Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #171
(26.11.2012, 19:13)Miss Steffi schrieb: Ts ist für mich nichts weiter als eine Übergangsdiagnose die nach der GA-OP weg fällt.. Exclamation

Klingt das hart..? Ja das machst nichts es ist einfach ein fakt das es so ist.
Seh ich aber auch so.
Zitat

RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #172
@Yuna
Genau so ist es

Thank God J' m a Woman
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RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #173
(26.11.2012, 19:13)Miss Steffi schrieb: Ts ist für mich nichts weiter als eine Übergangsdiagnose die nach der GA-OP weg fällt.. Exclamation

Klingt das hart..? Ja das machst nichts es ist einfach ein fakt das es so ist.

Wäre nicht der Vergleich treffender, dass die akute zu einer chronischen Krankheit wird, die jedenfalls lebenslanger Medikation bedarf?

Ich meine: MS, Diabetes oder Parkinson wird man auch nicht los, da gibt es auch keine "Übergangsdiagnose". Nur den lebenslangen Gang zur Apotheke, regelmäßige Arztbesuche und einen Lebensstil, der den Umgang mit der Krankheit so einfach wie möglich macht.
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #174
(24.11.2012, 00:49)Alexandra schrieb: Ich frage mich ob ein "drittes Geschlecht" nötig ist.
Ist die ständige Differenzierung nach "Geschlecht" überhaupt immer nötig.
Außer da wo Schutz nötig ist.
Meistens vor dem männlichen.
Doch nicht nur "weiblich" benötigt diesen.
Ein Dilemma.


Also in der Biologie kennt man schon länger mehrere Geschlechter bzw geht schon länger davon aus,dass es mehr als 2 Geschlechter gibt.
Es gibt zb eine Pilzart die 28.000 verschiedene Geschlechter hervorbringt.
Eine Ameisenart zb hat 2 unterschiedliche Arten von Männchen mit denen sich die Jungkönigin Paaren muss um erfolgreich Nachwuchs erzeugen zu können.

Die Diffarenzierung bzw Unterscheiden hat nur den Nutzen dass man sich dadurch deffinieren kann,wenn man es sonst nicht kann.
Außerdem durch die Diffarenzierung bzw Unterscheidung entstehen Soziale-Hirachien.
Der Mann das "starke" Geschlecht.
Der Mann,wenn er nicht weiß,dass er einer ist, ist nicht stärker, er ist schlichtweg.

Ist aber nur ne Theorie die gerne widerlegt werden kann.

Und zum Thema Schutz: Jeder hat diesen Verdient,wenn er ihn benötigt
!
Ich will mich nicht verbiegen für dein Bild von Geschlecht und deshalb bin ich einfach die, die dein Frauenbild zerfetzt!
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RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #175
(26.11.2012, 22:00)Mike-Tanja schrieb:
(26.11.2012, 19:13)Miss Steffi schrieb: Ts ist für mich nichts weiter als eine Übergangsdiagnose die nach der GA-OP weg fällt.. Exclamation

Klingt das hart..? Ja das machst nichts es ist einfach ein fakt das es so ist.

Wäre nicht der Vergleich treffender, dass die akute zu einer chronischen Krankheit wird, die jedenfalls lebenslanger Medikation bedarf?

Ich meine: MS, Diabetes oder Parkinson wird man auch nicht los, da gibt es auch keine "Übergangsdiagnose". Nur den lebenslangen Gang zur Apotheke, regelmäßige Arztbesuche und einen Lebensstil, der den Umgang mit der Krankheit so einfach wie möglich macht.
Das ist aber ein schlechter Vergleich, weil diese Person quasi ein Leben lang unter dieser Krankheit leidet.
Eine Frau, ehemals TS Frau, leidet ja nicht wirklich nach der Angleichung und OP. Ganz im Gegenteil, die Hormone sind ein Segen.

Das ist das gleiche, wie wenn ich täglich Vitamine in Tablettenform schlucke. Deswegen bin ich ja noch lange nicht krank.
Zitat

RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #176
(26.11.2012, 22:53)mrs.moustache schrieb:
(24.11.2012, 00:49)Alexandra schrieb: Ich frage mich ob ein "drittes Geschlecht" nötig ist.
Ist die ständige Differenzierung nach "Geschlecht" überhaupt immer nötig.
Außer da wo Schutz nötig ist.
Meistens vor dem männlichen.
Doch nicht nur "weiblich" benötigt diesen.
Ein Dilemma.


Also in der Biologie kennt man schon länger mehrere Geschlechter bzw geht schon länger davon aus,dass es mehr als 2 Geschlechter gibt.
Es gibt zb eine Pilzart die 28.000 verschiedene Geschlechter hervorbringt.
Eine Ameisenart zb hat 2 unterschiedliche Arten von Männchen mit denen sich die Jungkönigin Paaren muss um erfolgreich Nachwuchs erzeugen zu können.

Die Diffarenzierung bzw Unterscheiden hat nur den Nutzen dass man sich dadurch deffinieren kann,wenn man es sonst nicht kann.
Außerdem durch die Diffarenzierung bzw Unterscheidung entstehen Soziale-Hirachien.
Der Mann das "starke" Geschlecht.
Der Mann,wenn er nicht weiß,dass er einer ist, ist nicht stärker, er ist schlichtweg.

Ist aber nur ne Theorie die gerne widerlegt werden kann.

Und zum Thema Schutz: Jeder hat diesen Verdient,wenn er ihn benötigt
!

Ich denke, dass wir weder Pilze noch Ameisen sind sondern Säugetiere.
Bei diesen ist die zweigeschlechtliche Ausprägung quasie Standard.
Da die Natur Variationen aller Art immer zulässt - Evolution und so - gibt es auch eine vielzahl von Erscheinungen "dazwischen". Bzw eher Mischformen.
Die sind aber nicht in irgendeine Form "gewollt" sondern eben Zufallsprodukte. Ob eine Mehrgeschlechtlichkeit bei Säugetieren in ferner Zukunft evolutionär evtl. Sinn machen könnte ist eine Sache für SciFi-lastige Fantasie.

Differenzierung ist für jedes Individuum notwendig, da wir nunmal nicht gleich sind. Weder sozial, noch in "Stärke", noch in Kompetenzen.
Im Normalzusand spielt dabei auch Geschlechtlichkeit eine Rolle. Was den kleinen Rest aber nicht übergehen sollte.
In fact, you'll not be saved at all.
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RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #177
(26.11.2012, 23:10)Yuna schrieb:
(26.11.2012, 22:00)Mike-Tanja schrieb:
Wäre nicht der Vergleich treffender, dass die akute zu einer chronischen Krankheit wird, die jedenfalls lebenslanger Medikation bedarf?

Ich meine: MS, Diabetes oder Parkinson wird man auch nicht los, da gibt es auch keine "Übergangsdiagnose". Nur den lebenslangen Gang zur Apotheke, regelmäßige Arztbesuche und einen Lebensstil, der den Umgang mit der Krankheit so einfach wie möglich macht.
Das ist aber ein schlechter Vergleich, weil diese Person quasi ein Leben lang unter dieser Krankheit leidet.
Eine Frau, ehemals TS Frau, leidet ja nicht wirklich nach der Angleichung und OP. Ganz im Gegenteil, die Hormone sind ein Segen.

Das ist das gleiche, wie wenn ich täglich Vitamine in Tablettenform schlucke. Deswegen bin ich ja noch lange nicht krank.

Korrigiert mich, da einige von euch sicher von Endokrinologie mehr verstehen als ich!

Wenn man einer Post-OP-TS die Hormone entzieht, kommt es zu gewissen nachteiligen körperlichen Veränderungen degenerativer Art. Einer Art früher Menopause, mit Knochenabbau und noch ein paar anderen unguten Folgen. Ohne ein gewisses, altersgemäßes Steroidlevel funktioniert da einiges nicht mehr optimal. Daher träfe das vor allem jüngere Transmenschen.

Das wäre wohl nicht so schlimm wie die "Stoffwechselentgleisung", die eine Diabetikerin ohne regelmäßige Insulin- oder Tablettenzufuhr erleidet, aber es ist im Kern derselbe Vorgang: Medikamente weg --> körperlicher Zustand verschlechtert sich.

Also könnte man auch sagen, dass Post-OP-TS unter einer behandlungspflichtigen, künstlich - durch Einfernung der "falschen" Keimdrüsen - hervorgerufenen Stoffwechselerkrankung leiden. Einer körperlichen Erkrankung, die mit F-64.0 nichts zu tun hat aber die direkte Folge der Behandlung letzterer Krankheit ist.

Ein "Tausch", wenn man denn so will, dem viele Transmenschen aus bekannten und durchaus einsichtigen Gründen zustimmen. Aber schon ein bisserl mehr, als bloß nur Vitamine schlucken! Undecided

Oder?
- Ich bin zwar F-64.1 aber deswegen trotzdem transident Tongue -
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RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #178
(27.11.2012, 08:56)Mike-Tanja schrieb: ...
Ein "Tausch", wenn man den so will, dem viele Transmenschen aus bekannten und durchaus einsichtigen Gründen zustimmen. Aber schon ein bisserl mehr, als bloß nur Vitamine schlucken! Undecided

Oder?

Nein, nicht oder. Genau so. Man trachtet als TS idR danach, eine vorhandene "chronische Krankheit" aufgrund biologisch gegebener Keimdrüsen durch eine "chronische Therapie" mittels künstlichen/naturidentischen Hormonen nebst dem "eventuellen Ausschaltens negativer Keimdrüsen" zu ersetzen. Rolleyes

Ob man mit dieser Therapie nun restlos glücklich wird bzw werden kann, ist eine andere Frage. Für "stark" betroffen Patienten ist es idR keine Frage, ob diese nun ein "schlechter Tausch" (weil weitere, neue etc - ebenso chronische - Krankheiten schneller oder erst dadurch auftreten können) ist - viele hätten sich wohl bei Fehlen einer solchen aus dem Leben geschlichen oder gestohlen, der Umstände halber... Confused
[Bild: avatar_202.jpg] „NATSUME! NATSUMEe! NATSUMEee!“ — Nyanko-Sensei en.wikipedia.org/wiki/Natsume%27s_Book_of_Friends
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RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #179
Also sind wir Non-OP-TS nur schwach betroffenen, weil wir die Vor- und Nachteile gegeneinander abwiegen?
Zu viel Wahrheit wird nicht erkannt; Zu viel Tod am Wegesrand.
Erst auf den zweiten Blick; Erkennst du was dahinter steckt.
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RE: Wie wir mit TS umgehen und was ist überhaupt TS
Beitrag #180
"Stark betroffen" im Sinne von Hormon- und eventuell auch OP-Weg gehen... Wenn man das nicht macht, dann hat man auch nicht die Auswirkungen - positive wie negative - zu erwarten...

Abwägen tun sicherlich viele, einige entscheiden sich dagegen, andere dafür; Natürlich gibt es aber auch noch immer welche, denen mögliche negative Seiten ob der positiven nicht schwer genug wiegen...

Sollte keine "Wertung" von TS sein, sorry...
[Bild: avatar_202.jpg] „NATSUME! NATSUMEe! NATSUMEee!“ — Nyanko-Sensei en.wikipedia.org/wiki/Natsume%27s_Book_of_Friends
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