Depathologisierung - Ohne mich
RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #31
Von hinten nach vorne: Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit meiner aufgezählten Institutionen und Vereine,danke signo,hoffen wir beide,daß es mehr werden mögen.
Klar gibt es da noch Eva mit dem Verein Trans X und viele andere die in das selbe Horn stoßen,nicht nur hier,Weltweit.Ein nicht zu überhörender Ruf gegen Ausgrenzung.Machen wir nicht den Fehler sie selber zu begehen.Ich schwinge lediglich ein wenig die Fahne,werde auch keine Aktionsgruppe zusätzlich gründen,aber meine Stimme gehört Euch!!!und das Herz auch!Heart

Danke Bonita, dein Statement spiegelt genau das Übergangsstadium in dem wir uns befinden.
Unzufrieden mit den unzureichenden Klassifizierungen,Sicht und Behandlungsweisen der Vergangenheit,im Eingedenken des grossen Leides.

Den positiven Beispielen vieler die die Zukunft vorwegnehmen.(Kim Petra) und welche den Istzustand überleiten mögen,in ein für uns lebenswerteres Morgen!!!Rolleyes

Sowie meinen angesprochenen Gedankenmeditationen, über die Zukunft,die eben etwas Wind in die Segel dieser kleinen Nußschale,unterwegs auf stürmischer See,in eine bessere Zukunft,blasen wollte.Mit kräftigen Backen,so ich sie nun schon mal habe!!Big GrinBig GrinBig Grin

PS: in diesem Sinne ist auch meine neue Signatur zu verstehen.
Das einzig Unwandelbare... ist der Wandel ! Laotse
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RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #32
(27.09.2012, 08:16)Danielle schrieb: Dein Vergleich mit dem Blinden hinkt,er kann nicht als Blind GELTEN,weil eine offensichtliche Krankheit ihm das sehen genommen hat,er eben blind IST
Da IST eine Krankheit zu Diagnostizieren.!! [hier gekürzt]

Ein/e Blinde/r hat regelmäßig auch kein Problem damit, zu ihrer/seiner Krankheit bzw der in deren Folge eingetretenen Behinderung zu stehen.

Nur bei F-64.0 ist das so eine Sache....den "Krankheitswert" - sagen transsexuelle Menschen - den nehmen wir bitte gerne, damit die Krankenkasse uns für diesen "Wert" auch eine Leistung gewähren muss. Aber dann darf "es" nicht mehr erwähnt werden, denn....die Sache ist als psychische Störung ja stigmatisierend und potenziell diskriminierend. Blush

Bitte versteht mich nicht falsch! Es stehen aus meiner Sicht der Solidarität wegen zwei Dinge außer Frage:
  1. Die Absicherung der Leistungen der Sozialversicherung für transsexuelle Menschen hat Priorität vor der Streichung der psychischen Krankheitsdiagnose F-64.0.
  2. Die Verschiebung des "Krankheitswertes" der Transsexualität vom psychischen in den somatischen (körperlichen) Bereich wäre eine gute Kompromisslösung. Dies würde auch den Anspruch auf körperliche Behandlungen besser untermauern.
Als Verfechterin der De-Psychopathologisierung möchte ich aber auch an gewisse Fußangeln des medizinischen und sozialversicherungsrechtlichen Ist-Zustandes erinnern:
  1. Der ICD-10-Katalog ist kein Rechtsakt und wird nicht (allein) auf Grund politischer Willensbekundungen erlassen. Dieser Katalog spiegelt den allgemeinen Stand der wissenschaftlichen Diskussion darüber, was eine Krankheit ist. Wie schon mehrfach erwähnt: früher war auch Homosexualität eine Krankheit (und eine Lesbe hätte damit nach heutigem Leistungsrecht etwa Anspruch auf Zuschuss zu einer Psychotherapie - die sie jetzt selbst bezahlen muss).
  2. F-64.0 garantiert nicht die derzeit übliche Behandlung des Transsexualismus am Körper (HRT, gaOP). Wenn z.B. eine "Heilung" (oder deutliche Besserung) durch neue Psychopharmaka möglich werden sollte, dann werden die Krankenkassen auch nur diese Behandlung bezahlen. F-64.0 ist ja - bitte nie vergessen! - eine psychische Störung, und die Behandlung des Körpers zu deren Besserung eigentlich ein seltsamer Umweg.
Eine Festschreibung der Behandlung der Transsexualität als eigenen Leistungsfall im österreichische ASVG (neben im wesentlichen Krankheit, Mutterschaft und bestimmten näher definierten Vorsorgeleistungen) halte ich derzeit politisch für nicht erreichbar.
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RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #33
ZITAT M:T: Die Verschiebung des "Krankheitswertes" der Transsexualität vom psychischen in den somatischen (körperlichen) Bereich wäre eine gute Kompromisslösung. Dies würde auch den Anspruch auf körperliche Behandlungen besser untermauern.

ANTWORT: Das wäre nur ein anderer Bereich,der aber nicht wirklich richtiger ist.Wir sind ja auch körperlich nicht krank. Ich verstehe dich wirklich nicht ,wieso du dich da so darauf einzementierst.Mir geht es um Depathologisierung,um Normalität gegenüber einer natürlich in Mensch,Tier und Pflanzenreich vorkommenden Zweigeschlechtlichkeit und dem Geschlechterwechsel.(Bei Barschen im Falle eines Ungleichgewichts eines Geschlechtes,gleichen Teile der Population durch einen Geschlechtmutationsvorgang dies zahlenmäßig wieder aus.) Kein Mensch kommt darauf, diesen cleveren Mechanismus als Krankhaft zu bezeichnen)

So wie der Embryo nur Mensch, nicht Weib und nicht Mann sein kann, so haben auch seine keimenden Genitalien keinen Geschlechtscharakter. Im Hermaphroditen ist diese Indifferenz fixiert.
Die menschlichen Geschlechtsteile sind nicht absolut männlich, sondern männlich-weiblich und nicht absolut weiblich, sondern weiblich-männlich, daher die Harmonie ihres Baues und die Möglichkeit einer Übergangsbildung. Die Geschlechtsteile des Mannes sind die Prostata und die Hoden, die des Weibes die Gebärmutter und die Eierstöcke. Dass die Prostata dem Uterus, die Hode dem Eierstock parallel ist, ist für sich klar. (.Ignaz Döllinger aus “Versuch einer Geschichte der menschlichen Zeugung“)

Tausende von Menschen sind davon betroffen,alle fühlen sich ursächlich nicht krank,geben zu daß sie dem unehrlichen System genüge tun müssen und halt so tun als ob.Viele Psychoterapheuten spielen dieses Spiel mit ,genau wissend daß sie nur zu hören bekommen, was der Proband glaubt an Standardphrasen von sich geben zu müssen,um seine Therapie zu bekommen. Alle Selbsthilfegruppen geben die Tips und Infos immer an neue Mitglieder weiter .Das ist einfach ein unwürdiges Spiel.Undecided

Weiters geht es mir um eine gesellschaftliche Anerkennung der Normalität des Geschehens auf längere Sicht,nicht um eine Verschiebung in einen anderen Krankheitsbereich.Das befreit von garnichts. Merkt ihr`s,wir drehen uns da im Kreis!
Wie Bonita richtig gewünscht,soll in Schulbüchern auch anderen Kindern die Natürlichkeit und Liebenswürdigkeit von Transkindern,ihre absolute vollwertige Gleichwertigkeit,als normale Gegebenheit,und nicht als eine andere Krankheitsform nähergebracht werden.Keine will als krank gelten,nur weil sie eben mit diesem besonderen Schicksal versehen ist.Das übrigens in vielen anderen Kultren als die Besonderheit,mit speziellem Einfühlungsvermögen in beide Geschlechter gesegnet zu sein, durchaus hoch geschätz wurde.

Nicht nur die Bücher von Magnus Hirschfeld,einem großen Forscher auf dem Gebiet, wurden verbrannt,nein, mit diesen wurden auch die Scheiterhaufen für das Mitverbrennen der Menschen entfacht!
Das alles, weil es als krankhaft,unnatürlich und pervers deklariert wurde.Damit muß einfach Schluß sein!
Genauso wie mit dem Zwang zur Kastration für die Personenstandsänderung,welcher bis vor Kurzem auch als politisch nicht abschaffbar gegolten hat,und dann doch von Einer, oder Wenigen, zu Fall gebracht wurde.
Dies sind Relikte einer unseligen Zeit, wo fremdbestimmt wurde, wer sich fortpflanzen darf und wer nicht.Unwertes Leben???
Diese mantrahaft wiederholte Formel,das ist politisch nicht durchsetzbar, wirkt durch dauernde Wiederholung wie ein Lämungsgift.Dodgy
Wir leben in einem aufgeklärten Zeitalter,und ein großer Teil der Menschen sieht das so wie ich. Fast Alle mit denen ich darüber spreche.!
Was fehlt ist einfach die politische Bewegung,weil auch da jeder Angst hat ,irgendwo anzustreifen.Und was ist schon groß passiert seit Lesben und Homos "Heiraten" dürfen. Der Großteil wünscht ihnen einfach viel Glück.Alle Teufelsbeschwöhrungen für Nix!

Wenn es nur um die Finanzierung für Minderbemittelte geht,diese anderwertig geregelt werden kann,was bitteschön spricht dann noch gegen eine Depathologisierung.??Was??

Zu keinen Zeiten konnte von der Medizin eine kausale Ursache für eine Erkrankung ausgemacht werden.Nicht im Gehirn,nicht in den Genen,der Sozialisation,der Vererbung,nirgendwo. Man nimmt einfach die durch Ängste erzeugten psych. Probleme und sagtBig Grinas ist Transsexualität.....ich sage das ist Pathologisierung durch Angstmache....aus welchen Gründen auch immer,über die noch separat zu reden wäre.
Quo bonum....wem nützt`s ?

Wenn man heute mit Fachärzten spricht,Fachliteratur liest,oder wie ich als eine Betroffene selber schreibt,mit Gesprächen ,Vorträgen und Diskusionen an die Menschen herangeht,wird man merken,daß da das Bewußtsein schon viel weiter ist.
Lediglich der kleingeistige Disput und die Angst vor finanziellem Verlust,spricht aus diesem verzweifeltem Festhalten an dem bisherigen System.Warum wollen wir von vornherein ausschließen,daß es nicht politische Bewegung geben könnte,andere Finanzierungsmodelle konstruiert werden könnten,eine neue Sicht der Dinge und ein lebbares Miteinander mit Verständnis statt Hass und Diskriminierung möglich sein könnte.

Ghandi hat als einzelner Mensch mit friedlichem Protest ein riesiges Land von englischer Besatzung befreit. Unmöglich ist eigentlich unmöglich!!!Idea
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RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #34
(27.09.2012, 14:06)Danielle schrieb: ZITAT M:T: Die Verschiebung des "Krankheitswertes" der Transsexualität vom psychischen in den somatischen (körperlichen) Bereich wäre eine gute Kompromisslösung. Dies würde auch den Anspruch auf körperliche Behandlungen besser untermauern.

ANTWORT: Das wäre nur ein anderer Bereich,der aber nicht wirklich richtiger ist.Wir sind ja auch körperlich nicht krank. Ich verstehe dich wirklich nicht ,wieso du dich da so darauf einzementierst.[hier gekürzt]

Danke, liebe Danielle, dass ich der Anlass für eine so umfassende Wortmeldung deinerseits sein durfte.

Aber war das oben zitierte Wort "Kompromisslösung" auf deinem Bildschirm vielleicht irgendwie unleserlich?

Um das noch einmal zu unterstreichen: Es ist aus meiner Sicht volllkommen illusorisch zu glauben, dass die österreichische Gesetzgebung in absehbarer Zeit einen Leistungstatbestand namens "Transsexualität" extra ins ASVG schreiben wird.

Also bleibt die notwendige Behandlung einer Krankheit auf absehbare Zeit derjenige Leistungsgrund, auf den sich transsexuelle Menschen berufen können, um Leistungen der Krankenkassen zu beanspruchen, so sie nicht mit Aktienpaketen in den Windeln oder dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund groß geworden sind.
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RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #35
(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb: ZITATE ANGELIKA:Ist es das was Du möchtest? Ist da soviel Egoismus, dass nur um den Preis nicht als krank zu gelten, was ja nach der Anpassung ohnehin nicht m,ehr der Fall ist, viele Betroffene in den finanziellen Ruin oder gar in den Suizid getrieben werden?

ANTWORTBig Grinas ist eine bewußte Verdrehung,ich habe mich immer für die Finanzierung ausgesprochen,wie du oben leicht nachlesen kannst.Es dient auch nicht meinem "Egoismus" nicht als krank gelten zu wollen,einfach weil ich eh nicht krank bin.Den Egoismus, anzudenken wo denn die Gründe für deinen angesprochenen Suizid liegen,habe ich sehr wohl.Auch den Ehrgeiz es anzusprechen!

Es gibt ganz konkrete Aussagen von Krankenkassenvorsitzenden. dass ab dem Zeitpunkt wo F 64.x, und hier vor allem F 64.0 aus dem ICD gestrichen wird, also wenn keine Diagnose TS mehr möglich ist, und TS daher keine Krankheitswertigkeit mehr hat, die Kostenübernahmen auch für HRT und GA-OP, sowie die Ksotenbeteiligungen für die Psychotherapie, ersatzlos eingestellt werden.

Das ist nun mal so, und das kann man eben nicht wegdiskutieren. Wenn diese Depathologisierung erfolgt, dann ist das mal wieder eine der größten "Massenheilungen" des Jahrhunderts, und somit gibt es keinen Rechtsanspruch für TS mehr, dass die Kosnten für ihre Anpassungen nach dem § 117 ASVG von den KK übernommen werden.

Sowohl HRT als auch GA-OP sind dann rein kosmetische Eingriffe in den Körper, deren Kosten aus eigener Tasche zu bezahlen sind.

Eventuell entstehende Folgeerkrankungen aus unbehandelter TS, wie z. B. Depressionen, werden dann ausschließlich nur mehr mit konventionellen psychiatrischen Miteln behandelt. Also Psychopharmaka, und/oder Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken. Ganz so wie es bis in die 70er-Jahre eben üblich war.

Ist das das Ziel der Depathologisierungsbewegung?

(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb: ZITAT ANGELIKA: Und um dies zu erreichen bedarf es entweder eine entsprechenden Ergänzung des § 117 ASVG um dort neben der Verpflichtung der Kostenübernahme durch die Sozialversicherungsträger für Schwangerschaft und Geburt, auch noch die verpflichtung zur Kostenübernahme aus dem Titel TS stehen zzu haben, oder eben einer entsprechenden
"Krankheitsdiagnose".

ANTWORT:Bravo hier kommen wir der Sache schon näher.Es freut mich wenn du als Politikerinn da Arbeits-und Aufholbedarf ortest,vielleich kannst du es ja als lohnenswertes Ziel mit Priorität versehen.

Wie ich auch schon geschrieben habe, bedarf diese Änderung einer ausreichenden Mehrheit im Nationalrat. Und da wir eben keine rot/grüne Bundesregierung und Nationalratsmehrheit haben, sowie da die ÖVP und die FPÖ so etwas nicht mitzutragen bereit sind, ist es eben politisch nicht umsetzbar.

Gebt der SPÖ im Oktober 2013 eine absolute Mehrheit im Nationalrat, so wie in den 70er-Jahren, oder schafft zumindest eine rot/grüne Mehrheit, dann wird es möglich sein, diese Änderung zu beschließen.

(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb: ANGELIKA:Aber all jene TS, die auf dem Weg sind, und all jene TS die noch kommen werden, die brauchen diese Diagnose so lange, bis es eine politische Mehrheit in diesem Land gibt, die bereit ist die Frage der Kostenübernahmen durch die Solidargemeinschaft andersd zu regeln. Eventuell könnte das eine rot/grüne Bundesregierung schaffen. Mit ÖVP und FPÖ, aber auch mit Herrn Stronach wird das leider nix werden.

ANTWORT:Ein schon mal guter Lösungsansatz,ich behaupte ja auch garnicht,daß alles schon Vollbracht ist,aber die Richtung muß stimmen.

Tja, nur leider sieht es halt nicht so aus, als wenn es ab Herbst 2013 eine rot/grüne Bundesregierung geben könnte. Ich weise hier nur einmal auf das ständige Politikerbashing und die Attaken gegen Bundeskanzler Faymann im Bereich Politisches hin.

(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb: ZITAT ANGELIKA:Wer sagt, dass Psychotherapie unnötig ist? Gerade die Psychotherapie halte ich für die wichtigste Sache überhaupt, bevor man Hormone nimmt oder gar eine GA-OP machen lässt.

ANTWORT:Klar unter jetzigen Bedingungen,die man ja geradezu als Arbeitsbeschaffung für Psychologen einstufen KÖNNTE.
Die meisten Betroffenen sagen, daß sie wissen was sie wollen,wenn sie Therapie in Anspruch nehmen,dann desshalb, weil die Schäden durch die Ängste vor dem Outing und der Ängste vor der Öffentlichkeit schon zu weit fortgeschritten sind.Sie wollen und sollen meist nicht "therapiert" werden,sondern auf ihre Ernsthaftigkeit abgeklärt werden.Dies kann bei Fachärzten nach zwei bis drei Besuchen geklärt werden.Wie Beispiele zur Genüge zeigen.Meine Psychotherapeutin hat nach 5 Treffen bestätigt,daß keine Gefahr für mein psychische Wohlergehen vorliegt,Transidentität diagnostiziert ,und die OP zu befürworten ist,mit dem netten Hinweis:Viel neues von mir zur TI erfahren zu haben,wurde die Sache dann abgekürzt. Ein Jahr Therapie eingespart... Wenn Betroffene so weit gehen,sich unters Messer legen zu wollen,sind sie damit meist durch!Wenn nicht ,so darf man bisherige Irrtümer ja auch der Falscheinschätzung von Psychologen anlasten ,oder???
Die Anderen nehmen es als vorgeschriebenes notwendiges Übel in kauf, um auf dem Weg ans Ziel zu kommen.
Ich sage auch garnicht,daß nicht eine gehörige Selbstprüfung,aber dann bitte ohne den hinderlichen Druck sich eine "Krankheit"eingestehen zu müssen,erforderlich ist.Auch verstehe ich beim besten Willen nicht wie du die schon mal beginnende Selbsterprobung im gewünschten Geschlecht zu leben,was ja dann ohnehin Zeitlebens usus ist,als Spießrutenlauf bezeichnen kannst.Da sollte man doch mit Freuden anfangen können!Wer steht denn da mit Spießen am Wegesrand????Etwa eine uninformierte,nicht aufgeklärte,von falschen Voraussetzungen einer Unnormalität ausgehenden Gesellschaft,die und eben damit krank macht.???
Dein Begiffsinventar bestätigt mein Gefühl.Warum soll etwas was ich immer leben möchte für mich ein Spießrutenlauf sein.Ist es das dann weniger,nur weil ich mich langsam an stechende Spieße,dank psychiatrischer Hilfe, gewöhne,oder gehören endlich einmal die Spieße und Ruten abgeschafft.

Nun ich fange mal unten an. Weißt Du wie lustig es für mich war, trotz geschlechtneutralem Vornamen alle amtlichen Schreiben ständig an den "Herrn Ing. G. A. F." adressiert zu bekommen? Weißt Du wie toll es war bei jeder Vorlage des Ausweises sich outen zu müssen? Weißt Du wie toll ich mich gefühlt habe, als ich ein Röntgengerät in der Strafvollzugsanstalt am Mittersteig überprüfen musste, und mich deshalb mit meinem alten Dienstausweis bei den Beamten in der Portierloge ausweisen habe müssen? Weißt Du wie toll es war auch nach der GA-OP mit einer E-Card zum Arzt zu gehen, die im Hintergrund auf dem PC den Geschlechtseintrag "männlich" gehabt hat?

Ich hatte im Jänner 2005 meine GA-OP, habe aber meine PÄ erst Ende Juli 2006, also 1,5 Jahre später, bekommen.

Was ist das denn, wenn nicht ein Spießrutenlauf?

Und ehrlichbgesagt, eine Psychotherapeutin, die erst von Dir lernen musste was Transidentität ist, und die schon nach so wenigen Stunden eine HRT und/oder GA-OP befürwortet, sollte wohl besser wuirklich nicht mit diesem Thema arbeiten. Das ist ja aus meiner Sicht schon grob fahrlässig.

(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb: Wir müssen einfach darauf Hinarbeiten,wir Betroffenen,Selbsthilfegruppen,Transaustria,Und Politiker wie du Angelika,wie HOSI und ähnliche,daß da ein Umdenken eingeleitet wird.Alle anderen "Zwischenstufen ohne OP Wunsch ,ohne Hormone,Sollten doch auch Normalität leben können,wollen auch nicht als Identitätsgestört gelten,die sollten wir doch auch nicht aussen vor lassen,Angelika,oder??
Daß die Gesellschaft,Eltern ,Freunde,und Mitmenschen ihre "KINDER" mit dem natürlichen Geschehen transident zu sein, normal umgehen lernt,ohne Vorurteil, Unnormalität oder pathologisch gestört und krank zu sehen,ein neues Verständnis und vorallem ein" Annehmen können", heranwachsen kann.
Diese neue Pflänzchen sollte eine Chance zum Wachstum bekommen,und nicht gleich mit der wiedergekäuten argumentativen Keule in den Boden zurückgeklopft werden.

Das erreichst Du aber eben nicht durch eine Streichung der Krankheitswertigkeit, sondern nur duch massive Aufklärung der Gesellschaft.

Zu denken, dass eine Streichung von F 64.x aus dem ICD ein Umdenken in der Gesellschaft verursacht, also dass die Akzeptanz von Trans* dann quasi über Nacht über die Menschen hereinbrechen würde, ist mehr als nur blauäugig. Das ist schlicht gesagt schon dumm.

(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb: FAZIT UND RESUMEEBig Grinepathologisierung,ja gerne,Normalität,ja gerne,Akzeptanz,unbedingt .ABER NICHT UM DEN PREIS EINES RÜCKFALLS IN EIN UNFINANZIERTES NIEMANSLAND;FÜR DIE DIE ES NOTWENDIG HABEN!!ExclamationHeart

Lass uns doch einfach mal drüber reden....würden die Psychologen sagenBig GrinBig GrinBig Grin

Ja gerne. Reden wir drüber. Verrate mir doch bitte wie Du ÖVP und FPÖ dazu bringen willst, einer Aufnahme von Behandlugnen aufgrund von Transidentität in die Bestimmungen des § 117 ASVG zuzustimmen.

Ich habe diese Möglichkeiten nämlich nicht und ich sehe da derzeit auch keinen Weg.

(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb:
Danielle schrieb: Und soll ich euch etwas verraten:Genauso ist es bei mir schon abgelaufen.Alles ist gut geworden,dank unkonventioneller Behandlungswege.


DARAUF ANGELIKA:Erstens bist Du nicht die Allgemeinheit und somit nicht repräsentativ, und zweitens, angesichts Deiner Aussagen und Forderungen, habe ich schon starke Zweifel daran, ob da wirklich alles gut geworden ist.

Aber das ist halt meine private Meinung.

ANTWORTBig Grinas bitte mußt du mir jetzt mal erklären.Deine "private Meinung" die du hier so vollmundig öffentlich kund tust.Aus welche meiner Aussagen glaubst du denn Zweifel ableiten zu können,daran ob bei mit alles Gut geworden ist.???

Es wurde hier schon öfters und in anderen Fragen auf das Recht der Meinungsfreiheit und der freien Meinungsäußerung hingewiesen. Hier berufe ich mich auf diese Rechte.

Die Zweifel hast Du bei mir mit Deinen diversen Aussagen geweckt, mit denen Du trotz des Aufzeigens von Fakten weshalb die Diagnose derzeit unverzichtbar für die Betroffenen ist

(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb: Das ist eine untergriffige Behauptung ins Blaue hinein,in der Hoffnung, daß da was hängenbleiben könnte an mir,von deinen kryptischen Anzweifelungen.Das passiert halt immer wenn`s eng wird, mit den überzeugenden Argumenten.!!!
Das habe ich mir mit einer fairen, sachbezogenen Diskusion nicht verdient.Huh

Ich habe es eben so empfunden, und ich habe meiner Empfindung Ausdruck verliehen. So wie Du geschrieben hast, dass Du denkst, dass ich mich gerne als krank fühle, nur weil ich gegen die Depathologisierung bin. Auch das war Deine freie Meinungsäußerung, und ich habe mich nicht darüber beklagt.

Gleiches Recht für alle.

Und jetzt nach diesem "Abtausch" können wir hoffentlich wieder sachlich weiterdiskutieren.

(27.09.2012, 08:25)signo schrieb: @Danielle: Ich kann deiner Argumentationskette gut folgen, es sein nur ergänzt ..

(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb: ANTWORT:Klar unter jetzigen Bedingungen,die man ja geradezu als Arbeitsbeschaffung für Psychologen einstufen KÖNNTE.

.. der brotgebende Beruf der Geschäftsführerin des oft zititierten Vereins ist eben jener, und ..

(27.09.2012, 07:17)Danielle schrieb: Wir müssen einfach darauf Hinarbeiten,wir Betroffenen,Selbsthilfegruppen,Transaustria,Und Politiker wie du Angelika,wie HOSI und ähnliche,daß da ein Umdenken eingeleitet wird.

.. hier wird der (andere) österreichische Verein vergessen, der nicht unwahrscheinlich Auslöser für den Start dieses Threads war, weil er wohl klar für die Depathologisierung eintritt.

Herr signo!

Ich weiß nicht ob diese Aussage als unterschwellige Unterstellung zu werten ist, dass Sarah-Michelle, die von Beruf Psychotherpautin ist, aus persönlichen und finanziellen gründen gegen die Depthologisierung ist.

Ich weiß auch nicht ob diese Aussage rechtlich relevant sein könnte und irgendeinen Tatbestand erfüllen könnte.

Ich werde das auch nicht prüfen, sodern diese Überlegungen anderen überlassen.

Aber ich werde einen Screeshot ihres Beitrages an Sarah-Michelle übermitteln.

So nicht Herr signo!!!
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RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #36
ZITAT M:T:
Danke, liebe Danielle, dass ich der Anlass für eine so umfassende Wortmeldung deinerseits sein durfte.

Aber war das oben zitierte Wort "Kompromisslösung" auf deinem Bildschirm vielleicht irgendwie unleserlich?

Um das noch einmal zu unterstreichen: Es ist aus meiner Sicht volllkommen illusorisch zu glauben, dass die österreichische Gesetzgebung in absehbarer Zeit einen Leistungstatbestand namens "Transsexualität" extra ins ASVG schreiben wird.

Also bleibt die notwendige Behandlung einer Krankheit auf absehbare Zeit derjenige Leistungsgrund, auf den sich transsexuelle Menschen berufen können, um Leistungen der Krankenkassen zu beanspruchen, so sie nicht mit Aktienpaketen in den Windeln oder dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund groß geworden sind.[/color][/size][/font]
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MAN BEMERKE DAS WÖRTCHEN:AUF ABSEHBARE ZEIT!

ANTWORT:Nun liebe/r M.T,ganz so kurz wie ich es mir UND DIR gewünscht hätte,wird es auch jetzt nicht abgehen,wenn ich mir den Schlauch da so ansehe.

PUNKT EINS:Nicht du bist der Anlass meiner ach so umfangreichen Antworten,da gibt es noch die 700 Zugriffe,eher die Brisanz des Themas,welche ja für dich erklärtermaßen sowieso keine Relevanz hat,da du als TV ja keine Behandlung in Anspruch nimmst,wie du mir damals auf meine Einladung in den Club,dankenswerterweise und aufklärend mitgeteilt hast.

PUNKT ZWEI: Aufklärung, ja das ist es worum es geht,nicht um Angstmache mit Schwarzmalerei,nicht um suggerierte Hoffnungslosigkeit a la :Können wir im Parlament eh nichts ausrichten,nicht um vorgeschlagene faule Kompromisse, uns ein anderes Krankheitsbild als Alternative anzubieten oder aufs Auge drücken zu wollen,und vorallem keine Vernebelungspolitik durch bewußte Tatsachenverdrehung,wie sie hier in dieser Diskusion schon betrieben wird.Unwahres wird durch Wiederholung auch nicht richtig!.
Da habe ich mir wohl etwas Zuviel erwartet,der Aufschlag auf dem Boden ist immer hart!!Sad

PUNKT DREI: Diese Vernebelung besteht zum Beispiel in deinem, und auch Angelikas Versuch, die Hoffnungslosigkeit durch Abwälzen auf das Öster. Parlament verantwortlich zu schieben. Als juristisch interresierten jungen, denkenden Menschen,halte ich dich wahrlich nicht für so uninformiert,daß nicht auch du,als quasi "Nichtbetroffener" schon Wind von der Tatsache bekommen hast,daß die Depathologisierung nicht vom Österr. Parlament angestrebt,und auch nicht von diesem verhindert werden kann.

Einfach auf Grund der simplen und leicht zu bemerkenden(so man diese bemerken will) Tatsache, daß diese Bestrebungen bereits auf übergeordneter Ebene der EU Gesetzgebung und der WHO abgehandelt werden.
Unabhängig vom nicht befassten und nicht zuständigen östr.Parlament wird diese Thema nähmlich in D und anderen Ländern bereits heftig diskutiert und beraten. Danach,nach gefallener Entscheidung, werden wir uns nur mehr einstellen können,keinen Einfluß mehr auf Finanzierungsfragen nehmen können,und möglicherweise blöd dreinschauen.Nur weil wir uns jetzt verweigern,aufstampfen und bockig meinen daß alles so krank bleiben muß.Echt irgendwie gestört!.
Sollte es zu einer europaweiten Vereinheitlichung des Transthemas kommen,wird wohl auch Euch klar sein ,daß jetzt schon ein überwiegender Teil der Länder,die OP Kosten nicht übernimmt.Mit dieser Vereinheitlichung wird dann der Politik das gelungen sein,wo die Transverbände versagt haben werden.Vereint an einem Strang zu ziehen.(Schlimmstes Szenario,wenn man Eurer Argumentation folgt,allein die Hoffnung lebt in mir!)
Wie sehen da wohl deine Prognosen aus?Wird Österr. und Deutschland also die KK finanzierenden Länder zum Angleichungsmaßstab werden,oder wird es an die jetzige Mehrheit der Nichtfinanzierenden angeglichen,werden.???Was glaubst du wohl??Und wird es dann danach noch öster. Politikern gelingen,durch regionale Ausnahmeregelungen Schadensbegrenzung zu betreiben???
Da geht es angesichts der Tatsachen nicht um die altbekannte und doch nie bewährte Vogel-Strauß Politik,den Kopf in den Sand zu stecken,letzteren auch nicht in Form von unhaltbaren Argumenten mir, und anderen in die Augen zu streuen,sondern um eine klare Sicht auf die Problematik.W

Wer heute den Kopf in den Sand steckt,knirscht morgen mit den Zähnen!!!.Tongue

PUNKT VIER: Und genau desshalb wird wird mit Sicherheit nicht deine proklamierte "Notwendige KRANKHEIT" der Leistungsgrund für die Zukunft bleiben,sondern nach oben geschilderten Szenarium dann wegfallen!

....Ob dann die Chance einer Einflußnahme verstrichen ist,nur weil Verantwortliche (gottseidank nicht alle) heute tatenlos und blind wie ein hypnotisiertes Karnickel auf die herbeikriechende Schlange starren,dann aber aus dem Schock erwacht, in bekannter Manier zur Frustventilation auf die Politiker losgehen,wird eben die Zukunft zeigen.

PUNKT;PUNKT;PUNKT. Fazit bleibt daß es dann zu spät sein wird, wenn dies erst mal überregional geregelt wird,einzig im Zusammenschluß unserer Interresen und dem unserer Vertreter und Sprachrohre sehe ich noch eine marginale Chance ein gewisses Lobbying zu betreiben. Marginal desshalb weil ich allzugroße Hoffnung aus der Argumentationskette der maßgeblich Beteiligten beim Besten Willen nicht ziehen kann. Vielmehr hege ich die Befürchtung ,daß in guter Österr. Manier nachher erschüttert und kopfschüttelnd auf den Scherbenhaufen geblickt wird und mit geschwungenem Zeigefinger wieder einmal die böse EU als Verursacher und Sündenbock herhalten wird müssen.
Kann man halt nichts machen....kann man nichts machen???

(Gestern 07:17 AM)Danielle schrieb: Das ist eine untergriffige Behauptung ins Blaue hinein,in der Hoffnung, daß da was hängenbleiben könnte an mir,von deinen kryptischen Anzweifelungen.Das passiert halt immer wenn`s eng wird, mit den überzeugenden Argumenten.!!!
Das habe ich mir mit einer fairen, sachbezogenen Diskusion nicht verdient.Huh


Ich habe es eben so empfunden, und ich habe meiner Empfindung Ausdruck verliehen. So wie Du geschrieben hast, dass Du denkst, dass ich mich gerne als krank fühle, nur weil ich gegen die Depathologisierung bin. Auch das war Deine freie Meinungsäußerung, und ich habe mich nicht darüber beklagt.

Gleiches Recht für alle.


ANTWORT: Nichts für Ungut Angelika,ICH HABE ES EBEN SO EMPFUNDEN;???!!!???
Dies ist für mich ein leidlich dürftiger Gund,nur eine deiner Empfindungen,von denen ich wirklich nicht weiss, wo sie herrühren mögen,zur Rechtfertigung anzuführen,für deine ins Blaue geschossene Unterstellung und durch gar nichts in meinem Geschriebenen ableitbare Schlußfolgerung, hier in aller Öffentlichkeit so Behauptungen zu streuen;Einzig zum Zwecke der Diskreditierung meiner Person,oder aufgrund der Tatsache als Diskutantin mir auch eine Eigene Meinung zu leisten.
Es war auch bei Gott nicht ich diejenige,die gesagt hat daß du dich zu den Kranken im Sinne von F64.0 zählst,sondern deine eigene Behauptung, daß bei uns allen dies so wäre und auch so bleiben sollte,welche ich dir keinesfalls mit Gewalt nehmen wollte.
Lediglich für meine Person dem zu wiedersprechen habe ich gewagt.Wink

Der Rest deiner regional- bezogenen politischen Argumentationskette,sehe ich durch mein obig Geschriebenes als Seifenblase platzen und erspare mir und dir ein weiteres Eingehen auf deine immer gleichen Argumente.

Gleiches UNRECHT für alle?Huh



AUS DEM VERANSTALTUNGSPROGRAMM zur Transgendertagung in München,von Sahra Michell:letzter Satz,
Zusätzlich versucht Trans Austria ebenso in Kooperation mit den politischen Parteien Denkanstöße zu vermitteln, um eine Adaptierung der Behandlungsrichtlinien zu erwirken.

Das hat mich jetzt doch neugierig gemacht.Vielleicht kann uns S.M dazu schon einiges sagen?
Das einzig Unwandelbare... ist der Wandel ! Laotse
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RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #37
(28.09.2012, 07:36)Danielle schrieb: PUNKT DREI: Diese Vernebelung besteht zum Beispiel in deinem, und auch Angelikas Versuch, die Hoffnungslosigkeit durch Abwälzen auf das Öster. Parlament verantwortlich zu schieben. Als juristisch interresierten jungen, denkenden Menschen,halte ich dich wahrlich nicht für so uninformiert,daß nicht auch du,als quasi "Nichtbetroffener" schon Wind von der Tatsache bekommen hast,daß die Depathologisierung nicht vom Österr. Parlament angestrebt,und auch nicht von diesem verhindert werden kann.

Das habe ich ja auch nie behauptet. Ich habe lediglich gesagt, dass es im österreichischen Parlament keine ausreichende Mehrheit gibt, um die Kostenübernahmen anderswo (z. B. § 117 ASVG) abzusichern.

Genau das und nichts Anjderes fordert Trans-Austria mit der Unterschriftenaktion.

(28.09.2012, 07:36)Danielle schrieb: Einfach auf Grund der simplen und leicht zu bemerkenden(so man diese bemerken will) Tatsache, daß diese Bestrebungen bereits auf übergeordneter Ebene der EU Gesetzgebung und der WHO abgehandelt werden.
Unabhängig vom nicht befassten und nicht zuständigen östr.Parlament wird diese Thema nähmlich in D und anderen Ländern bereits heftig diskutiert und beraten. Danach,nach gefallener Entscheidung, werden wir uns nur mehr einstellen können,keinen Einfluß mehr auf Finanzierungsfragen nehmen können,und möglicherweise blöd dreinschauen.Nur weil wir uns jetzt verweigern,aufstampfen und bockig meinen daß alles so krank bleiben muß.Echt irgendwie gestört!.
Sollte es zu einer europaweiten Vereinheitlichung des Transthemas kommen,wird wohl auch Euch klar sein ,daß jetzt schon ein überwiegender Teil der Länder,die OP Kosten nicht übernimmt.Mit dieser Vereinheitlichung wird dann der Politik das gelungen sein,wo die Transverbände versagt haben werden.Vereint an einem Strang zu ziehen.(Schlimmstes Szenario,wenn man Eurer Argumentation folgt,allein die Hoffnung lebt in mir!)

Tja, nur ist es eine Tatsache, dass alle die schweigen dieser Entwicklung zustimmen. Wir haben uns entschlossen nicht zu schweigen, sondern aufzustehen und die Verantwortlichen aufzufordern andere, vom ICD unabhängige, Lösungen für die Problematik der Kosntenübernahmen durch die österreichischen Sozialversicehrungsträger zu schaffen.

Wir wissen sehr gut, dass wir keinerlei Einfluss auf den ICD haben, aber wir sind davon überzeugt, dass im kommenden ICD 11 die Diagnose TS noch vorhanden sein wird, und wollen heute schon vorarbeiten für eine eventuelle Streichung im ICD 12, der aber erst nach dem Jahr 2020 zu erwarten ist.

Wir wollen auch verhidnern, dass es in Österreich zu einer nationalen Streichung der gesamten F 64.x-Reihe kommt, wie dies in Frankreich schon der Fall ist.

Wir bevorzugen daher den schwedischen Weg, wo national alle Diagnosen der F 64.x-Reihe, ausgenommen F 64.0, gestrichen worden sind, um die Kosntenübernahmen nicht zu gefährden.

Wir wollen die Diagnosen f 64.0 und F 64.2 so lange erhalten, bis es eine vernünftige nationale Regelung der Kostenübernahmen in einer anderen Rechtsvorschrift gibt, und hoffen darauf, dass wir bis zum ERscheinen des ICD 12 noch genügend Zeit dafür haben hier meinungsbildend tätig zu sein.

(28.09.2012, 07:36)Danielle schrieb: Wie sehen da wohl deine Prognosen aus?Wird Österr. und Deutschland also die KK finanzierenden Länder zum Angleichungsmaßstab werden,oder wird es an die jetzige Mehrheit der Nichtfinanzierenden angeglichen,werden.???Was glaubst du wohl??Und wird es dann danach noch öster. Politikern gelingen,durch regionale Ausnahmeregelungen Schadensbegrenzung zu betreiben???

TS und die entsprechenden Regelungen sind zum Glück derzeit kein Thema auf EU-Ebene, sondern Sache der Mitgliedsstaaten, und es sind derzeit zum Glück auch keinerlei Bestrebungen erkennbar, dass Brüssel da etwas daran ändern will.

Sollte es aber doch dazu kommen, und Österreich hat eine eigene nationale Regelung getroffen, die besser ist als die von der EU vorgeschlagenen Regelungen, so dürfen diese Regelungen beibehalten werden. (siehe Regelungen im österreichischen Lebensmittelrecht, oder auch das deutsche Reinheitsgebot für in Deutschland gebrautes Bier)

Also auch dann, wenn die EU anderes sagt, dürften die Kostenübernahmen in Österreich, Deutschland, Schweden, etc. bestehen bleiben.

(28.09.2012, 07:36)Danielle schrieb: Da geht es angesichts der Tatsachen nicht um die altbekannte und doch nie bewährte Vogel-Strauß Politik,den Kopf in den Sand zu stecken,letzteren auch nicht in Form von unhaltbaren Argumenten mir, und anderen in die Augen zu streuen,sondern um eine klare Sicht auf die Problematik.W

Wer heute den Kopf in den Sand steckt,knirscht morgen mit den Zähnen!!!.Tongue

Nun, genau weil wir nicht den Kopf in den Sand stecken, haben wir diese Sache thematisiert.

(28.09.2012, 07:36)Danielle schrieb: PUNKT VIER: Und genau desshalb wird wird mit Sicherheit nicht deine proklamierte "Notwendige KRANKHEIT" der Leistungsgrund für die Zukunft bleiben,sondern nach oben geschilderten Szenarium dann wegfallen!

Und welche Alternative würdest Du vorschlagen? Vor Allem im Hinblick auf all jene Betroffenen, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen so nebenbei mal den Preis eines Mittelkassewagens für eine GA-OP auf den Tisch zu legen.

Die ungeführ 15.000,-- Euro, die man nämlich für eine GA-OP in Thailand veranschlagen muss, sind für die große Mehrheit der Betroffenen einfach nicht aufbringbar. Und OP´s in Österreich oder Deutschland können sich schnell mit noch höheren Kosten zu Buche schlagen.


(28.09.2012, 07:36)Danielle schrieb: ....Ob dann die Chance einer Einflußnahme verstrichen ist,nur weil Verantwortliche (gottseidank nicht alle) heute tatenlos und blind wie ein hypnotisiertes Karnickel auf die herbeikriechende Schlange starren,dann aber aus dem Schock erwacht, in bekannter Manier zur Frustventilation auf die Politiker losgehen,wird eben die Zukunft zeigen.

Tja, unsere Devise lautet eben jetzt schon den Mund aufzumachen.

(28.09.2012, 07:36)Danielle schrieb: PUNKT;PUNKT;PUNKT. Fazit bleibt daß es dann zu spät sein wird, wenn dies erst mal überregional geregelt wird,einzig im Zusammenschluß unserer Interresen und dem unserer Vertreter und Sprachrohre sehe ich noch eine marginale Chance ein gewisses Lobbying zu betreiben. Marginal desshalb weil ich allzugroße Hoffnung aus der Argumentationskette der maßgeblich Beteiligten beim Besten Willen nicht ziehen kann. Vielmehr hege ich die Befürchtung ,daß in guter Österr. Manier nachher erschüttert und kopfschüttelnd auf den Scherbenhaufen geblickt wird und mit geschwungenem Zeigefinger wieder einmal die böse EU als Verursacher und Sündenbock herhalten wird müssen.
Kann man halt nichts machen....kann man nichts machen???

Nun, so ist es nicht. Es gibt Möglichkeiten. Allerdigns brauchen wir dazu ganz dringend eine rot/grüne Parlamentsmehrheit nach der Wahl im Oktober 2013.

(28.09.2012, 07:36)Danielle schrieb:
(Gestern 07:17 AM)Danielle schrieb: Das ist eine untergriffige Behauptung ins Blaue hinein,in der Hoffnung, daß da was hängenbleiben könnte an mir,von deinen kryptischen Anzweifelungen.Das passiert halt immer wenn`s eng wird, mit den überzeugenden Argumenten.!!!
Das habe ich mir mit einer fairen, sachbezogenen Diskusion nicht verdient.Huh


Ich habe es eben so empfunden, und ich habe meiner Empfindung Ausdruck verliehen. So wie Du geschrieben hast, dass Du denkst, dass ich mich gerne als krank fühle, nur weil ich gegen die Depathologisierung bin. Auch das war Deine freie Meinungsäußerung, und ich habe mich nicht darüber beklagt.

Gleiches Recht für alle.


ANTWORT: Nichts für Ungut Angelika,ICH HABE ES EBEN SO EMPFUNDEN;???!!!???
Dies ist für mich ein leidlich dürftiger Gund,nur eine deiner Empfindungen,von denen ich wirklich nicht weiss, wo sie herrühren mögen,zur Rechtfertigung anzuführen,für deine ins Blaue geschossene Unterstellung und durch gar nichts in meinem Geschriebenen ableitbare Schlußfolgerung, hier in aller Öffentlichkeit so Behauptungen zu streuen;Einzig zum Zwecke der Diskreditierung meiner Person,oder aufgrund der Tatsache als Diskutantin mir auch eine Eigene Meinung zu leisten.
Es war auch bei Gott nicht ich diejenige,die gesagt hat daß du dich zu den Kranken im Sinne von F64.0 zählst,sondern deine eigene Behauptung, daß bei uns allen dies so wäre und auch so bleiben sollte,welche ich dir keinesfalls mit Gewalt nehmen wollte.
Lediglich für meine Person dem zu wiedersprechen habe ich gewagt.Wink

Der Rest deiner regional- bezogenen politischen Argumentationskette,sehe ich durch mein obig Geschriebenes als Seifenblase platzen und erspare mir und dir ein weiteres Eingehen auf deine immer gleichen Argumente.

Gleiches UNRECHT für alle?Huh

Tja, wie ich etwas empfinde, ist wohl immer noch m eine eigene Sache. Und wie ich meiner Empfindung Ausdruck verlehe ist eine Sache der gesetzlich garantierten Meinungsfreiheit und des Rechts diese freie Meinung auch zu äußern.

Ich habe ja nicht geschrieben, dass es bei Dir so ist, sondern ich habe geschrieben, dass ich es eben so empfinde. Und das ist mein gutes Recht.

Ich wollte Dir damit keineswegs zu nahe treten.


(28.09.2012, 07:36)Danielle schrieb: AUS DEM VERANSTALTUNGSPROGRAMM zur Transgendertagung in München,von Sahra Michell:letzter Satz,
Zusätzlich versucht Trans Austria ebenso in Kooperation mit den politischen Parteien Denkanstöße zu vermitteln, um eine Adaptierung der Behandlungsrichtlinien zu erwirken.

Das hat mich jetzt doch neugierig gemacht.Vielleicht kann uns S.M dazu schon einiges sagen?

Nun, das kann ich auch, da ich die stellvertretende Vorsitzende von Trans-Austria bin.

Trans-Austria steht in ständigem Kontakt zu den politischen VertreterInnen jener Parteien, denen die Transgenderproblematik in Österreich ein Anliegen ist. Und wir werden zu diesen Fragen auch gehört.

Die Behandlungsrichtlinien werden derzeit von einer Expertengruppe im BMG überarbeitet um diese etwa 15 Jahre alten und somit nicht mehr dem Letztstand entsprechenden Regelungen neu herauszubringen. Wir haben unsere Forderungen dort klar deponiert.

Gleiches gilt für die Anpassung gesetzlicher Regelungen durch das BMI. Hier konnten bereits angedachte Überlegungen, die zum massiven Nachteil für die Betroffenen geworden wären, erfolgreich abgewendet werden.
Zitat

RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #38
Bleibt mir nur noch viel Glück und gutes gelingen für eure Arbeit zu wünschen!
Danke für die Auskünfte und Richtigstellungen!Rolleyes
Das einzig Unwandelbare... ist der Wandel ! Laotse
Zitat

RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #39
Ich würde mich sehr darüber freuen,wenn dieser Treat nicht einfach so stehen bleibt,im Sand verläuft,sondern sich eine große Mehrheit der hier Lesenden und Schreibenden , mit ihrer Meinung zum Thema äußern würden. Immerhin betrifft es uns alle, und 4-5 DiskusionsteilnehmerInnen können einfach keinen representativen Querschnitt ergeben.
Angenommen es würde möglich sein,wie zum Beispiel bei einer Geburt,einer Schwangerschaft,die ja auch nicht als Krankheit verstanden wird,trotzdem zur Verhinderung einer solchen,jegliche Behandlung zur Vermeidung einer Krankheit von der Krankenkasse abgegolten wird,dies auch für uns weiter anwendbar zu erachten, und durchzubringen,dann wäre wohl meiner Meinung nach einer unbelasteten Umgangsweise mit dem Thema Trans,und einer Depathologisierung nichts im Wege,womit den diskriminierenden Ansichten als "Gestörte" zu gelten wohl die Begründung genommen wäre.
Wenn auch langsam aber doch, könnte das auch ins Bewußtsein der Allgemeinheit vorrücken.

ZITAT ANGELIKABig Grinie Behandlungsrichtlinien werden derzeit von einer Expertengruppe im BMG überarbeitet um diese etwa 15 Jahre alten und somit nicht mehr dem Letztstand entsprechenden Regelungen neu herauszubringen. Wir haben unsere Forderungen dort klar deponiert.

FRAGE DANIELLE: Könnten wir da auch einige Informationen,darüber welche Forderungen von euch gestellt werden erhalten???
Was soll sich ändern,nur Fristen oder behandlungsspezifische Details zur "Krankheit",oder auch einer Depatologisierung mit Kosten(ersatz/Beteiligung) zur Op. Was kann zu einer verbesserten normalisierten Wahrnehmung von Transpersonen in der Öffentlichkeit beitragen?
Das einzig Unwandelbare... ist der Wandel ! Laotse
Zitat

RE: Depathologisierung - Ohne mich
Beitrag #40
Danielle, was die Kostenübernahmen durch die KK betrifft, so ist es genau das was ich schon angedeutet habe. Schwangerscahft und Geburt sind auch keine Krankheit, und daher würden die KK auch hier nichts bezahlen. Um aber zu erreichen, dass die nötigen Kosten dafür übernommen werden, hat der Gesetzgeber im § 117 ASVG festgehalten, dass die KK eben für diese Kosten aufzukommen hat. Der § 117 enthält derzeit 4 Artikel. Art. 1 sagt,dass die KK für Früherkennung von Krankheiten: Jugendlichenuntersuchungen und Vorsorge(Gesunden)untersuchungen aufkommen müssen. Hier kann man TS leider nicht subsummieren. Art. 2 sagt, dass die KK für Leistungen aus dem Versicherungsfall der Krankheit: Krankenbehandlung, erforderlichenfalls medizinische Hauskrankenpflege oder Anstaltspflege aufzukommen haben. Derzeit werden die Kostenübernahmen von TS aus diesem grund übernommen, weil TS ja auf grund der Diagnose F 64.0 nach ICD 10 eben als Krankheit gilt. Art. 3 sagt, dass die KK für Leistungen aus dem Versicherungsfall der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit (Krankengeld) aufkommen müssen. Das ist die Begründung warum man auch dann Geld bekommt, wenn man nicht arbeiten kann.
Und Art. 4. bestimmt die Verpflichtung der KK für Kosten aus dem Versicherungsfall der Mutterschaft aufzukommen. Dort wird dann auch noch festgehalten welche Kosten dies sind.

Wie Du also leicht erkennen kannst, ist es nicht möglich TS unter einen anderen Artikelals unter den Artikel 2 zu subsummieren. Aber dazu muss TS eben als Krankheit gelten. Wird nun F 64.0 von der WHO, unter anderem auf Druck der Trans*-Verbände, gestrichen, dann gibt es keine Krankheitsdiagnose, und somit keine Leistungen der KK mehr.

So einfach ist der Zursammenhang zwischen "Krankheitswertigkeit" von TS und Kostenübernahmen durch die KK.

Und nun zu glauben, dass wir im § 117 ASVG einen Artikel 5 schaffen können, der festschreibt, dass die KK für Kosten aus dem Versicherungsfall TS zu übernehmen haben, um etwaige Folgekosten füreine unbehandelte TS zu sparen, ist mehr als nur blauäugig. Das gbeht eben mit ÖVP, FPÖ und BZÖ nicht, und es wird auch mit Herrn Stronach nicht gehen.

TS unter Artikel 1 unterzubringen geht auch nicht, denn wenn es so einfach wäre, dann müssten die KK z. B.auch jede Impfung als Präventionsmaßnahme bezahlen, was diese aber eben nicht tun. Siehe "Zeckenimpfung"
Zitat



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