Mein Mann ist ein Transgender
Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #1
Hey ich bin ziemlich verwirrt, ich war 11 Jahre mit einem hetero Mann zusammen, habe mit ihm 2 Kinder und jetzt ist er auf einmal - schon immer - eine Frau. Ich bin total verwirrt, war unser Leben eine Lüge? Ich spüre, wie sehr er leidet, aber ich leide auch. Ich bin nun mal durch und durch eine hetero Frau. Ich bin sicher kein verklemmtes Landei,es als Fetisch im Bett hin und wieder, aber nicht ausschließlich auszuleben könnte ich mir vielleicht noch vorstellen, müsste/könnte man ausprobieren. Aber als er letzte Wochenende plötzlich im Wohnzimmer stand, im Ledermini, sein Penis baumelte hin und her, da hat bei mir was zu gemacht, ich hatte nur noch den Gedanken, Scheiße was ist wenn ein Kind wach wird und das sieht, wie soll ich das erklären. Meine Große war von Choncita Wurst schon total verwirrt. Feingefühl ist für mich was anderes. Ich habe ihn zugesagt, dass ich ihm auf dem Weg zur Frau unterstützen werde, aber als Freundin nicht als Lebenspartnerin. Naja ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, weil ich bis jetzt wenig von anderen Angehörigen gelesen habe, aber das ist nicht grad ein Thema worüber man mit seiner besten Freundin bei Kaffee quatscht.
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RE: Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #2
Hallo Annie,

euer Leben und eure Beziehung ist keinesfalls eine Lüge. Du hast das recht verwirrt zu sein - es ist nicht einfach aber bitte gib euch beiden Zeit.

Was deine Kinder angeht: reden. Ernsthaft... redet miteinander, es gibt schon genug verkorkste Menschen auf dieser Welt, und wenn nicht einmal die Eltern mit einem reden ist schon alles zu spät.
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RE: Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #3
Unsere Kinder sind 9 und 6. Also das wie ist es mit den Babies, hab ich glaub ich ganz gut hinbekommen, auch als die Große "schwul" als Schimpfwort benutzt hat, hab ich es ihr erklärt, dass es nun mal sein kann, dass sich ein Mann in einen Mann verlieben kann. Aber wie erkläre ich ihr, dass ihr Papa eine Frau ist? Ganz ehrlich, wenn mein Vater diesen Weg gegangen wäre, ich hätte das in keinem Alter akzeptieren können. Gibt es Einrichtungen in Österreich, die Angehörige helfen damit zurecht zu kommen? Ich weiß ja nicht, ob ich und mein Mann das schaffen, aber er bleibt doch der Vater dieser Kinder und ich möchte ja dass er weiterhin Kontakt mit ihnen hat.
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RE: Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #4
Hallo Annie,
Vielleicht schaut ihr mal (zu zweit) bei COURAGE - die PartnerInnen-, Familien- & Sexualberatungsstelle vorbei, da bekommt ihr sicherlich schon mal ein bisschen Unterstützung;


Eventuell auch schon mal über eine/n Therapeutin/Therapeuten nachdenken, die/der sich mit dem Thema "Trans*" bereits auskennt, am Besten noch dazu mit zusätzlicher Erfahrung "Familien"; Bei den österreichischen Verbänden für Psychotherapeuten gibt es Such-Masken, wo man ganz einfach jemanden in seinem Bundesland finden kann - zB:

http://www.psychotherapie.at/psychotherapeutinnen-suche

http://www.voepp.at/patienten/suche/

http://www.psyonline.at/psychotherapeuti...etailsuche

- einfach die Felder entsprechend (zumindest Bundesland und "Schwerpunkt Transsexualität" oä nicht vergessen) auswählen bzw ausfüllen und es werden die Ergebnisse angezeigt; In der Regel muss man eine Therapie selbst bezahlen, aber man kann natürlich die Rechnungen/Honorare bei der Kasse einreichen und bekommt einen Prozentsatz zurück (die / der Therapeut/in hilft idR dabei); Es gibt auch "kostenlose Kassen-Plätze", allerdings sind diese sehr schwer zu bekommen - da muss man sich durchfragen...


Wie auch immer Euer Familienleben aussehen wird - alles Gute und Liebe für Euch und Eure Kinder (die meistens offener sind und besser verstehen als so mancher Erwachsene)! Heart
[Bild: avatar_202.jpg] „NATSUME! NATSUMEe! NATSUMEee!“ — Nyanko-Sensei en.wikipedia.org/wiki/Natsume%27s_Book_of_Friends
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RE: Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #5
Exclamation Meinen ursprünglichen respektlosen Beitrag habe ich freiwillig wieder gelöscht Exclamation

@ADMINS: Löscht doch mal meinen Ida-Account. Denn ich will mit diesen wiederkehrenden "Männer-Dramen ohne Scham und Scheu" nichts mehr zu tun haben. Das ist nicht meine Welt.
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RE: Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #6

Moderationshinweis: Ida, jetzt setz dich mal ruhig hin, atme ruhig durch, und lass die Luft raus!

Wenn Du gehen willst, dann kannst Du das natürlich, auch wenn ich es schade fände. Aber eines geht hier nicht: Respektlose Ferndiagnosen stellen und Menschen niedermachen, die Du nicht einmal kennst, und die dir nichts getan haben. Dodgy


-- Zitat entfernt, da Orginalbeitrag gelöscht Miriam--
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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RE: Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #7
(04.02.2015, 14:34)Annie schrieb: Hey ich bin ziemlich verwirrt, ich war 11 Jahre mit einem hetero Mann zusammen, habe mit ihm 2 Kinder und jetzt ist er auf einmal - schon immer - eine Frau. Ich bin total verwirrt, war unser Leben eine Lüge? Ich spüre, wie sehr er leidet, aber ich leide auch. [hier gekürzt]

Ich weiß auch nicht, ob ich jetzt den richtigen Rat für euch parat habe. Nach allem, was ich über transident-transsexuelle Menschen bisher gehört und gelesen habe bzw. aus Diskussionen hier im Forum und persönlichen Gesprächen weiß, ist TS tief in der Persönlichkeit und im Charakter eines Menschen eingraviert, ganz gleich, was man jetzt als Ursache annimmt. Die Frau bzw. die weibliche Seele in deinem Mann war also immer schon da. Ich gehe dabei davon aus, dass sein - eigentlich: ihr - Geständnis ehrlich war und nicht bloß ein überschießender Ausdruck eines "transvestitischen Fetisches" oder einer anderen, schwächer ausgeprägten Form der Trans-Identität. Das erscheint mir unwahrscheinlich, denn wer sich zumindest mehrheitlich als Mann empfindet, der vermeidet ein so radikales Geständnis mit seinen unabsehbaren Folgen. Gut, ich hatte selber ein Coming-Out als Transvestit vor zahlreichen Menschen, einschließlich meiner Freundin, meiner Eltern und meiner Vorgesetzten, aber das war unter der Prämisse, dass ich im Alltag und in der Mehrheit Mann bleiben kann und werde.

Die gute Nachricht in diesem Sinne ist, dass "sie" schon immer da war, und Annie "ihn" mit dieser Komponente kennen und lieben gelernt hat. Das ist allerdings keine Garantie dafür, dass die Beziehung entsprechend "umgebaut" werden kann. Ich würde einfach dazu raten, einmal die positiven Punkte der Beziehung zu inventarisieren, und zwar unabhängig vom Geschlecht. Ich kann nur über den Daumen schätzen, wie alt ihr seid, aber Sex könnte aus meiner Sicht natürlich leider der Knackpunkt sein ("durch und durch eine hetero Frau"). Und ich denke, ohne therapeutische Unterstützung wird das alles sehr schwer - zu schwer - für euch beide werden.
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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RE: Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #8
Zitat: , im Ledermini, sein Penis baumelte hin und her, da

Also, das klingt mir schon eher nach Fetisch. So wie die echten Transsexuellen meist ihren Penis hassen, verstecken und los werden wollen, nicht aber stolz baumeln lassen.

Dieser provokative Kontrast, Röckchen mit Wurst, zeugt eher von Suche nach nem Kick, wenn normaler Porno langweilig geworden ist. Aber ich kann mich auch täuschen. Zudem gibt es zwischen rein fetischistischem Damenwäschetragen und der echten Frau im falschen Körper meines Erachtens noch viele Zwischenstufen.

Ich bin kein Fan von Psychotherapeuten und empfehle solche eher nicht. Ich denke, wie in vielen solchen Fällen muss dein Mann herausfinden, was er ist, nur Crossdresser, der einen Kick sucht, oder wirklich transsexuell.

Im Falle von ersterem könnt ihr sicher eine Lösung ausarbeiten, in der ihr beide aufeinander zu geht, was Libido und Familie betrifft.

Bei letzterem muss er sich fragen, was sein Ziel ist und ob er diesen Weg wirklich gehen will. Eine prof. Beratung ist dann nicht falsch.

Ich versuche, zu helfen, bin aber natürlich auch nicht allwissend. Bin übrigens nur gelegentlicher Crossdresser.















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Um die Welt in einem Sandkorn zu sehn,
und den Himmel in einer wilden Blume,
halte die Unendlichkeit in deiner Hand
und die Stunde rückt in die Ewigkeit.

-= VERITAS VINCIT =-
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RE: Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #9
Ich rate auf jeden Fall dazu, das klärende Gespräch mit Ihrem Partner(?) zu suchen.

Wie weit will er(?) gehen auf dem Weg zur Weiblichkeit - geht es nur darum, hin und wieder andere Kleidung (auch öffentlich) zu tragen und sich als Frau zu präsentieren? Sehe darin nichts Verwerfliches; etwa die Hälfte der Menschheit tut das doch ständig.

Oder will er(?) möglichst das ganze zukünftige Leben als Frau verbringen, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche? Mit medizinischer Angleichung (beispielsweise Hormontherapie) oder ohne?

Überstürzt sollte in deser Situation denke ich nichts angegangen werden. Ich würde ihm(?) empfehlen, die Geschlechtsthematik vorerst mit psychotherapeutischer Begleitung und/oder mit anderen "Betroffenen"aufzuarbeiten und mehr Klarheit darüber zu gewinnen.

Und was ganz katastrophale Outfits betrifft, helfen vielleicht ein paar Worte der Kritik samt Anregung, wie frau es in Zukunft besser machen könnte.

Anmerkung: das (?) steht für meine Zweifel an der Richtigkeit der männlichen Form.

Zum Thema Conchita: Ich persönlich finde es immer nett, wenn jemand zwischen den Geschlechtergrenzen etwas Verwirrung stiftet ;-)

Angst um Ihre Kinder müssen Sie deshalb nicht haben; Trans* zu sein ist nicht ansteckend (und schon gar keine Krankheit, auch wenn uns das manche weismachen wollen)... ein wenig anfängliche "Verwirrung" ist normal, aber gerade Kindern fällt die Akzeptanz oft leichter als Erwachsenen.
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RE: Mein Mann ist ein Transgender
Beitrag #10
Ich würde deinen Mann vor eine Entscheidung stellen. Entweder du oder die Kinder oder seine Seite ausleben. Ob er wirklich weiblich ist weißt du ja gar nicht und viele Transgendern wissen es in wirklichkeit selber nicht, und oftmals ist es doch eher ein Fetisch, oder eben andere Seite ausleben. Wenn es nun wirklich eine TS ist naja gut, dann solltest du dir dennoch wie du auch selber richtig sagst, dir gedanken über dich und deine Kinder machen. Das muss Er/Sie sich eben zurücknehmen, ich frage mich da was wichtiger ist... doch noch nach so langer zeit (ich weiß nicht wie alt dein mann ist, aber denke mal über 30) stur den weg der transition mit hormonen und umwanldung und weiß der geier machen oder sich zurücknehmen, einfach für die Kinder... Wenn er/sie sich nie verstellt hat dann magst du diesen menschen eh so wie er ist egal wie diese person aussieht bleibt die person diese person. Natürlich ist es dann vllt schwierig für deinen "mann" sich zurückzunehmen hinsichtlich seiner Wünsche, doch dieser weg der transition sollte nicht über allem stehen und und vllt lassen sich Kompromisse finden die auch eivernehmenlich für die Kinder so sind, das sie nicht dauerhaft schaden erleiden, verwirrt oder sich schämen müssen, auch wenn es für Transgender selbstverständlich ist sich im falschen körper zu fühlen und deswegen auch viel Akzeptanz fordern so ist es dennoch für außenstehende auch bei größten willen es verstehen zu wollen, nicht nachvollziehbar und eine andere welt. Da muss man sich einfach zusammensetzen und entscheidungen oder kompromisse finden. Ich fände es schade wenn er euch aufgibt oder du ihn... nur wegen dem Äußeren, bzw. den Wünschen einer einzelnen person im Vordergrund der Bedürfnisse aller Familienmitglieder.

LG SOPHIE
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