Fortschritte in der Transplantations- und Reproduktions-Medizin
RE: Uterus-Transplantationen
Beitrag #11
(21.01.2014, 08:06)Bonita schrieb: Nun ja, man sollte in diese "Berechnungen" auch miteinbeziehen, ob so manches an "Krankheiten" tatsächlich geheilt werden soll oder "nur am Kochen" gehalten werden soll, damit man damit ordentlich abcashen kann... Ist schließlich nicht nur bei HIV so... Wink
Genau so ist es (leider).

Ich bin überzeugt davon, dass man sehr viel heilen könnte (wenn es nicht um Geld ginge)...
Zitat

Fortschritte in der Transplantationsmedizin
Beitrag #12
US-Forscher züchten Penisse im Labor (Kurier - Futurezone.at)

Leider kann man wohl derzeit nur Organe züchten, die für das eigene Geburtsgeschlecht "passen". Undecided
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
WWW
Zitat

RE: Uterus-Transplantationen
Beitrag #13
(14.01.2014, 10:22)Bonita schrieb: ... wollen damit auch versuchen schwanger zu werden...

Nun gab es die 1. Geburt: https://de.nachrichten.yahoo.com/offenba...00634.html

Zitat:
Erstmals Geburt nach Gebärmuttertransplantation gelungen
36-jährige Schwedin bringt Jungen zur Welt

Schwedischen Medizinern ist nach eigenen Angaben eine Weltpremiere geglückt: Zum ersten Mal hat eine junge Frau nach einer Gebärmuttertransplantation ein Kind geboren. Der Junge sei im September in der 31. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen, ihm und seiner Mutter gehe es gut, berichtet das britische Fachmagazin "The Lancet". Der Eingriff könnte wegweisend sein im Kampf gegen weibliche Unfruchtbarkeit.

Die 36-jährige Mutter war wegen einer genetischen Krankheit ohne Gebärmutter zur Welt gekommen, ihre Eierstöcke aber waren intakt. Forscher der Universität Göteborg unter Leitung des Professors für Gynäkologie und Geburtshilfe, Mats Brännström, pflanzten ihr in einem zehnstündigen Eingriff eine Gebärmutter ein, die eine 61-jährige Freundin der Familie gespendet hatte. Ein Jahr später setzten sie der Frau ein Embryo ein - es stammte aus einer ihrer eigenen Eizellen, die im Reagenzglas mit dem Samen ihres Partners befruchtet worden waren.

Nach Angaben Brännströms verlief die Schwangerschaft weitgehend normal, nur einmal kam es zu leichten Abstoßungstendenzen. In der 31. Schwangerschaftswoche jedoch musste die Frau mit Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) in die Uniklinik, ihr Baby wurde per Kaiserschnitt geholt. Der Junge wog 1775 Gramm, konnte aber nach zehn Tagen die Frühgeborenenabteilung des Krankenhauses verlassen.

Nach Angaben ihrer Chirurgin Liza Johannesson sind Mutter und Kind inzwischen zu Hause. "Sie versuchen sich als neue Familie, das ist für sie derzeit das Wichtigste", sagte Johannesson in einem von der Universität von Göteborg verbreiteten Video. Die Geburt beschrieb sie als "atemberaubend": "Ich glaube, wir alle hatten dasselbe Gefühl - es fühlte sich an, als käme das eigene Baby zur Welt."

Brännström erklärte, er und sein Team seien "überglücklich", könnten aber an den Erfolg ihrer Arbeit selbst noch nicht so recht glauben. Mehr als zehn Jahre hätten sie den Eingriff vorbereitet. Sie seien optimistisch, dass auch andere Frauen weltweit von ihrer Erfahrung profitieren werden. Frauen ohne Gebärmutter hatten bisher nur zwei Möglichkeiten, ihren Kinderwunsch zu erfüllen: per Adoption oder mit Hilfe von Leihmüttern.

"Das Projekt lehrt uns, dass wir tatsächlich niemals aufgeben dürfen", erklärte Johannesson. Brännström versicherte, der Fall habe zudem gezeigt, "dass die Transplantation einer Gebärmutter von einer lebenden Spenderin möglich ist, selbst wenn diese die Wechseljahre bereits hinter sich hat".

Vor 14 Jahren wurde in Saudi-Arabien die erste Uterus-Transplantation vorgenommen, vor drei Jahren in der Türkei die zweite - ohne Erfolg. Die anonyme Schwedin gehört laut "Lancet" zu neun Patientinnen, die nun im vergangenen Jahr unter Brännströms Programm die Gebärmutter von lebenden Spenderinnen eingesetzt bekamen. Bei zwei von ihnen mussten diese nach wenigen Monaten wegen Komplikationen wieder entfernt werden, bei den anderen verlief der Eingriff bislang erfolgreich.
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
Zitat

RE: Uterus-Transplantationen
Beitrag #14
mein Gottchen, dass sind Probleme Wink! Hätte lieber den Kopf einer Frau Wink! Und zwar ohne FFS, wenn möglich! Wäre mir viel, viel wichtiger als ein Organ, dass irgendwo im Körper ist...
Und eine Frauenstimme ohne der mühsamen Logopädie, die mir momentan noch sehr befremdend vorkommt und wo ich echte Zweifel hab, dass sie bei mir je wirken wird!
Das macht (für mich) Frausein aus: Gesicht und Stimme! Alles andere ist Verhandlungssache Wink!
Zitat

RE: Fortschritte in der Transplantationsmedizin
Beitrag #15
Es gibt bereits Erfolge bei Vaginen - eine ist bereits vor acht Jahren (!) erfolgreich verpflanzt worden; Dabei wurde (wohl zumindest die Schleim-) Haut im Labor gezüchtet und "händisch" geformt:

Kunstorgane aus dem 3D-Drucker - Kunst-Vagina erfolgreich implantiert 22.04.2014 (clixoom.de)

Wobei eine "altertümliche" (Fremd-Organ) Transplantation eines Penisses aktuell in Südafrika glückte:

Erste erfolgreiche Penis-Transplantation der Welt 13.03.2015 (kurier.at)

Stellenbosch University doctors perform first successful penile transplant in the world 13/03/2015 (sun.ac.za)

Ein Trans-Mann wäre wohl noch auf eine Zell-Spende - vgl Tanjas Beitrag oberhalb - eines ("verträglichen") männlichen Verwandten (Vater, Bruder, Sohn) angewiesen, um daraus geeignetes Gewebe "züchten" zu können. Eine Trans-Frau dann vice versa eine passende (Mutter, Schwester, Tochter) Zell-Spende...

Dass eine Verpflanzung von sogar funktionierenden inneren Organen bereits keine "Science" Fiction mehr ist, kann man auch vorigen Beiträgen entnehmen.

Alles in allem sehr gute Nachrichten für Frauen und Männer, die warum auch immer (zB OP-TS) eine solche Prozedur für ein "funktionelleres" Leben wünschen bzw brauchen...
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
Zitat

RE: Fortschritte in der Transplantationsmedizin
Beitrag #16
sehr interessant!wissenschaft is..(na ich wiederhol mich Wink)
Zitat

RE: Uterus-Transplantationen
Beitrag #17
(05.10.2014, 19:13)Bonita schrieb: ...
Zitat:Erstmals Geburt nach Gebärmuttertransplantation gelungen
36-jährige Schwedin bringt Jungen zur Welt...

Eine GM-Transplantation hat nun auch in Deutschland geklappt:

http://www.frauenzimmer.de/cms/erste-geb...24537.html
http://www.frauenzimmer.de/cms/erste-geb...24537.html schrieb:Erste Gebärmutter in Deutschland transplantiert - neue Hoffnung für Kinderlose
22.10.2016

Frauen mit absoluter uteriner Infertilität konnten bisher keine Kinder bekommen

Wenn ihre Gebärmutter nicht funktioniert oder gar fehlt, hatten Frauen in Deutschland bislang keine Chance, ein Kind zu bekommen. Nun haben Ärzte in Tübingen einen entscheidenden Eingriff vorgenommen. Erstmals ist in Deutschland die Transplantation einer Gebärmutter gelungen. 


Auch andere deutsche Kliniken planen Gebärmutter-Transplantationen

Die mehrstündige Operation bei einer 23 Jahre alten Patientin sei ohne Komplikationen verlaufen, teilte das Universitätsklinikum Tübingen mit. Die junge Frau sei wegen einer angeborenen Fehlbildung, des sogenannten Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndroms, unfruchtbar gewesen und habe die Gebärmutter als Lebendspende erhalten. Von wem das Spenderorgan stammte, wurde nicht mitgeteilt.

An der Operation war den Angaben zufolge auch ein Team des schwedischen Gynäkologen Mats Brännström vom Universitätsklinikum Göteborg beteiligt. Brännström hat dort bereits gezeigt, dass der Eingriff machbar ist und dass auf diesem Weg gesunde Kinder geboren werden können. Im Jahr 2014 brachte in Göteborg zum ersten Mal weltweit eine Frau mit einer gespendeten Gebärmutter ein gesundes Baby zur Welt, danach hat es noch weitere Fälle gegeben und außerdem Versuche in weiteren Ländern.

In Deutschland ist die Transplantation einer Gebärmutter seit einiger Zeit auch von mehreren Teams an anderen Universitätskliniken vorbereitet worden. In Tübingen seien die Planungen seit mehreren Jahren gelaufen, hieß es weiter.

Von der sogenannten absoluten uterinen Infertilität seien etwa drei bis fünf Prozent aller Frauen betroffen, darunter auch die 23-Jährige, teilte die Uniklinik weiter mit. Außer durch Adoption oder eine in Deutschland allerdings verbotene Leihmutterschaft sei es ihnen bislang unmöglich gewesen, Kinder zu haben. Nach Angaben der Uniklinik Erlangen, wo eine Gebärmuttertransplantation ebenfalls seit einiger Zeit vorbereitet wird, kommen für eine solche Operation Frauen infrage, deren Gebärmutter zu klein ist oder von Geburt an fehlt oder entfernt werden musste. Als bevorzugte Spender gelten den Angaben zufolge lebende Verwandte, etwa Mutter oder Schwester - weil die Eingriffe dann besser planbar sind.
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
Zitat

Fortpflanzungsmedizin: Kinder für alle?
Beitrag #18
Rainbow 
http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-...93589.html
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"Gender/Sex Identity" oder auch:
"Die Geschichte vom Regenbogen, der dachte, er wäre ein Halbkreis...."

Inter/Nonbinary?
pbs.twimg.com/media/DSkEWChWAAAu-FQ.jpg
Zitat



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