nonbinary - was es für mich bedeutet
RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #71
Rainbow 
na guti, da das hier wohl so etwas wie mein persönlicher nonbinary-thread ist...

folgender (evtl. letzter) eintrag:
 
nach... keine ahnung, anderthalb? jahren ist ebenjene enby-schublade nicht mehr die meine. der grund dafür? weil es keine (offizielle) geschlechtsbezeichnung ist. na gut, das wußte ich schon von anfang an, was ist nun anders? ganz einfach, anders ist, das der gesetzgeber in Österreich dabei ist zu beschließen, das die neue, dritte schublade als "inter" bezeichnet wird. und somit ist endlich... auch die rechtliche und offizielle möglichkeit gegeben, ein zuhause für mich zu finden.
 
mir ist bewußt, das dadurch der begriff "inter" losgelöst wird vom verständnis, das er körperliche eigenschaften benennt, die bereits mit der geburt vorhanden waren. aber ihn weiterhin daran zu koppeln würde bedeuten, das die begriffe mann/frau ebenso an definitionen wie "geboren als" gebunden werden müßten, ansonsten ist es eine geschlechtliche ungleichbehandlung. da letzteres nicht passieren wird, weil es ein diskriminierender akt ist, menschen aufgrund von körperlichen eigenschaften zwangsweise eine kategorie zuzuordnen bzw. zu verweigern, ist der begriff "inter" mit dieser benennung entsprechend erweitert worden.

und ich hoffe inständig, dass das kein grund sein wird, um von der forderung abzuweichen, irgendwelche angleichenden operationen an neugeborenen inter zu verbieten, unter strafe zu stellen und das nicht nur halbwegs angedroht, sondern konsequent und straight durchgezogen. gerne auch mit einem übers ziel hinausschießenden präzedenzfall, um das bewußtsein bei den verantwortlichen dafür zu schärfen.  Devilish  wenn es denn schon die eltern es nicht schaffen.  Sad  die zahl der operationen an neugeborenen inter sind seit jahren auf dem gleichen niveau.
was wohl für ein politischer aktionismus und aufschrei der empörung entstehen würde, wenn angefangen wird, mädels/jungs an inter anzugleichen...
 
in diesem sinne... der alte (nonbinary)könig ist tot, es lebe der neue (inter)könig. (und nein, das ist nicht auf mich als person, sondern auf die begriffe bezogen.^^)
 
vielleicht noch als nachtrag für neugierige (oder noch nicht eingeschlafene)... mein schubladen-werdegang:
 
1. androgyn: war als einstieg nicht falsch, doof war irgendwann nur, das es sich für mich lediglich auf äußerlichkeiten bezog
2. bigender: war schon besser, da nicht nur äußerlichkeiten, sondern auch mein wesen mit einbezogen wurde. allerdings wurde es zu einer qual, mich selbst auf zwei pole zu verteilen bzw. zuzuordnen. zumal die übergänge fließend sind und sich das "selbst" auf mehr als nur einer ebene bewegen kann, zum gleichen zeitpunkt. eine schublade zum verrückt werden.  Tongue
3. nonbinary: alles super damit, bis auf die bezeichnung. etwas nicht zu sein (non) ist nicht das gleiche, wie etwas zu sein. es ist lediglich eine verneinung, aber kein für sich stehender, selbstständiger, positiver begriff. und halt die sache, das es kein offizieller geschlechtsbegriff ist, was voraussetzung ist, um für (beglaubigte ^^) sichtbarkeit zu sorgen, neben m/w.
4. inter. endlich zu hause. freiheit.
(wer einen roten faden findet, kann sich einen schal draus stricken. Angel  )
 
na wie auch immer... ich hoffe, das dieser thread hier dem einen oder anderen (un/bekannten) leser ein bißchen informiert/geholfen/unterhalten hat, oder auch verärgert. oder gelangweilt. Tongue was auch immer. bei knapp 20k views ja nicht ganz auszuschließen.  Heart2 for all
 
snow
 
(p.s.: mein näxtes abenteuer... überall dort eine blutgrätsche machen, wo sich geschlecht nur auf m/w bezieht. die zeit der unsichtbarkeit gehört in die tonne gekloppt. und damit ist erst schluß, wenn auch der letzte, der jetzt behauptet, das es nur zwei geschlechter gibt, irgendwann im gleichen brustton der überzeugung sagt, das es nur drei geschlechter gibt. wobei... ich fürchte, dass das zur lebensaufgabe ausarten könnte. Tongue )
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"Gender/Sex Identity" oder auch:
"Die Geschichte vom Regenbogen, der dachte, er wäre ein Halbkreis...."

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RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #72
Hallo snow,
(10.10.2018, 00:01)Falling Snow schrieb: ... zumal die übergänge fließend sind ...
den Begriff "(gender-) fluid" bist Du bewusst übergangen - hätte dieser bereits vor "inter" (eher) gepasst? Thinking
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
Zitat

RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #73
(10.10.2018, 00:01)Falling Snow schrieb: 3. nonbinary: alles super damit, bis auf die bezeichnung. etwas nicht zu sein (non) ist nicht das gleiche, wie etwas zu sein. es ist lediglich eine verneinung, aber kein für sich stehender, selbstständiger, positiver begriff. und halt die sache, das es kein offizieller geschlechtsbegriff ist, was voraussetzung ist, um für (beglaubigte ^^) sichtbarkeit zu sorgen, neben m/w.

Man muß auch mal "Nein!" sagen können Shy Sicherlich zum Binarismus, aber auch zur Idee, man müßte sich von irgendjemand anderem ein "certificate of authenticity" besorgen.

Eine der sehr positiven Entwicklungen der letzten Jahre finde ich dann doch, daß einige Leute mehr als nur einen Begriff verwenden, um sich zu beschreiben.

Nichtsdestoweniger, was hier wichtig ist, ist daß Du Dich mit der Bezeichnung "inter" offensichtlich sehr wohlfühlen kannst Smile
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RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #74
Rainbow 
(10.10.2018, 00:17)Bonita schrieb: den Begriff "(gender-) fluid" bist Du bewusst übergangen - hätte dieser bereits vor "inter" (eher) gepasst? Thinking

nachdem ich mit der schublade bigender und dem versuch, meinem buntem denken, fühlen, handeln usw. ein entsprechend rosa oder blaues etikett anzupappen... fast wahnsinnig geworden bin Sideways ...
hatte ich die faxen dicke, weiterhin irgendetwas an mir/meiner persönlichkeit geschlechtlich zu kategorisieren. deswegen kam "fluid" für mich nicht (mehr) in frage, sondern das hüpfen zu nonbinary und final zu inter.
 
wobei inter für mich kein geschlechtsbegriff ist, der sich aus der abgrenzung zu m/w definiert, sondern eine schublade, in der einfach alles möglich ist. sozusagen ein offizielles nonbinary. raus aus der m/w-konformität, die versucht, meinem wesen, meinem körper, meinen flügeln... ketten anzulegen, einzusperren, anstatt einfach nur ein einzigartiger, bunter mensch sein zu dürfen.
es ist für mich kein wechsel von bi-zur trinarität, sondern das "nein" zum binarismus und der geschlechtlichen einteilung ansich. und zugegebenermaßen... macht es manchmal sogar spaß, an dem thron zu sägen, auf dem die zweigeschlechtlichkeit sitzt. Tongue alleine schon durch eine "beglaubigte", gleichwertige existenz neben m/w.
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RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #75
(14.10.2018, 13:36)Falling Snow schrieb: [hier gekürzt]wobei inter für mich kein geschlechtsbegriff ist, der sich aus der abgrenzung zu m/w definiert, sondern eine schublade, in der einfach alles möglich ist. [hier auch gekürzt}
Wenn man die Sache einmal rein rechtlich betrachtet, dann wird, fürchte ich, in dieser Schublade nicht alles möglich sein. Um eine entsprechende Registrierung zu erwirken, wird man - wohl de facto, nicht unbedingt de iure - selbst eine entsprechende medizinische Diagnose nachweisen müssen. Es wird wohl leider nicht so sein, dass man nach eigenem Ermessen aus den Schubladen "männlich" oder "weiblich" hüpfen kann.

Welche ICD-Diagnosen dazu berechtigen, ist noch nicht abschließend geklärt. Der Verfassungsgerichtshof meint dazu: "Dabei handelt es sich [...] um eine Variante der Geschlechtsentwicklung, die, weil die geschlechtsdifferenzierenden Merkmale durch eine atypische Entwicklung des chromosomalen, anatomischen oder hormonellen Geschlechts gekennzeichnet sind, die Einordnung eines Menschen als männlich oder weiblich nicht eindeutig zulässt", und verweist für Österreich  in G77/2018 zur Frage, was Intersexualität ist, im Detail auf die "Stellungnahme der (österreichischen) Bioethikkommission (Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt, Intersexualität und Transidentität, 28.11.2017, abrufbar unter: https://www.bundeskanzleramt.gv.at/publi...n-bioethik)"
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
WWW
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RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #76
Rainbow 
(14.10.2018, 17:35)Mike-Tanja schrieb: Wenn man die Sache einmal rein rechtlich betrachtet, dann wird, fürchte ich, in dieser Schublade nicht alles möglich sein. (gekürzt Tongue )

nachdem in Ö die dritte schublade dann auch (hoffentlich wirklich) die bezeichnung "inter" trägt, ist ebenjenes nicht nur ein körperlicher zustand (intersexualität), sondern eine geschlechtsbezeichnung wie mann/frau auch.
 
daraus ergeben sich für mich drei dinge:
1. kann ein zugang zur inter-schublade nicht explizit gekoppelt sein an körperliche eigenschaften, die man bereits von geburt an hatte. damit wäre eine transsexualität zu m/w zwar möglich, nicht aber zu inter, was eine geschlechtliche, rechtlich nicht haltbare ungleichbehandlung darstellt.

2. auch kann ein zugang zur inter-schublade prinzipiell nicht an körperliche voraussetzungen gebunden sein, egal ob ts oder von geburt an, da diese versuche bereits im TSG gerichtlich untersagt wurden. würde es man doch miteinander verbinden, wäre es wieder eine geschlechtliche ungleichbehandlung gegenüber m/w.
 
3. steht der gesetzgeber (in D) vor einem dilemma. bindet er den zugang zu inter an körperliche voraussetzungen, dann wird es gerichtlich kassiert. wird lediglich eine eidesstattliche aussage o.ä. benötigt, ist es eine ungleichbehandlung gegenüber menschen, die ts zu mann/frau sind und es wird gerichtlich kassiert.
ist es an die gleichen mechanismen gekoppelt wie jetzt auch im tsg, um eine geschlechtliche ungleichbehandlung zu vermeiden, werden diejenigen, die von geburt an inter sind, aufgrund dessen teilweise dramatische lebensläufe hinter sich haben und (auch) für die rechtliche anerkennung gekämpft haben, auf die barrikaden steigen.
 
meines erachtens gibt es für den gesetzgeber zwei möglichkeiten.
entweder führt er eine selbstbestimmte, geschlechtliche zuteilung ein und kassiert damit das tsg (was ich in D für unwahrscheinlich halte, da das bestehende tsg mit seinen abläufen verfassungsgerichtlich abgenickt wurde)
oder aber...
es wird ein zeitlicher rahmen gesetzt, innerhalb dessen eine erklärung zum eigenen geschlecht (nur für inter-schublade) ausreicht und nach ablauf der frist greift für inter, die ts sind, wieder das tsg wie für m/w auch. damit könnten alle aktuellen inter unkompliziert "eingesammelt" werden, zukünftig werden sie eh von geburt an mit dem etikett versehen und das entwürdigende tsg kann ebenfalls bestehen bleiben.
was anderes fällt mir als lösung grad nicht ein. oder ich übersehe etwas grundlegendes.
 
na mal schauen, was passiert. ich würd ja fast drauf wetten, das es etwas ist, was ich grad überhaupt nicht aufm schirm hab. Tongue
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RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #77
Rainbow 
nachtrag:

mir fällt grad auf...
selbst ein zeitlich befristeter, unkomplizierter übergang für inter wäre auch wieder eine ungleichbehandlung gegenüber (ts) m/w. genauso, als wenn man irgendwelche, biologisch bedingte atteste vorlegen müßte, was ebenfalls eine ungleichbehandlung ist.
bleibt die frage, ob auch eine zeitlich befristete regelung der aktuellen rechtssprechung genügen muß? falls nicht, hat der gesetzgeber wohl narrenfreiheit, welche er sicher auch ausnutzen wird. Undecided

aso, und was auch passieren könnte...
statt den begriff "inter" einen anderen zu benutzen, der gerichtsbeschluß in Ö hatte ja noch ein, zwei weitere beispiele aufgeführt. z.b. weiteres, anderes oder aktuell in D die idee "divers". was natürlich alles andere als gleichwertige geschlechtsbegriffe neben m/w sind, sondern einfach nur eine erniedrigung und hoffentlich rechtlich angreifbar. die herausforderung der gleichberechtigung zu m/w, egal ob ts oder nicht, bleibt freilich bestehen.
wenn denn neben inter noch weitere gruppen inkludiert werden möchten, dann wäre meine wunschbenennung inter+. aber.... das gleiche problem wie immer, mich fragt ja niemand. frechheit eigentlich.  Tongue  

naja, abwarten und tequila schlürfen, zur not auch intravinös. ^^
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RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #78
Der gesellschaftliche Diskurs ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Man kürzt "intersex" zu "inter" (ohne Wildcard *) ab, eröffnet damit ja nun sehr viele Möglichkeiten, was so alles denkbar wäre.

Aber immerhin, wenn es ursprünglich mal um Intersex ging, ist das schonmal besser als sowas völlig unplausibles wie "divers".

Da gab es jetzt kürzlich eine überraschende Wende in D. Aber abwarten und wenn schon, dann für mich bitte lieber Tequila Sunrise Shy

Skrupel hätte ich dennoch schon aus Prinzip, wie das bei einigen Intersexuellen ankommt, aber zumindest manche Gruppierungen scheinen diesen politischen Prozeß ja mitzutragen.

Über den Nachweis "eine[r] atypische[n] Entwicklung des chromosomalen, anatomischen oder hormonellen Geschlechts" würde ich mir einstweilen keine grauen Haare wachsen lassen. Man würde sogar bei vielen prima facie endosexuellen (~ dyadischen) Individuen Kriterien für eine entsprechende ICD-Diagnose finden können. Das ist eine der alten Feststellungen aus dem frühen Intersex Movement, um die ganze Pathologisiererei als absurd dastehen zu lassen.

Ob es denkbar wäre, daß jemand sozusagen endo-zu-inter sein könnte, ist eine typische "it depends issue". Die Kriterien dafür auszusortieren würde einem wahrscheinlich schnell in den Wahnsinn treiben.

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Und eigentlich wollte ich auch die Nacht nicht ganz durchmachen Plain
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RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #79
(14.10.2018, 23:39)Sunburst schrieb: ... Man würde sogar bei vielen prima facie [dem ersten Anschein nach] endosexuellen (~ dyadischen) Individuen Kriterien für eine entsprechende ICD-Diagnose finden können...
Jö, neue Begriffe Grin2
http://rhornstein.de/wp-content/uploads/....05.17.pdf schrieb:Kapitel 2. Theoretischer und empirischer Forschungsstand zu Trans*verbündetenschaft Diplomarbeit von René_Hornstein

... jedoch findet aktuell laut Klöppel (2009) und Franzen und Sauer (2010, S. 11) eine juristische und medizinische Ungleichbehandlung von inter- und transgeschlechtlichen Menschen in der deutschen Gesellschaft statt, weswegen ich annehme, dass die spezifischen Aktivismusformen von Inter*- und Trans*communities unterschiedliche Formen annehmen müssen. Für eine respektvolle wissenschaftliche Forschung zu Intergeschlechtlichkeit finden sich Anregungen bei Klöppel (2012).

Ich diskutiere Intergeschlechtlichkeit deswegen ausführlich in dieser Arbeit, um den Unterschied zwischen nicht-binären Geschlechtsidentitäten (die sowohl Trans*- als auch Inter*personen haben können) und vergeschlechtlichten Körpern deutlich zu machen. An dieser Stelle

Seite 18 von 184

Kapitel 2. Theoretischer und empirischer Forschungsstand zu Trans*verbündetenschaft Diplomarbeit von René_Hornstein

halte ich die Einführung der Begriffe dyadisch bzw. endosexuell für sinnvoll. Damit lassen sich Menschen bezeichnen, die mit körperlichen Geschlechtsmerkmalen (sex characteristics) geboren wurden, welche als eines der binären Geschlechter kategorisiert werden können (Gender Wiki, o. J., vgl. auch Non-binary.org, o. J.).

Dyadische Personen können jede Geschlechtsidentität haben, was alle möglichen transgeschlechtlichen Identitäten, also auch nicht-binäre Identitäten beinhalten kann. Inter*personen und dyadische Personen können sich als binär oder nicht-binär identifizieren, sie weisen allerdings unterschiedliche Körperlichkeiten auf. Ebenso können Inter*menschen und dyadische Menschen eine Trans*biografie aufweisen, also sich im Laufe ihres Lebens mit dem bei der Geburt (möglicherweise chirurgisch zwangs-)zugewiesenen Geschlecht desidentifizieren. Sowohl dyadisch als auch endosexuell sind bisher wenig gebräuchlich. Der Begriff endosexuell wird von Queergeist (2013) verwendet und wurde mir von Katzer mitgeteilt (persönliche Kommunikation, 31.08.2013).

...
(da http://www.non-binary.org tut sich wohl nix (mehr), da http://gender.wikia.com/wiki/Pocket_Gender findet man so einiges)

Wobei https://de.wiktionary.org/wiki/dyadisch im ersten Anlauf auch (bzw nicht nur von w + m) missverstanden (und abgelehnt) werden könnte... Thinking

Bald, Kinder, wirds was geben...
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
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RE: nonbinary - was es für mich bedeutet
Beitrag #80
Endosex kenne ich seit ca. 20 Jahren, wurde aber außerhalb von IS Kreisen wohl kaum mal zur Kenntnis genommen (geschweige in seiner ganzen Lästerlichkeit verstanden, s.u.). Wo Dyadisch in besagtem Sinne herkommt, weiß ich gar nicht.

Beides beruht offensichtlich auf Sex/Gender-Vertauschungen. Dyadisch könnte man also als "binary sex" umschreiben. Endosex ist ein fortgeschrittener Sarkasmus, der darauf abzielt, daß Nicht-Intersexen (zumindest diejenigen, die cissex sind) gerne glauben möchten, ihr Geschlecht in allen seinen Aspekten sei letzten Endes auf eine körperliche Basis zurückzuführen. Die darin enthaltenen Verwerfungen machen zugleich Intersexualität genau zu keinem "Zwischenzustand", sondern zu einem defizitären Zustand.

Entgegen aller anderslautender Bekundungen ist eine horribile dictu Reparatur dieses Zustandes überhaupt nicht angestrebt. Gäbe es keine Intersexen, so könnte man schließlich nicht endosex sein.

Also ein hinlänglich bekanntes Muster: ohne trans kein cis, ohne homo kein hetero... überhaupt, ohne anormal kein normal.


PS: Gruselig, wie das in diesen Thread paßt wie die Faust in die Magengrube... Aber worüber bzw. worauf man sich einigen Kinderliedern zufolge alles freuen sollte... Rolleyes Nichtsdestoweniger: vorsorglich schonmal Happy Halloween, nur so für den Fall, daß ich es vergessen sollte... [Bild: katzen-smilies-0035.gif]
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