerade viel Verständniss. Hier mangelt es auch an der Fähigkeit sich selbst und die eigene Probleme in Relation zu anderen zu setzen.

Hier zu habe ich auch ein nettes Beispiel: Ich habe mich gestern mit einer Lesbe unterhalten, irgendwann kamen wir dann auf Familie und Outing zu sprechen. Sie erzählte mir wie es bei ihr gelaufen ist und das es natürlich sehr schwer ist, wenn man engstirnige Verwandte hat.
Ich antwortete das ist schon richtig und das kann alles sehr doof laufen, aber bei mir gibt es natürlich noch eine ganz besondere Dynamik: Was macht man mit Verwandten/Freunden, die einen ursprünglich als Mann kennengelernt haben und es nicht begreifen?
Da mußte sie auch zugeben, daß das dann noch eine Spur problematischer ist, als das was sie erlebt hat.

Ansonsten willst du wissen, wie ich mich fühle und mein Leben einrichte? Nun, ich fühle mich ziemlich mies. Warum? Ganz einfach, weil ich nur noch als Frau leben kann, das Leben als Mann löst bei mir Depressionen und Ängste aus. Das Leben als Frau ist für mich kein Problem, mein Passing ist dafür gut genug. Das Problem sind die Papiere, darauf kann ich noch Monate warten. Dann kommt noch meine Arbeit hinzu, da kann und will ich nicht mehr arbeiten, aber wenn man jetzt das Problem mit den Papieren hinzu nimmt, dann folgt, daß ich mich als Transfrau mit männlichen Papieren, um einen neuen Job bewerben muß. Ganz tolle Erfolgsaussichten mit der Konstellation und das ich beruflich nicht viel kann, macht die Sache nur noch schlimmer.
Dann kommen noch die Probleme mit der Familie hinzu, mit einer switchenden Transsexuellen konnte man das alles noch unter "Spaß" abtun. Man hat zwar akzeptiert das ich anders bin und meine Eigenarten habe, aber man konnte ja auch immer verlangen, daß ich mich "normal" verhalte. Das ist jetzt vorbei, jetzt merken sie, daß es verdammt kompliziert und problematisch ist, wenn man eine Transsexuelle, die Vollzeit als Frau lebt, in der Familie hat. Man muß eben umdenken und das bereitet einigen eben Probleme.
Meine Beziehung konnte ich auch nur unter großen Aufwand retten und dankt einer guten Therapeutin.
Also wenn mich jemand jetzt fragt, würde ich ganz klar, daß ich lieber nicht transsexuell wäre. Ich habe seit Anfang des Jahre mehr Krisen durchgemacht als in den letzten paar Jahren zusammen. Mein Leben ist das reinste Chaos, ich bin verängstig, ich fühle mich hilflos und allein gelassen und ob es in der Zukunft besser wird, das bezweifel ich.
Wie soll man in so einer Situation das Leben einrichten? Gar nicht, was soll man auch tun, wenn einem plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Man versucht den Alltag so gut es geht zu meistern und sich ein Stück Normalität zu bewahren, ohne ständig über die eigene Transsexuallität und die Konsequenzen daraus nachzudenken.

So, ist die Neugier und das Interesse damit jetzt befriedigt?
Zu viel Wahrheit wird nicht erkannt; Zu viel Tod am Wegesrand.
Erst auf den zweiten Blick; Erkennst du was dahinter steckt.
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RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #63
danke für deine ausführliche antwort, eva. ich sehe jetzt klarer, welche speziellen und existenziellen probleme im TS-alltag auftreten können und sehe auch deutlicher die unterschiede zwischen TV/CD und TS.

aber wie gehe ich mit dieser einsicht um? gestört hatte mich yunas wort vom "mitleidskuchen". ich für meinen teil brauche kein mitleid. mitleid macht hilflos. was ich brauche, ist akzeptanz meiner umwelt für meinen persönlichen weg. du gehst zweifellos einen schwierigeren weg, für den es obendrein keine alternative gibt. ich erspare dir trotzdem mein mitleid und wünsche dir viel kraft, deinen weg durchzuhalten.

herzlichen gruß,
rieke
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RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #64
Nun meiner Erfahrung nach ist Offenheit, Ehrlichkeit und Unbefangenheit ein guter Weg zur Akzeptanz.
Ich selbst habe auch keine andere Wahl, wenn ich als Frau lebe, dann gibt es noch genug Menschen, die mich mal Mann kennengelernt haben und denen gegenüber muß ich einfach zu geben, daß ich transsexuell bin. Die meisten akzeptieren es, weil ich offen und ehrlich mit ihnen darüber rede, ob sie es wirklich verstehen ist natürlich eine andere Frage.
Außerdem kann man nicht verhindern, daß das Passing nich doch mal versagt und in solchen Situationen muß man dann genauso offen und ehrlich sein.
Ich erlebe auch meistens, daß dies dann eine durchaus positive Neugier auf Transsexuallität bei den Menschen auslöst.
Sicherlich kostet diese Offenheit viel Kraft, aber meistens findet man dadurch zu einem halbwegs normalen und ungezwungen Umgang mit anderen Menschen.
Zu viel Wahrheit wird nicht erkannt; Zu viel Tod am Wegesrand.
Erst auf den zweiten Blick; Erkennst du was dahinter steckt.
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RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #65
(06.04.2013, 13:38)Eva_Tg schrieb: Nun meiner Erfahrung nach ist Offenheit, Ehrlichkeit und Unbefangenheit ein guter Weg zur Akzeptanz.
...
Sicherlich kostet diese Offenheit viel Kraft, aber meistens findet man dadurch zu einem halbwegs normalen und ungezwungen Umgang mit anderen Menschen.
Genauso ist es! Ich war schon immer so und in meiner Situation hat es mir natürlich sehr geholfen. Solch ein Charakterzug lädt die Menschen zum Fragen ein und dann kann man die Sache erklären. Ob sie es wirklich verstehen wage ich zu bezweifeln, aber mit entsprechenden Beispielen kann man die eigene Situation durchaus vermitteln.

@Eva_Tg
Ich freue mich, dass du deine Beziehung retten konntest. Ich habe heute einen anderen einfacheren, liebevolleren Menschen an meiner Seite als damals, aber meine ExFrau war meine Seelen-verwandte. Mit ein wenig mehr Verständnis ihrerseits und ein wenig mehr Rücksichtnahme meinerseits, hätten wir vielleicht meinem Sohn eine zerstörte Familie ersparen können. Man ist nicht umsonst 16 Jahre zusammen, denke ich.

Ich hoffe auch, dass du einen neuen Job findest. Natürlich ist es schwer, gerade bei dir im Norden, aber man kann auch mal sehen was einfach passiert. Wir haben alle Angst vor dem Einkommensverlust, aber falls sie dich auf die Straße setzen, dann musst du in Deutschland wenigstens nicht hungern. Außerdem gibt es dir auch Freiheit für eine gewisse Zeit.
Ich rede mir leicht, denkst du, weil ich das Glück hatte alles zu behalten, aber so gewiss war das auch für mich nicht. Trotzdem bin ich den Weg gegangen. In manchen Lebenssituationen kann man einfach nicht anders und dann geht man seinen Weg, egal was passiert und egal wo er hinführt.

Ich sende dir eine Heart liche Umarmung und Kraft, für die kommende Zeit!
Ich bin nicht mein Körper.
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.
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Zitat

RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #66
Also ich seh die Sache so, wir wollen ja normal sein und keine Drama-Queens, also muß man unbefangen mit der eigenen Transsexuallität umgehen, sonst überträgt sich die Unsicherheit und die Verkrampfheit auf das Gegenüber und das ist eh schon etwas verunsichert. Aber man muß halt das Gefühl vermitteln "He, ich bin zwar transsexuell, aber das ist für mich normal, also gibt es für dich kein Grund nicht normal mit mir umzugehen."
Ja, sowas ist leicht gesagt, aber schwer umzusetzen, wie gesagt es geht um Gefühle, um Verhalten, um Gesten. Sowas ist schwer zu beschreiben und noch schwerer zu lernen. Im Grunde muß das jeder Mensch selbst lernen.

Ich hatte in dem Zusammenhang ein interessantes Gespräch mit meiner Stiefschwester. Die ist seit ihrer Geburt an MS erkrankt und ist somit körperlich behindert, aber da sie sich niemals anders erlebt hat, empfindet sie sich weder als krank noch als behindert, für sie ist MS der Normalzustand. Und dieses Normalsein kann sie sehr gut auf andere Menschen übertragen bzw. ihnen vermitteln.
Na ja und sie sieht natürlich gewisse Parallen zwischen ihrer MS und meiner TS, so wie sie sich als normal ansieht, weiß sie das ich mich als normal ansehe, auch wenn wir beide von anderen wohl beide nicht unbedingt als normal gesehen werden.

Aber, um nochmal auf die Unterschiede zwischen TS und TV zurückzukommen, ich vermute fast, daß viele TVs hier so ihre Bedenken haben und zu verkrampft an die Sache ran gehen. Wer den Gedanken im Hinterkopf hat "Die halten mich bestimmt alle für verrückt." oder ähnlichen Gedanken, der hat es ganz schön schwer unbefangen zu sein. Aber niemand macht etwas Verrücktes oder etwas Verbotenes, sondern für uns ist das völlig normal und dieses Gefühl, diese Einstellung muß irgendwie rüberkommen.

@Jasmin: Beziehungen sind ein hochkomplexes Thema und ich mußte das mit meiner Therapeutin auseinandernehmen, um da überhaupt durchzusteigen, also ist es mühsam darüber zu schreiben, aber vielleicht ein paar Anmerkungen dazu. Zunächst muß die Partnerin erstmal bereit sein oder sich zu mindestens vorstellen können mit einer Transfrau zu leben. Wichtig ist auch, daß das ganze ein Prozess ist, der sich entwickelt, man kann einen geliebten Menschen nicht einfach vor eine Wand bzw. vollendete Tatsachen stellen. Nicht einfach "Ich bin jetzt eine Frau, sieh zu wie du damit klar kommst!", so wird eine Beziehung unter Garantie scheitern, sondern beide müssen sich bewußt werden das es gewisse Veränderungen gibt und das einige Dinge anders laufen werden wie man es gewohnt ist, aber wenn beide daran gemeinsam mitwirken, dann stehen die Chancen gut, das beide diesen Weg gemeinsam meistern. Die Tiefe der Beziehung spielt natürlich auch eine Rolle, wenn die wirklich tief und innig ist, dann kann eine Beziehung viele Krisen überstehen und die wird es bei Transsexuallität häufiger geben. Und als Transfrau muß man sich auch einiges bewußt machen, nähmlich daß eine Beziehung zwischen Trans- und CIS-Frau eine eigene Dynamik hat, daß ist keine klassische, lesbische Beziehung und auch keine Hetero-Beziehung. Im Grunde wird es Elemente von beiden haben, als Transfrau wird man hin und wieder mal den männlichen Part übernehmen. Das wird der eigenen Weiblichkeit keinen Abbruch tun oder man sollte die eigene Weiblichkeit deswegen nicht in Frage stellen, aber wer damit Probleme hat, sollte sich schon fragen, ob eine Transfrau-CIS-Frau-Beziehung für sie überhaupt möglich ist.
Wie gesagt, es ist ein komplexes Thema und man könnte ewig darüber schreiben, aber dafür fehlt mir die Zeit.

Und danke für die Umarmung, wir werden sehen was die Zukunft bringt.
Zu viel Wahrheit wird nicht erkannt; Zu viel Tod am Wegesrand.
Erst auf den zweiten Blick; Erkennst du was dahinter steckt.
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RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #67
Ich will hier nur eine einzige Bemerkung kommentieren.

(30.03.2013, 04:00)Roswitha schrieb: ..... bei TS ist der Leidensdruck so hoch Frau bzw. Mann sein zu wollen, dass sie dafür sehr viel in Kauf nehmen....

TS wollen nicht Frau, bzw. Mann sein, sondern sie sind es. Sie hatten nur das Pech "im falschen Körper" geboren worden zu sein.
Zitat

RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #68
(04.04.2013, 11:01)signo schrieb: Und sie sitzen wieder am Karussell und drehen sich erneut im Kreis, es muss wie eine Sucht sein, der Schwindel, dieses Schwindeln, dieses Schwinden, dieses Verschwinden in Kategorien.
Ich freue mich in Jenny einen Menschen unter wenigen zu entdecken der es nicht vom oben herab betrachtet, sondern im Innendrin den Überblick nicht verliert.
In ihrem vorstehenden Essay finde ich viel Bemerkenswertes, einzig die "geschlechtlichen Bedürfnisse" - egal in welche Richtung - würde ich bei der Betrachtung ausklammern.

Ist es nicht. Wenn ich weiß, dass ich eine Frau bin, die gesamte Umwelt mir aber erklärt, dass ich, rein auf Grund der Geschlechtsmerkmale, ein Mann zu sein habe, erzeugt das einen schweren Leidensdruck. Ältere TS waren für Jahre oder Jahrzehnte gezwungen mit diesem Leidendruck zu leben. Das ist heute zum Glück nicht mehr erforderlich.

Und wie heir schon gesagt wurde, als TS wird man geboren. Niemand kann TS werden oder seine TS ablegen.

Ich glaube auch,d ass es bei TV´s ebenso gewisse angeborene Gefühle gibt, die sie zu TV´s machen.

Aber TS-sein bedeutet nun einmal ein massives Problem mit dem Körper zu haben, dass sich weder mit weiblicher Kleidung oder Strümpfen und High Heels lindern lässt, sondern nur durch eine Anpassung des Körpers an die Psyche. Wie weit diese gehen muss, ist zweifellos individuell. Aber jemand, der keine einzige Anpassung anstrebt, dem er genügt weibliche Kleidung oher Schuhe mit hohen Absätzen zu tragen, also kein echtes Problem mit dem Körper hat, und als Mann weitgehend leben kan, ist nun einmal nicht TS.

Leider wird das von vielen TV´s, die meinen, dass beides etwas Ähnliches sei, nicht verstanden.

Daher ist diese Abgrenzung für TS sehr wichtig. Allerdings sollte die Abgrenzung uns nicht daran hindern gmeinsam zu marschieren und gemeinsam unser aller Forderungen zu vertreten.
Zitat

RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #69
(08.04.2013, 13:57)Angelika schrieb: Leider wird das von vielen TV´s, die meinen, dass beides etwas Ähnliches sei, nicht verstanden.

Daher ist diese Abgrenzung für TS sehr wichtig. Allerdings sollte die Abgrenzung uns nicht daran hindern gmeinsam zu marschieren und gemeinsam unser aller Forderungen zu vertreten.
ICh würde es nicht glauben aber diesmal bin ich vollkommen deiner Meinung ohne meinen Senf irgendwo dazugeben zu müssen. Freut mich, dass es eine hier verstanden hat, worum es wirklich geht
Zitat

RE: TV,TS, CD - was bin ich, Mann oder Frau?
Beitrag #70
(08.04.2013, 13:57)Angelika schrieb: [hier gekürzt] Aber TS-sein bedeutet nun einmal ein massives Problem mit dem Körper zu haben, dass sich weder mit weiblicher Kleidung oder Strümpfen und High Heels lindern lässt, sondern nur durch eine Anpassung des Körpers an die Psyche. Wie weit diese gehen muss, ist zweifellos individuell. Aber jemand, der keine einzige Anpassung anstrebt, dem er genügt weibliche Kleidung oher Schuhe mit hohen Absätzen zu tragen, also kein echtes Problem mit dem Körper hat, und als Mann weitgehend leben kan, ist nun einmal nicht TS.

Leider wird das von vielen TV´s, die meinen, dass beides etwas Ähnliches sei, nicht verstanden.

Daher ist diese Abgrenzung für TS sehr wichtig. [hier gekürzt]

Ein Blick in die Geschichte und Gegenwart der TG-Community ganz allgemein zeigt uns aber, dass die Grenzen nicht starr sind. Viele Trans-Menschen haben als Crossdresser begonnen. Viele waren über Jahre als Switcher/innen unterwegs, haben dann irgendwann eine innere Unruhe gespürt, sich selbst (mit Hilfe Dritter) analysiert, und sind zu dem Schluss gekommen, dass sie auf einer Gender-Seite besser dran sind als mit dem dauerhaften Hin und Her. Es gibt viele Lebensgeschichten, auch und gerade von Transfrauen, die so verlaufen sind. Es gab aber auch Grenzfälle und Fehldiagnosen. Das zeigt doch gerade, dass es eine typische aber keine "reine" und "echte" transsexuelle Biografie gibt!

Ich kann auch für mich nur für das Hier und Jetzt sprechen, wie ich in fünf Jahren fühlen werde, ist nicht sicher. Genauso wie es vor 10 Jahren für mich undenkbar gewesen wäre, als Tanja ins Theater oder ins Kino zu gehen.

Ich verstehe, dass es den Wunsch und die Hoffnung gibt, den eigenen Bedürfnissen und Forderungen an die Gesellschaft durch Abgrenzung mehr Gewicht zu verschaffen. Aber ich bin der Meinung, dass das trotzdem ein Irrweg ist.
- 3 x geimpft und sehr gut drauf! Wave   -
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