Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #11
(15.09.2018, 19:02)Undisclosed schrieb: Man sieht halt "oh anders" und dann ist es gleich schlecht irgendwie, weil ungewohnt.

Glücklicherweise gibt es Leute, die auf "anderes"/ungewöhnliches stattdessen mit "Oh, könnte interessant sein..." reagieren.

Aber bitte, wer in einem todlangweiligen Leben so vor sich hin fristen will...
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RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #12
Sunburst da hast du wohl Recht. Aber gibt halt viele engstirnige / konservative Menschen. Ich mein irgendwie muss man auch solche Leute akzeptieren wie sie sind, nur möchte ich mit ihnen nichts zu tun haben, passt eben menschlich gesehen nicht, das sind dann zwei Welten die aufeinander prallen. Jeder sollte sich auch mal Gedanken machen seinen Horizont zu erweitern. Nichtdestotrotz ist das ja auch alles nur Fassade und sagt noch nichts über den Menschen im Inneren aus....

Ändern werde ich mich jedenfalls nicht mehr für die Gesellschaft. Ich bin noch jung & hab es letztendlich geschafft den Schritt auch nach draußen zu gehen so wie ich bin und mich zu zeigen, auch neben all diesen negativen Äußerungen, die wie du schreibst nicht ALLE negativ sind. Es gab durchaus Leute die daran interessiert waren und die mir viel Glück gewünscht hatten oder eben interessiert gefragt hatten wie ich fühle, wie ich lebe, was der Anreiz war so zu leben usw.... das macht mich dann immer sehr happy weil ich davon gern erzähl
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RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #13
(16.09.2018, 18:46)Undisclosed schrieb: Aber gibt halt viele engstirnige / konservative Menschen. Ich mein irgendwie muss man auch solche Leute akzeptieren wie sie sind...

Ich denke, es reicht, wenn man sie toleriert. Wink

Akzeptanz können solche Leute nicht von mir erwarten.
[url=https://de.wikipedia.org/wiki/Akzeptanz][/url]
"Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken." Dr. Gert Postel

 Ich bin zwar F12.1 , aber deswegen trotzdem nicht ganz dicht. Daydream 
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RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #14
(16.09.2018, 18:46)Undisclosed schrieb: Ich mein irgendwie muss man auch solche Leute akzeptieren wie sie sind, nur möchte ich mit ihnen nichts zu tun haben, passt eben menschlich gesehen nicht, das sind dann zwei Welten die aufeinander prallen.

Ja, man kann einsehen, daß man Personen oder Dinge nicht ändern kann, aber auch daß man sich von denen nicht ändern lassen sollte – und daß es im solchen Fällen besser für alle Beteiligten ist, auf Distanz zu bleiben. Immerhin kann man das auch ohne Resignation, sondern eher mit so etwas wie Gleichmut tun.

Ich fürchte nur, wenn ich das tue, dann ist das nicht unbedingt was man oft gerne unter "Toleranz" verstehen möchte, allerdings auch nicht unbedingt Ausdruck von Verachtung durch Meidung. Ich muß mich nur nicht damit abfinden, daß ich allem und jedem einen Platz in meinem Leben einzuräumen hätte.

Ich muß mein Leben leben, nicht irgendwelche anderen Leute. (Klingt absurd genug, aber manche Leute denken, sie könnten sich ganz weitreichend bei anderen einmischen.) Und ich muß das vor mir verantworten können, nicht vor denen. (Geschweige, daß mir die ganzen Möchtegern-Einmischer die Verantwortung nicht abnehmen können.)

Zitat:Nichtdestotrotz ist das ja auch alles nur Fassade und sagt noch nichts über den Menschen im Inneren aus....

Das ist nur zu richtig Shy
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RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #15
Ich bin Gender-Fluid, was bedeutet, dass ich von einer Minute zur anderen mich als Mann zeigen kann, oder als Frau, ich brauche nur meine Kleidung zu wechseln. Ich bevorzuge es, Frau zu sein (wegen meines biologischen Aufbaus). Daher fallen bei mir in der Männerrolle dann die etwas eher fraulich aussehenden Haare und meine höhere Stimme auf. Wen mich in einer solchen Situation Leute dumm anstarren, gehe ich auf sie zu und frage, ob sie Probleme hätten, oder ob meine Kleidung einen Riss hätte. Daraufhin wird etwas Gestammelt, und sie verschwinden. Es scheint schon zu stimmen, dass Angriff die beste Verteidigung ist!
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RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #16
Laughing "Soll ich den Notarzt rufen?" Devilish Rolling Facepalm

Die beste Verteidigung ist die, die erst gar nicht nötig wird. Man sollte seine Konfliktneigung nach Möglichkeit reduzieren.

Herbe Späßchen habe ich mir als Teenager mal erlaubt. Das war so meine kleine Rache... ok, eine sehr kleine Sleepy

Heutzutage mache ich nicht mehr viel alleine. Ist schon aus gesundheitlichen Gründen Sad besser, daß meine Familie ein bißchen auf mich aufpaßt.
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RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #17
(17.02.2019, 11:42)Sunburst schrieb: Laughing "Soll ich den Notarzt rufen?" Devilish Rolling Facepalm

Die beste Verteidigung ist die, die erst gar nicht nötig wird. Man sollte seine Konfliktneigung nach Möglichkeit reduzieren.

Herbe Späßchen habe ich mir als Teenager mal erlaubt. Das war so meine kleine Rache... ok, eine sehr kleine Sleepy

Heutzutage mache ich nicht mehr viel alleine. Ist schon aus gesundheitlichen Gründen Sad besser, daß meine Familie ein bißchen auf mich aufpaßt.
Siehst du, und das ist der Unterschied zwischen uns!  Ich habe keine Familie, die auf mich aufpassen kann, und daher muss ich das selbst machen.  Mein Syndrom erlaubt mir, gender-flüssig zu sein, also nutze ich diese Vorteile aus.  Ich bin für 90% meiner Zeit Frau, und bin sehr gerne Frau, aber manchmal ist es vorteilhaft, Mann zu sein.  Für diese Situationen nutze ich es dann aus, keine Dysphorie zu haben, wenn ich als Mann verkleidet gehe!

Ich kenne deine gesundheitlichen Probleme nicht, aber da ich Mediziner bin, kann ich mich schon einigermassen gut selbst diagnostizieren, und mir dann auch oft selbst helfen.
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RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #18
(17.02.2019, 09:12)Linde schrieb: Ich bin Gender-Fluid, was bedeutet, dass ich von einer Minute zur anderen mich als Mann zeigen kann, oder als Frau, ich brauche nur meine Kleidung zu wechseln.  [hier gekürzt] Wen mich in einer solchen Situation Leute dumm anstarren, gehe ich auf sie zu und frage, ob sie Probleme hätten, oder ob meine Kleidung einen Riss hätte.  Daraufhin wird etwas Gestammelt, und sie verschwinden.  Es scheint schon zu stimmen, dass Angriff die beste Verteidigung ist!
Ich habe ja auch schon solche Reaktionen erlebt. Mein Taktik ist aber eher, das zu ignorieren oder der (vermeintlichen) Dummheit mit einem Lächeln zu begegnen. Ich meine, es ist nicht so absurd, jemanden näher zu beobachten, an dem man eine (vermeintliche) Inkongruenz zwischen Erscheinungsbild und körperlichem Geschlecht entdeckt zu haben glaubt. Zwischen harmloser Neugier und "Jö schau, a Transe!"-Spott ist da ein weites Feld der Möglichkeiten dazwischen. Für mich ist die Tatsache, dass ich mich in der Öffentlichkeit bewege, Mutbeweis genug, da muss ich nicht auch noch zum Angriff übergehen! Oder bin ich da zu "weiblich" im Sinne von passiv & duldsam?
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
WWW
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RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #19
Sich mal schnell verkleiden hat nur nix mit non-binary zu tun. Enbis leiden ja zB. schon mal daran dass es sie ja "nicht geben kann", laut brauner Masse.
~~~~~~~~~~~~~~~
We are made of
       Choices
~~~~~~~~~~~~~~~

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RE: Abwertung als Nonbinary ertragen lernen
Beitrag #20
(17.02.2019, 19:46)Mike-Tanja schrieb:
(17.02.2019, 09:12)Linde schrieb: Ich bin Gender-Fluid, was bedeutet, dass ich von einer Minute zur anderen mich als Mann zeigen kann, oder als Frau, ich brauche nur meine Kleidung zu wechseln.  [hier gekürzt] Wen mich in einer solchen Situation Leute dumm anstarren, gehe ich auf sie zu und frage, ob sie Probleme hätten, oder ob meine Kleidung einen Riss hätte.  Daraufhin wird etwas Gestammelt, und sie verschwinden.  Es scheint schon zu stimmen, dass Angriff die beste Verteidigung ist!
Ich habe ja auch schon solche Reaktionen erlebt. Mein Taktik ist aber eher, das zu ignorieren oder der (vermeintlichen) Dummheit mit einem Lächeln zu begegnen. Ich meine, es ist nicht so absurd, jemanden näher zu beobachten, an dem man eine (vermeintliche) Inkongruenz zwischen Erscheinungsbild und körperlichem Geschlecht entdeckt zu haben glaubt. Zwischen harmloser Neugier und "Jö schau, a Transe!"-Spott ist da ein weites Feld der Möglichkeiten dazwischen. Für mich ist die Tatsache, dass ich mich in der Öffentlichkeit bewege, Mutbeweis genug, da muss ich nicht auch noch zum Angriff übergehen! Oder bin ich da zu "weiblich" im Sinne von passiv & duldsam?
Das kann ich wenig beurteilen.  Ich bin, egal ob als Frau oder Mann, schon immer eine assertive, aggressive (verbal - nie körperlich, weil mir dazu die Muskeln fehlen) Person gewesen, und habe klar eine Typ A Personality.  Ob ich mir das selbst anerzogen habe, weil ich als junger Mensch wegen meines Aussehens (Junge, mit einem sehr weiblichen Körper) immer gemobbt wurde, und daher eine dicke Haut bekam, weiss ich nicht mehr.
Auf jeden Fall nehmen mich meine Freundinnen gerne als Begleitung mit, wenn es Notwendig ist, bei einer Sache mit der Faust auf den Tisch zu hauen!

Für mich bedeutet es keinen Mut mehr, öffentlich eine Frau zu sein, da ich mich visuell nicht von einer normalen cis Frau unterscheide.  Auch ist meine natürliche Stimmlage im Bereich von 210 Hz, und dadurch eindeutig weiblich.
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