Sexualität
RE: Sexualität
Beitrag #11
(20.08.2019, 22:06)to-bi schrieb: Ich kann aber schlecht meinen Körper von einem in den anderen Moment switchen Wink

Ich auch nicht Undecided Das wäre bestimmt gespaßig, wenn man das könnte Smile

(20.08.2019, 22:06)to-bi schrieb: Also wenn jemand über mich urteilt werde ich meist als schwul wahrgenommen, obwohl ich (wenn überhaupt) lesbisch bin.

Ja, die alte Leier. Die ganzen Schnarchnasen, die da draußen herumlaufen, haben seit Jahrzehnten ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Zwischen Trans- und Homosexualität können sie nicht unterscheiden, zwischen allem was mit Trans*- anfängt auch nicht.

Und eigentlich hinterläßt mich auch das ganze Gewese um Orientierung (hetero-, bi-, pan-, a-, homo-) eher desorientiert Confused
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RE: Sexualität
Beitrag #12
@Tobi:

Ich verstehe deine Themen.

Was das Unterbrechen durch andere betrifft - versteh mich nicht falsch - es liegt an dir. Ich spiel mich da selber oft damit und beobachte mich und andere in verschiedenen Zuständen (na hin und wieder hab ich etwas Schnupfen) bei Gesprächen. Gewöhn dir an, auf dein Wort zu bestehen! Fang an, andere nieder zu reden! Tu es einfach.
Wenn dir das nicht liegt - finde dich damit ab, seltener als andere zu Wort zu kommen und Therapiestunden so zu erleben wie du es beschrieben hast. Dann solltest du aber auch damit aufhören, dich darüber zu beschweren.

Zu deinen Diagnosen und den damit verbundenen Sorgen. Wenn du bei deinen Gutachtern (PT, klin. Psy., Psychiater) deine Sichtweise puncto Geschlechtern so darlegst, wird wohl eine Diagnose F64.0 in weite Ferne rücken. Denn die sieht einen klaren Wunsch nach einem Wechsel des binären Geschlechts vor. Andernfalls wirds wohl eher die neue Definition "divers" werden.

@Sunburst:

Ja, immer diese Orientierungsdefinitionswütigen ;-)

Ich Dummerchen hatte von Jugend an Angst homosexuell zu sein - ich wollte nicht schwul sein. Und trotzdem landete ich immer wieder mal im damals größten Szene-Lokal und damit bei irgendeinem Mann. Bis ich endlich mal kapiert, dass ich bei einem Mann einfach meine Weiblichkeit erleben konnte.
Und mein Freund hatte anfangs sehr damit zu kämpfen, dass ich JETZT - wo ich endlich komplett Frau bin - sehr zurückhaltend war, wenn es darum ging, ihn mal zärtlich zu berühren. Weil diese Angst immer noch da war. Und das obwohl mir alle Männer immer bestätigen, dass ich wohl 101% durch und durch Frau bin ;-)

Doch auf mich passt keine dieser ganzen LGBTIQA*-Idiotien!!

Ich liebe in erster Linie MICH - und das fiel mir 42 Jahre total schwer. Und durch diese Selbstliebe schaffe ich es jetzt auch, andere Menschen ganz anders, tiefer, inniger zu lieben. Und es ist mir egal ob Mann oder Frau oder Trans der sonstwas!

Ich hab ja mit dem Begriff Transgender ein Problem. Gender? Pfff.

Ich verwende mittlerweile auch lieber wieder den Begriff Transsexualität und nicht mehr Transidentität. Weil ich langam erkenne, dass zwar durch das Ankommen im anderen Geschlecht grundsätzlich das Präfix "trans" obsolet wäre - aber die Prägung zuerst als Mann und danach als Frau verschwindet nicht und hat eben auch auf die Sexualität eine Auswirkung - aber keine trans-Auswirukung.

Ich habe schon ein paar mal vermutet, ob Transsexualität nicht nur eben den Wandel des Geschlechts - eben des Sexus - betrifft, sondern auch eine besondere Form der Sexualität darstellt.
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RE: Sexualität
Beitrag #13
(21.08.2019, 14:36)Patricia1975 schrieb: ... Ich habe schon ein paar mal vermutet, ob Transsexualität nicht nur eben den Wandel des Geschlechts - eben des Sexus - betrifft, sondern auch eine besondere Form der Sexualität darstellt.
Na, tut sie nicht. Transsexualität beinhaltet "Sexualität", weil es sich um "den Sexus" handelt, aber eben nicht um irgendeine sexuelle Orientierung. Wenn überhaupt, dann ist Transsexualität eine (besondere) Form von Intersexualität.
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
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RE: Sexualität
Beitrag #14
Eigentlich gibt es bei Theorien längst nichts mehr was es nicht gibt Big Grin Wenn z.B. eine Verquickung von Orientierung und TS in der Gesamtbevölkerung so beliebt ist, muß einem nicht wundern, daß diverse Sexualwissenschaftler auch immer mal wieder sich daran versuchten. Ist halt ein sehr kreativer und höchst origineller Job! Tongue

Nein, ich bin echt zu alt, um mich noch davon beeindrucken lassen zu können, wie auch in anderen Wissenschaften mal gerne ab und an die Schweine durch's Dorf getrieben werden.

Ob LGBTQIA+ oder Heten ist alles für mich keine brauchbare Vorauswahl, niemand wird es alleine deswegen gut mit mir meinen. (Aber auch nicht unbedingt schlecht. Ich möchte ja nicht so negativ erscheinen Blush )

Über die Transitioniererei hinweg war das wirklich schon recht eigenartig. Ich war jung und dachte, ich könnte mir alles erlauben. Da war ja auch ein kleines bißchen was dran Shy, aber manchmal schlug mir doch massiveres Desinteresse (weniger Ablehnung, aber das auch) entgegen, was ich so nicht gewohnt war (mag aber sein, es hat mich früher nicht so getroffen. Oder ich war gerade mal zur falschen Zeit am falschen Ort gelandet. Man kann ja nicht immer überall gleich gut hinpassen Huh Wahrscheinlich bin ich eine doch ziemlich langweilige Bratze Rolleyes ).
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RE: Sexualität
Beitrag #15
@Patricia
Mir ist bewusst, dass ich die Diagnose wohl einfacher bekommen würde, wenn ich gewisse Sachen nicht erwähnen würde oder andere mehr,
aber im Endeffekt schade ich mir damit ja nur selbst, wenn ich quasi etwas "vorlüge"

Ich bin mir halt absolut nicht sicher, ich weiß dass ich meinen Körper nicht mag, aber es ist jetzt auch nicht so schlimm, dass ich mir deswegen das Leben nehmen würde
(wie es in 10 Jahren aussieht kann ich nicht sagen) und wenn wir ehrlich sind, die Transition ist doch auch ein ziemlich anstrengender Prozess und das auf mehreren Ebenen. Ich kann halt ohne den weiblichen Körper gehabt zu haben auch schlecht beurteilen ob es jetzt das richtige war und ob sich der ganze damit verbundene Stress ausgezahlt hat oder ob ich mich dann nur minimal wohler in meinem Körper fühle, dafür den Schritt aber bereue, weil es auf einmal 1000 neue Probleme gibt bezüglich Akzeptanz, Gesundheit oder ähnlichem.
Ich tue mir ja schon damit schwer mir eine neue Frisur oder Haarfarbe aussuchen, geschweige denn ob ich jetzt Hormone nehmen soll oder nicht.
Im Endeffekt werde ich wohl auch erst auf dem Sterbebett wirklich wissen ob ich es jetzt bereue dass ich die Hormone genommen habe oder eben nicht.

Was mich auch verunsichert wenn manche meinen Sie haben sich mit 6/7 schon als Mädchen gefühlt oder so.
Ich würde meinen ich hätte mich eher als neutral wahrgenommen und eigentlich bis jetzt.
Biologisch bin ich ganz klar ein (androgyner) Mann, fand den Begriff aber irgendwie noch nie passend.
"Männchen" oder Junge oder sowas, das würde ich mit bald 30 immer noch mehr treffend finden.
Asexuell bin ich nicht, aber vielleicht auch Agender, es ist alles so kompliziert xD
Ich weiß nur aus meiner Kindheit, dass ich da schon mit diesen Geschlechterrollen und sowas nichts anfangen konnte
und ich hab sogar mal in der Volksschule ein Mädchen umgeschubst, weil sie meinte "Mädchen darf man nicht hauen" oder so
und mich das so provoziert hat irgendwie. Hab mich damals schon immer gefragt, wieso soll man Frauen nicht hauen dürfen aber Männer schon?
(Das war übrigens meine einzige "Prügelei", wenn man es denn so nennen will, abseits von dem Gerangel mit den Geschwistern daheim)


EDIT:
Oh und das mit dem Niederreden nehme ich mir wieder zu Herzen xD
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RE: Sexualität
Beitrag #16
(21.08.2019, 14:52)Bonita schrieb:
(21.08.2019, 14:36)Patricia1975 schrieb: ... Ich habe schon ein paar mal vermutet, ob Transsexualität nicht nur eben den Wandel des Geschlechts - eben des Sexus - betrifft, sondern auch eine besondere Form der Sexualität darstellt.
Na, tut sie nicht. Transsexualität beinhaltet "Sexualität", weil es sich um "den Sexus" handelt, aber eben nicht um irgendeine sexuelle Orientierung. Wenn überhaupt, dann ist Transsexualität eine (besondere) Form von Intersexualität.

Ich habe vergessen, zu erwähnen, dass ich diese Definition für ich so vermuten würde. Weil ich damit 2 Fliegen mit einer Klappe schlage. Zum einen die Erklärung meines Geschlechts und zum anderen meine Sexualität. Ich könnte ja auch auch sagen ich bin eine "pansexuelle Frau mit transidentem Hintergrund" - aber da ist mir zu lang.

Für andere verbrenne ich mir nicht mehr das Zünglein, da ich mit dieser ganzen Gender-Idiotie nicht mehr mit kann. Vor allem, da die gesellschaftspolitischen Narrischn von links bis rechts sich in irgendwelchen geisteswissenschaftlichen Gespinsten verfangen, ohne selber betroffen zu sein.

Transsexualität lässt sich mMn nur mit Naturwissenschaften erklären. Punkt.

Alles andere worüber Gender-Theoretiker hirnwichsen, sind einfach nur geschlechtsstereotyp erlernte Verhaltensweisen, die sich seit Jahrzehnten mit Banduras lerntheoretischen Ansatz erklären lassen.

Und ja - viele Neurowissenschafter bezeichnen TS ohnehin schon als gehirngeschlechtliche Intersexualität. Weil die Entwicklung des Gehirns - wie auch des ganzen Körpers und da gehört ja das Hirn dazu - nicht nur von X oder Y Chromosom anhängt, sondern vor allem von den pränatalen hormonellen Schüben vom ersten bis zum letzten Tag der Schwangerschaft.

Aber um das zu kapieren, müssten ja sämtliche Geisteswissenschafter mal was lernen und nicht ständig nur ihre eigene Meinung breittreten ;-)
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RE: Sexualität
Beitrag #17
(21.08.2019, 16:46)to-bi schrieb: Mir ist bewusst, dass ich die Diagnose wohl einfacher bekommen würde, wenn ich gewisse Sachen nicht erwähnen würde oder andere mehr, aber im Endeffekt schade ich mir damit ja nur selbst, wenn ich quasi etwas "vorlüge"

Ach, das ist ein altbekanntes Problem. Da dachten viele TS, sie erzählen den Psychos das, was sie (vermeintlich) hören wollen. Als würden die Psychos den ganzen Bullsh*t nicht schon längst kennen Facepalm

Zumindest manches am schlechten Leumund von TS ist übrigens tragischerweise eher diesen gebullsh*tteten Selbstdarstellungsversuchen geschuldet als der TS Phänomenologie darselbst.

(21.08.2019, 16:46)to-bi schrieb: Ich bin mir halt absolut nicht sicher, ich weiß dass ich meinen Körper nicht mag, aber es ist jetzt auch nicht so schlimm, dass ich mir deswegen das Leben nehmen würde

Eigentlich sollte man froh sein, wenn es jemandem nicht so maximal schlecht geht, nicht?

(21.08.2019, 16:46)to-bi schrieb: die Transition ist doch auch ein ziemlich anstrengender Prozess und das auf mehreren Ebenen. Ich kann halt ohne den weiblichen Körper gehabt zu haben auch schlecht beurteilen ob es jetzt das richtige war und ob sich der ganze damit verbundene Stress ausgezahlt hat oder ob ich mich dann nur minimal wohler in meinem Körper fühle, dafür den Schritt aber bereue, weil es auf einmal 1000 neue Probleme gibt bezüglich Akzeptanz, Gesundheit oder ähnlichem.

Diese Bedenken sind schwerlich von der Hand zu weisen.

Natürlich konnte ich prä-op nicht hellsehen, wie das post-op sein würde. Die Sache ist eher, eine andere Lebensperspektive konnte ich als Kind/Jugendliche nicht entwickeln. Das mag von Außen betrachtet ein bißchen grenzwertig anmuten, aber für mich in meiner damaligen Lebenssituation war das die einzig realistische Option.

Gesundheitliche Probleme entstanden mir dadurch glücklicherweise keine.

Akzeptanz? Naja, in der Hinsicht war die "Gute Alte Zeit" nicht so übermäßig. Aber sonst will ich nicht alles schlechtreden.

(21.08.2019, 16:46)to-bi schrieb: Was mich auch verunsichert wenn manche meinen Sie haben sich mit 6/7 schon als Mädchen gefühlt oder so.

Das kann bei manchen so gar noch früher, bei anderen später sein. Das muß so oder so nicht viel heißen.

(21.08.2019, 16:46)to-bi schrieb: Ich würde meinen ich hätte mich eher als neutral wahrgenommen und eigentlich bis jetzt.
[...]
Asexuell bin ich nicht, aber vielleicht auch Agender, es ist alles so kompliziert xD

Das sind ja auch alles valide Lebensmöglichkeiten.
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RE: Sexualität
Beitrag #18
(21.08.2019, 19:38)Patricia1975 schrieb: ... Ich könnte ja auch auch sagen ich bin eine "pansexuelle Frau mit transidentem Hintergrund" - aber da ist mir zu lang...
Wär aber (zumindest derzeit noch) die fast korrekte Antwort an diese "Hirnwichser", Du wolltest ja statt transident nur noch (in Deinem Fall korrekt) transsexuell sagen Wink2

Blöd halt, dass "Transsexualität" (ICD V F64.0, https://icd.who.int/browse10/2016/en#/F64.0 ) ab 2022 ( https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifi...cd/icd-11/ ) nicht mehr so heißen darf, sondern als "Gender incongruence" (ICD 17 HA60 bzw HA61, siehe https://icd.who.int/browse11/l-m/en#/http%3a%2f%2fid.who.int%2ficd%2fentity%2f90875286 ) respektive "Gender dysphoria" (siehe DSM-5, vgl https://de.wikipedia.org/wiki/Dysphorie ) mit "sozialem Geschlecht" in einen Topf geworfen wird;
Die Welt darf sich wohl auch noch auf die eingedeutschte ICD-Version "freuen", aktuell läufts ja unter Geschlechtsidentitätsstörung bzw Geschlechtsdysphorie (vgl https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlecht...%C3%B6rung )...
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
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RE: Sexualität
Beitrag #19
(22.08.2019, 04:30)Bonita schrieb: Blöd halt, dass "Transsexualität" (ICD V F64.0, https://icd.who.int/browse10/2016/en#/F64.0 ) ab 2022 ( https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifi...cd/icd-11/ ) nicht mehr so heißen darf

Darf? Verklagte mich bei Zuwiderhandlung die WHO?

Bin ich dann "Inkongruent"? Oder müßte das in gendergerechter Sprache nicht "Inkongruierende" lauten?

Sooooo viele Fragen... Razz
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RE: Sexualität
Beitrag #20
Ach, bin ich froh, dass ich an Natur- und nicht an Geisteswissenschaften glaube und daher den ganzen GenderTheory-Wahnsinn ablehne.

Wieso kann es nicht für jeden Menschen eine eigene Definition geben?

Menschen passen nicht in EINE Schublade. Jeder Mensch ist millionen Schubladen ;-)
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