Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #1
Dies als Einleitung (Quelle wikipedia):
> 1984 ist ein dystopischer Roman von George Orwell (eigentlich Eric Arthur Blair), geschrieben von 1946 bis 1948 [1] und erschienen im Juni 1949, in dem ein totalitärer Überwachungs- und Präventionsstaat im Jahre 1984 dargestellt wird. Protagonist der Handlung ist Winston Smith, ein einfaches Mitglied der Partei, das sich den widrigen Umständen zum Trotz seine Privatsphäre sichern will. Dadurch gerät er in Konflikt mit dem System, das ihn einer Gehirnwäsche unterzieht.<

Ich wundere mich über dieses Selbstverständnis sich im weltweiten Netz (das bekanntlich nicht vergisst) geistig und zumeist illustriert zu entblättern.
Liegt es daran, dass wir die meisten Berichte in heimeliger Atmosphäre schreiben, wie einst einen Brief, annehmen es wird nur von jenen gelesen die uns wohlgesonnen sind. Liegt es daran, dass wir gerne glauben der Jetztzustand wird ewig wehren. Liegt es daran dass wir schlicht blauäugig sind.

Viele von uns sind wohl bereits im Wissen aufgewachsen, dass unsere Wege nicht nur unergründlich sind, sondern auch nachvollziehbar. Das hat unter anderem begonnen mit Zahlungsverkehr der auch unsere >Bewegungen< aufzeigt, oder mit Handys die wissen wo wir sind, etc. und das geht nun weiter mit >sozialen Netzwerken< (keine Ahnung warum sich das so nennen darf) die wir freiwillig mit teilweise höchstprivaten Informationen spicken. Wo ist diese >Geheimniskrämerei< (auch Privatsphäre genannt) geblieben, die nicht mal den Nachbarn hat wissen lassen was in den heiligen vier Wänden passiert.

Was jedoch am allermeisten wundert ist, wie Menschen, die irgendwann möglichst >normal< und unerkannt im Wunschgeschlecht leben wollen (außer jene Aktivistinnen, die für selbe auftreten), akribisch ihren >Übergang< dokumentieren, und zwar nicht in einem versperrbaren Tagebuch (das war etwas wo man Dinge reingeschrieben hat, die für einen selbst nicht verloren gehen sollten, aber niemanden sonst etwas angingen, möglicherweise irgendwann Vorlage für eine Autobiografie, oder auch irgendwann nur Futter für – damals – das Feuer – heute – vergleichbar mit einem Reißwolf - wurden), sondern ewig gespeichert auf fremd verwalteten Speichermedien (Server haben auch Speicher, die sind zumeist der >Hochsicherheit< wegen mehrfach gespiegelt – heißt mehrfach gespeichert).
Warum dieser Exhibitionismus? Warum diese öffentliche Darstellung? Ist es die Suche (Sucht) nach Bestätigung? (???)

Das möchte ich - auch der Diskussion um Profile hier wie da wegen - mit Dir besprechen (wenn Du damit einverstanden bist, dass dies auch noch Deine Enkel und deren Enkel und Enkelsenkel usw. … lesen werden können).
Wie wichtig ist Dir eigentlich Deine Privatsphäre (oder das winzige Fuzel das davon noch übergeblieben ist) heute, morgen und übermorgen?
(Twitter) @XG_crossgender
Unterwegs zwischen den Geschlechtern ist die Rolle natürlich, selbstbestimmt und wandelbar 
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RE: Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #2
Ich greife mir mal einen Aspekt heraus:

(07.10.2012, 09:30)signo schrieb: Was jedoch am allermeisten wundert ist, wie Menschen, die irgendwann möglichst >normal< und unerkannt im Wunschgeschlecht leben wollen (außer jene Aktivistinnen, die für selbe auftreten), akribisch ihren >Übergang< dokumentieren, und zwar nicht in einem versperrbaren Tagebuch ...

Warum dieser Exhibitionismus? Warum diese öffentliche Darstellung? Ist es die Suche (Sucht) nach Bestätigung? (???)

Das möchte ich - auch der Diskussion um Profile hier wie da wegen - mit Dir besprechen (wenn Du damit einverstanden bist, dass dies auch noch Deine Enkel und deren Enkel und Enkelsenkel usw. … lesen werden können).

Mein Profil war lange Zeit sehr wenig gefüllt und mit einem Foto versehen, welches mir nicht mehr ähnlich sieht. Dann kam Maria mit dem Vorschlag dieses Forum zu erstellen.
Ich sagte mir, solange keine Verbindung zw. meinem Profil und mir hergestellt werden kann, selbst wenn Fotos existieren, macht es ja nichts. Mittlerweile wäre mir auch dieses egal. Warum?

Nun ich habe erkannt, dass es wichtiger ist anderen Menschen zu zeigen was möglich ist, wenn man mit Disziplin und eisernem Willen eine Sache verfolgt. Wie aus einem bärtigen Mann eine durchaus attraktive Frau Blush in mittleren Jahren werden kann.

Weiters erkennt man mit dem Alter und somit der Erfahrung, was in unserer Gesellschaft verkehrt läuft und abgestellt gehört. Früher war mir Politik egal. Heute erkenne ich die riesen Fehler, die diese macht und wo uns das hinführen wird. Ich möchte, dass die Jugend auch einmal in einer freien Gesellschaft leben kann, so wie ich es bis jetzt konnte. Deshalb poste ich auch zu diesen Themen meinen Kren. Dabei ist mir egal was einmal wird. Wenn in Österreich eine Situation eintritt, in der eine freie Meinungsäußerung nicht mehr möglich ist, ist es sowieso egal was man in der Vergangenheit gesagt hat, weil dann sitzt man im besten Fall sowie bereits im Knast.

(07.10.2012, 09:30)signo schrieb: Wie wichtig ist Dir eigentlich Deine Privatsphäre (oder das winzige Fuzel das davon noch übergeblieben ist) heute, morgen und übermorgen?
Nun für mich sind anonyme Plattformen sehr wichtig. Dazu zählt dieses Forum (ich weiß, das weil ich die Technikerin hier bin) und einige wenige andere Platformen, wenn man weiß, wie man zu einer anonymen eMail Adresse kommt. FB, Xing, gmail, ... und wie sie alle heißen mögen, benutzen unsere Daten für kommerzielle Zwecke. Sie tun alles andere, als unsere Privatsphäre zu schützen. Sie verschleiern ihre Praktiken so gut, dass die User glauben sicher zu sein. Deshalb verweigere ich FaceBook und all die Abkömmlinge. Ev. lege ich mir mal einen Test Account zu, um dort mal zu schnüffeln. Dazu müsste ich aber mal eine zweite anonyme eMail Adresse einrichten.

Ich bin ein wenig zu einer öffentlichen Person geworden, weil ich hier als Admina poste, somit meine Meinung öffentlich ist. Ich stehe zu vielem was ich geschrieben habe, wobei ich manches in der Zwischenzeit anders sehe, als noch vor ein paar Monaten. Mein Privatleben ist aber größtenteils in der Öffentlichkeit unbekannt. Man kann in meinem Profil Hobbys lesen, meine politische Einstellung (nicht zuordenbar) aus ein paar meiner Posts heraus lesen und man weiß, dass ich viel arbeite und Rheuma habe. Aber sonst?
Ich habe keinen Blog auf FB, wo ich jeden meiner Schritte hinterlasse. Weiters sende ich eMails von meinem anonymen Account und achte da auch peinlichst darauf mich nicht zu irren. Somit denke ich, ist mein Privatleben auch übermorgen noch privat Wink
Ich bin nicht mein Körper.
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.
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RE: Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #3
Ich sehe das nicht so streng, sofern man sich an einige wichtige Regeln hält. Gib nichts frei, was dich in Verbindung bringen könnte. EIn Foto als Frau, nunja, vielleicht erkennen mich noch engste Freunde darauf, die mich jeden Tag gesehen haben. Aber selbst Schulkollegen aus dem letzten Jahr (Matura) haben mich nicht mehr erkannt. Und so soll es ja auch sein.

Ich bin wirklich bei vielen Dingen angemeldet: FB, Google Mail (hat auch seine Vorteile aber das ist OT), Foren etc.

Aber immer mit einem Hintergedanken: keine Nummern, keine Emails mit vollen Namen darin, keine privaten Dinge die dich als Person verbinden können. Schon kann ich alles Nutzen ohne Angst zu haben, bis auf die Unterwäsche "verkauft" zu werden.

Dazu gehören natürlich http://10minutemail.com/10MinuteMail/index.html und sonstige Dienste, die mir dabei helfen, möglichst unerkannt zu bleiben.
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RE: Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #4
Mir ist das wurscht (auf facebook bin ich aus gutem Grund nicht), aber ansonsten hab ich nix, aber auch gar nix zu verbergen, selbst meine mail Adresse lautet genau so auf den Namen wie er im Reisepaß steht. Und ich habe damit gar keine wie immer gearteten Probleme und sehe auch meine Privatsphäre nicht eingeengt!
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RE: Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #5
(07.10.2012, 22:41)Ulli schrieb: Mir ist das wurscht (auf facebook bin ich aus gutem Grund nicht), aber ansonsten hab ich nix, aber auch gar nix zu verbergen, selbst meine mail Adresse lautet genau so auf den Namen wie er im Reisepaß steht. Und ich habe damit gar keine wie immer gearteten Probleme und sehe auch meine Privatsphäre nicht eingeengt!

Auch nicht, wenn man deine Daten verkauft und du jeden Tag Anrufe von Callcenter bekommst und jede Menge Werbung, die kein Mensch braucht? Oder denken wir weiter, Viren und sonstige Schadsoftware?

Ich kenn mich da aus, es wird immer gesagt, mir passiert nichts. Letztlich fängt man sich doch was ein. Da ich in dem Sektor arbeite, weiß ich, wovon ich spreche. Aber egal, siehe meine Frage oben - eine Antwort wäre wünschenswert Smile
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RE: Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #6
Auch ich habe ja schon verschiedentlich meine Gedanken und Einstellung dazu geäussert.
Als jemand der seit Geburt in dieser Kleinstadt bekannt ist,wurde natürlich meine Transition mit einiger Überraschung zur Kenntnis genommen.Ohne Outing wäre da logischerweise nur ein Doppelleben im Verborgenen möglich gewesen.Das hätte sowohl unserer Sache,als auch meiner Person keinen guten Dienst erwiesen.
Im Gegenteil,drücke ich mich nicht nur nicht in verschämter Weise im Halbdunklen um die Häuserecken,sondern lebe mit demonstrativem Stolz meine Weiblichkeit.
Es hat meinem Selbstbewußtsein auch enorm geholfen,den Schritt nach vorne zu gehen und offen darüber zu reden und zu schreiben.
Klar daß da auch meine ganze Identität dahinter steht,kein Nickname oder Pseudonym,das wäre binnend kurzem durchlässig geworden.Wozu auch,geht es doch darum die eigene Identität glücklich leben zu könnenSmile.
Wenn wir erwarten,dass unsere Lebensart (Art= Kunst) eines Tages akzeptiert und angenommen wird,dürfen wir uns nicht selbst länger in dem Gefühl wälzen,etwas Unnormales, aus der Reihe schlagendes darzustellen,von dem wir selber nicht ganz überzeugt sind,ob wir es der Allgemeinheit zumuten können.(Siehe Signatur)Big Grin Und dann passiert plötzlich etwas unerwartetes,immer mehr Menschen machen mir Komplimente über meinen guten Geschmack,meine Mode,Haare,mein Gang wäre weiblicher geworden,und plötzlich bekommst du Sympathie für deinen Mut, zu dir selber zu stehen,deine persönliche Freiheit auch zu leben,Respekt für Selbstbewusstsein und Ausstrahlung. Die sind keine Wunschfantasien sondern täglich mit Freude gemachte Erfahrungen.Ja und plötzlich ist dann eben alles anders,als meine anfänglichen Befürchtungen darüber waren...Sleepy
So ist mein Leben heute öffentlich,gleich wie bei jeder Anderen auch,schon durch Kredit-Kundenkarten,sind fast alle meiner Tageswege nachvollziehbar.....
Das einzig Unwandelbare... ist der Wandel ! Laotse
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RE: Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #7
Okay – wenn ich die Stellungnahmen nun so lese – dann fällt mir der Clip ein, den Bonita an anderer Stelle gepostet hat (nämlich das Beispiel bei dem ein Frosch in ein Gefäß mit Wasser spring - einmal bereits erhitzt und einmal mit langsam steigender Temperatur), und ich denke wir sind zumindest sehr achtsam geworden, was zu anderen Zeiten nicht notwendig war.

Beispiele: Eine brave Angestellte in der Gastronomie wird auch gekündigt weil sie auf FB eine >Freundschaft< (bedeutet da wohl was anderes, als ich im realen Leben darunter verstehe) mit einen Kollegen >markiert< hat, der etwas sagte das dem Kündigendem nicht gefiel (undenkbar ohne Facebook).

Oder mal wo sein ohne das es jemand weiß - undenkbar, zumindest wenn das Handy oder das Navi dabei ist (früher fuhr man sogar langsam, um keine Radarstrafen aus Orten bekommen zu können an denen man nicht sein sollte/wollte). Der implantierte Chip von dem wir schon vor 25 Jahren sprächen liegt nicht mehr fern; er wird - unter anderen Müttern - mit dem Argument >verkauft< werden, dass bei Kindesentführung das Kind leicht aufgefunden werden kann – nach Natascha wird da kaum eine Mutter nein sagen. Das Kind selbst wird es dann als Elternteil so normal finden wie wir heute den Handy-Beilsender. Meine Mutter hat maximal versuchen können, ob ich in Rufweite bin – ich war nicht unfroh darüber *g*.

Noch was: Die Wohnsituation ist wohl ganz interessant (>Zeig mir wie Du wohnst, und ich sag Dir wer Du bist<).
Ich hätte die letzte Adresse in Wien, die ich dann angesteuert hab, wohl ohne vorher bei Google-Maps nachzusehen nicht gefunden. Nett war natürlich zu sehen, wie da der Garten aussieht, ohne dass es für das Finden von Belang war. Unabhängig davon bin ich überzeugt, dass PersonalerInnen heute nicht nur den > Lebens-Gesundheits-Zustand <, wie Freundschaften (siehe oben) von Mitarbeits-AspirantInnen überprüfen, sondern auch mal einen Blick ins Wohnzimmer werfen (Utopie? – nein – nur eine Frage der Auflösung). All das gab es > zu meiner Zeit < (erste Jobsuche) nicht.

Und um den Bezug zu hier herzustellen, wer wüsste ohne dieses Forum von uns(eren) NonOP´s?
(Nein, es gibt keinen entsprechenden Thread, aber es steht dennoch da, zumindest für aufmerksame LeserInnen).

So könnte man das endlos fortsetzen. Und ich gehe nochmal auf meinen Eingangsbeitrag zurück. Ich glaube nämlich, dass niemand von uns den Jetztzustand in der Zukunft als unumstößlich sehen wird. Es reicht eine neue Freundschaft, eine neue Partnerschaft, ein neuer Job, der Umzug an einen anderen Ort (FB vermerkt es – hab ich gestern gelernt), all das aus freien Stücken, oder auch weil es das Leben einem abfordert.

Alles ist schlicht und ergreifend nachvollziehbar – wen es nicht stört, okay – wen es stört, kann es ohnedies nicht ändern.
Den Chip lasse ich aus, sofern er nicht weltweit verordnet wird (siehe Orwell).
Also wissen wir > gläsern < zu sein, deswegen sind wir > vorsichtig <.
Spitzbuabm & Lausmenscha haben wohl ausgedient Wink

Da ich es nicht schaffe den Link zum erwähnten Beitrag zu setzen ..
(12.09.2012, 12:40)Bonita schrieb: .
Man kennt aber allgemein bereits die Parabel vom Frosch, im Topf kalten Wassers, welches erst erhitzt wird, oder etwa nicht? Wink



.. sei er wie oben zitiert eingefügt.
(Twitter) @XG_crossgender
Unterwegs zwischen den Geschlechtern ist die Rolle natürlich, selbstbestimmt und wandelbar 
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Zitat

RE: Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #8
Tja, die Sache mit der Maus äh dem Frosch und der Temperatur Wink

Ein Mensch von weniger als einem viertel Jahrhundert Alters wird wohl bereits eine quasi mutierte Amphibie sein - nimmt die Wärme wohl gar nicht mehr wahr - bereits bestehende "Überwachung" iSv Konsum-Aufzeichnungen (Kredit- & Bankomat-Karten, Bargeld[!]) so wie als wandelndes Werbe-Gut (Google, Facebook, etc).

Obwohl mutierte Froscherl zwar noch leben - sogar ziemlich gut, weil Wärme nicht nur Schenkerl aktiver macht - doch ab einer gewissen "Wärme" stockt eben das (Körper-) Eiweiß... Bon Appetit!

Betreffend dazu sind wohl auch diese Beiträge nicht uninteressant:

Bargeld ist bereits "gechippt" & EU-Regierung will flächendeckende iÜberwachung

Ps: eine "anonyme" Email-Adresse nützt im aktuellen System herzlich wenig - man müsste neben dieser nämlich durchgehend Script- & Cookie-Frei iSurfen, was im web 2.0 gar nicht mehr so möglich ist, da sonst unbedienbar...
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
Zitat

RE: Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #9
(08.10.2012, 10:31)Angelika schrieb: Datenverkauf passiert auch anderswo. Es wurden auch schon staatliche Meldedaten illegal verkauft. Dagegen ist man sowieso weitgehend machtlos.
Nein ist man nicht, sollte sowas rauskommen, hätte der Staat ein ernsthaftes Problem.Wenn also Daten verkauft werden, dann nur soweit, dass es der Bürger nicht merkt. Daher "eigentlich" nicht so schlimm

(08.10.2012, 10:31)Angelika schrieb: Werbung zugeschickt und an die Tür gesteckt kriegt man auch gänzlich ohne Internetzugang, geschweige denn FB-Account.
Nö mit einem Pickerl am Postkasten hat sich das (soweit ich weiß sogar gesetzlich) erledigt. Aber darum gings gar nicht, sondern um virtuelle Postfächer

(08.10.2012, 10:31)Angelika schrieb: Viren, Trojaner und sonstige Schadsoftware kann man, mit oder ohne FB-Account, nur mehr mittels geeigneter Schutzprogramm abzuwehren versuchen. Denn die kriegt man offenbar alleine schon aus dem Grund, dass man überhaupt eine E-Mailadresse besitzt.
Falsch, vielleicht kriegst du sie, weil du deine EMail Adresse zufällig am falschen Ort angegeben hast (in deinem Fall als TG Beauftragte wohl offensichtlich, dass deine Email öffentlich ist).
Ich hab in meinem Leben nicht einen Virus ins Postfach bekommen. Besitze zwar Anti Viren Software, aber meine privaten Adressen werden nicht überall angegeben, dafür gibts 10minute Mail.

(08.10.2012, 10:31)Angelika schrieb: Telefonmarketing ist gesetzlich verboten. Wird man von Firmen angerufen, die einem ohne schriftlicher Zustimmung dazu, per Telefon etwas verkaufen wollen, dann kann man Anzeige bei der Regulierungsbehörde erstatten. Dazu gibt es im Internet sogar ein Formular zum Download.
Es reichen schon anrufe wie "wollen Sie an der Umfrage mitmachen, wann die Welt untergeht"

(08.10.2012, 10:31)Angelika schrieb:
Zitat:In Österreich sind Kaltanrufe in § 107 des 2003 erlassenen Telekommunikationsgesetzes geregelt. Unzulässig sind laut TKG jene Anrufe, die einen werbenden Charakter haben und ohne vorherige Einwilligung des Angerufenen erfolgen. Wie in Deutschland ist es in Österreich Marktforschungsunternehmen gestattet, Kaltanrufe durchzuführen, wenn diese tatsächlich der anonymen Datenerhebung dienen.....
Es gibt noch viele weitere Dinge ausser Werbeanrufe. Und selbst wenn, man kann auch versteckt Werbung machen, ohne sich strafbar zu machen.
Natürlich wird von dir in diesem Fall wieder kommen nein das geht nicht, aber lassen wir das.

(08.10.2012, 10:31)Angelika schrieb: Wenn man sich also aller dieser Dinge entziehen will, bleibt einem wohl nichts anderes übrig als auf eine einsame Insel auszuwandern und dort ein Leben a la Robinson Crusoe zu führen
Auch wieder falsch, das hat jemand versucht, dens mti Gewalt wieder zurückgeholt haben. Mal ganz davon abgesehen machen Satelliten keinen Bogen um solche Inseln. Es gibt bestimmt schon genug Möglichkeiten der Stealth Luftüberwachung. Und damit man kein Opfer davon wird, ist der erste Schritt der, keine Infos im Netz preiszugeben, die dich in Verbindung bringen könnten.

Nicht umsonst hab ich mir noch nie Mailviren eingefangen oder sonstiges.
Zitat

RE: Haben wir uns daran gewöhnt >gläsern< zu sein?
Beitrag #10
(08.10.2012, 15:20)Yuna schrieb: ... Es gibt bestimmt schon genug Möglichkeiten der Stealth Luftüberwachung. Und damit man kein Opfer davon wird, ist der erste Schritt der, keine Infos im Netz preiszugeben, die dich in Verbindung bringen könnten...

Besitzt Du denn ein "pre-paid" Mobil-Telefon (oder doch eines "mit Vertrag")?! Angel
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
Zitat



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