Identitätsprobleme in der Pubertät
RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #11
Hallo,

also erst einmal möchte ich Deinem Mann und Dir ein riesiges Kompliment machen. Ihr habt es geschafft in Eurem Heim eine Atmosphäre zu schaffen, die es Eurem Kind ermöglicht hat sich Euch zu öffnen.

Genauso wie die Kosmonautin sehe ich es aber so, dass Ihr vor allem das Leben als Familie weiter leben müsst. Zum einen kann Euer Kind ja seine Neigung ausleben und somit ist erst einmal der Druck raus. Zum anderen habt Ihr noch 2 weitere Kinder, die nicht untergehen dürfen.

Ganz wichtig seit auch Ihr als Eltern und Paar. Schafft regelmäßige Freiräume auch ganz speziell für Euch. Ihr musst stark werden und bleiben.

Ich lese aus dem Geschriebenen eine tiefer Sorge vor der neuen Situation und das ist sehr verständlich. Diese Sorge sollte aber nicht das Handeln übernehmen bzw verhindern. Ihr seit damit aber nicht alleine. Auch andere Eltern haben Besonderheiten bei Ihren Kindern und sind in dieser Situation überfordert. Von daher finde ich es total super das Ihr Euch Hilfe holt.

Was ist nun zu tun? Auch ich weiß es nicht und schon gar nicht in diesem speziellen Fall. Und je mehr hier jetzt schreiben, desto größer wird vielleicht Deine Angst und Verwirrtheit.

Ich persönlich würde mich mit meinem Partner einmal hinsetzen und das bisherige Leben und wichtige Ereignisse durchsprechen. Ist es wirklich so, das er/sie erst seit ein paar Monaten davon spricht ein Junge zu sein oder hat sich das vielleicht schon hier und da in der Vergangenheit gezeigt.

Es gibt vielleicht Situationen die noch als normal Mädchen bei Euch angekommen sind, aber schon ein erstes Indiz auf das Anderssein gewesen sind. Aber das könnt nur ihr alleine beantworten. Es kann aber auch alles eine Phase sein.

Geht einfach in Ruhe den diagnostischen Weg weiter. Lasst Euch dabei nicht unter Druck setzen und behaltet so gut es überhaupt möglich ist einen kühlen Kopf. Prüft dabei immer wieder was ist Eure Angst und wie geht Euer Kind damit um.

Es wird eine sehr schwierige Zeit für Euch und die ganze Familie. Aber zum Trost eines zuletzt. Habt ihr das überstanden ist Euer Verhältnis um mindestens den Faktor 10 intensiviert :-).
Zitat

RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #12
(10.10.2017, 22:38)Mickey26 schrieb: Zum einen kann Euer Kind ja seine Neigung ausleben...
Gehts noch? Hier wurde doch überhaupt keine Neigung erwähnt.

Wie auch immer. Zwei Dinge möcht ich der Dreifachmama auch auf den Weg geben:
Erstens: Halte dich an Bonitas Rat. Das war, meiner Meinung nach, der mit Abstand klügste Beitrag hier.
Zweitens: Gut, dass du erst mal schaust, ob die Kinderklinik sich mit Transsexualiät auskennt. Eine Psychotherapie kann, besonders bei Kindern, schwerwiegende Folgen haben. Es kam nicht selten vor, dass Psychologen unnötig Leid verlängert oder erst verursacht haben.
Und daran wird sich in Zukunft auch nicht viel ändern. Also unbedingt darauf achten, dass dein Kind die Therapie möchte und der Therapeut oder die Therapeutin im Gebiet der Transsexualiät auf dem neusten Stand ist.
Der Schwerpunkt der Therapie sollte darin liegen, so schnell wie möglich physisch zu helfen, also beispielsweise die Freigabe für Östrogenblocker zu bekommen. Das geht bisher leider, in meisten Fällen nur über die Diagnose F64.0(Transsexualismus).
Dafür muss man mitunter weite Wege in Kauf nehmen. Wenn du Schaden von deinem Kind abwenden willst, müsst ihr diesen Weg finden.
Viel Glück
"Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken." Dr. Gert Postel

 Ich bin zwar F12.1 , aber deswegen trotzdem nicht ganz dicht. Daydream 
Zitat

RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #13
Mama(da ich deinen Namen nicht weiß)ich habe zwar nicht mehr meine Eltern,aber gute Bekannte Freunde,meine Schwester und meine Tante die mich zu 100% unterstützen und somit weiß ich auch das es für die superschwer ist und ich bin mir sicher das es für deinen Mann und dich sehr schwer ist. 
Allerdings ist es insofern sehr wichtig so schnell wie möglich Fachleute hinzu zu ziehen,da meistens eine Dysphorie mit der Transidentität einhergeht und das wiederum ist dann absolut nicht lustig.Ich will dir keine Angst machen oder garantiert keinen Müll verzapfen wie Kosmonautin schrieb(das du einige Ignorieren sollst,damit meint sie eigentlich mich,da wir beide uns nicht ausstehen können. )aber die mit der Dysphorie einhergehenden Depressionen und Panikattacken (wenn man Pech hat und sie wirklich schlimm hat)tragen nicht wirklich zu einem schönen Leben bei.Darum freu ich mich so das ihr es so früh bemerkt habt, und wenn es wirklich mehr als nur eine Phase ist,etwas Unternehmen könnt.Darum habe ich auch geschrieben das ihr erstmal eine Diagnose machen lässt, bevor ihr weitere Schritte einleitet.Doch ergibt die Diagnose F64-0 dann ist Eile angesagt.Doch erstmal solltest ihr ei ne Diagnose machen lassen.

Und zum Thema Ländliche Gegend,ich wohne auch knapp 60 km von Graz entfernt und wäre ohne meine Tante die mich ständig zu Psychotherapie, Epi,Endokrinologie fährt aufgeschmissen.
Denn glaub mir eines.Ich verteidige hier sehr oft die normalen Menschen(Cis Bio oder whatever),aber in deinem speziellen Fall muß ich eher an dein Kind denken,da ich keinem ein Leben mit Geschlechtsdysphorie wünsche!
Für immer Böhse. 

Zitat

RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #14
An dieser Stelle noch ein Danke für eure Antworten! Ich sortiere mich noch und schaue mal, was vor allem die kommende Woche ergibt.

Bei euch sind viele gute Gedankengänge aufgekommen.... so ist es tatsächlich so, das wir schon die Kindheit unserer Maus Revue passieren lassen und schauen, ob irgendwas dazu passt, was gerade passiert. Eindeutiges konnten wir nicht finden, ausser das sie eben noch nie ein "typisches" Mädchen war. Aber eben auch keine eindeutigen Jungssachen sind zu erkennen. Wobei ich beides auch nicht sooo aussagekräftig finde heutzutage.

Ich bin selbst seit vielen Jahren psych. krank und weiß daher, wie gut oder eben auch schlecht Therapien und Diagnostiken laufen können. Durch diese Erfahrungen schaue ich nun fürs Kind besonders gut hin. So bin ich auch in Kontakt mit meiner Therapeutin, die diesem Thema sehr offen gegenüber steht, unser Kind auch kennt und sich innerhalb ihrer Berufskollegen schon für mich nach Hilfe umschaut. Ja... die Fühler sind also ausgestreckt, damit wir alle hier Hilfe bekommen.

Heute Morgen hat mein Kind zu mir gesagt - "Mama, ich bin froh, das ich hier darüber sprechen darf, das du ehrlich mit mir bist (sie meint sicher meine geäußerten Ängste und Unsicherheiten) und mir trotzdem meine Freiheit lässt". DAS ist wichtig und erst einmal nur das. Oder?
Zitat

RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #15
(11.10.2017, 07:22)Dreifachmama schrieb: ... Eindeutiges konnten wir nicht finden, ausser das sie eben noch nie ein "typisches" Mädchen war. Aber eben auch keine eindeutigen Jungssachen sind zu erkennen. Wobei ich beides auch nicht sooo aussagekräftig finde heutzutage...
Nun ja, wenn man mit einem männlichen (Vor-) Namen angesprochen werden will und sich als "Mädchen" den Busen abbinden möchte, "männliche" Kleidung und Haarschnitt wählt, um nicht als "Mädchen" gelesen (gesehen) werden soll, auch sagt, dass man lieber ein Junge sein will, dann sind das doch eher Hinweise auf ein transsexuelles/transidentes/transgender Kind; In Deinem 1. Thread schriebst Du ergänzend zu diesem Thread diesbezüglich:
(20.09.2017, 08:49)Dreifachmama schrieb: ... Vor einigen Wochen nun sprach sie mich (selbst sehr unsicher, fast scheu) an und sagte, sie glaubt, sie wäre ein Junge. Oder vielleicht wäre sie jedenfalls lieber ein Junge. "Mama, wäre es auch ok, wenn du noch einen Sohn hättest?"
...
Meine Tochter möchte sich einen Jungenhaarschnitt machen lassen - gar kein Problem. Sie hat sich ihre Klamotten jetzt in der Herren-/Jungenabteilung gekauft - auch gar kein Problem. Nun aber fragte sie, ob wir sie "Joshua" nennen würden? ...
  Idea

(11.10.2017, 07:22)Dreifachmama schrieb: ... Heute Morgen hat mein Kind zu mir gesagt - "Mama, ich bin froh, das ich hier darüber sprechen darf, das du ehrlich mit mir bist (sie meint sicher meine geäußerten Ängste und Unsicherheiten) und mir trotzdem meine Freiheit lässt". DAS ist wichtig und erst einmal nur das. Oder?
Natürlich ist das nun das Wichtigste; Wenn sich bei/nach den Untersuchungen jedoch abzeichnet/herausstellt, dass es tatsächlich so ist, dann wäre das Wichtigste für Dein Kind es dabei auch zu unterstützen, innerhalb der Familie und auch außerhalb; Wenn jemand transgender/transident/transsexuell ist, dann ist das keine "echte" Krankheit, allerdings sollte man analog dazu dennoch ähnliche/gleiche Prioritäten setzen als wäre es eine, also nicht "unbehandelt" lassen (also zB geeigntete Kliniken bzw Mediziner/Ärzte/Therapeuten aufsuchen, nicht irgendwelche weil zB näher)...
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
Zitat

RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #16
(11.10.2017, 07:22)Dreifachmama schrieb: Heute Morgen hat mein Kind zu mir gesagt - "Mama, ich bin froh, das ich hier darüber sprechen darf, das du ehrlich mit mir bist (sie meint sicher meine geäußerten Ängste und Unsicherheiten) und mir trotzdem meine Freiheit lässt". DAS ist wichtig und erst einmal nur das. Oder?

Ganz genau so ist es! Und es ist auch normal das Ihr unter Druck steht. Du bist eine Mama die zwischen 2 Bedürfnissen hin und her gerissen wird.

Ich möchte meinem Kind helfen (wenn die Diagnose richtig ist) und ich möchte mein Kind schützen (wenn es nur eine Phase ist). Dazu noch die Verlustängste die einzige Tochter zu verlieren, deine kleine Prinzessin, der Druck von außen, usw.

Bitte sei auch nicht böse, wenn die eine oder andere hier in einem fordernden Unterton schreibt und das Du bloß aufpassen sollst und Dein Kind unterstützen musst. Jede von uns bringt ihr ganz persönliches Package mit eigenen (oft negativen) Erfahrungen.

Ich persönlich wäre meinen Eltern dankbar gewesen, wenn Sie mich unterstützt hätten. Ich konnte mit Ihnen darüber aber nicht reden. Und natürlich triggert mich das sehr stark an und ich hören da ein hilfloses kleines Kind was meine Hilfe braucht. Das Problem ist nur, dass das Kind was ich da höre nicht Dein Kind ist sondern das bin ich selber.
Zitat

RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #17
@Bonita,

du hast schon recht... seit einigen Wochen ist es eindeutig so, das unser Kind sein Junge-sein klar äußert. Aber mit meinen Überlegungen und Erinnerungen meinte ich eher die Zeit vor dem "Outing". Bevor sie/er es zur Sprache brachte, wären wir niemals auf die Idee einer Transidentstörung (sorry, wenn das blöd formuliert ist) gekommen. Sie war kein Girlie, aber eben auch kein Junge. Kein verweigern ein Mädchen zu sein, keine Phasen oder Eigenheiten die deutlich(er) zeigen, das sie sich als Mädchen nicht wohl fühlt. Das ist also im aussen NEU. Neu und gleichermassen umfangreich und total. Verstehst du?

Ich komme daher nicht hinterher. Vielleicht ist es deshalb so, das ich Angst habe, das sie sich da in etwas verrennt. Etwas das durch Freunde, derzeitiges Weltgeschehen und und und beeinflußt wurde/wird. Das es im Grunde aber nicht das ist, was sie wirklich selbst denkt, fühlt, ausmacht?!

Ich kann versuchen das zu erklären, aber es ist schwer.... Unser Kind hat eine Schwester und einen Bruder. Wir und auch sie kennen also beides im Alltag, erleben beide Geschlechter in der Pubertät und dem frühen Erwachsensein. Die Geschwister sind ja beide etwas älter, als die Kleine.

L. (ich mag hier noch nicht in Klarnamen schreiben) ist Fan von BTS, so eine koreanischen Boyband. Wenn ich mir die Bilder dieser Jungen ansehe, dann denke ich immer auch ans Transgender, denn diese Jungs sehen doch sehr feminin aus. L. geht in diesem Fan-Dasein durchaus sehr auf und ich vermute, dass sie auch dadurch mit dem Bereich der Transidentität in Berühung kam. Als ich sie fragte, hat sie das jedenfalls nicht verneint. L. scheint Frauen mehr zu mögen, als Männer. Schon vor ihrem Outing hatte ich als Mama hin und wieder das Gefühl, das L. lesbisch sein könnte. (was im übrigen auch völlig ok wäre)

L. hat sich im Frühjahr noch ausprobiert mit Nagellack & Co, aber für sich entschieden, das sei nix für sie. Aber naja, ich bin da auch nicht so. Ich selbst bin durchaus Frau, ganz und gerne, aber eben keine typische. Hosenträger, Pulli, seltens MakeUp, nie Nagellack, kein Schuh- oder Taschentick. Wink Auch das kennt sie und weiß, das ich trotzdem frau sein kann.

Ich weiß auch nicht... sich in der Pubertät selbst zu finden ist normal. Da man sich ausprobiert ganz sicher auch. Nur im Normalfall hört das bei der Geschlechterfrage ja auf, denn die ist klar. Und mich irritiert, dass es eben früher keine Signale dazu gab, das L. eher ein Junge sein wolle. Kinder stellen im Kindergartenalter fest, das es Jungs und Mädchen klar definiert gibt und erkennen sich da auch selbst als Junge oder Mädchen. Wäre sie nun innerlich wirklich ein Junge, hätte sie das dann dort nicht schon spüren müssen, signalisieren wollen?
Zitat

RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #18
Aber natürlich verstehe ich das, voll und ganz!

Dass sich Dein (eventuell/wahrscheinlich TG/TI/TS-) Kind nicht bereits vor dem Coming-Out "auffällig" verhalten hat ist nicht unbedingt ein Kriterium, dass es nicht so wäre...

Menschen(kinder) lernen sehr schnell, was die Umwelt - also konkret auch Eltern, Geschwister, Freunde usw usf - von einem "oberflächlich" erwarten und was nicht...

Und auch wenn man selbst als Betroffene/r weiß, dass irgend etwas mit einem selbst nicht zu 100 % stimmt: Man will in der Regel "dazugehören"; Damit man nicht "aneckt" und entsprechende Reaktionen erhält (man will kein Objekt der Belustigung bis hin zu Mobbing sein/werden), oder damit man dieses diffuse Gefühl, nicht ganz O.K. zu sein verdrängen kann, weil es ohnehin sooo kompliziert ist/sein kann, aufzuwachsen, mit den üblichen "Problemen" von Kindern und Jugendlichen...

Da kann es (auch nur unterbewusst) sein, dass eine TG/TI/TS-Person einfach "mitspielt", quasi gute Miene zum "bösen Spiel" macht; Bis es dann eben irgendwann nicht mehr anders möglich ist und man versucht mehr nach seinem Selbst, der Persönlichkeit, Identität zu leben probiert; Das kann sich für die Umwelt auch zaghaft, unsicher etc pp darstellen - also kann man zB Deine Gedanken dazu sehr wohl auch nachvollziehen; Irgendwann wird Dein Kind in der Lage sein, mit Dir/Euch das alles besprechen zu können, das kann auch noch dauern - denn, nicht jedes TG/TI/TS-Kind sagt ab dem Zeitpunkt wo es sprechen kann, dass es so ist...

Und: Natürlich könnte es sich wie schon öfter auch erwähnt um eine sogenannte "Phase" handeln, aber das kann ja entsprechend abgeklärt werden...
Transsexualität beschreibt kein Geschlecht oder Gender, sondern einen unwürdigen Zustand, den man als Betroffen* versucht so weit wie möglich würdig zu bekommen - idR also den Körper passend/er zu machen.
29-09-2018
Zitat

RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #19
(11.10.2017, 10:19)Dreifachmama schrieb: Ich weiß auch nicht... sich in der Pubertät selbst zu finden ist normal. Da man sich ausprobiert ganz sicher auch. Nur im Normalfall hört das bei der Geschlechterfrage ja auf, denn die ist klar. Und mich irritiert, dass es eben früher keine Signale dazu gab, das L. eher ein Junge sein wolle. Kinder stellen im Kindergartenalter fest, das es Jungs und Mädchen klar definiert gibt und erkennen sich da auch selbst als Junge oder Mädchen. Wäre sie nun innerlich wirklich ein Junge, hätte sie das dann dort nicht schon spüren müssen, signalisieren wollen?

Nein, so leicht ist das leider nicht.

Auch ich habe eine glückliche frühe Kindheit gehabt, aber eben auf meine Weise, die aus Mädchen als Spielkameradinnen und Puppen, Küchen und Co als Spielzeug bestand und eben nicht aus Fußball, Lego und Co, auch wenn die Verfechter/innen der geschlechtsprägenden Erziehung hier aufschreien könnten Big Grin

Geändert hat sich das dann während der Pubertät dahingehend, dass man zunehmend mehr von der Gesellschaft, Eltern/Freunden in eine Geschlechterrolle gedrängt wird, in die man weder hineinpassen kann noch hineinpassen mag.
Dazu kommen die Veränderungen des Körpers, den man dann umso mehr ablehnt und dann spätestens ist es so weit, dass man das so nicht mehr aushält und etwas daran ändern mag.

Zu bemerken wie man sich verändert und das nicht mag und gleichzeitig eine Rolle ausfüllen soll, für die man nicht geschaffen ist sorgen, zumindest bei so aufgeschlossenen Eltern, wie ihr es seid, dann für das coming out.

Ich will nicht meine Geschichte verallgemeinern, aber eine glückliche Kindheit bis in die Pubertät ist auch bei transidenten Menschen nicht so ungewöhnlich.
Zitat

RE: Identitätsprobleme in der Pubertät
Beitrag #20
Sehr interessant, Dankeschön für eure Erfahrungen und Sichtweisen. Smile
Zitat



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