Warnende Stimmen postoperativer MzF
RE: Warnende Stimmen postoperativer MzF
Beitrag #241
So richtig aufgeregt vor der OP wurde ich erst am Wochenende bevor ich ins Krankenhaus ging, also so mit flauem Magen und Händezittern. So schlimm hatte ich das sonst nur Jahre später bei einer mündlichen Abschlußprüfung an der Uni, wo ich dachte, ich bin doch echt scheiße, ich hätte mich nie darauf einlassen dürfen, dieses Fach zu studieren. Aber dann hielt ich eher sowas wie einen kleinen Vortrag über die vereinbarten Themen und bekam die Bestnote Blush Der Punkt war wohl, ich war auch da sehr (über-?) ambitioniert. Dagegen war mir beim Abitur noch echt alles sowas von scheißegal, ich hatte von diesem ganzen korrupten Schulbetrieb nur noch die Schnauze voll Angry Sie hätten mich auch 'rausschmeißen können, oder ich hätte durchfallen können, dann hätte ich eben was anderes gemacht.

In der prä-op Zeit habe ich eher mal hie Streß gehabt, da herumgehangen..., also leider für meine damalige Situation "normal".

Zu meinem Verhältnis zu dem Chirurgen sollte ich wohl noch nachtragen... Also viele Post-OPs loben ihre Operateure über den grünen Klee, nur ich meinen bestimmt nicht Sad Irgendwann habe ich kapiert, daß es dem nicht um mich ging. Der hatte lediglich sportlichen Ehrgeiz. Ich habe später erfahren, daß er auch Scheiß-"Ergebnisse" produziert hat wegen denen es zu Prozessen kam. Nun ja, der praktiziert jetzt schon lange nicht mehr, also muß ich hier aus Solidarität entre nous nichts riskieren (also ehe man mich wegen übler Nachrede zu belangen versucht).

Schön, also ich kenne diese '90er-Jahre Kalauer natürlich: In a peer support group, there's only two possible answers to the question "Are you a transsexual?"—"Yes." and "Not yet." Rolleyes Ich dachte damals, die meisten hätten inzwischen eine kritische Position diesbezüglich entwickelt, man könnte sich also in dieser Art schon darüber lustig machen (ok, ist ja dabei schon noch irgendwie ein bißchen makaber).

Das grundlegende Muster ist immerhin dasselbe, wenn Leute andere zu egal was zu belabern versuchen.

Ich weiß nicht, wo die Idee herkommt, daß (nahezu) jeder (nahezu) das selbe tun sollte. Dafür habe ich nun wirklich so rein gar nichts übrig.

Das war für mich schon als Teenager die Konsequenz nicht zuletzt daraus, daß ich wenigstens so tun sollte, als sei ich hetero, cis* und den ganzen Schrott. Trotzdem wäre ja aber klar gewesen, daß das alles nur Fake Stuff gewesen wäre und daß man mir nicht trauen kann.

Ja, das ist respektlos, und dann noch ein bißchen mehr...
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RE: Warnende Stimmen postoperativer MzF
Beitrag #242
Zuerst OT zum Operateur.Ich weiß nicht ob ich Dr.Schrögendorfer über denn Klee lobe, aber er hat mir das gegeben das ich schon immer haben wollte.Ein rundum zufriedenes Leben.Und ich denke es ist jeder bewußt das man für einen Doc nur eine Arbeit ist.Aber ich bin ihm sehr dankbar,auch wenn ich weiß,das ich für ihn nur eine Nummer in seinem Aktenschrank bin(Aktenzeichen Xyz gelöst oder so^^)! 
BTTBig Griner Grund warum ich diese Leiche aus 2014 wieder rauszerrte war, der das ich ein bisschen durch gelesen hab was da so geschrieben steht und auf einmal hatte ich das Gefühl,ich müßte was positives schreiben.Denn auch wenn ich jetzt schon ein paar Tage im Forum dabei bin,kann ich mich noch gut daran erinnern wie es war als ich ganz an Anfang stand und einfach nur Information brauchte(Das war vor November 2013 als ich noch nichtmal hier angemeldet war.)Und da damals fiel mir dieser Thread schon besonders ins Auge,da es nur darum ging das einige schlechte Erfahrungen gemacht haben und deshalb"Mahnende Stimmen erhoben"!Und ich habe dann 2014 versucht, meine sicht der Dinge als Pre OP mit 100%igem OP bedürfnis klarzustellen und bis auf Bonita war jede Antwort in Richtung "Lass es sein".Und darum dachte ich nir das ich jetzt nach 13 Monaten Post Op mal über meine Erfahrungen schreibe und somit mal was Positives hier schreibe,da ein Thread,der nur Negatives beinhaltet nicht richtig ist!Denn meiner Meinung nach sollte man eher eine Warnung dahingehend aussprechen das immer was schiefgehen kann und das sich die Leute darüber im klaren sein müßen.Denn auch wenn ein Operateur schon 100+Operationen dieser Art hinter sich hat,ist es noch immer ein schwerer Eingriff!Und darüber sollte man sich eher Gedanken machen.Genauso sollte die Frage zu 100%ig eklärt sein ob man es wirklich will.Denn mal schauen was es bringt,ist eigentlich meine Einstellung,aber bei dieser op ist dieses denken fehl am Platz.Denn ich hab auch 2 kennengelernt die denn Schritt bereut haben und die den ti in unserer Umgebung versucht haben einen Grausen einzureden.Aber zum Glück weiß hier jeder das ichs hinter mir habe und bis jetzt ist noch jeder zu mir gekommen wenn er Fragen hatte.Denn ich sehe es nicht als meinen Job an anderen zu sagen was sie tun sollen,sondern ich versuche ganz einfach Fragen zu beantworten oder mit Adressen auszuhelfen.Oder wenn wer ein Problem hat,hab ich immer ein offenes Ohr.Denn ich hatte auch immer mein Ziel vor Augen und habe es versucht zu erreichen,warum soll ich anderen etwas ausreden oder Einreden wollen,was nicht ihrem Ziel entspricht.
Für immer Böhse. 

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RE: Warnende Stimmen postoperativer MzF
Beitrag #243
Es ist OK, wenn in diesem Thread auch über positives berichtet wird. Der Thread-Titel ist dann aber doch für die eher nicht so positiven bis tatsächlich negativen Erfahrungen bestimmt.

Es gibt einen "Schwestern"-Thread, wo es im Grunde um das gleiche Thema geht: Würdest Du... es noch einmal machen? - dort sind ebenso nicht nur negative Berichte erlaubt/erwünscht;

Alternativ kann jede/r User/in selbst einen persönlichen Erfahrungs-Thread starten...
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
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RE: Warnende Stimmen postoperativer MzF
Beitrag #244
Ok Bonita verstehe,aber dann bitte die Warnung anbringen"Kann Depressionen verursachen"!
Für immer Böhse. 

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RE: Warnende Stimmen postoperativer MzF
Beitrag #245
(26.05.2018, 08:43)Bonita schrieb: Es gibt einen "Schwestern"-Thread, wo es im Grunde um das gleiche Thema geht: Würdest Du... es noch einmal machen?

Gut, ich werde dann mal da weitermachen, auch wenn das dort ungleich komplexer ist. Als Mahnerin bin ich trotz aller kritischer Haltung ja doch nur die totale Fehlbesetzung.

Beiden Themen gemeinsam ist übrigens, daß ich es sehr eigenartig finde, daß ausgerechnet solche Lebensentscheidungen immer wieder in Frage gestellt werden. Da ist von mir eben nichts zu wollen.

Ist es denn ein solches σκάνδαλον, in einem anderen als dem ursprünglich zugewiesenen Geschlecht zu leben (mitsamt den erotischen Aspekten) und den Körper zu verändern?

Man beachte bitte, daß ich schreibe einem, nicht dem anderen Geschlecht.

Aber es gibt so viele andere Dinge, die ich wirklich nicht noch einmal erleben möchte. Doch da hat keiner Verständnis für (selbst Psychos nicht), denkt nur, was ich überhaupt will, ich solle mich doch einfach damit abfinden: "Glücklich ist, wer vergißt was nicht mehr zu ändern ist.", oder was?! Und ich denke, die halten mich für 100.000 mal dümmer als ich eh' schon bin. Das wird so nie was.
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