Depathologisierung - Stoppt F64.0
RE: Depathologisierung - Stoppt F64.0
Beitrag #90
(13.03.2012, 11:52)Eva schrieb:
(13.03.2012, 05:36)Eva_Tg schrieb: Solange wir die Geheimnisse des menschlichen Gehirns nicht entschlüsselt haben, bleibt uns nichts anderes übrig als auf Grundlage der uns bekannten Fakten von einer Psychischen Störung auszugehen.
Einspruch: Das ist ja die Mega-Patho-Ideologie!

Sorry Eva, aber ich sehe das so ähnlich wie Eva_Tg. Da wir den Krankheitsbegriff brauchen um die Kostenübernahmen durch die KK zu bekommen, und solange die große Mehrheit der TS diese Anpassungen unbedibngt benötigt, sowie solange wir die Geheimnisse des Gehirns nicht enschtschlüselt, das "Trans-Gen" also nicht gefunden haben, solange müssen wir uns eben mit der Diagnose "psychische Störung" behelfen. Ob wir das letztenmdluich dann als Transsexualität, oder als Genderdysphorie bezeichnen, ist eigentlich egal. Es geht darum, dass wir eine Diagnose benötigen um die KK in die Pflicht nehmen zu können.

Und frag mal die große Mehrheit der Prä-OP-TS was ihnen lieber ist, psychisch krank zu gelten, oder alles selber zu bezahlen. Ich glaube die Antwort kennst Du schon von vorn herein.

(13.03.2012, 11:52)Eva schrieb: Vor ein paar Hundert Jahren hättest du wohl postuliert, dass nichts anderes übrig bleibt als eine Besessenheit vom Teufel. Die Schmähs bleiben ja immer dieselben.

Sorry, aber dieser Vergleich hinkt gewaltig. Ich halte ihn einfach für absolut unzulässig.

(13.03.2012, 11:52)Eva schrieb: Ich möchte daran erinnern, dass auch die Ursachen von Zissexualität nicht geklärt sind.

Das ist auch irrelevant, weil hier keine Behandlungen, und somit keine Kostenübernahmen durch die KK nötig sind.

(13.03.2012, 11:52)Eva schrieb: In deiner Argumentation geht’s nur mehr darum seltene Phänomene als Krankhaft zu stigmatisieren.

Es geht darum, dass die KK nur dann für die Behandlugnen bezahlen (müssen) wenn eine "Krankheit" vorliegt (§ 117 ASVG).

(13.03.2012, 11:52)Eva schrieb: Störung impliziert Leiden und Einschränkungen. Das hat mit unbekannten Ursachen aber auch gar nichts zu tun.

Die Diagnosem "Leiden" und "Einschränkunge" können aber verschiedene Ursachen haben, aus denen sich zwangsläufig verschiedene Behandluungsmethoden ergeben.

Aber eines haben alle psychischen Leiden, und die entstehen ja aus unbehandelter TS, gemeinsam. Siie werden nicht durch somatische Behandlungen des Körpers, wie z. B. OPerationen, behandelt, sondern durch Gabe von Psychopharmaka bis hin zu stationären Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken, bzw. Abteilungen.

(13.03.2012, 11:52)Eva schrieb: Und solange das Leiden aus gesellschaftlicher Ausgrenzung resultiert, ist es wirklich widerlich dafür individuelle medizinische Ursachen zu suchen. Oder waren „die Juden“ aufgrund ihrer Gene doch selbst schuld? Immerhin behauptest du ja:

Auch wenn es keine gesellschaftliche Ausgrenzung von TS gäbe, würde der Zustand TS Leiden bedeuten, und es wären medizinische Maßnahmen erforderlich. Oder glaubst Du wirklich, dass eine Trans-Frau, nur weil sie gesellschaftlich als solche akzeptiert wäre, auf Dauer mit einem Penis leben könnte? ICh freue mich für jede, die das kann, aber ich bin überzeugt, dass etwa 90 % der TS nicht auf Dauer mit dem falsch ausgebildeten Körper leben können. Gesellschaftliche Akzeptanz hin under her.

(13.03.2012, 11:52)Eva schrieb: Dort wo man zerebrale Unterschiede zwischen Trans und Cis feststellen konnte, nämlich in und um den bekannten Bettkern (Bed Nucleus) ähneln TS-Gehirne eher dem typischen Gehirn des Wunschgeschlechts als dem Ursprungsgeschlechts der Untersuchten.

Tja, nur diese Aussage hat einen gewaltigen Schönheitsfehler. Diese Untersuchung wurde an nicht einmal 30 verstorbenen TS gemacht, also an eienr sehr geringen Anzahl. Viel zu gering um sie tatsächlich wissenschaftlich verifizieren oder falsifizieren zu können. Und zu allem Überfluss wurden alle untersuchten Gehirne Menschen entnommen, die zu lebzeiten mit gegengeschlechtlichen Hormonen behandelt worden waren. Und dass sich die Einnahme von gegengeschlechtlichen Hormonen auch auf das Gehirn auswirkt, dass wissen alle Menschen, die solche Hormeone nehmen.

Also könnten die Ähnlichkeiten zwischen den Gehirnen der untersuchten TS und den Gehirnen der Cis-Menschen, auch erst durch die HRT entstanden sein.

Und genau das wissen wir nicht, weil derartige Untersuchungen der Gehirnregionen an lebenden Menschen eben nicht machbar sind.

(13.03.2012, 11:52)Eva schrieb: Sind deiner Meinung nach nun männliche oder weibliche Gehirne „defekt“? Oder geht’s dir wirklich nur drum Transsexualität als defekte Menschen zu diffamieren? Es scheint so: In deiner krankhaften Ideologie gibt’s ja sonst keinen Ausweg:

Eas geht nicht um den defwekt von Gehirnen, sondern um die Implementierung eines für TS lebensnotwendigen Krankheitsbegriffes im ICD, der unverzischtbar für die Kostenübernahme durch die KK ist.

Für die KK muss es eine klare Diagnose eines krankhaften Zustandes geben. Ansonsten sind sie leistungsfrei.

(13.03.2012, 11:52)Eva schrieb: Noch einmal: Frauen haben kein defektes Gehirn! Auch TransFrauen nicht. Anders sein ist keine Krankheit!

Auch wenn TS kein defektes Gehirn haben, wovon ich ja auch ausgehe, so haben sie eben einen "defekten" Körper. Denn Körper und Geist stimmen nicht überein.

Und da man das Gehirn nicht reparieren kan, muss man eben den Körper dem Geist anpassen. Und damit diese Anmpassungen von den öffentlichen Gesundheitssystemen bezahlt werden, benötigen wir einen Krankheitsbegriff.

Eine Depathologisierung von F 64.0 zu fordern ist aus meiner Sicht daher zumindest grob fahrlässig und grenzt schon stark an den Vorsatz der absichtlichen Schädigung der Betroffenen.


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