Das Leben einer Transfrau
RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #101
@alexandra

ich schätz mal, dass man es auch das ganze leben aushalten könnte, sofern man die hoffnung nie aufgibt und sich umbringt oder sich sonst irgend etwas antut, aber irgendwann kann man einfach nicht mehr, es gibt viele gründe, warum man etwas vor sich herschiebt, z.b. angst, oder andere gründe, die man z.b. als umstände bezeichnen kann, die es einem nicht so einfach machen, ich glaube nicht, dass sich eine frau, die ts ist, wünscht, mit so etwas zu warten, warum sollte das wer freiwillig tun?

wenn jemand hingegen zuerst zufrieden (?) lebt und dann aufeinmal auf der meinung ist, er fühle sich nicht mehr wohl? hast du das denn bei jemandem erlebt?

ich verstehe nicht, was du damit meinst, mit andere daran messen zu wollen, wer und was an was? tschuldige, wenn ich etwas begriffsstützig bin, kann vorkommen

♥ jenny
...
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RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #102
(21.08.2012, 10:15)Alexandra schrieb: @jenny
Für mich kommt auch nur die weitestmögliche Angleichung in Frage. Deswegen mein erster Satz.
Aber ich mag keine schwarz-weiß-Malerei.
Und ich verstehe einfach nicht wie man es so lange aushalten kann und dann nicht mehr.
Und das versteh ich nicht weil ich nicht verstehe wie man daran dann auch noch andere messen will.
Das wiederum versteh ich nicht wegen ersterem.
Für mich beißt sich da der Hund in den Schwanz. ^^

@ Alexandra

Wenn es keinerlei Möglichkeiten gibt etwas zu verändern., weil z. B. die Medizin noch nicht weit genug ist, weil es keine rechtliche Möglichkeit gibt, etc., was soll oder muss man dann tun?

Was war denn in den 50er-, 60er- oder 70er-Jahren die Alternative? Du hattest nur die Wahl entweder Selbstmord zu beghen, oder Dich mit dem Leben im "falschen Körper", also im Fall von MzF-TS als Mann, zu arrangieren. Das hat vor allem bei älteren TS eben dazu geführt, dass sie geheiratet und Kinder gezeugt haben, oftmals haben sie auch extrem "männliche Berufe" ergriffen um sich selbst ihr "Mannsein" zu beweisen. Viele haben z. B. Karriere beim Militär gemacht, dass früher ja eine reine Männerdomäne war, wo es keine Frauen gegeben hat. Selbst in den Büros und Schreibstuben hat man damals kaum Frauen gefunden.

Wir dürfen nicht vergessen, dass selbst das uralte deutsche TSG erst im Jahr 1981 geschaffen worden ist. In Österreich hat man ab diesem Zeitpunkt erst einmal begonnen darüber nachzudenken, was man mit jenen machen soll, die sich z. B. in Casablanca haben operieren lassen. Der erste TS-Erlass ist erst 1983 erschienen, die erste GA-OP in Österreich hat es erst Mitte der 80er-Jahre in Innsbruck gegeben. Die medizinischjen Ergebnisse waren, verglichen mit heute, mehr als nur dürftig. Die Betroffenen waren zwischen den Beinen absolut gefühlstot.

Ich zitiere einmal aus dem Wiener von damals, in dem über die GA-OP an Eveline Taubner berichtert worden ist:

Zitat:"...Nach einer halben Stunde legt sie den Vibrator mit ausdruckslosem Gesicht zur Seite. Zwischen den Beinen fühlt sie absolut nichts.
Nerven sind halt nun einmal keine elektrischen Leitungen, die nach belieben umgelegt werden können...."

Solche Statements haben damals, nicht nur bei mir, auch noch genügend Angst erzeugt. Angst, die zu all den bereits bestehenden Problemen mit Familie und dergleichen, noch dazu gekommen sind.

Für mich hat das weitere 15 Jahre verdrängen meiner wahren Identität bedeutet.

Viele Betroffene von Heute können diese Gefühle gar nicht mehr nachempfinden, weil sie damals entweder noch nicht geboren, oder aber viel zu jung waren um es bewusst selbst erlebt zu haben.

Die Gesellschaft hat sich gewaltig verändert und das ist gut so. Trotzdem aber sollten wir nie vergessen wie es früher war, und gerade junge TS sollten glücklich sein darüber was heute möglich ist, und nicht auf die Älteren herabschauen, die sehr viele Jahre im falsch empfundenen Geschlecht leben mussten. Ein Leben, dass eigentlich nicht das ihre war.

Und die älteren TS sollten froh sein, dass sie es noch erleben durften sich anpassen zu lassen. Dass sie doch noch das bekommen konnten, was sie sich, oft von frühester Kinderheit an, gewünscht haben, und es einfach akzeptieren, wenn junge TS auch ohne GA-OP in ihrem gefühlten Geschlecht leben wollen und können.

Wir alle sollten froh und glücklich sein, dass OP-Zwang, Scheidungszwang und all die vielen anderen grauslichen Dinge, der Vergangenheit angehören. Und wir alle sollten dafür kämpfen, dass
niemend mehr das Rad der Geschichte zurückdreht. Denn Versuche das zu tun gibt es, vor allem aus dem konservativen und rechten politischen Lager, mehr als genügend.
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RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #103
Mag ja alles schön und richtig sein was du sagst.
Aber meine Frage ist doch eine ganz andere.
Wie passt das mit den Äußerungen zusammen mit denen Menschen pauschal so gern als Transvestiten, Fetischisten, als Männer abstempelt werden?
Bedenken kann man auch beim heutigen Stand sowohl der Medizin als auch der Gesellschaft zu recht noch mehr als genug haben.
Selbst wenn alles drumherum passt. Jeder Chirurg kann mal Mist bauen.
Und viele machen das auch öfter.
Und wenn ich nur die Wahl eines Dr. A. hätte würd ichs mir auch dreimal überlegen.
Ich gestehe einfach niemanden das Recht zu über andere Menschen pauschal zu urteilen wenn sie die nicht mal richtig kennen.
Das hab ich bei Wahnita nicht. Und das mach ich auch hier nicht.
In fact, you'll not be saved at all.
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RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #104
(21.08.2012, 15:57)Alexandra schrieb: Wie passt das mit den Äußerungen zusammen mit denen Menschen pauschal so gern als Transvestiten, Fetischisten, als Männer abstempelt werden?

Ich gestehe einfach niemanden das Recht zu über andere Menschen pauschal zu urteilen wenn sie die nicht mal richtig kennen.

Es passt eigentlich garnicht zusammen!

Und ich wurde es mir auch nicht rausnehmen, nicht mal wenn ich jemanden persönlich kennen würde.

PS: Meine Sicht der Dinge zwischen "Muhstall", "Määäalos" und deren "Zöglingen" habe ich dir per PN gesandt
Twitter:  @XG_crossgender
Favorite Unterwegs zwischen den ♀️⚧️♂Geschlechtern ist die Rolle natürlich, selbstbestimmt und wandelbar Favorite
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RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #105
DIR würde ich raten MIR lieber keinen Beifall zu klatschen. Wink

Ich denke nämlich NICHT das TS und alles was sonst noch unter "Transgender" zusammengefasst wird im gleichen Boot sitzen.
Deswegen lehne ich für mich diesen Begriff ab.
Und den "Määäalos" - wie du sie nennst - bin ich in einigen Punkten durchaus nahe. ^^
In fact, you'll not be saved at all.
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RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #106
@Alexandra: Ich kann nicht erkennen dir Beifall gezollt zu haben, geteilt schien mir nur das Unverständnis warum transidente Menschen ohne sie zu kennen gleich mal in Schubladen - deren Schrank mittelalterlich anmutet - abgelegt werden.

Hier sind genannte sehr rigoros. In welchen Punkten du mit jenen sympathisierst hast offen gelassen.
Twitter:  @XG_crossgender
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RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #107
Kennet jemanden der Aggressiv gegen Schafe vorgeht Signo ?
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RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #108
alexandra: wenn man sich die diskussionen hier durchschaut, versteht man wesentlich besser, wie friedemännchen und volkmar auf ihre depperten ideen gekommen sind... gemeiner gedankengang, ist aber leider so.
ich finde es zumindest seltsam, jemandem die "gültigkeit" einer identität abzusprechen, und den menschen in die fetischisten/ TV - ecke abzuschieben, weil ne gaop nicht das höchste aller ziele ist. dieses "wenn du nicht xxx machst, darfst du nicht in meiner bande dabeisein" ist mir schon im kindergarten furchtbar auf den geist gegangen.
drehen wir den spiess mal um: ich werf auch niemandem vor, über 30, 40 jahre hinweg ein explizit männliches leben mit frau, kindern, klassisch männlicher karriere gelebt zu haben. ich weiss, ich hätte das nie durchgehalten, bzw. hätte mir sowas nicht aufbauen können. einfach, weil ich mir unglaublich verlogen dabei vorgekommen wäre. genauso klar ist aber auch, dass ich vor 30, 40 Jahren nicht mit dem was ich stattdessen gemacht habe, durchgekommen wäre. ich kann jetzt aber aus meiner überzeugung, dass ich das nicht gekonnt hätte, nicht ableiten, dass jemand, dem vielleicht nix anderes übrig geblieben ist, weniger "echt" ist. oder sagen, naja, in dem alter is es eh schon wurscht.
nur, genau diese logik begegnet mir in diesen diskussionen hier. "wer net bereit ist, sich operieren zu lassen, ist keine frau, sondern ein kerl." und dann noch dazu gleich die annahmen über die sexualität dieser menschen, die natürlich eher in richtung pornodrehbuch gehen. das ist schlicht und ergreifend unhöflich. und es gibt keinen grund, verletzte prinzessin zu spielen, wenn es dann kontra gibt.
and ich finde, alexandra hat nen wichtigen punkt angesprochen. ne gaop ist nicht gerade harmlos. es gibt mehr als genug mögliche komplikationen, auch wenn der operateur KEINEN mist baut. wobei orgasmusunfähigkeit noch die harmloseste ist. ganz abgesehen von der tatsache, dass ich, wenn ich zur finanzierung auf die kk angewiesen bin, genau einen operateur zur auswahl habe im moment. ob man sich auf das einlässt, ist durchaus ne überlegung wert.
noch ein zitat aus nem amiforum hinterher: Some women have a dick get over it.
just my 0,02€.
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RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #109

Moderationshinweis: drei OT-Beiträge von signo und Angelika nach "Gestreite & Gezanke" verschoben.
- Sag' Du mir, in welche Schublade ich passe! Wave   -
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RE: Das Leben einer Transfrau
Beitrag #110
Wohin,was verschoben wird,ist mir so ziemlich egal.
Leben einer Ts Frau,was man fühlt,was man meint,welche Ansicht man hat,ist total ohne Belang,ist nur ein Beitrag da
der nicht ganz den Anderen Forstellungen entspricht,wird drauf los gehackt.
Ja ich habe eine Meinung,welchen Vielen nicht gefällt,dafür,weils den anderen nicht recht ist,gebe ich meine Meinung
nicht auf.
Es bleibt ungeachtet,wenn ich schreib,ist meine Ansicht,doch jede,er soll leben wie er meint,ich bin Tollerant.
Verbiete niemanden seine Lebensweis,warum auch,ich lasse mir meine Lebensweise auch nicht verbieten.
Doch egal,wohin man schaut,das Forum besteht aus Streit und Zank,so wird dies so ziemlich das letzte sein,was
ich schreib,zumindest,was meine Gefühle betrifft.
Mit Hetero,da gibts kein Problem,auch muß man sich nicht ständig rechtvertigen und erklären,die verstehen es,
so wie es ist
Zudem,wurde ich vor einigen Tagen,durch Zufall von einem entdeckt,sagte nach kurzem Gespräch,habe die beste
Begabung durch mein Sensiebles Wesen Wasseradern und Störfelder auzuspüren.
Die ersten Versuche vor zwei Tagen,waren verblüfend habe Erdgräben Verwerfungen Gitterkreuze lokalisier,sowie
Wasseradern ohne zuvor mit der Thematik ich mich befast habe
Drückte mir die Rute in die Hand und sagte Konzentrier dich nur auf das was du suchst.
Dies ist auch ein Grund,warum ich mich hier vom Schreiben Zurückziehe,will meine Fähigkeiten ausbauen,
da haben solche Geblänkel,im Hirn keinen Platz,muß mich frei machen von unötigen Balast.
Alles was da geschrieben und gemekert wird,ist unnötiger Balast,für meinen Kopf.
Es könnt mekern und schreiben was Ihr wollt,ich gebe kein Kommentar.
Werde reinschaun,wo gibts Thermine,oder eine wirklich Sachliche Frage,wo ich was weis,ansonsten
macht es gut ,werdet mich so nicht vermissen Tschau

Thank God J' m a Woman
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